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Mindestladung für Glock 17/34

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Mindestladung für Glock 17/34

Beitragvon doc steel » Do 6. Dez 2018, 11:55

Hat eigentlich schon einmal jemand aus der Community, getestet welche Mindestladung benötigt wird, damit das Glock-Greibl noch konstant repetiert? Mit der originalen Verschlussfeder und nix verbastelten Zeug?

Ich frag das jetzt so daher, weil ich festgestellt habe - na nona, hätt mas eigentlich eh denken können - dass Ladungen die aus meiner gepimpten Government (10 lbs recoil) durchaus noch tun, in der Glocken still verrecken.
D. h. sie machen wohl an Schepperer und a Loch in der Scheibe,
aber das wars dann auch schon weil mit dieser Ladung die Glock zu einem Einzellader wird.
Ursache ist die deutlich stärkere Originalfeder.

Jetzt steh ich natürlich vor der Entscheidung eine neue, passende Ladung zu entwickeln oder deppert an der Feder zu basteln.
Zweiteres wäre mir zuwider da ich die Glock nicht denaturiert betreiben möchte.
lg,
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Re: Mindestladung für Glock 17/34

Beitragvon impact » Do 6. Dez 2018, 12:26

Ich glaube, das hängt auch ein bissl davon ab, wie fest du zupackst. Die Glock hat ja ein relativ hohes Verschlussgewicht zu Gesamtgewicht Verhältnis und bei etwas zierlicherem anpacken kanns da angeblich (war selbst nie Zeuge davon) auch schon mit Fabriksmuni zu Problemen kommen.

Ich persönlich hatte nur mit der Startladung aus der LOS Tabelle mit 145er und N340 einmal kleinere Problemchen. Waren in etwa 3.8grain (bei 29.1 +- 0.1mm OAL), wobei ich da noch keinen 10er durchschnitt zum Pulvermenge einstellen genommen habe, die RCBS Waage die ich habe nur auf eine Nachkommastelle genau ist, und es somit auch 37,5gr gewesen sein könnten. Die haben bei entnommenem Magazin hin und wieder Stovepipes produziert. Wieso mach ich sowas? Ich steck ein volles Magazin an, repetiere eine Patrone in die Kammer, entnehme das Magazin wieder und mach 2 Schuss innerhalb kurzer Zeit. Das funktioniert ähnlich wie die Dummy Drills und zeigt beim zweiten mla abziehen dann recht schön etwaige Neigungen zum Verreißen.
Womöglich waren die an der Funktionsgrenze, und haben auf Nachhilfe vom Patronenstapel bzw Zubringer gebaut, um sauber auszuwerfen... Mit Magazin habens einwandfrei funktioniert.
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Re: Mindestladung für Glock 17/34

Beitragvon -m- » Do 6. Dez 2018, 14:19

ich bin bei der glock zum scheibenstanzen mit 145gr FN nicht unter 3,4gr n320 gegangen, bei einer oal von 28,4mm. das war ausserderdem gemessen knapp unter minor fakor, also nicht ipsc tauglich, zumindest mit meinen s&b zünderln.
ich habe auch mit dem gedanken gespielt eine ladung für alle kandln zu pressen, hab es aber wieder sein lassen.
zb mein 929er ist mit der ipsc-ladung auf faktor 130 (auch mit 145gr FN), wie ich sie für die 1911 verwende nicht super präzise, da muss ich schon auf faktor 145 rauf, lade also 4,7gr N340 und lasse die Länge auf 29, womit sie in der 1911 garnicht um die kurve kommen würden. anders fürs ar mim langen lauf reichen 2,6gr n320 locker um auf den faktor zu kommen, dafür muss ich dort wieder RN laden.
selbst falls ipsc nicht dein ziel (für beide kandln) sein sollte (ich schreibs jetzt nur, weil ich weiss dass du ipsc schiesst, das heisst aber nicht, dass dus mit allen deiner waffen vorhast), denke ich, dass du mit einer zwischenlösungs-laborierung nicht happy werden wirst. ich könnte mir an deiner stelle vorstellen zwei ladungen zu entwickeln, die mit gleichem geschoss und oal auskommen, dafür mit zwei verschiedenen pulvern das gewünschte ergebnis bringen, wenn du die presse nicht verstellen willst. ist nur so eine idee - hab jetzt nicht herumgerechnet ob es sich ausgeht, könnte es mir aber gut vorstellen.

falls das im text zusammengedampft zu verwirrend war, zusammengefasst meine aktuellen ladungen...
1911 ... 145gr RN mit 3,6g N320 auf 29,2 (etwas stärker als nötig für minor)
(1911 alternativ je nach lagermenge v projektilen ... ) 145gr FN mit 3,4g N320 auf 28,4
929 ... 145gr FN mit 4,7g N340 auf 29
ar ... 145gr RN mit 2,6g N320 auf 29 (versuchsstadium)

LG, Martin

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Re: Mindestladung für Glock 17/34

Beitragvon doc steel » Do 6. Dez 2018, 14:45

Zupacken war sicher nicht das Thema, ich habs bewusst definiert gehalten weil ich um den Umstand bescheid weiß.
Es war einfach eine Mindestladung - konkret 3,6 und 3,8 RS20 mit 140-er Wutzel auf 29,00mm OAL - die eben zu sanft für die Glock war.

