Liebe Nutzer
TapaTalk hat vor einigen Tagen seine PrivacyTerms zur Erfüllung der DSGVO Bestimmungen geändert. Nach Prüfung durch unsere Anwälte sind diese Änderungen nicht ausreichend, wir mussten TapaTalk daher deaktivieren und ersuchen um Euer Verständnis. Euer PULVERDAMPF-Team

Jagdliche Erfahrung 6,5x55 RWS Evo green 8,2g oder Hornady Superformance GMX 120gr

Weidmannsheil! Jagdprüfung, Jagderlebnisse, Ausrüstung und alles was sonst zur Jagd gehört.
Bamburi
.357 Magnum
.357 Magnum
Beiträge: 63
Registriert: So 5. Feb 2012, 11:53

Jagdliche Erfahrung 6,5x55 RWS Evo green 8,2g oder Hornady Superformance GMX 120gr

Beitragvon Bamburi » Fr 21. Apr 2017, 11:42

Hallo,

Hatte bis jetzt Rws DK 9,1g und jetzt Norma mit Nosler BST mit 120Gr jagdlich geführt. 80% Reh 19% Fuchs 1 % Luft.

Überlege wieder mal was neues auszuprobieren und mal Bleifrei zu testen.
Gibt es hierzu schon jagdliche Erfahrung mit den im Titel genannten Geschossen?
Eventuell auch Erfahrungen mit Hornady SST 140gr, auch wenn nicht Bleifrei.

Soll nicht die 101te Bleifrei Diskussion werden, auch keine Kaliber und Wiederlade Diskussion.

Wiederladen werde ich in ca. 1,5 Jahren beginnen,
Sobald Haus und Werkstatt fertig sind...

Grüße und WmH,
Juri

Bamburi
.357 Magnum
.357 Magnum
Beiträge: 63
Registriert: So 5. Feb 2012, 11:53

Re: Jagdliche Erfahrung 6,5x55 RWS Evo green 8,2g oder Hornady Superformance GMX 120gr

Beitragvon Bamburi » Mo 24. Apr 2017, 10:53

Ok, da es bei 6,5x55 mit der genannten Munition noch keine Erfahrungen gibt, hat jemand in anderen Kaliberen jagdliche Erfahrungen mit Evo Green oder Hornady GMX?
Es geht mir hauptsächlich um Augenblickswirkung und Fluchtstreken bei Rehwild.
Dann noch Wildbretverlust bzw. Balgschonung bei Winterfuchs.
Präzision muss ich eh mit meiner Waffe testen.
Eventuell noch Reinigung, ist hier beim GMX kupferling etwas besonderes zu beachten?

Gruß, Juri

Coolhand1980
.50 BMG
.50 BMG
Beiträge: 714
Registriert: Fr 30. Jan 2015, 13:46

Re: Jagdliche Erfahrung 6,5x55 RWS Evo green 8,2g oder Hornady Superformance GMX 120gr

Beitragvon Coolhand1980 » Mo 24. Apr 2017, 11:28

Ich hab das SST in 6,5x55 verwendet. Hab damit ein oder 2 Rehe erlegt.
Präzi auf der Scheibe war sehr gut, nicht mehr Rückstoß als normal, V0 hab ich nicht nachgemessen.

Fluchten hatte ich keine nennenswerten. Aber bei 2 Stk auch keine statistische Relevanz.
Eine Sache ist aber sehr relevant. Treffen.
Ich geh bei Jagdmuni nur nach Präzi, Verfügbarkeit und Preis. Verendet ist noch alles sehr schnell bis jetzt.

Benutzeravatar
hari
Supporter 6,5x55 TTSX
Supporter 6,5x55 TTSX
Beiträge: 877
Registriert: So 10. Aug 2014, 22:39
Wohnort: Graz

Re: Jagdliche Erfahrung 6,5x55 RWS Evo green 8,2g oder Hornady Superformance GMX 120gr

Beitragvon hari » Mo 24. Apr 2017, 14:29

Evo Green in 7x64 und .30-06 auf Reh lag immer alles im Feuer. Wirkung ist also top. Ist halt nicht so wildbret schonend weil es recht viele Splitter bildet. Aber besser ein bisserl Entwertung und keine Nachsuche. Solltest aber nicht weit hinters Blatt gehen, da geht's schnell dass ein verirrter Splitter den Pansen aufmacht.

