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Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Pulver, Hülsen, Geschosse, Zündhütchen, Ausrüstung - Alles zum Thema "Wiederladen".
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doc steel
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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von doc steel » Sa 23. Feb 2019, 12:50

ihr werdet jetzt lachen und mich für blöd halten - die die damit keine erfahrung haben zumindest.
aber ich schmeiss die fertige muni, wo die hülswen noch a wengl picken vom fett, in den tumbler.
für 15-30min reicht das.
und die , die jetzt sagen dass das gefährlich ist, weil die hülsen im tumbler durch die vibrationen zünden und explodieren können.
ja ne is klar, es ist derzeit nix bekannt wo das passiert ist.
und die, die behaupten, dass sich durch die vibrationen das pulver in der hülse zerkleinert und eine andere, dann gefährliche charakteristik annimmt.....blanke theorie, mehr nicht.
ich hab fertige muni einmal über nacht bis nach der arbeit am nächsten tag im tumbler vergessen.
nächsten tag durchn chrono ghaut, kein unterschied zur nicht getumbelten muni.
also....
werden schön blitzeblank und schaun aus wie kaufte.
lg,
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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von McMonkey » Sa 23. Feb 2019, 13:39

Ich hätt da jetzt auch keine Bedenken bei deiner Methode. Bleibt von der Beschichtung noch was übrig, wenn denn eine oben wär?
Was man nicht tut, geschieht auch nicht.

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cal22
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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von cal22 » Sa 23. Feb 2019, 15:19

doc steel hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 12:50
ihr werdet jetzt lachen und mich für blöd halten - die die damit keine erfahrung haben zumindest.
aber ich schmeiss die fertige muni, wo die hülswen noch a wengl picken vom fett, in den tumbler.
für 15-30min reicht das.
und die , die jetzt sagen dass das gefährlich ist, weil die hülsen im tumbler durch die vibrationen zünden und explodieren können.
ja ne is klar, es ist derzeit nix bekannt wo das passiert ist.
und die, die behaupten, dass sich durch die vibrationen das pulver in der hülse zerkleinert und eine andere, dann gefährliche charakteristik annimmt.....blanke theorie, mehr nicht.
ich hab fertige muni einmal über nacht bis nach der arbeit am nächsten tag im tumbler vergessen.
nächsten tag durchn chrono ghaut, kein unterschied zur nicht getumbelten muni.
also....
werden schön blitzeblank und schaun aus wie kaufte.
Das machen doch die Hersteller auch so oder? Die Tumbeln auch die fertige Muni mein ich mal wo gelesen zu haben.

Außerdem wenn das bisschen Tumbeln die Muni nicht überlebt dürfe sie den Transport auch nicht überleben z.B. von Übersee...

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kreuz
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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von kreuz » Sa 23. Feb 2019, 16:38

McMonkey hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 09:24
kreuz hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 08:55
...und mit Wattestäbchen und Aceton der Hülsenhals innen entfettet.
Ahhh, Spucke, Wattestäbchen und gut ist es. Man glaubt ja gar nicht, was Spucke alles kann :D
Spucke - Aceton ??? .. mußt du Mundgeruch haben. :lol:
Also .. es ist mir schon klar das mein Arbeitsvorgang nicht
für Hülsen Mengen jenseits der 200 Stück Langwaffenh.) gedacht ist,
aber ich kann dir versichern sie sind top sauber und fettfrei.
Außen noch ein seidiger Glanz vom Lubricant der im Patronenlager
beim Abfeuern keinen Einfluss mehr hat und Handschweiß abhält.
Der Schießstand und die Jagd gibt mir ausreichend Feedback,
mein Wiederlade verhalten anzupassen. (natürlich auch Pulverdampf User wie du :clap: )

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preisi
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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von preisi » Sa 23. Feb 2019, 17:10

Jetzt abgesehen davon, dass man beim hantieren mit den Hülsen keine fettigen Finger bekommt, was mir persönlich Wurscht ist, was bringt das entfetten nach dem kalibrieren? Oder ist das mehr so eine Perfektions-Geschichte?
Ist nicht provokant von mir gemeint, ich habe bis jetzt immer die Hülsen mit dem Restfett (selbstgemachtes Kalibrierfett auf Lanolinbasis) verladen und verschossen, mir wäre nichts negatives aufgefallen...

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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von kreuz » Sa 23. Feb 2019, 17:20

preisi hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 17:10
Jetzt abgesehen davon, dass man beim hantieren mit den Hülsen keine fettigen Finger bekommt, was mir persönlich Wurscht ist, was bringt das entfetten nach dem kalibrieren? Oder ist das mehr so eine Perfektions-Geschichte?
Ist nicht provokant von mir gemeint, ich habe bis jetzt immer die Hülsen mit dem Restfett (selbstgemachtes Kalibrierfett auf Lanolinbasis) verladen und verschossen, mir wäre nichts negatives aufgefallen...
Fett hat an und für sich im Patronenlager nichts verloren.
Es behindert die Liderung der Patrone im Lager, da das verbrennende
Fett einen Gegendruck gegen den Lidervorgang produziert.
Präzisionsprobleme (Drucksprünge) können die Folge sein.

