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Standaufsicht

Was ist erlaubt, was ist verboten und wie kommt man eigentlich zu einer WBK?
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The_Governor
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Standaufsicht

Beitragvon The_Governor » Di 13. Mär 2018, 16:08

Hallo zusammen!

Gibt es in Österreich irgendwelche Regelungen wer die Standaufsicht in einem Verein übernehmen darf und welche Rechte bzw. Verantwortung man dadurch hat?

Danke!
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burggraben
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Re: Standaufsicht

Beitragvon burggraben » Di 13. Mär 2018, 16:20

Ich möchte mich der Frage gleich anschließen und sie erweitern. Gibt es überhaupt eine Regelung dass es eine Standaufsicht braucht? Es gibt ja einige Schießstände ohne.

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Re: Standaufsicht

Beitragvon FFWGK » Di 13. Mär 2018, 19:28

Bei uns in Veiein gibt es keine Vorraussetzungen.

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Re: Standaufsicht

Beitragvon Glock1768 » Di 13. Mär 2018, 20:09

Wir haben keine und ich finde es gut, dass die schützen Eigenverantwortung übernehmen und jeder auf jeden schaut und achtet ... Damit ist der Kopf immer dabei und es wird einem als passiver Teilnehmer nicht alles vorgekaut
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Re: Standaufsicht

Beitragvon oJo » Di 13. Mär 2018, 20:37

Zu allen Fragen ein klares nein. Die Standaufsicht ist einfach nur jemand der das Hausrecht des Betreibers durchsetzt.
Hier steht es natürlich jedem frei, x-beliebige Regeln im Hausrecht (Standordnung) festzulegen und diese auch durchzusetzen.
Neutrale Vertretung für alle LWB:
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Re: Standaufsicht

Beitragvon gewo » Di 13. Mär 2018, 21:09

die frage der haftung ist allerdings nicht ganz von der hand zu weisen

ich bin juristisch allerdings nicht sattelfest genug um das einschaetzen zu koennen wie heikel das sein koennte
WAFFENFÜHRERSCHEINKURS gegen Voranmeldung Mittwoch + Samstag in Wien 22 um ab € 27,- zuzügl. Nebenkosten. Informationen und Anmeldung: http://www.doubleaction.at/wafs/.
Irrtum und Tippfehler vorbehalten.

Bitte keine PN, ggf. Email an info{@}doubleaction.at . Danke

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Re: Standaufsicht

Beitragvon Calcipher » Mi 14. Mär 2018, 01:08

Wir haben in der Standordnung zur Sicherheit einen Passus, der klarstellt, dass jeder Schütze für jeden abgegebenen Schuss selbst verantwortlich ist. Ob das rechtlich überhaupt nötig wäre, weiss ich allerdings auch nicht.
Standaufsicht in dem Sinn gibt es bei uns keine. Dafür gibt es eine einmalige Sicherheitseinschulung die jedes Mitglied machen muss.
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Re: Standaufsicht

Beitragvon Plinkster » Sa 17. Mär 2018, 12:32

Rechtliche Regelung dazu wer die Standaufsicht übernehmen kann gibt es definitiv keine.

Bezüglich Haftung - wird auch davon abhängen, wer schießen darf. Nur Vereinsmitglieder, die vielleicht auch noch eine "Sicherheitsschulung" bekommen? Nur WBK-Besitzer oder WaFü inhaber (gibts durchaus Regelungen dazu)?

Rein praktisch gesehen ist eine Standaufsicht vor allem an Tagen mit starkem Betrieb, möglicherweise auch Gästen sicher sinnvoll. Notwendig sollte sie im Grunde nicht sein, wenn verantwortungsvolle Leute am Stand sind.

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Re: Standaufsicht

Beitragvon Fzr1000 » Sa 17. Mär 2018, 17:28

Frage:
Was soll die Standaufsicht für Aufgaben haben?

Dann wäre mir die Fragestellung klarer.
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Re: Standaufsicht

Beitragvon Veridian » Sa 17. Mär 2018, 18:49

Meistens füllen sie nur die Spiegel auf, weisen darauf hin dass man nicht mit der Waffe rumspielen soll oder die Waffe in einem Zustand halten soll der aus der Ferne auf den Zustand schließen lässt.
Oder geben hübschen Mädchen absolut wichtige ausführliche Einschulungen.

Weiter sorgen sie regelmäßig für (ungewollte) Bespaßung:
"He, schwenk die Trommel aus!"
"Wird schwierig, des is a single action."
"OIDA DISKUTIER NED MIT MIR!!!"

