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Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von 45er » Sa 8. Sep 2018, 10:02

Zum Fluxen benutze ich mittlerweile Marvelux. Das stinkt nicht und treibt Verunreinigungen sehr gut nach oben. Eine Löffelspitze reicht für einen 10 kg Ofen. Alle 20 Minuten rühre ich mal die Legierung durch. Beim Fluxen entsteht das giftige Bleioxid. Also Rüssel weg vom Ofen. Über dem Ofen habe ich einen Dunstabzug ohne Filter hängen, der ins Freie bläst.

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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von McMonkey » Sa 8. Sep 2018, 10:12

Danköööööööööö an Alle. Ich hab die Möglichkeit einer sehr gut belüfteten Örtlichkeit. Kenn mich jetzt so weit aus, den Rest mach ich beim Probieren und beim Erfahren. Ich hab mir im Leben schon viele Dinge selbst beigebracht, da werd ich auch noch ein paar perfekte Geschosse hinbekommen. :lol:
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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von Reaper » Di 2. Okt 2018, 20:42

Nach vielem Hin und Her hab ich für mich folgende Lösung gefunden:

Will ich eine Legierung reinigen nehm ich Kerzenwachs, will ich sie durchmischt halten nehme ich Holzspäne.
Deren Asche lass ich nach dem Abbrennen auf der Oberfläche schwimmen.

Man hat es mir mal erklärt, ich glaub mich zu erinnern das es mit dem Kohlenstoff zu tun hat.
Kapiert hab ich es nicht, aber es funktioniert.
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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von 45er » So 7. Okt 2018, 10:09

Die verbrannten Sägespäne an der Oberfläche verhindern dass sich das Zinn in Zinnoxid umwandelt. Ich nehme sie nicht, weil ich den Gestank im Keller so gering wie möglich halten möchte, Stichwort häuslicher Frieden.

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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von Reaper » Mi 10. Okt 2018, 10:55

Naja, ich gieße in der Garage und hab eine Lüftung installiert (zwei alte Dampfabzugshauben aus Küchenauflösungen).

Ich kann nicht klagen.
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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von Black_Knight » Do 18. Okt 2018, 16:47

kennt ihr eine quelle "automatische" gießmaschiene die halbwegs leistbar ist.
geht um ggf 2er oder wenn möglich 4-6 er Kokillen

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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von simultan4 » Do 18. Okt 2018, 18:48

Falls wir dann 2 kaufen, bekommen wir sicher Rabatt!
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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von lüftl » Do 18. Okt 2018, 21:17

Hallo Black Knight,
Schau mal da, ist zwar nicht vollautomatisch, aber wenigstens leistbar. Vollautomatisch geht auch, aber dann wird es eben teuer.
http://www.magmaengineering.com/master-caster/ Hab ich mal in den USA kennengelernt. Funktioniert prima, aber ich giess lieber mit der Hand.
Pfiat Eich God

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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von Charivari » Di 25. Dez 2018, 11:59

Black_Knight hat geschrieben:kennt ihr eine quelle "automatische" gießmaschiene die halbwegs leistbar ist.
geht um ggf 2er oder wenn möglich 4-6 er Kokillen


Ich habe von einem deutschen Hersteller einen Bleiofen gekauft, ist zwar keine automatische Gießmaschine, aber der Ofen hat 20kg Fassungsvermögen und Digitale Temperatursteuerung!
Mit einer 6fach Kokille geht es fast so schnell wie mit einem Automaten!

Das ist ein suuuper Teil und absolute Qualitätsarbeit! :clap:

Leider weiss ich nicht, wie ich hier Bilder einfügen kann...! :cry:

Gruß
Charivari

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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von Charivari » Di 25. Dez 2018, 12:17

45er hat geschrieben:Zum Fluxen benutze ich mittlerweile Marvelux. Das stinkt nicht und treibt Verunreinigungen sehr gut nach oben. Eine Löffelspitze reicht für einen 10 kg Ofen. Alle 20 Minuten rühre ich mal die Legierung durch. Beim Fluxen entsteht das giftige Bleioxid. Also Rüssel weg vom Ofen. Über dem Ofen habe ich einen Dunstabzug ohne Filter hängen, der ins Freie bläst.


