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Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

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Aardvark
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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von Aardvark » Do 12. Sep 2019, 10:56

KjK hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 10:27
auch kann es passieren, dass echte Waffen mit Platzpatronen nicht zuverlässig repetieren. selbst bei Glocks kann das passieren und dann steht man doppelt unter Stress.
Inwiefern steht man da doppelt unter Stress?
Man weiss ja, dass da beim Lauf vorne eh nix raus kommt wenn man abdrückt... :lol:

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zeroflow
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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von zeroflow » Do 12. Sep 2019, 11:00

Aardvark hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 10:56
KjK hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 10:27
auch kann es passieren, dass echte Waffen mit Platzpatronen nicht zuverlässig repetieren. selbst bei Glocks kann das passieren und dann steht man doppelt unter Stress.
Inwiefern steht man da doppelt unter Stress?
Man weiss ja, dass da beim Lauf vorne eh nix raus kommt wenn man abdrückt... :lol:
Ich würde vermuten

1) Man wird bedroht
2) Die Waffe hat eine Fehlfunktion

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cas81
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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von cas81 » Do 12. Sep 2019, 11:07

Und wieder ein Vorteil eines Revolvers :twisted:
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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von Joewood » Do 12. Sep 2019, 11:14

rhodium hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 00:27
Platzpatronen aus scharfen Waffen sind alles andere als sinnvoll. Wenn das reine Drohpotential einer FFW nicht mehr ausreicht, ist wirksame Munition gefragt. Verwechslungen usw. sind im Stress vorprogrammiert
Genau darum hab ich dne Revolver konkret genannt... im Tresor kann man das Ding genau vorbereiten, dass in der ersten aktiven Kammer die Knallpatrone ist. Da verwechsel ich gar nichts...

Warum ich allerdings in Loch in der Decke für den Warnschuss brauche, erschließt sich mir nicht so ganz... die abgefeuerte Knallpatrone sollte ja ausreichen - falls ich nicht nachladen muss (ein Speedloader ist jedenfalls vorbereitet), verbleibt die ja in der Kammer und aufgrund der Drehrichtung kann man recht genau nachvollziehen, wann welcher Schuss abgegeben wurde.

Automatik würde ich mir mit Knallpatronen nicht antun (außer es ist eine reine Knall-Automatik), weil die glaub ich physisch gar net passen und wenn, dann repetieren die fix NICHT. Zudem Fallst dann um die Option der scharfen Patronen um... da müsstest dann quasi links mit der Platzpatronenpistole und rechts mit der scharfen auftauchen... :mrgreen:

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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von Joewood » Do 12. Sep 2019, 12:43

Nydorian hat geschrieben:
Mi 11. Sep 2019, 14:23
ist die frage ob du deine tochter zum holstern einer ssw bringst. in der handtasche landet das ding sehr rasch ganz unten (weil es das ding ist dass sie am seltensten braucht) und im falle eines falles ist das ding nicht griffbereit.

nach meiner persönlichen erfahrung bringst eine frau die sowas nicht benutzen will nicht dazu es so zu führen dass es was nutzt. die die glauben dass es sinn macht hingegen finden überaus kreative wege das unmögliche möglich zu machen.
Am ehesten Jackentasche. Eine Zoraki 906 oder ein kleiner Revolver, 5 Schuss z.b. Vielleicht noch Hammer abschleifen, damit man sie fritkionsfrei ziehen kann; nirgends hängen bleibt (mein Vater (WP) hat das bei seiner scharfen 38er gemacht) passt da genau so gut oder schlecht rein, wie ein großes Pfefferspray.
Extra einen Holster am Gürtel zu tragen ist wohl wirklich nicht ideal - würde ich auch nicht. Wenn ich der Meinung wäre, mit ner Waffe spazieren gehen zu müssen, würde ich sie auch am ehesten in die Jacke oder in eine Gürtelschlaufe stecken (hab da für die Glock mal so Mini "Holster" gesehen, die eigentlich nur aus einer Metallklammer und einer Abzugssicherung bestanden)

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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von Alaskan454 » Do 12. Sep 2019, 13:07

