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.270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

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Sirmarduk
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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon Sirmarduk » Sa 1. Jan 2011, 12:47

Wiking-76 hat geschrieben:
Ich weiss, dass die Mindestenergie bei uns nicht gesetzlich verankert ist, aber ich würd auch nicht mit 'ner .22 Hornet auf Rehwild gehen (abgesehen von der Hülsenlänge).


@Coolhand:
...Danke für den Denkanstoss.
Ich habe jedoch nicht vor, nur noch auf Drückjagden mit schusshartem Wild zu besuchen.
Deswegen fällt die Neuanschaffung eines grösseren Kalibers für mich Flach.
Ausserdem weiss ich nicht, was so eine 9,3er mit einem Reh anrichtet - wird wohl etwas "oversized" sein.



Nja ganz so eng würd ich es auch nicht sehen. Wenn du das Reh richtig triffst fällt es auch mit der 22 Hornet oder der .17 HMR um. Hirsch und Schwein mögen die .223 an der richtigen Stelle auch nicht wirklich.
Mit so "Kleinen" Kaliebern nimmst du dir aber eben Reserven vorallem auf 100 Meter plus.

9,3 auf reh würd ich nicht als Oversized bezeichnen. Das ist ja auch nix Anderes als eine .30-06 mit einem grösseren und schwerern Geschoss. Es ist halt etwas langsamer.
Das sind alles Mediumkalieber die sich wenn man ehrlich ist unterm Strich nicht viel geben oder nehmen.
308, .30-06, 8x57, 7x64, 7x57, 9,3x62, 270 win, ..... Die Unterschiede sind sehr gering eins ist schneller und hat eine flachere Flugbahn, eins langsamer dafür etwas mehr energie.
Und ob jetzt 40%, 50%, oder 80% der Energie hinter dem Reh in den Boden gehen ist schon Blutwurst
Kalieber und JAgd ist halt eine Glaubensfrage. So wie Frontantrieb, Heckantrieb, Motor vorne oder hinten, Audi, BMW, Mercedes oder Skoda ist eh ein VW. :violin:

Auch eine 300 Winmag ist die richtige Entfernung vorausgesetzt nicht oversized für ein Reh. Unter 100 120 Metern wirst du schon mehr Wildbretverlust haben als mit einer 308. kommt aber auch wieder auf Geschoss und Trefferpunkt an.
Zuletzt geändert von Sirmarduk am Sa 1. Jan 2011, 14:11, insgesamt 2-mal geändert.
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Stefan
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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon Stefan » Sa 1. Jan 2011, 13:57

@Wiking-76

die ausgangslage hat sich ja entgegen dem startposting plötzlich stark geändert. so wie ich das verstehe hast du eine howa 1500 in .308 und das teil ist nicht ausreichend präzise um jagdlich einen schuss auf 200m zu rechtfertigen. muss also wirklich unpräzise sein. welche howa ist das? die varmint? wenn, dann ist diese doch für einen drückjagd auch recht lange, oder?

eine ansitzwaffe in einem jagdlichen kaliber mit weniger rückstoß als die .308 würde ich defenitiv die 6,5x55 oder aber die .270win nehmen. mir persönlich wäre die schwedin sympatischer, aber das sind persönliche vorlieben. recht viel kaliberauswahl hast du eh nicht, außer ev. noch die .260rem, da du ja nicht zu wach werden willst und du eine flache flugbahn willst. ich würde mir da eher gedanken über das gewehr machen. die howa ist in meinen augen ein schlechtes jagdgewehr. fixes nur von oben ladbares magazin, nur abzugsicherung, keine offene visierung, langer schwerer lauf, kopflastig. zu viele punkte, die in einem gewehr zusammenkommen. hat ein jagdgewehr nur einen nachteil davon (z.b. R93 mit fixem magazin), sonst aber nur vorzüge, dann akzeptiere ich das in anbetracht der anderen vorzüge.

wenn schon ein neues jagdgewehr, dann wirklich etwas hochwertiges, bei dem präzision und werthaltigkeit auf längere sicht gewährleistet ist und man nicht wieder tunen muss. howa, remington usw. würde da in meinen augen nicht in frage kommen, da out-of-the-box nicht gut genug. ich würde mir an deiner stelle eine sauer 202, eine blaser R03/08 eine steyr sbs96 oder ähnliches kaufen. eventuell als reine ansitzwaffe sogar gar keinen repetierer, sondern eine hochpräzise KLB wie die blaser K95.