Ich habe großen Respekt vor "Bleidämpfen", Bleioxid.
Aus dem Grund habe ich mir eine Halbmaske mit Filter P3 - A gekauft, weil ich mir in der Garage eine Werkastatt eingerichtet habe und da, auch im Winter Geschosse gießen möchte.
Eine neue Dunstabzugshaube für 37 EUR mit direktem Abzug ins Freie, montiere ich über dem Ofen.
Zusätzlich einen PC Lüfter der etwaige "Dämpfe" nach Oben in die Dunstabzugshaube blasen soll!

Zum Fluxen verwende ich auch Marvelux.

Übertrieben ?

Gruß
Charivari

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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von doc steel » Mi 26. Dez 2018, 09:44

Ich hab da eine bestimmte Frage dazu: Wie lange gießt ihr eigentlich?
Ich meine damit wie lange durchschnittlich eine Gieß-Session bei euch dauert.
Und die zweite Frage wäre wie viel Geschosse ihr bei einer Session im Durchschnitt erzeugt.
Ich frag das so, weil ich für mich eine Rentabilitätsrechnung erstellen will, wo eben alles berücksichtigt ist incl. der Betriebskosten.
lg,
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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von AUG-andy » Mi 26. Dez 2018, 10:54

doc steel hat geschrieben:Ich hab da eine bestimmte Frage dazu: Wie lange gießt ihr eigentlich?
Ich meine damit wie lange durchschnittlich eine Gieß-Session bei euch dauert.
Und die zweite Frage wäre wie viel Geschosse ihr bei einer Session im Durchschnitt erzeugt.
Ich frag das so, weil ich für mich eine Rentabilitätsrechnung erstellen will, wo eben alles berücksichtigt ist incl. der Betriebskosten.

Das ist doch bei einem Hobby das Spaß macht nebensächlich. ;)
Da darf man Zeit und Geld nicht einrechnen sonst müsste man sofort damit aufhören. :lol:
Wenn ich die Zeit von heuer (2018) rechnen würde , die ich für mein Haupthobby geopfert habe könnte ich mir schon einen Sportwagen kaufen.
Von den vielen Flügen, Hotelzimmer , Leihautos ganz zu schweigen.
Madrid, Montpellier, Porto, Birmingham, Perth AUS, Manila, u.s.w
Modellautorennen international mit EM und WM kostet so einiges,
wenn ich rechnen würde müsste ich sofort aufhören mit dem Spaß. :naughty:
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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von doc steel » Mi 26. Dez 2018, 11:53

Du schreibst mir etwas, wonach ich nicht gefragt hab.
Wenn du Erfahrung mit dem Gießen hast, dann bitte ich um deine Nachricht dazu.
Dass eine Rentabilitätsrechnung für ein Hobby in den meisten aller Fällen logischerweise mit einem negativen Saldo abschließt weiß ich,
das brauchst du mir nicht erzählen.
lg,
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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von Reaper » Mi 26. Dez 2018, 12:16

Tscha, eine pauschale Aussage wirst da kaum bekommen.

Der eine gießt mit einer Einfachkokille, weil er absolute Uniformität erreichen will und ein Geschoss genau wie das andere sein soll.
Ich gieße gleichzeitig mit zwei Sechsfachkokillen (Alu) oder zwei Vierfachkokillen (Stahl).
Da sind mit Nebenarbeiten imho - geschätzt - maximal an die sechshundert Geschosse pro Stunde gegossen.
Sicher könnte man das noch optimieren, ich kenne einen Gießer der hat einen Topf über seinem Gießtopf angebracht (an die Wand geschraubt) aus dem er dann immer flüssiges Blei nachfließen lässt, usw.).
Länger als zwei Stunden am Stück gieße ich normalerweise nicht, weil es mir dann zu anstrengend wird, aber andere gießen da deutlich länger.
Wenn es stressig wird ist es für mich aber kein Hobby mehr.

Bis die Öfen heiß sind und das Blei flüssig vergeht ja einige Zeit und man muss erst mal Energie investieren, deshalb mach ich dann aber auch keine kurzen Sessions (für mich mind. eine Stunde) sonst wäre das aus meiner Sicht Verschwendung.