Bamburi
.357 Magnum
.357 Magnum
Beiträge: 63
Registriert: So 5. Feb 2012, 11:53

Re: Jagdliche Erfahrung 6,5x55 RWS Evo green 8,2g oder Hornady Superformance GMX 120gr

Beitragvon Bamburi » Mi 2. Mai 2018, 09:14

Hier mal ein update,

Schieße jetzt das GMX, anfangs (ersten 20 Schuss) war ich mit Präzision nicht zufrieden. Teilweise Ausreißer bis zu 7cm. Mal rechts tief, mal links oben. Die restlichen waren so auf 4 cm.
Jetzt nach 35 Schuss wird es ständig besser.
Ich verwende jetzt auch keine PPU vm mehr zum scheibenschießen da sich das mit dem GMX anscheinend nicht gut verträgt wenn man zwischendurch was anderes schießt.
Habe es anfangs gerne gemacht da ich so am Schießstand prüfen konnte ob es an der muni oder etwas anderem liegt wenn das Ergebnis nicht entsprach.

Hier noch die letzten 7 auf die Scheibe.
Zuerst eine 3er Gruppe. ( erster Schuss war rechts unten) Dann noch 2 nach kurzer Pause. dann Glas umgestellt und auf 3,5 cm hoch mit 2 Schuss eingeschossen. Beide auf Berührung.

BildBild

Bin jetzt soweit mal zufrieden damit.
Gewehr: Rössler Titan 6 mit 19mm semi weight Lauf und Feinabzug ohne Stecher.

Wirkung auf wild ( Reh)echt super.
Nach 5 Stück, 2 im Feuer und 3 kurze Fluchtstreken längste war ca. 30 m Rest eher 10m -20m.

Bamburi
.357 Magnum
.357 Magnum
Beiträge: 63
Registriert: So 5. Feb 2012, 11:53

Re: Jagdliche Erfahrung 6,5x55 RWS Evo green 8,2g oder Hornady Superformance GMX 120gr

Beitragvon Bamburi » Mi 2. Mai 2018, 09:38

Hier mal ein update,

Schieße jetzt das GMX, anfangs (ersten 20 Schuss) war ich mit Präzision nicht zufrieden. Teilweise Ausreißer bis zu 7cm. Mal rechts tief, mal links oben. Die restlichen waren so auf 4 cm.
Jetzt nach 35 Schuss wird es ständig besser.
Ich verwende jetzt auch keine PPU vm mehr zum scheibenschießen da sich das mit dem GMX anscheinend nicht gut verträgt wenn man zwischendurch was anderes schießt.
Habe es anfangs gerne gemacht da ich so am Schießstand prüfen konnte ob es an der muni oder etwas anderem liegt wenn das Ergebnis nicht entsprach.

Hier noch die letzten 7 auf die Scheibe.
Zuerst eine 3er Gruppe. ( erster Schuss war rechts unten) Dann noch 2 nach kurzer Pause. dann Glas umgestellt und auf 3,5 cm hoch mit 2 Schuss eingeschossen. Beide auf Berührung.

Bild
Bild

Bin jetzt soweit mal zufrieden damit.
Gewehr: Rössler Titan 6 mit 19mm semi weight Lauf und Feinabzug ohne Stecher.

Wirkung auf wild ( Reh)echt super.
Nach 5 Stück, 2 im Feuer und 3 kurze Fluchtstreken längste war ca. 30 m Rest eher 10m -20m.

