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45/70 - wie baut ihr eure Ladungen auf?

Vom Vorderlader bis zum Cowboy Action Shooting - Hauptsache es kracht und raucht!
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ipavec
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Re: 45/70 - wie baut ihr eure Ladungen auf?

Beitragvon ipavec » Di 11. Aug 2015, 19:00

Noch was
Bin noch nicht zufrieden Streukreis 100m 8cm
Muß jetzt schwerere Geschosse testen.
Ja und damit das Pulver nicht beim Zündloch rausrinnt kommt am Hülsenboden Zigarettenpapier
Schiessen mit Schwarzpulver ist Training für die Geduld

Xandl
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Re: 45/70 - wie baut ihr eure Ladungen auf?

Beitragvon Xandl » Do 3. Dez 2015, 15:09

Ein Hornady Interlock 350gr mit 55gr N133 aus der Browning 1886 reibt dem Schützen eine ordentliche an und haut mächtige Schweine aus den Hufen.

Alex

DocSnyder
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Re: 45/70 - wie baut ihr eure Ladungen auf?

Beitragvon DocSnyder » Mi 20. Apr 2016, 18:52

Moin Leute,,

ich dachte ich lese mal paar Beiträge zum Thema 45/70 Wiederladen und schon wird alles gut. Leider bin ich nicht weiter als vor dem Lesen.
Warum?
Das ganze soll durch einen Pedersoli Rollblock geschickt werden und den Antrieb bildet Schwarzpulver.
Da war dann auch gleich ein Tip wie lang die Patrone werden soll.
Ich also mein Geschoss ca 5mm in die Hülse gesteckt und rein ins Patronenlager und wieder raus und gemessen. Das ganze war dann 78,4mm lang.
Dann mal bei CIP nachgelesen: 45/70 Gesamtlänge 64,77mm.
Jetzt wird es spannend, denn wenn ich das Geschoss so tief setze sind die Fettrillen und der zylindrische Teil des Geschosses der D=11,68mm entspricht in der Hülse. Ob ich denn dann da noch 70Grain Pulver rein bekomme habe noch nicht ausprobiert.
Das Geschoß das ich laden möchte ist 35,9mm lang. Der Bereich in dem sich die Fettrillen (3Stk) befinden ist 16,5mm lang und D=11,68mm, dann verjüngt sich das Geschoß auf D=11,37mm. Dieser Durchmesser ist auf eine Länge von ca10mm konstant und dann verjüngt sich das Geschoß auf D=4mm.
So sieht es aus.
Wenn ich den Beitrag von http://stifters-gunflints.de/oneone.htm lese scheint nur die Setztiefe wichtig zu sein und nicht die Gesamtlänge.

ich hoffe ihr habt auch noch paar Tips zur endgültigen Verwirrung auf Lager,

bis dahin

Jürgen

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escard
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Re: 45/70 - wie baut ihr eure Ladungen auf?

Beitragvon escard » Mi 20. Apr 2016, 21:11

Old Sam hat geschrieben:Hallo Leute!
Ich denke, es wäre für viele von uns interessant zu wissen, wie der eine oder andere hier seine Ladungen aufbaut. Also würde ich vorschlagen, hier eure erprobten Daten einzustellen und auch eure Tricks ein bischen preiszugeben. Könnte mir durchaus vorstellen, dass wir gegenseitig lernen können.


Empfohlener Ansatz:
Wiederladebuch auswählen, welches für mehrere Belastungsstufen der 45-70 Ladedaten listet, danach das dem eigenen Büchsen-System entsprechende Kapitel auswählen (zumeist auf 3 Sparten gelistet: Rolling Block/Marlin 1895/Ruger Nr.1 od. 3) und aus diesem Kapitel passendes Pulver - zB zur Lauflänge - aussuchen.
Dieser Praxis folgen zB die RM von Hornady, Speer, Lyman usw.

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Re: 45/70 - wie baut ihr eure Ladungen auf?

