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Auf den Hund gekommen...

Was ist erlaubt, was ist verboten und wie kommt man eigentlich zu einer WBK?
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Greenhorn
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Auf den Hund gekommen...

Beitrag von Greenhorn » Fr 2. Jul 2010, 14:15

Hallo allseits.
Hatte mir eingebildet, schon einen Thread zum Thema aufgemacht zu haben - egal, Altzheimer oder so...

Stellt Euch folgende Situation vor:
Person X besitzt ein großes Eigentumsgrundstück, natürlich eingefriedet. Er ist kein Waffenbesitzer. Person Y, WBK-Besitzer, kommt öfter 'mal dorthin schießen, was X erlaubt sich aber - gesetzkonform - nicht beteiligt. Polizei und Nachbarn sind informiert, alle akzeptieren, keine Probleme.

An einem Wochenende verletzt sich der Hund von X so schwer, dass der Tierarzt - telefonisch - sagt, dass er eingeschläfert werden muss. Der Tierarzt hat aber keine Zeit, andere Tierärzte ebenfalls nicht - oder erst am nächsten Tag. Womit nun die Frage auftaucht, ob Y den Hund legal erschießen darf? Ob danach irgendetwas mit der Behörde zu klären wäre? Vielleicht sogar ob relevant ist, ob eine Langwaffe oder eine FFW verwendet wird.

Nicht unbedingt ein lustiges Thema, nur - sollte sich die Situation einmal ergeben ist es zu spät zu fragen. Ich habe offengestanden keine Ahnung was erlaubt ist. Einen ortsansässigen Jäger anrufen wäre möglicherweise auch eine Option? Was meint Ihr?

Besten Gruß
Werner
Wenn Schusswaffen die Ursache für Gewalt und Leid sind, muss die Menschheit vor dem 13. Jahrhundert friedlich und glücklich gewesen sein.

http://www.rifleman.at

rubylaser694
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Re: Auf den Hund gekommen...

Beitrag von rubylaser694 » Fr 2. Jul 2010, 14:20

Womit nun die Frage auftaucht, ob Y den Hund legal erschießen darf?

Sowas zu machen ist sicher sehr problematisch. Ist höchstwahrscheinlich Tierquälerei laut Gesetz.

Einen ortsansässigen Jäger anrufen wäre möglicherweise auch eine Option?

Ja unbedingt nachfragen!
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mercury
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Re: Auf den Hund gekommen...

Beitrag von mercury » Fr 2. Jul 2010, 14:28

rubylaser694 hat geschrieben:
Womit nun die Frage auftaucht, ob Y den Hund legal erschießen darf?

Sowas zu machen ist sicher sehr problematisch. Ist höchstwahrscheinlich Tierquälerei laut Gesetz.


auf die gefahr hin, dass ich jetzt kompletten stuss erzähle:

hab mal mit jemanden über das thema "tierquälerei" gesprochen. dabei wurde mir es so erklärt, dass es rechtlich so wäre, dass wenn man beispielsweise eien katze mit an luftgewehr verletzt, es tierqälerei wäre. wäre die katze aber sofort tot, wärs sachbeschädigung. der erzähler hat aber natürlich selbst betont, dass er sich nicht sicher ist, aber er glaubt, dass das zumindest längere zeit früher so gegolten hat.

tät mich auch interessieren, das thema.

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Re: Auf den Hund gekommen...

Beitrag von Stickhead » Fr 2. Jul 2010, 15:21

Tierquälerei

§ 222. (1) Wer ein Tier

1. roh misshandelt oder ihm unnötige Qualen zufügt,
2. aussetzt, obwohl es in der Freiheit zu leben unfähig ist, oder
3. mit dem Vorsatz, dass ein Tier Qualen erleide, auf ein anderes Tier hetzt,

ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.

(2) Ebenso ist zu bestrafen, wer, wenn auch nur fahrlässig, im Zusammenhang mit der Beförderung mehrerer Tiere diese dadurch, dass er Fütterung oder Tränke unterlässt, oder auf andere Weise längere Zeit hindurch einem qualvollen Zustand aussetzt.

(3) Ebenso ist zu bestrafen, wer ein Wirbeltier mutwillig tötet.


Absatz 1 und 2 kann man sicherlich ausschließen. Aber beim Absatz 3 bin ich mir nicht sicher. Immerhin erlöst man ein leidendes Tier ja quasi mutwillig. Andererseits wäre es falsch das Tier leiden zu lassen.
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Ausführlicher Bericht zum neuen Waffengesetz (Entwurf):
https://waffg.info/nachrichten/Das_steht_im_Entwurf_zum_Waffengesetz

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Re: Auf den Hund gekommen...