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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von bergler » Sa 23. Feb 2019, 17:24

bergler hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 09:39
Ich entzündere und kalibriere zuerst, dann fräsen und entgraten. Danach ab in den Nasstumbler , dazu gebe ich etwas Zitronensäure und einen kleinen Spritzer Orangenreiniger. Funktioniert tip top
In meinem Fall geht es um Langwaffenhülsen, da diese ja innen am Hülsenhals auch fettig sind, bei KW Hülsen mach ich das nicht, die gehen in den Tumbler, im Casefeeder fährt eine ölige Socke mit und so kommen sie dann in die Verpachung
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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von preisi » Sa 23. Feb 2019, 17:44

kreuz hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 17:20
Fett hat an und für sich im Patronenlager nichts verloren.
Es behindert die Liderung der Patrone im Lager, da das verbrennende
Fett einen Gegendruck gegen den Lidervorgang produziert.
Präzisionsprobleme (Drucksprünge) können die Folge sein.

kreuz
Danke für die Aufklärung.

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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von doc steel » Sa 23. Feb 2019, 18:46

McMonkey hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 13:39
Ich hätt da jetzt auch keine Bedenken bei deiner Methode. Bleibt von der Beschichtung noch was übrig, wenn denn eine oben wär?
Wenn du mit der Beschichtung die Fettschicht auf der Hülse meinst, davon bleibt bei 15-30 min tumbeln nix übrig.
kreuz hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 16:38
Spucke - Aceton ??? .. mußt du Mundgeruch haben. :lol:
Wenn dein Atem nach Aceton riecht hast du Diabetes, und zwar ziemlich. Ka Schmäh, is so, erkundig dich.
preisi hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 17:10
was bringt das entfetten nach dem kalibrieren?
Auf der Fettschicht haftet der Dreck besser an. Eine derartig mit Schmutz und Fett behaftete Hülse bringt den Dreck beim laden in die Kammer natürlich mit ein. Die Kammer wird durch das Schießen sowieso dreckig, da muss man mit dreckigen Hülsen nicht auch noch nachhelfen. Is mei Philosophie. Das Anlidern ist ein zusätzliches Thema, auf das ich hier aber nicht eingehen will.
lg,
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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von Sauer202 » Sa 23. Feb 2019, 19:22

Durch ein fettiges Patronenlager erhöht sich die Belastung auf das System gewaltig. Daher müssen die Hülsen immer sauber sein und das patronenlager fettfrei sein. Daher gibt es ja auch ein falsches Scloss zum reinigen der Waffe.

https://www.grauwolf.net/tetra-gun-fals ... steme.html

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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von McMonkey » Sa 23. Feb 2019, 19:25

doc steel hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 18:46
McMonkey hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 13:39
Ich hätt da jetzt auch keine Bedenken bei deiner Methode. Bleibt von der Beschichtung noch was übrig, wenn denn eine oben wär?
Wenn du mit der Beschichtung die Fettschicht auf der Hülse meinst, davon bleibt bei 15-30 min tumbeln nix übrig.
Nein, ich meinte Beschichtung am Geschoss.
Was man nicht tut, geschieht auch nicht.

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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von cal22 » Sa 23. Feb 2019, 19:26

Sauer202 hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 19:22
Durch ein fettiges Patronenlager erhöht sich die Belastung auf das System gewaltig.
Hast du dazu eine Quelle? :D

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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von Sauer202 » Sa 23. Feb 2019, 19:33

Kalibriere eine Hülse mit Fett und eine ohne. Reicht dir das dann noch immer nicht, denke nach warum der Hulsendurchmesser an der Schulter geringer ist als am Ende der Hülsen.

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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von doc steel » Sa 23. Feb 2019, 19:54

McMonkey hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 19:25
Nein, ich meinte Beschichtung am Geschoss.
Aso, na die hab ich eh nicht, bzw. hab ich bei der 9mm nur AlsaPro mit Cu-Mantel und bei der .45 die Ares, aber die Beschichtung is dermaßen zach, die kriegst mit ana halben Stunde tumbeln ned runter. Auch mit 24h tumbeln ned, da schleifst vorher die Hülse durch.
lg,
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Re: Hülsen entfetten... Aber wie und mit was?

Beitrag von Hirschberg » So 24. Feb 2019, 07:49

Sauer202 hat geschrieben:
Sa 23. Feb 2019, 19:22
... Daher gibt es ja auch ein falsches Scloss zum reinigen der Waffe. ...
Ein falsches Schloss dient in erster Linie dazu den Übergangskegel vor mechanischer Beschädigung zu schützen, sowie zu verhindern dass Reinigungsmittel in den System- oder Abzugbereich gelangen.
Das Patronenlager wird nach vor dem nächsten Schießen ohnehin trocken gewischt.
Gruß
H.

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