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Anfängerfragen

Pulver, Hülsen, Geschosse, Zündhütchen, Ausrüstung - Alles zum Thema "Wiederladen".
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McMonkey
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Re: Anfängerfragen

Beitrag von McMonkey » Mo 17. Dez 2018, 10:24

Hellprayer hat geschrieben:Die Dinger werden nicht "schief" sitzen bei einer Zylindrischen Hülse (abgesehen von Fabrikationsfehlern).
Dem muss ich - nach umfangreichen Tests - widersprechen.

http://www.pulverdampf.com/viewtopic.php?p=399695#p399695

Für den Fragesteller ist das ganze Thema im Link zu empfehlen.
Was man nicht tut, geschieht auch nicht.

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Re: Anfängerfragen

Beitrag von doc steel » Mo 17. Dez 2018, 11:43

Zeit bringt Rat und nur die ganz depperten lernen mit der zeit nix dazu.
Ich muss mich in dem vom Monkey verlinkten Thread deshalb intensiv revidieren.
Ogivales Geschoss und flacher Setzstempel gehört in die Experimental-Phase der Jung-Wiederlader.
Wems auf gscheit wiederladen ankommt, der unterlässt das bald.

Schief setzen kann durchaus auch bei KW ein Thema sein.
Nicht umsonst erzeugt Hornady eine Setzmatrize mit einer beweglichen Führungshülse, die das Geschoss gerade richtet und zentriert bevor es gesetzt wird.
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Re: Anfängerfragen

Beitrag von Hellprayer » Mo 17. Dez 2018, 11:53

McMonkey hat geschrieben:
Hellprayer hat geschrieben:Die Dinger werden nicht "schief" sitzen bei einer Zylindrischen Hülse (abgesehen von Fabrikationsfehlern).
Dem muss ich - nach umfangreichen Tests - widersprechen.

http://www.pulverdampf.com/viewtopic.php?p=399695#p399695

Für den Fragesteller ist das ganze Thema im Link zu empfehlen.


Ich hab auch nicht gemeint dass es unmöglich ist ein Geschoß schief zu setzen, ist mir auch schon 1-2 Mal passiert wenns wirklich schlecht aufgesetzt wird (aber da bist schon fast am quer drauf legen) oder eben bei Fabrikationsfehlern (schiefer/angeschlagener Geschoßboden). Nur in diesem Fall ist es mit ziemlicher Sicherheit nur ein Problem der Setzlänge.

Deine Jagd nach der perfekten OAL ist auch lobenswert, jedoch kommen da Erinnerungen an die Geschichte mit nem großen weißen Wal hoch. Das ist bei H&N Murmeln so ungefähr wie die Suche nach dem perfekten Spaltmaß bei nem Fiat Punto...macht sicher ne Zeit lang spaß aber irgendwann doch etwas sinnlos :whistle:

PS: H&N Geschoße sind meiner Meinung nach eher als Bleigeschoß anzusehen. Die Beschichtung ist hauchdünn und das Blei ist extrem weich. Hab meine ersten Erfahrungen mit H&N gemacht und so oft wie ich das Geschoß abgeschert hab oder wirklich über den Hülsenhals aufgespießt hab war nimmer normal (und ja, da hatte ich dann wirklich "schiefe" Geschosse, da haben dann aber auch Teile gefehlt). Soll heißen die Dinger sind fürs anfangen vielleicht nicht so geeignet. Nimm dir Alsa Pro, S&B oder irgendeine andere Murmel mit einem Richtigen Mantel zum Anfangen
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Re: Anfängerfragen

Beitrag von edi » Do 7. Feb 2019, 19:57

Ich bin Wiederlader Anfänger. Besitze ein Steyr SSG08 Kal 338. sowie eine Sabatti 6.5x55SE.

Hat jemand Erfahrung betreffend Kal.338 Pulverfüllmenge Minimum bis Maximum bei Geschossen Hornady ELD-Match 285 gr mit Pulver Vithavuori N570. Hülsen Hornady, Zünder CCI250.

Ebenfalls betreffend Pulverfüllmenge Kal 6.5x55SE für Geschosse Hornady BTHP 140gr mit Pulver Vithavuori N560, Hülsen Norma, Zünder CCI250.


Habe im Internet bei Hornady, Vithavuori und sonstigen Foren sowie Pulverdampf in dieser Geschoss- und Pulverkombination nichts vorfinden können.

Danke für Auskünfte!