Beitrag von quildor82 » Fr 2. Jul 2010, 22:27

hmmm

ich würde es so auslegen das Absatz 3 durch Absatz 1 "Ihm Unnötige Qualen zufügt" mehr oder weniger aufgehoben wird.
Man erlöst ja ein leidendes Tier welches Qualvoll verenden würde, und dagegen soll mal ein Tierschützer argumentieren. :naughty:
"mit einem netten wort und einer pistole erreicht man mehr, als mit einem netten wort allein .."
Al Capone *17.01.1899 - †25.01.1947


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Re: Auf den Hund gekommen...

Beitrag von Longchamp » Fr 2. Jul 2010, 22:56

auf keinen Fall selber machen.
Polizei rufen und die veranlassen alles andere.


Blos nicht damit spielen :)

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Re: Auf den Hund gekommen...

Beitrag von Floody » Sa 3. Jul 2010, 00:17

quildor82 hat geschrieben:hmmm

ich würde es so auslegen das Absatz 3 durch Absatz 1 "Ihm Unnötige Qualen zufügt" mehr oder weniger aufgehoben wird.
Man erlöst ja ein leidendes Tier welches Qualvoll verenden würde, und dagegen soll mal ein Tierschützer argumentieren. :naughty:


Kaum ist eine Waffe im Spiel wird man sowieso bestraft. Da wird sowas dann eh nicht mehr abgewogen, ganz im Gegenteil. Das ist das österreichische Pikachu was sich bis in die hohe Rechtssprechung zieht.

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Re: Auf den Hund gekommen...

Beitrag von Leonardo » Sa 3. Jul 2010, 07:47

Longchamp hat geschrieben:auf keinen Fall selber machen.
Polizei rufen und die veranlassen alles andere.


Blos nicht damit spielen :)



So sehe ich es auch!

:text-+1:
‎„All right, they're on our left, they're on our right, they're in front of us, they're behind us...they can't get away this time.“

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Re: Auf den Hund gekommen...

Beitrag von joe77 » Sa 3. Jul 2010, 18:21

Obwohl es am Land noch immer ein wenig anders aussieht als in der Stadt,...

Da gibts / gabs immer ein für und ein wieder,....
Wie meint ihr hatt die Bestandskontrolle von Hauskatzen auf Bauernhöfen früher ausgesehen ??
Glückliche Katze die durch ein .22 lfb Geschoss in den Kopf umkam.
Das "Umhauen oder gar Tränken" war auch weit verbreitet,.....
Dafür gibts auch normale Hausärtze die im Notfall nach nem Zusammenstoss mit einem Auto den Hund wieder zusammennähen,...

Ich wär im Fall des Falles aber auch für Jäger rufen, was ja am Land kein Problem ist.
Da fast jeder einen kennt,.. ;-)
mfg
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Meine eigene Meinung, Daten ohne Gewehr etc.
Und einiges wird ab und zu am Smartphone getippt, also Nachsicht bitte ;)

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Re: Auf den Hund gekommen...

Beitrag von erich » Sa 3. Jul 2010, 18:50

joe77 hat geschrieben:Wie meint ihr hatt die Bestandskontrolle von Hauskatzen auf Bauernhöfen früher ausgesehen ??
Glückliche Katze die durch ein .22 lfb Geschoss in den Kopf umkam.
Das "Umhauen oder gar Tränken" war auch weit verbreitet,.....



mit der 22er und kopfschuss hast du absolut recht . ich durfte seinerzeit einmal auf einem steirischen bauernhof bei so einem katzen ersäufen dabei sein ..... vergessen habe ich diese aktion bis heute nicht - ist aber schon über 30 jahre her :!: .

wiederrum muß man ehrlichkeitshalber auch dazu sagen , die hatten auf diesen hof wirklich viel zu viele katzen . die bäuerin war alt und hat sich um nichts gekümmert , bis dann ihr sohn die sache in die hand genommen hat und in einem im innenhof stehenden wasserbehältnis aus beton die katzen ersäuft hat :roll: .

gruß erich

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Re: Auf den Hund gekommen...

Beitrag von Maggo » Sa 3. Jul 2010, 21:39

Man muss sich davor loslösen das unsere Lanschaftspfleger (auch Bauern genannt) auch nur annähernd ein Gespür für Tiere haben.
Was ich so oftmals von Bauern höre da rollt es einen die Zehennägel auf.Und da ist das früher und auch heut noch gängige Katzen ersäufen harmlos. :cry:

Also wenn ich die Möglichkeit habe und das Tier von seinen Leid sofort erlösen kann das tue ich dies auch.Und aus dem Gesetz steht nix davon das ich ein Tier nicht selbst erlösen oder töten kann. Eines ist klar,das Tier darf nicht mehr leiden,das sollte jedoch selbstredent sein.
Ob dies jemand selbst auch erledigen kann wenn man an ein Tier sehr gefühlsmäßig hängt ist jedoch fraglich.
Wer mit Halbautomaten Schießt ist zu faul zum Repetieren! :D


Obacht vor dem bösen Mod! ;-)
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Re: Auf den Hund gekommen...