Lg
Chris

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Re: Standaufsicht

Beitragvon the_law » Sa 17. Mär 2018, 19:37

seit bei uns eine standaufsicht eingeführt wurde sind die verursachten schäden an den scheibenanlagen sowohl am kurz als auch am langwaffenstand deutlich zurück gegangen :roll: da sich jetzt keine vertreter der gattung “mal die sau rauslassen solange keiner herschaut“ und “ich hab ne glock, ich bin ja so tactikal“ mehr am stand blicken lassen.

traurig da es zu solchen massnahmen kommen musste, war vor einigen jahren kein thema und alle hatten spass am schiessen ;)

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Re: Standaufsicht

Beitragvon Plinkster » So 18. Mär 2018, 00:12

the_law hat geschrieben:seit bei uns eine standaufsicht eingeführt wurde sind die verursachten schäden an den scheibenanlagen sowohl am kurz als auch am langwaffenstand deutlich zurück gegangen :roll: da sich jetzt keine vertreter der gattung “mal die sau rauslassen solange keiner herschaut“ und “ich hab ne glock, ich bin ja so tactikal“ mehr am stand blicken lassen.

traurig da es zu solchen massnahmen kommen musste, war vor einigen jahren kein thema und alle hatten spass am schiessen ;)


Traurig zwar schon, allerdings in der Praxis auch ziemlich wurscht. So lange ned eine Standaufsicht Marke "Ultrawichtig" da steht sondern ein normaler Schützenkollege merkst es ja nedmal, dass da wer ist. Und bei so Dingen wie zB. Samstags in Stammersdorf find ichs sogar eher angenehm, dass jemand die Feuerpausen und Scheibenwechsel ein bisschen koordiniert. Bei 10 Ständen wo jeweils 2-3 Leut stehen ist das Abstimmen mit den anderen ned immer so einfach wie man es gerne hätte

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Re: Standaufsicht

Beitragvon Robiwan » Mo 19. Mär 2018, 12:42

Plinkster hat geschrieben:So lange ned eine Standaufsicht Marke "Ultrawichtig" da steht sondern ein normaler Schützenkollege merkst es ja nedmal, dass da wer ist.


Das sind die Schlimmsten. Mir wollt einer mal weismachen, dass man auf eine Langwaffe keine Laserpointer montieren darf. Auch eine Laserpatrone (als bore sighter) wäre ganz pfui.
Ich hab mich dann für seinen juristischen Rat bedankt und gesagt, dass ich mich aber lieber an das WaffG in der aktuell gültigen Fassung halte und ihm den Unterschied zwischen "Markieren" und "Ausleuchten" erklärt... Ich hab ihm natürlich das Angebot gemacht dass er mich gerne auf Basis eines Gesetzestextes oder einer Verordnungen widerlegen dürfe, ich bin ja schließlich nicht unfehlbar. Seit dem hab ich nie mehr was gehört...
Zuletzt geändert von Robiwan am Mo 19. Mär 2018, 12:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Standaufsicht

Beitragvon Calcipher » Mo 19. Mär 2018, 17:06

Ja solche Würschtl gibts immer wieder. Liegt daran, dass kaum einer Standaufsicht machen will und die, die sich melden, sind dann leider oft genau solche Gscheithaferl. Mir wurde untersagt, mit der Baikal Coach Gun zu schießen, weil die viel zu kurz und damit Kat. A sei. Nachdem ich den entsprechenden Passus im Gesetz rezitiert hatte und nochmal die Abmessungen der Baikal damit verglichen habe, bekam ich als Antwort, "Mit der schiaßt oba trotzdem ned bei uns"..... jo alles klar....
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Re: Standaufsicht

Beitragvon 0riginal_Tiroler » Mo 19. Mär 2018, 17:26

Robiwan hat geschrieben:
Plinkster hat geschrieben:So lange ned eine Standaufsicht Marke "Ultrawichtig" da steht sondern ein normaler Schützenkollege merkst es ja nedmal, dass da wer ist.


Das sind die Schlimmsten. Wir wollt einer mal weismachen, dass man auf eine Langwaffe keine Laserpointer montieren darf. Auch eine Laserpatrone (als bore sighter) wäre ganz pfui.
Ich hab mich dann für seinen juristischen Rat bedankt und gesagt, dass ich mich aber lieber an das WaffG in der aktuell gültigen Fassung halte und ihm den Unterschied zwischen "Markieren" und "Ausleuchten" erklärt... Ich hab ihm natürlich das Angebot gemacht dass er mich gerne auf Basis eines Gesetzestextes oder einer Verordnungen widerlegen dürfe, ich bin ja schließlich nicht unfehlbar. Seit dem hab ich nie mehr was gehört...


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