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Re: Anfängerfragen

Beitrag von Chris Mannix » Sa 9. Feb 2019, 00:03

doc steel hat geschrieben:
Di 4. Dez 2018, 12:14
Einer Glock eine schwächere Verschlussfeder zu spendieren gestaltet sich eher unmöglich, soweit mir bekannt ist.
obwohl ich vom wiederladen eigentlich keinen tau hab, erlaub ich mir mal den doc zu berichtigen :roll:

bei Gen 3 is des "no problem"

und bei gen4 mit adapter für die gen 3 guide rod auch ned wirklich :whistle:

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Re: Anfängerfragen

Beitrag von doc steel » Sa 9. Feb 2019, 07:46

Das mit der schwächeren Verschlussfeder für die Glock (Gen 5) hat sich mittlerweile erledigt.
Meine Intention war ja "kauf dir eine Glock und lerne damit out of the box zu schiessen".
Also nix herumbasteln. Gar nix.
Da bin ich jetzt auf einem guten Weg.
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Re: Anfängerfragen

Beitrag von angryscientist » Di 12. Feb 2019, 07:38

Puh, nach einer Ewigkeit und drei Tagen bin ich gestern endlich dazu gekommen, meine ersten 150 selber geladenen Patronen auszuprobieren.
  • Alle Patronen haben einwandfrei gezündet.
  • Präzision entspricht meinem eigenen Können - nicht besser und nicht schlechter als die S&B, Gecco, MagTech, die ich sonst immer verwende.
  • Rückstoß kommt mir etwas weicher als sonst vor - ich habe leider keine Fabriksmuni zum vergleichen mit gehabt. Ich sollte nächstes Mal welche mit nehmen.. Was mir aber eindeutig aufgefallen ist, ist dass die leeren Hülsen nur schwach ausgeworfen werden. Manche flogen gerade mal einen halben Meter weg.
  • Zwei Auswurffehler hat es leider auch gegeben. :-( Die leere Hülse blieb in beiden Fällen nach dem Schuss halb in der Kammer drin, und der Verschluss halb-offen. Seltsamerweise waren es nicht jene Patronen, die nicht sauber in die Kammer hinein gingen, sondern welche die von den Dimensionen her, sehr gut gepasst haben. Hmm..
Meine nächsten Schritte sind nun die OAL wie empfohlen zu messen - ich habe zwei Hülsen schon aufgeschnitten, bzw. den Rückstoß mit jenem einer Fabriksmuni zu vergleichen.

Apropos - Verständnisfrage: werden normalerweise verkupferte Geschosse stärker oder schwächer geladen als Vollmantelgeschosse?

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Re: Anfängerfragen

Beitrag von doc steel » Di 12. Feb 2019, 09:00

Verkupferte = schwächer geladen
Verkupferte sind ja Bleigeschosse mit einer hauchdünnen galvanischen Schicht, also eher zu den nackerten Bleigeschossen zu zählen was die Härte der Außenhülle angeht.
Grundsätzlich gilt: desto weicher das Geschoß bzw. seine Außenhülle ist, desto weniger Ladung brauchts, weils ja eh leichter als ein Geschoß mit harten Mantel (Tombak) durchflutscht.
Es gibt aber noch kunststoffbeschichtete Geschosse von H&N und Ares die liegen zwischen reinen Bleimurmeln und Mantelgeschossen, was deren Ladung angeht.
Erschöpfend und unprofessionell genug erklärt? ;)
lg,
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Re: Anfängerfragen

Beitrag von angryscientist » Mi 13. Feb 2019, 18:48

doc steel hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 09:00
Erschöpfend und unprofessionell genug erklärt? ;)
Alles klar, danke! ;)

So, ich habe nun auch die OAL Bestimmung gemacht. Naja, zumindest veruscht..

Habe es mit zwei verschiedenen Hülsen und zwei verschiedenen Geschossen probiert. Es stelle sich heraus dass ein Geschoss welches ein mal durch die Crimp-Matritze gegangen ist, wesentlich leichter in die Hülse gedrückt wird, und somit kleinere OALs liefert.

Für die Glock 17:
Mit dem gecrimpten Geschoss habe ich zwischen 30.35 und 30.47 mm.
Mit dem jungfräulichen Geschoss habe eine wilde Schwankung zwischen 31.2 und 32.1 mm.