Beitrag von quildor82 » Sa 3. Jul 2010, 22:20

:text-goodpost:
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Re: Auf den Hund gekommen...

Beitrag von joe77 » So 4. Jul 2010, 02:18

Maggo hat geschrieben:Man muss sich davor loslösen das unsere Lanschaftspfleger (auch Bauern genannt) auch nur annähernd ein Gespür für Tiere haben.


Also dem muss ich wiedersprechen !!!!!!!!!
Auch wenns Richtung Offtopic geht.

Den meisten Bauern solange es kein reinrassiger Mastbetrieb mit xxxx Sauen oder xx.xxx Hühnern ist,
oder der Bauer am "Burn-Out-Sydrom" od. sonstigen Krankheiten leidet, dem liegt sein Vieh sehr wohl am Herzen.
Den gesundes Vieh bringt Geld , krankes Vieh kostet nur Geld.
Sicher kannst die "Liebe" eines Bauern früher zu seinen ~10 Kühen nicht mehr richtig mit den heutigen Betrieben mit 70 - 100 oder noch mehr Stück vergleichen,....

Wie ich vorher schon sagte ein für und wieder:

Früher:
Ein paar Wochen im Herbst auf der Weide (Bergbauern / Alm ausgenommen da länger),
Restliches Jahr an der Kette in relativ dunklen Stallungen die mehr oder weniger Feucht bzw. noch gut/richtig Belüftet waren.
Heute:
Zwar weniger bis keine Weide mehr,.. aber
soweit ich weiß wird Kettenhaltung abgeschafft, bzw. die meisten Ställe sind schon "Freilauf"Ställe.
und keineswegs mehr Feucht oder Dunkel,...

Wobei ich die Massen Mästung jedweder Art aufs schärste VerVorurteile !!!
Meine damit nicht die Bauern die mit u. in ihrem Grund u. Boden ackern,
sondern reine Mastbetriebe ohne irgentwelche Eigenerträge an Grund u. Boden,....
mfg
Josef

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Re: Auf den Hund gekommen...

Beitrag von Maggo » So 4. Jul 2010, 08:29

soweit ich weiß wird Kettenhaltung abgeschafft, bzw. die meisten Ställe sind schon "Freilauf"Ställe.
und keineswegs mehr Feucht oder Dunkel,...



Ich kann dir auch heute noch Ställe in meiner unmittelbarer umgebung zeigen wo dies heute noch so ist und immer noch Förderungen von der EU kassieren.
Und der einzige wirkliche Biobauer bei uns im Ort kassiert auch am wenigsten.Bei dem sehen die Rindvieher nicht von oben bis unten angeschissen aus sondern wie geleckt und sauber,die laufen auch im Hof herum ,die sehen auch viel Weide.Natürlich ist dies nur ein kleiner Betrieb,

Ich habe auch selbst genug Bauern als Arbeitskollegen,Wenn die nicht müssten würden sie auch nix tun.Es sind für die nun mal Nutzvieh das so viel Leistung mit nur wenig aufwand bringen soll.

Es wird immer wieder Leute geben die dies auch freiwillig tun weil sie merken das das Vieh einfach gesünder und mehr Leistung bringt wenn es in halbwegs vernünftigen Haltungsbedingungen gehalten wird.

Wer mal sehen will welcher Bauer was von der Eu kassiert braucht nur hier hinzuschauen.

http://www.transparenzdatenbank.at/
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Obacht vor dem bösen Mod! ;-)
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Re: Auf den Hund gekommen...

Beitrag von cobaltbomb » So 4. Jul 2010, 13:55

der nachabrsbauer zu meiner linken erschiesst jährlich einen wurf katzen mit der 22er, und die alte wenn sie zu klug wird.
der nachbarsbauer zu meiner rechten erschiesst jährlich raben um sie aufzupflanzen als abschreckung, und hat seinen hund auch selber mit der 12/70er gerichtet, nachdem er eine ente gerissen hat.

also zimperlich kann man nicht sagen dass die sind,laut meiner erfahrung. da hat der maggo schon recht.

wenn ihr also den hund einschläfern lassen wollt, und der tierarzt im urlaub ist , fragt den nachbarsbauern
Of course they wont take away your hunting rifle, they will call it a sniper rifle first

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