Beitragvon Xandl » Mo 25. Apr 2016, 09:56

45/70 mit Schwarzpulver und einem Einzellader ist ungleich Nitropatronen wie hier diskutiert.
CIP kannst du gleich vergessen.

Dein für 45/70 relativ langes und vermutlich in der Klasse über 530g bis 550g Geschoß wird immer mit ein paar Fettrillen aus der Hülse herausstehen. Das macht grundsätzlich nichts, solange du die Patronen gut laden kannst, also dein Lauf einen richtig langen Übergangskonus hat, oder du Geschoße verwendest, deren vordere Führungsbänder bei .450 statt .458 liegen. Beste Pulver dafür sind Schweizer 4 und Schweizer 5, beide 1mm komprimiert, nicht mehr und nicht weniger für saubersten Abbrand und konstanteste v0.

Alex

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Re: 45/70 - wie baut ihr eure Ladungen auf?

Beitragvon cowroper » Mo 25. Apr 2016, 11:48

Xandl hat geschrieben:..Beste Pulver dafür sind Schweizer 4 und Schweizer 5...


Ich nehm Schweizer 3, fallweise auch 2, natürlich Pressladung und 380 grain Geschosse.
The old gunfighter stood on the porch and stared into the sun,
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Re: 45/70 - wie baut ihr eure Ladungen auf?

Beitragvon Commendatore » So 30. Apr 2017, 15:40

Lang passiv gelesen, nun meine $ 0.02 zur .45-70:

Empfehlungen folgend verladene 36gr N130 mit Fed 215 und H&N 300gr HP lidern in meiner 1895CB nicht, Schmauch runter bis zum Hülsenrand.
Macht nichts, wollt eh eine Jadgladung mit mehr Leistung.
Also der 2016 Vihtavuori Anleitung folgend N130 hinter Hornady 350gr gekippt, diesmal mit CCI 200ern. Bis Max. wollt ich nicht, knapp drunter noch ein paar gestopft: 53gr (bis 53,4 wird empfohlen um unter 210MPa zu bleiben). Die Sache war mir nicht ganz koscher --> ab nach Süßenbrunn mit ein paar Patronen. Das Ergebnis ist dass ich meinem Bauch mehr trauen sollte als Pulverheftchen: durchschnittlich 3200bar, max. 3350.

Die Suche nach der richtigen Ladung geht also weiter und da kommt mir diese Diskussion hier gerade recht.

Also wie ich meine 45-70er Ladungen baue?

Bisher nicht sehr erfolgreich!

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Re: 45/70 - wie baut ihr eure Ladungen auf?

Beitragvon the_law » Mi 27. Sep 2017, 16:01

inzwischen hat sich auch bei mir in richtung 45-70iger was getan :)

hatte endlich zeit gefunden meine schwarzpulverladungen zu testen.
schon alleine die unterschiede in der trefferleistung bei verschiedenen bleilegierungen sind enorm, hier die zwei von heute getesteten...

bleimischung aus 50% wucht und 50% reinblei, kalibriert auf .457, 500gr schweres lee 3R geschoss, selbstgebraute fettmischung, den links unten hab ich leider versemmelt :roll:
Bild


und im vergleich,
bleimischung 20:1 (reinblei-zinn), ebenfalls .457, selbes lee geschoss und geschossfett
Bild

der aufbau meiner ladung unterscheidet sich nicht wirklich viel von derer anderer sharps schützen, befeuert wird das ganze mit magnumzündhütchen von cci (250), ladung per drop tube in die hülse einbringen, ein plättchen tetrapak auf die ladung, gefettetes geschoß druf, setzen und fertisch.
vom rückstoß her sehr angenehm, kein vergleich zur nirtoladung (hornady fabriksmunition), allerdings darf man den tieferen einschlagpunkt der schwarzpulverladung gegenüber der nirtomunition nicht vergessen, der liegt hier gut 20 cm tiefer und war schon sehr knapp am scheibenwagen :mrgreen:

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Werner
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Re: 45/70 - wie baut ihr eure Ladungen auf?