Beim Tanfoglio ist mir zwei mal das Geschoss im Lauf stecken geblieben - nur die Hülse wurde herausrepetiert und die Versuche wurden panisch abgebrochen. :lol:

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Re: Anfängerfragen

Beitrag von doc steel » Mi 13. Feb 2019, 20:25

Momen, moment, der Holzfuß brennt!
Ganz kenn i mi jetzt ned aus was du da schreibst.
Gecrimpt wird die Hülse und ned das Geschoss. Was darf ich unter gecrimpten Geschoss verstehen???
I glaub du machst was falsch!
lg,
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Re: Anfängerfragen

Beitrag von bergler » Mi 13. Feb 2019, 22:27

doc steel hat geschrieben:
Mi 13. Feb 2019, 20:25
Momen, moment, der Holzfuß brennt!
Ganz kenn i mi jetzt ned aus was du da schreibst.
Gecrimpt wird die Hülse und ned das Geschoss. Was darf ich unter gecrimpten Geschoss verstehen???
I glaub du machst was falsch!
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Re: Anfängerfragen

Beitrag von Hari75 » Mi 13. Feb 2019, 23:44

angryscientist hat geschrieben:
Mi 13. Feb 2019, 18:48
doc steel hat geschrieben:
Di 12. Feb 2019, 09:00
Erschöpfend und unprofessionell genug erklärt? ;)
Alles klar, danke! ;)

So, ich habe nun auch die OAL Bestimmung gemacht. Naja, zumindest veruscht..

Habe es mit zwei verschiedenen Hülsen und zwei verschiedenen Geschossen probiert. Es stelle sich heraus dass ein Geschoss welches ein mal durch die Crimp-Matritze gegangen ist, wesentlich leichter in die Hülse gedrückt wird, und somit kleinere OALs liefert.
Verwendest du ein Geschoss zur Bestimmung der OAL welches du delaboriert hast ? Also schon mal gesetzt und gecrimpt hast ?
Das würde ich nicht empfehlen !

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Re: Anfängerfragen

Beitrag von angryscientist » Do 14. Feb 2019, 08:26

doc steel hat geschrieben:
Mi 13. Feb 2019, 20:25
Ganz kenn i mi jetzt ned aus was du da schreibst.
Gecrimpt wird die Hülse und ned das Geschoss. Was darf ich unter gecrimpten Geschoss verstehen???
I glaub du machst was falsch!
Hari75 hat geschrieben:
Mi 13. Feb 2019, 23:44
Verwendest du ein Geschoss zur Bestimmung der OAL welches du delaboriert hast ? Also schon mal gesetzt und gecrimpt hast ?
Das würde ich nicht empfehlen !
Genau. Ich habe es mit zwei Geschossen versucht - eines ist neu, und eines habe ich delaboriert (das wollte ich damit sagen, dass es mal gesetzt und gecrimpt war). Jedenfalls ist das delaborierte Geschoss durch das Setzen in dem Bereich wo es in der Hülse war durch den Druck etwas schmäler geworden und lässt sich dadurch nun leichter in die ausgeschnittene Hülse hinein pressen.

Endergebnis ist, dass die Messungen mit dem delaboriertem Geschoss eine kleine OAL ergeben.

Aber warum sollen diese falsch sein? Ich würde eher annehmen, dass die Messungen mit dem "frischen" Geschoss schlechter sind, da es nicht so leicht in die Hülse geht und mit Spannung in den Zügen steckt. Oder?

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Re: Anfängerfragen

Beitrag von doc steel » Do 14. Feb 2019, 08:51

Nein. Wenn du eine nach Möglichkeit relativ neue, also noch nicht 10x kalibrierte Hülse hernimmst, diese innen wirklich blitzesauber machst, nach dem einschlitzen die entstandenen Grate innen und außen völlig entfernst und genau das Geschoss nimmst das du am häufigsten verwendest, dann ist die damit erfasste maximale Geschoßlänge der Referenzwert deiner Waffe.

Dazu verwendet man ein noch nicht verwendetes Geschoss und kein bereits delaboriertes.
Wichtig ist dabei dass du den Verschluss nicht zuschnalzen lässt, sondern mit der Hand zudrückst.
10x machen, 10x messen, Mittelwert erfassen, fertig.

dein errechneter Wert ist ja sowieso einer den du NIE setzen wirst.
dein Maximum mit dem du die Patrone für deine Waffe setzen wirst ist 0,3-0,5mm geringer als der Mittelwert, soferne die Streuung der ermittelten Werte nicht größer als 0,3-0,5mm ist.

Ganz richtig wäre aus einer Handvoll Geschossen mittels Komparator das längste herauszufinden und damit die max. OAL zu ermitteln.
Aber das mute ich dir derweil noch nicht zu.
lg,
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Re: Anfängerfragen

Beitrag von doc steel » Do 14. Feb 2019, 08:59

Noch was:
Die Patrone mit der max. OAL sollte natürlich auch ins Magazin passen.
Selten aber manchmal doch kommt es vor, dass Läufe einen derart langen Übergangskonus haben,
dass die ermittelte max. OAL größer ist als es das Magazin erlaubt.
Wiegesagt, das nur um alle Eventualitäten abzudecken.
lg,
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