Sauer202
.357 Magnum
.357 Magnum
Beiträge: 112
Registriert: Mi 24. Jan 2018, 21:14

Re: Jagdliche Erfahrung 6,5x55 RWS Evo green 8,2g oder Hornady Superformance GMX 120gr

Beitragvon Sauer202 » Mi 2. Mai 2018, 11:29

Ich hab viel mit Bleifreien getestet, wirklich zufrieden war ich nur nicht, ganz besonders mit der Schussleistung. Streukreise waren auf 100m nicht unter 3cm zu bekommen. Damit zu Jagen kann schnell Ärger geben wenn man vom Reh nur das Haut bzw. das obere1/3 sieht. Das kann man auf 100 mit einem solche Schussbild nicht verantworten.

Ich schieße jetzt vielfach mit Matschgeschossen, bis jetzt kein Problem. Die Küchenstücke schieße ich am Träger und fertig. Gestern 2 Böcke erlegt auf kurze Distanz, einer 100m am Stich, der andere 95m am Träger. Beider lagen im Feuer, Fluchtstrecke jeweils 0m.

Benutzeravatar
hari
Supporter 6,5x55 TTSX
Supporter 6,5x55 TTSX
Beiträge: 877
Registriert: So 10. Aug 2014, 22:39
Wohnort: Graz

Re: Jagdliche Erfahrung 6,5x55 RWS Evo green 8,2g oder Hornady Superformance GMX 120gr

Beitragvon hari » Do 3. Mai 2018, 15:53

Mit Bleifrei kriegt man durchaus enge Streukreise weit unterhalb von 30mm. Ich schaetze da haben die Geschosse einfach nicht zum Lauf gepasst. Bei meiner Tikka in 6,5x55 musste ich auch einige bleifreie probieren bis es dann mit dem Aero SB 85gr gepasst hat.
Mit Traegerschuessen wuerd ich nicht so herumposaunen, ein (Jung-)Jaeger mit weniger Uebung mag sich von solchen Berichten eventuell zum fahrlaessigen Schuss verleiten lassen. Das soll jetzt nicht in eine Traegerschuss Diskussion ausarten, aber die Trefferflaeche ist einfach deutlich kleiner, und die Hoehenabweichung spielt gerade von der Seite durchaus eine Rolle. 4cm+ koennen da dann schon zu viel sein. Im Regelfall ist der Schuss aufs Blatt vorzuziehen, das minimiert die Risiken und verzeiht eher Fehler.

Benutzeravatar
BigBen
gun nut
gun nut
Beiträge: 16960
Registriert: So 9. Mai 2010, 11:14
Wohnort: Wien

Re: Jagdliche Erfahrung 6,5x55 RWS Evo green 8,2g oder Hornady Superformance GMX 120gr

Beitragvon BigBen » Do 3. Mai 2018, 17:21

Bitte auch nicht vergessen dass ein Lauf gründlich chemisch gereinigt gehört falls man vorher Bleigeschosse verschossen hat! Auch brauch der Lauf danach durchaus ein paar Schuss um sich auf die neuen Geschosse "einzulaufen". Selbst erlebt!
Abusus non tollit usum - Mißbrauch hebt den (ge)rechten Gebrauch nicht auf

Sauer202
.357 Magnum
.357 Magnum
Beiträge: 112
Registriert: Mi 24. Jan 2018, 21:14

Re: Jagdliche Erfahrung 6,5x55 RWS Evo green 8,2g oder Hornady Superformance GMX 120gr

Beitragvon Sauer202 » Do 3. Mai 2018, 19:59

Ich hab bei der 270 Win z.B. 7 verschiedene getestet ohne konstant unter 30mm zu kommen bei 5 Schuss. Wenn der Lauf kalt ist waren die ersten beiden bis zu 100mm auseinander, dann aber durchaus bis auf 40-50mm. Jagdlich unbrauchbar.

Sauer Läufe haben aber auch den Ruf die bleifreien nicht zu mögen.

Ich schieße daher wieder Mantelgschoße. Um möglichst geringe Bleibelastung und Wildbreet schonend zu schießen ist aber bei Küchenstücken ein Trägerschuß angebracht. Das aber nur bei guter Auflage wie am Schießstand!!!


Zurück zu „Jagd“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: r4ptor und 3 Gäste