Nachdem erhärten muss man die Geschosse mindestens noch Eimertumbeln (z.B. mit Lee Alox) oder aber panluben, oder aber kalibrierfetten oder aber kunststoffbeschichten, welchen Aufwand Du da noch treiben willst liegt letztlich an Dir, von fast gar nicht bis hin zu vier weiteren Arbeitsschritten ist da alles drin.

Ich kenne einige Gießer die kalibrieren gar nicht, weil sie sagen die Ergebnisse würden dadurch nicht besser.
Da bin ich geteilter Meinung.
Je nachdem wie groß (Durchmesser) die Geschosse aus der Kokille fallen gibt es da kaum etwas zu kalibrieren und je nachdem wie hart Du sie gießt werden sie in der Hülse ohnehin noch einmal herunterkalibriert.
Grundsätzlich sollte man die Geschosse so wenig wie möglich kalt verformen, was halt bei dicken Geschossen mit noch zusätzlich aufgetragener Beschichtung (Kunststoff oder Kupfer) gar nicht möglich ist.

Ich mach es zweckgebunden.
Für´s IPSC beschichte ich sie, für meine Scheibenladungen in der 45 ACP und 44 Magnum kalibrierfette ich sie.

Letztlich hilft da nur ausprobieren und die Ergebnisse vergleichen.

Und da Du eine wirtschaftliche Betrachtung durchführen willst, gäbe es noch viele andere Fragen zu klären.
Ich bekomme zum Beispiel Blei aus zwei Schießständen geschenkt, die sind froh wenn Jemand das Zeug rausholt.
Müsste ich das Blei komplett kaufen sähe das wieder ganz anders aus.
Usw. usf..

Ich hoffe ich konnte Deine Frage ansatzweise beantworten und bitte verzeih wenn ich auch Antworten gegeben hab für die Du (noch) gar keine Fragen gestellt hast.
:shifty:
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Re: Der Thread für die Gießer vor dem Herrn...

Beitrag von lüftl » Mi 26. Dez 2018, 15:04

da kann ich mich anschließen, bis jetzt hab ich die Zeit nicht wirklich gestoppt. Aber bei Geschossen für die ACP hab ich mal vermehrt auf den "Aufwand" geachtet. Vorheizen des Bleibades und Aufwärmen der Kokille ca. 30-45 Minuten.
Ich gieße in der Garage, mit vorn und hinten geöffneten Toren, damit ich eine akzeptable Luftzirkulation habe. Also im Sommer etwas schneller und im Winter eben etwas länger.
Außerdem gieße ich die Lyman 452460 200 gr SWC Geschosse mit nur einer Doppelkokille. Da kommen dann in einer Stunde, zügig gegossen ca. 120 Geschosse dabei raus. Ausschuss gibt es nur am Anfang, bis die Kokille die richtige Temperatur hat.
Kalibrieren und Fetten der Geschosse geht etwas schneller, da kommen dann pro Stunde um die 150 Geschosse dabei rum. Aber ich warte auch immer einen Moment, damit das Fett Zeit hat, in die Fettrillen zu kommen und bei mir geht es eher um die Präzision als um die Menge.

Wenn ich mit der Saeco .38 Special WC Kokille gieße geht es schneller, weil die mehr Kavernen hat. Da kommen bei der 5-fach Kokille dann schon mal 450 bis 500 Geschosse raus. Der Aufwand für das Kalibrieren und Fetten ist aber der selbe.


Dann noch mal die Zeit fürs Aufräumen etc.

Für mich ist das ein Hobby im Hobby, also ist der Zeitaufwand für mich nicht so wichtig. Wenn ich anfange, den Aufwand in Arbeitszeit umzurechnen und dann meinen Stundenlohn dagegensetze, kann ich mir viel Munition im Laden kaufen, aber wer will das???


Außerdem hab ich eh schon gemogelt, weil ich das Vorbereiten des Bleis (besorgen, Ausschmelzen etc.) gar nicht in der Rechnung hab. Aber wie gesagt, mir ist das eh wurscht.


Achja, hatte ich vergessen. ich gieße meistens um die zwei oder drei Stunden, also so lang wie mir das Ganze Spaß macht. Am Anfang war da auch die eine oder andere Session dabei, wo ich länger gegossen hab, aber spätestens wenn ich ein Gusto auf einen Kaffee hab, hör ich auf!
Pfiat Eich God

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