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cal .36 Rundkugel für eine 1851 Navy

Vom Vorderlader bis zum Cowboy Action Shooting - Hauptsache es kracht und raucht!
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Nydorian
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cal .36 Rundkugel für eine 1851 Navy

Beitrag von Nydorian » Di 2. Apr 2019, 08:30

Grüße!

Ich habe mir kürzlich einen cal 36 Perkusionsrevolver gekauft und in meiner Naivität gedacht es wäre halbwegs einfach Kugeln dafür zu finden. Nach einigen Tagen Recherche wirkt es auch mich nun so als ob:

- cal.36 nicht bedeutet das das irgendwas mit 0.36" zu tun haben muss, aber kann.
- cal.36 gibt es von bis

ich habe also meine Trommel vermessen (schiebelehre ... nicht die beste) und die sagt 9,2mm also genau 0,36 zoll. gefunden habe ich bei artax (wurde mal im forum als gut genannt) diese kugel: https://www.artax-vorderlader.de/vorder ... 1554184677
0,362" klingt nach genügend fleisch, aber genau deswegen bin ich hier: meint ihr dass die passen würde oder liege ich aus anderen gründen komplett daneben?

beim pulver habe ich jetzt mehrfach Schweizer Schwarzpulver NO. 1 gelesen. aus dem gefühl heraus klingt das wie der mercedes, weil eher hochpreisig. ist das die einzige wahl? die beste wahl oder gibts auch brauchbare budget lösungen?

beim fliz habe ich das hier im auge: https://www.artax-vorderlader.de/vorder ... 10-mm.html erscheint mir nur deutlich dicker als die dinger die man so auf youtube sieht.

dann wäre da noch das blei. da ich berufsbedingt eine antrainierte angst davor habe blei anzufassen stellt sich mir da etwas die frage nach dem handling ... was relativiert wird dadurch dass ich als jugendlicher auch blei stamperl mit nackten fingern ins luftgewehr gestopft habe und beim scheissen ja auch nicht so wenig blei in der luft ist ... aber doch ...
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Hellprayer
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Re: cal .36 Rundkugel für eine 1851 Navy

Beitrag von Hellprayer » Di 2. Apr 2019, 10:38

Nydorian hat geschrieben:
Di 2. Apr 2019, 08:30
...

dann wäre da noch das blei. da ich berufsbedingt eine antrainierte angst davor habe blei anzufassen stellt sich mir da etwas die frage nach dem handling ... was relativiert wird dadurch dass ich als jugendlicher auch blei stamperl mit nackten fingern ins luftgewehr gestopft habe und beim scheissen ja auch nicht so wenig blei in der luft ist ... aber doch ...
Ich kenn mich leider beim Vorderladerschießen nicht aus, aber zum Thema Blei kann ich was sagen.

Du kannst ruhig die Bleikugeln in die Finger nehmen, damit rumhantieren usw.
Was für den Körper belastend ist, kommt von den Bleistäuben und Partikeln die aufgenommen werden. Das kann durch Staub/Dämpfe beim Schuss passieren (Lunge) oder durch Partikel die oral eingenommen werden (Finger im Gesicht/Mund, Essen etc.).

Da ich mal annehme dass du in der lage bist dich körperlich soweit unter kontrolle zu halten, dass du nicht während dem Hantieren in der Nase bohrst u. dgl. und dir nach dem Schießen ordentlich die Griffel abwascht dann wirst du keine großartige Kontamination zusammenbringen.

PS: Beim Schießen bist du immer in einem exponierten Bereich bezüglich Blei. Also, greif ruhig zu ;)
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Re: cal .36 Rundkugel für eine 1851 Navy

Beitrag von Nydorian » Di 2. Apr 2019, 10:50

gerade wurde mir gesteckt dass in einen cal .36 eine 0.375" kugel gehört. na, ist schon mal was.
Was für den Körper belastend ist, kommt von den Bleistäuben und Partikeln die aufgenommen werden.
mmmmnh. nah. jein. nein.
blei wird auch über die haut aufgenommen. das mühsame an blei (soweit ich es als nicht mediziner verstehe) ist ja dass es die nerven (und damit das gehirn) schädigt und unser körper es mit knochenbestandteilen verwechselt. dh du nimmst blei auf, es schädigt die nerven, dann baut es der körper in die knochen ein, dann werden die knochen wieder abgebaut, es schädigt wieder die nerven, dann landets wieder in den knochen und so weiter und so fort.

das problem mit blei wird also immer schlimmer über die zeit und daher sollte man da wirklich auf ein minimum an kontakt hinarbeiten. dass die aufnahme über die haut vermutlich durch den schuss rasch in den schatten gestellt wird ist aber sicher auch wahr.
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Unterförster
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Re: cal .36 Rundkugel für eine 1851 Navy

Beitrag von Unterförster » Di 9. Apr 2019, 22:51

Ja, das mit dem Blei stimmt alles, was Du schreibst. Aber wenns so ein Problem für Dich ist: Warum um alles in der Welt kaufst Du Dir dann einen Vorderlader???? Da hast Blei pur, und in der Regel giesst man auch irgendwann selber.
Zieh Dir halt Einweghandschuhe beim Schiessen und Hantieren an- schaut zwar doof aus, kann Dir aber wurscht sein.

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Re: cal .36 Rundkugel für eine 1851 Navy

Beitrag von Elsa » Mi 10. Apr 2019, 06:57

Hallo
Das mit den 375er Kugeln passt so und mit ner externen Ladepresse (empfehlenswert, zumal bei Remington Clonen) bekommst du auch 378er in die Trommel.
Zum Pulver, da geht von der Sorte und der Menge nichts über Probieren, jeder Revolver hat da seine Präverenzen aber du kannst mit Schwarzpulver nicht viel falsch machen.
Vom Laufstecker (viel zu wenig) bis zu gestrichen voll und die Kugel mit Gewalt reingequetscht hab ich schon alles gesehen ohne daß der Revolver schaden genommen hätte.
Es hängt immer davon ab was hast du damit vor, just for Fun, CAS oder Wettbewerbe und mit welcher Präzision du zufrieden bist.
Viel Spaß und Geduld beim probieren
So long
Elsa

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