Beitragvon Werner » Mi 27. Sep 2017, 18:34

Interessant,
hätte nicht gedacht dass eine Mischung mit Wuchtblei mal besser trifft als das bewährte 20:1.
Da ich neugierig bin:
Welches SP, Waffe, Lauflänge und Drall?
Gruß
Werner

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Re: 45/70 - wie baut ihr eure Ladungen auf?

Beitragvon the_law » Mi 27. Sep 2017, 19:32

pedersoli long range sharps, baujahr etwa um 2000 rum, drall 1:18, 34 zoll rohr.
pulver ist das ffg von wano.

ich war selber auch ein wenig überrascht, zumal mir einige sharpsschützen von der wuchtbleilegierung bei schwarzpulver abgeraten hatten.
wäre zu hart hieß es da.
da hab ich wohl zufällig auf anhieb die ideale kombination aus geschoßhärte, pulverladung und fettung gefunden :D , werde aber weiter mit den komponenten rumspielen, mal schaun was passiert wenn ich die weicheren geschosse mit .459 anstatt mit .457 durch einen lauf mit .455 zugdurchmesser rauspuste 8-)

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Re: 45/70 - wie baut ihr eure Ladungen auf?

Beitragvon Werner » Mi 27. Sep 2017, 20:09

Zufällig habe ich eine Sharps mit gleicher Lauflänge und Drall, von daher bin ich auf deine weiteren Erfahrungen sehr gespannt.
Gruß
Werner

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Re: 45/70 - wie baut ihr eure Ladungen auf?

Beitragvon the_law » Mo 2. Okt 2017, 19:32

und weiter gehts mit der testerei :D

patronenaufbau identisch mit dem letzten versuch, lediglich ein anderes fett bei den 20:1 und wuchtbleigeschossen.

zunächst geschosse aus wuchtblei, kalibriert auf .457, fett 50% bienenwachs 50% ceres

Bild

verkrustung nach 5 schuss merklich fester als mit meinem anderen fett, streukreis inakzeptabel

nun eine legierung aus 20 teile reinblei und 1 teil zinn, diesmal aber unkalibriert mit .459, fettmischung wie oben,

Bild

etwas besser als mit den auf .457 kalibrierten geschossen, auch hier die verkrustungen härter, fett ungeeignet.
nächster versuch mit einer 15:1 legierung.

dann noch die schon bewährte legierung aus 50% rein und 50% wuchtblei, kalibriert auf .457, fettmischung von 80 g bienenwachs, 20 g cerse, 4 esslöffel olivenöl, leider wegen den inzwischen fürs diopterschiessen weniger idealen lichtverhältnissen nicht so zusammengesetzt wie beim letzten schiessen, man erkennt aber gut in welche richtung es geht :mrgreen:

Bild

hier die mündung nach 10 schuss mit obriger munition ohne zwischenreinigung

Bild

es zeigte sich ein leichter fettring im bereich der senkung, ein zeichen hierfür das die fettung grad so noch ausreichend für die lauflänge von 34 zoll sein dürfte. die verkrustungen konnten mit einem putzfetzerl ohne rubbeln oder sonstigem widerstand aus dem lauf geschoben werden

die restlichen schusspflaster auf der scheibe stammen von tests unterschiedlicher setztiefen der geschosse, ob ich jetzt die bleigeschosse in, an oder vor die züge gesetzt habe machte keinen unterschied beim schuss oder ungewöhnliche druckzeichen an hülse oder zündhütchen, lediglich bei zu weit vor gesetzten geschossen ließ sich der verschlussblock nicht mehr schliessen :whistle: .

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Re: 45/70 - wie baut ihr eure Ladungen auf?

Beitragvon Werner » Di 10. Okt 2017, 16:26

Eine ganz ähnliche Mischung aus Bienenwachs, Pflanzenfett und Olivenöl brachte auch bei mir die besten Ergebnisse. Beim 34" Lauf werden bei mir die letzten paar cm aber nicht mehr optimal gefettet.
Von daher -> Glückwunsch, würde fast behaupten alles richtig gemacht!
Gruß
Werner


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