Joewood hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 12:43

Am ehesten Jackentasche.
:text-+1:
Genau meine Meinung
Die hat auch eine Frau wenn ihr eine Situation komisch vorkommt sofort griffbereit bzw innerhalb der Jacke schon die Hand drauf.
Das macht auch den Guardian Angel so interessant weil er in die Jackentasche super reinpasst.
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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von Nydorian » Do 12. Sep 2019, 14:32

Joewood hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 11:14
[...]Warum ich allerdings in Loch in der Decke für den Warnschuss brauche, erschließt sich mir nicht so ganz... die abgefeuerte Knallpatrone sollte ja ausreichen - [...]
sollte.
du bist eben, aus meiner sicht eingeschränkt. natürlich, der eine schuss der nix bringt ist im falle eines falles jetzt auch nicht dein untergang. ich nicht so ganz von gemischter muni überzeugt, ich glaube dass das im falle eines falles einfach ein faktor ist bei dem was schief gehen kann.

nehmen wir an du zählst drauf dass der erste schuss eine platzpatrone ist ... aber aus irgendeinem grund ... warum auch immer ... ist es keine. du wirst den 'warnschuss' dann evtl unvorsichtiger abgeben und plötzlich fliegt die kugel wohon wohin du sie nicht fliegen lassen wolltest. ist einfach ein faktor wo was schief gehen kann, in meinen augen.

eine gewisse berechtigung hat es wenn du in einem kartenhaus lebst und deine nachbarn nicht in gefahr bringen willst ... aber in so einer situation: kann man da überhaupt eine scharfe waffe mit halbwegs gutem gewissen zur verteidigung nutzen?
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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von Alaskan454 » Do 12. Sep 2019, 15:09

Nydorian hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 14:32

aber in so einer situation: kann man da überhaupt eine scharfe waffe mit halbwegs gutem gewissen zur verteidigung nutzen?
In so einer absoluten Ausnahme-, bzw Notsituation hört das rationelle Denken auf und du hast keine Zeit zum überlegen.
Entweder handelst du oder du gehst unter.
Was am Ende dabei heraus kommt erklärt dir eh der Richter und du musst damit leben bzw können was du gemacht oder nicht gemacht hast. ;)
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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von zeroflow » Do 12. Sep 2019, 15:32

Nydorian hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 14:32
eine gewisse berechtigung hat es wenn du in einem kartenhaus lebst und deine nachbarn nicht in gefahr bringen willst ... aber in so einer situation: kann man da überhaupt eine scharfe waffe mit halbwegs gutem gewissen zur verteidigung nutzen?
Ich würde sagen, das klappt mit dem Gewissen, wenn man das bestmögliche tut, um eine Fremdgefährdung auszuschließen bzw. zu minimieren.

Wie von Alaskan beschrieben: Wenns "um die Wurscht geht" wird die Entscheidung nicht rational getroffen. Da gibts einige Berichte bei denen die Opfer dann - obwohl das Magazin / die Trommel leer war - noch weiter am Abzug gezogen haben um zu zeigen was für ein mentaler Zustand das sein kann.


Weiters, das mit den "erster Schuss ist eine Platzpatrone" finde ich sehr gefährlich.

Entweder es ist Notwehr/-hilfe - dann geht es darum, die Bedrohung mit einem geeigneten Werkzeug abzuwehren. Ich behaupte mal, Knallpatronen sind dafür nicht geeignet.
Oder es ist keine Notwehr - dann hat eine (S)SW mnm. nach da nichts verloren.

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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von Joewood » Do 12. Sep 2019, 15:51

Nydorian hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 14:32
Joewood hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 11:14
[...]Warum ich allerdings in Loch in der Decke für den Warnschuss brauche, erschließt sich mir nicht so ganz... die abgefeuerte Knallpatrone sollte ja ausreichen - [...]
sollte.
du bist eben, aus meiner sicht eingeschränkt. natürlich, der eine schuss der nix bringt ist im falle eines falles jetzt auch nicht dein untergang. ich nicht so ganz von gemischter muni überzeugt, ich glaube dass das im falle eines falles einfach ein faktor ist bei dem was schief gehen kann.

nehmen wir an du zählst drauf dass der erste schuss eine platzpatrone ist ... aber aus irgendeinem grund ... warum auch immer ... ist es keine. du wirst den 'warnschuss' dann evtl unvorsichtiger abgeben und plötzlich fliegt die kugel wohon wohin du sie nicht fliegen lassen wolltest. ist einfach ein faktor wo was schief gehen kann, in meinen augen.