Angelehnt hab ich mich dabei an die offizielle Ladeangabe von Reload Swiss, wo für eine 147 Ares RNFP mit RWS Zünder und 29,5mm OAL 3,7gr RS20 angegeben werden, die dann eine V0 von 915 fps aus einem 4,8"-Lauf erreichen soll.
Dass das aus einem 5,3"-Lauf und noch dazu 0,5mm kürzer gesetzt ned gscheit repetiert....wer denkt denn da an sowas?
lg,
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Re: Mindestladung für Glock 17/34

Beitragvon -m- » Do 6. Dez 2018, 14:53

wenn du da experimentieren magst, sind die reduced recoil springs von wollf nicht sonderlich teuer (habs selber nie probiert) ...
https://www.speedshooter.com/product_de ... for-Glocks
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Re: Mindestladung für Glock 17/34

Beitragvon doc steel » Do 6. Dez 2018, 15:53

Wenns den Scheiss irgendwo komplett gibt, gerne.
Aber ich hab wenig Bock mir
den guide rod in bei Glory Gun Hole in Chibougamau, QC./CDN,
den Adapter Gen3 auf Gen4/5 bei Killer Kurt's Right Firearms in Massapeqa, NY.
und die Schraufm dafür in Sunny Espandrillo's Gun Shop in Los Ranchos, NM. zammsuchen zu müssen.
A Trum, das mir jeder der scho amal a Drehbank aus der Näh gsehn hat gach einmal runterwutzeln kann.
Kosten tät mi des dann wahrscheinlich höchstens an Gutschein für a Stund mit der tollen Lola und der Wüsten Gobi aus der Salambo Bar.
lg,
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Re: Mindestladung für Glock 17/34

Beitragvon ifoundnoname » Mi 12. Dez 2018, 09:35

Du hast RS 20 und 147er Ares
Meine Ladung war 4,0 RS20 / 145er LOS / Magtech-Primer / OAL 28,5
Gemessen aus G17: 133-138 Faktor
Steig um auf RS12 - weniger Schmutz auf der Presse und fast 100% reproduzierbare Pulvermenge.
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Re: Mindestladung für Glock 17/34

Beitragvon doc steel » Mi 12. Dez 2018, 11:08

ifoundnoname hat geschrieben:Du hast RS 20 und 147er Ares

Nö, RS 20 und 140er AlsaPro.
Meine Ladung war 4,0 RS20 / 145er LOS / Magtech-Primer / OAL 28,5
Gemessen aus G17: 133-138 Faktor

Solche Schwankungen im Faktor lassen auf eine ungleichmäßige Umsetzung des Abbrands schliessen, das hab ich nämlich auch.
Steig um auf RS12 - weniger Schmutz auf der Presse und fast 100% reproduzierbare Pulvermenge.

Hab ich mir auch schon gedacht...
Mittlerweile glaube ich herausgefunden zu haben, dass es Pulvertypen gibt die eher wenig und andere die eher mehr Brennraum tolerieren bzw. auf eine Volumenänderung des Brennraumes mehr oder weniger deutlich reagieren.
Beim Lovex s015 - gut, des is a Schrotpulver und dementsprechend träge steuerbar - isses m. E. nach unerheblich obst jetzt auf 28,3 oder 29,00 setzt.
Das RS20 dürft ein Kraut sein, das mit einem kleinen Brennraum scheinbar besser zurecht kommt.
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Re: Mindestladung für Glock 17/34

Beitragvon -m- » Mi 12. Dez 2018, 11:56

sorry, wenn ich das thema mit einer zwischenfrage hijacke. kennt ihr das phänomen: egal, was ich für n340 errechne, sagt mir quickload, dass das pulver nur zu 96-98% verbrannt wird (habe schon mit verschiedenen ladungen, oals und lauflängen von 4,25-16,75" experimentiert).
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Re: Mindestladung für Glock 17/34

Beitragvon ifoundnoname » Mi 12. Dez 2018, 15:24

doc steel hat geschrieben:
ifoundnoname hat geschrieben:Du hast RS 20 und 147er Ares

Nö, RS 20 und 140er AlsaPro.
.....4,2 RS20 und 28,5 wäre dann meine Rezeptur. Aus einer G17 wird das ein Faktor 135+ und die Glock repetiert.
im übrigen hatte ich bei gleichen Geschoßmassen mit Vollmantel immer ca.10 Faktorpunkte weniger als mit verkupferten Geschoßen...

Meine Ladung war 4,0 RS20 / 145er LOS / Magtech-Primer / OAL 28,5
Gemessen aus G17: 133-138 Faktor

Solche Schwankungen im Faktor lassen auf eine ungleichmäßige Umsetzung des Abbrands schliessen, das hab ich nämlich auch.
Ich find die Schwankung gar nicht schlimm über 100 Schuss

Steig um auf RS12 - weniger Schmutz auf der Presse und fast 100% reproduzierbare Pulvermenge.

Hab ich mir auch schon gedacht...
Mittlerweile glaube ich herausgefunden zu haben, dass es Pulvertypen gibt die eher wenig und andere die eher mehr Brennraum tolerieren bzw. auf eine Volumenänderung des Brennraumes mehr oder weniger deutlich reagieren.
Beim Lovex s015 - gut, des is a Schrotpulver und dementsprechend träge steuerbar - isses m. E. nach unerheblich obst jetzt auf 28,3 oder 29,00 setzt.
Das RS20 dürft ein Kraut sein, das mit einem kleinen Brennraum scheinbar besser zurecht kommt.

Genau das RS20 sollte mindestens 92% des Volumens einnehmen (Das RS12 ist da nicht so sensibel)
Für die OAL ist für mich in erster Linie das Geschßogival relevant.
z.B.: 145er LOS (RN) mit 28,5 OAL steht bei Walther schon voll im Laufprofil, 147er (RN) Armaforce detto. Alsa RN, meine hatten damals noch 145 grain, wenn ich nicht irre, waren mit 29,4 OAL nie ein Problem.
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