eine gewisse berechtigung hat es wenn du in einem kartenhaus lebst und deine nachbarn nicht in gefahr bringen willst ... aber in so einer situation: kann man da überhaupt eine scharfe waffe mit halbwegs gutem gewissen zur verteidigung nutzen?
Etwaiges Kartenhaus mit Nachbarn in Gefahr wäre in meinem Fall kein relevantes Kriterium. Nachdem ich auch meine SSW, die auch für meine Frau halbwegs offen zugeänglich liegt genau so geladen habe (Platz - GAS - GAS...), damit ich mir bei einem Warnschuss nicht die Bude vollstinke, ist das für mich - sagen wir mal - Normalität. Man muss sich dessen halt nur immer gewahr sein.

In einem Kartenhaus... keine Ahnung... meine FN Baby? Auch 6,35er machen im Kopf hübsche Löcher. Oder eine 22er Hohlspitz? Keine Ahnung... das hab mir tatsächlich nicht überlegt...

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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von Nydorian » Do 12. Sep 2019, 15:58

Alaskan454 hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 15:09
In so einer absoluten Ausnahme-, bzw Notsituation hört das rationelle Denken auf [...]
deswegen plant man vorher, oder?

ich vermisse das etwas in der debatte. es gibt, in meinen augen, keine ideallösungen. es gibt lösungen für probeme. in einem fall mag lösung 1 toll sein, im nächsten fall ist es eine katastrophe. ich weiss wohin ich zb meinen warnschuss abgeben muss um die gefahr für die umgebung auf ein minimum zu reduzieren und ich weiss wann ich wo nicht hinschiessen kann. was bringts mir den einbrecher zu erschiessen wenn dabei kugeln ins kinderzimmer fliegen?

und die planung erstreckt sich über meinen wohnraum ("alles vor der wand ist ok, alles vor der ist no go, wenn ich da und da stehe, stehe ich dort, dann ..."). wozu sollte ich mir gedanken machen wie es wäre wenn ich bei meinen nachbarn stehe? wird wohl kaum passieren.

i know, i know, kein plan übersteht feindkontakt, aber 80% aller fälle sind zu 80% planbar. zu sagen "mei gottnah, ich üb' eben auf treffen und im fall des falles schauen wir mal was rauskommt" halte ich für unzureichend.

waffe und muni müssen auf umgebung und situation abgestimmt sein. wenn man im pappdeckelbau lebt ist die AR15 eben nicht das mittel der wahl sondern birdshot udgl.

eben weil man in so einer situation nicht denkt muss man vorher denken und das mir mögliche auf das wahrscheindlich abstimmen, oder?
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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von Alaskan454 » Do 12. Sep 2019, 16:14

Nydorian hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 15:58
Alaskan454 hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 15:09
In so einer absoluten Ausnahme-, bzw Notsituation hört das rationelle Denken auf [...]
deswegen plant man vorher, oder?

Was willst du da planen? Da spielen viel zu viele Faktoren mit. Von deiner eigenen Hemmschwelle,wie du reagierst,deiner Tagesverfassung bis hin zum Angreifer selbst. Der wird sich nicht dort hinstellen wo du möchtest bzw es dir wünscht. Verabschiede dich von fairen Szenarien weil so wird es zu 99% nicht kommen.

Die Exekutive "trainiert" solche Szenarien aber wie oft haben die in letzter Zeit eine abgefangt und die sind mindestens zu zweit? Wenn der Täter jetzt auch noch blöderweise bewaffnet ist wirds gerade für dich als Otto Normal Bürger extrem schnell eng.

Ich mein das keineswegs böse aber du musst die Situation intuitiv so bewältigen wie sie ist und wenn es um wen geht der dir wichtig ist dessen oder deren Leben in dem Moment in höchster Gefahr ist,wird die Umfeldgefährdung des Nachbarn zb deine 895te Sorge sein in dieser Situation.
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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von Alaskan454 » Do 12. Sep 2019, 16:14

Nydorian hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 15:58
Alaskan454 hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 15:09
In so einer absoluten Ausnahme-, bzw Notsituation hört das rationelle Denken auf [...]
deswegen plant man vorher, oder?

Was willst du da planen? Da spielen viel zu viele Faktoren mit. Von deiner eigenen Hemmschwelle,wie du reagierst,deiner Tagesverfassung bis hin zum Angreifer selbst. Der wird sich nicht dort hinstellen wo du möchtest bzw es dir wünscht. Verabschiede dich von fairen Szenarien weil so wird es zu 99% nicht kommen.

Die Exekutive "trainiert" solche Szenarien aber wie oft haben die in letzter Zeit eine abgefangt und die sind mindestens zu zweit? Wenn der Täter jetzt auch noch blöderweise bewaffnet ist wirds gerade für dich als Otto Normal Bürger extrem schnell eng.

Ich mein das keineswegs böse aber du musst die Situation intuitiv so bewältigen wie sie ist und wenn es um wen geht der dir wichtig ist dessen oder deren Leben in dem Moment in höchster Gefahr ist,wird die Umfeldgefährdung des Nachbarn zb deine 895te Sorge sein in dieser Situation.
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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von Nydorian » Fr 13. Sep 2019, 08:00

Alaskan454 hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 16:14
[...]Was willst du da planen? Da spielen viel zu viele Faktoren mit. [...] Die Exekutive "trainiert" solche Szenarien [...]
weisst du was der unterschied zwischen einem polizisten und mir ist? ich kenne mein terrain. ich muss nicht für alle möglichen orte trainieren. ich darf die waffe nur zuhause benutzen, daher ist der einzig relevante ort "zuhause". auch so fragen wie "wer ist der angreifer und wer ist das opfer" fallen weg.
ich kenne die choke points, die stärken und schwächen, die winkel die ich weitgehend gefahrlos (quasi)"bestreichen" kann
Bild
für was kann ich trainieren? für den 08/15 fall: ein einbrecher kommt rein (passiert schon selten genug), ist sich nicht darüber im klaren dass war da (unwahrscheindlich) und sich dann nachdem er uns bemerkt nicht davonläuft (noch unwahrscheindlicher) sondern sich denkt "na wenn ich schon da bin dann kann ich ja noch was zu meinem strafregister hinzufügen (extrem unwahrscheindlich).

die taktik für diese fälle ist immer ident: verschanzen im choke point, stellen, warnen (verbal), warnen durch warnschuss (in sichere fläche), anwendung von notwendiger gewalt um den einbrecher zu neutralisieren (wobei "er rennt weg" für mich persönlich das oberste ziel darstellt)

auf was ich mich kaum vorbeireiten kann ist dass dieser typ in mein haus kommt und überlegene feuerkraft mitbringt. aber das halte ich für extremst unwahrscheindlich in 'normalen zeiten'

ich für meinen teil halte es für ein interessantes hobby sich auf mad may szenarien vorzubereiten ... aber ich persönlich wende diese zeit lieber dafür auf lego mit meinen kidds zu spielen.

die andre sache ist eben was in der freien wildbahn passieren kann ... und wie schon gesagt: dort denke ich macht, wie überall anders, übung den meister ... hier erkenne ich einfach an dass der strassenkämpfer mir, egal wie viel ich trainiere, immer überlegen sein wird.
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Re: Schreckschuss: Praktikabilität und Sinnhaftigkeit

Beitrag von cas81 » Fr 13. Sep 2019, 08:18

Wie "trainierst" du das? Meinst du vielleicht eher, dass du dich "vorbereitest" im Sinne von geeigneter Munition, kennst die Wände und Möglichkeiten, wo jemand reinkommen kann, das Handy hat immer genug Akku, etc, eben die für dich günstigsten Voraussetzungen schaffen?

Da hier so auf dem Wort "trainieren" herumgeritten wird... Du spielst doch nicht wirklich mit deiner Familie zusammen Einbrecher, oder? Halte ich zwar für unwahrscheinlich, aber ich wollt sicherheitshalber noch mal nachfragen... Bei deiner Taktik fehlt nämlich etwas Wesentliches: Wennst zum Safe rennst, kommt das Handy auf Lautsprecher mit und die Cops werden gerufen und zwar lauthals, damit es der Bösewicht auch mitbekommt. Oder deine Frau machts, egal. Hauptsache, er haut rechtzeitig ab und findet sich nicht zu spät in einer auch für ihn unerwünschten Situation wieder.
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