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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon alfacorse » Sa 1. Jan 2011, 15:50

...ich kann euch leider noch keine eigenen Erfahrungen mit der 9.3 auf Rehwild berichten, aber es gibt bei mir im Umkreis nur gute Erfahrungen damit! Präzi mit der Prvi-Billigmuni ist gut, mit Doctersight ca. 2,5-3 cm auf 100m und mit 10-Fach geht die Prvi auf 1,5cm zusammen!!! Ich bin begeistert von dieser Muni, billig, präzise und leicht zu besorgen!

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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon Coolhand » Sa 1. Jan 2011, 21:01

Na dann hätte man für euch das ZFR nicht erfinden müssen, wenn 3cm mit einem Punkt gehen, der auf die Entfernung schon deutlich grösser ist, als der Streukreis...
Aber in einem hast du meine Zustimmung, Prvi ist nicht die schlechteste Muni.

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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon Wiking-76 » Sa 1. Jan 2011, 23:50

@Stefan:
Ich hab eine Hogue (keine Varmint), relativ kurz, deswegen meines Erachtens ideal als Drückjagdeisen.

Sirmarduk hat geschrieben:Auch eine 300 Winmag ist die richtige Entfernung vorausgesetzt nicht oversized für ein Reh. Unter 100 120 Metern wirst du schon mehr Wildbretverlust haben als mit einer 308. kommt aber auch wieder auf Geschoss und Trefferpunkt an.

Interessant wär, was unter 100m aus dem Reh wird... ein Puzzle?

Mal schauen, was es - wenn überhaupt- wird, ich hab ja noch massig Zeit für mein Unterfangen.

MfG,
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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon alfacorse » So 2. Jan 2011, 00:17

Coolhand hat geschrieben:Na dann hätte man für euch das ZFR nicht erfinden müssen, wenn 3cm mit einem Punkt gehen, der auf die Entfernung schon deutlich grösser ist, als der Streukreis...
Aber in einem hast du meine Zustimmung, Prvi ist nicht die schlechteste Muni.

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...mit der richtigen Zielscheibe geht das - ist ein schwarzer "DONUT" in den der rote Punkt auf 100m reinpasst! sieht aus, als würde man mit einem RINGKORN ziehlen, nur das der rote Punkt nicht das Ziel im Ringkorn ist, sondern umgekehrt! Mit einer normalen "Zielscheibe" ist dies mit SICHERHEIT nicht möglich! Dort wo ich mein Gewehr einschiesse (ca. 1km von mir weg) ist das Schiessen nur auf 100m möglich, da dort die Zielscheibe auf eine weisse Folie projeziert wird mittels Beamer! Ist eine "Endlosrolle" und du drückst auf einen Schalter und die Folie wird weitergerollt und man hat wieder ein "jungfräuliches" Ziel! Da beide Büxer im Umkreis dort die Gewehre für Kunden einschiessen, müssen auch Doctersights auf 100m eingeschossen werden, aus diesem Grund hat ein schlauer Denker mal im Paint diese Scheibe "entwickelt"! Die Zielscheiben wechselt man über einen PC, wo du mit der Maus auf das Absehen deiner Wahl klickst und es wird hinprojeziert! Daneben steht ein Fernseher, der mit einer Kamera verbunden ist und dir genau das Ziel im Masstab 1:1 zeigt!

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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon sandman » So 2. Jan 2011, 15:16

Hallo,

Also ich habe mit der 270er, der 7x64 und der 308er schon gejagt und wenn Du mich fragst ist es vollkommen egal welches Kaliber Du verwendest. Alle Mittelkaliber sind brauchbar und zu 99% ist der Schütze ausschlaggebend, ob ein Stück Wild fällt, oder nicht.

Wenn Du schon eine 308er hast und zufrieden damit bist, dann bleib doch dabei. Es ist ein hervorragendes Jagdkaliber mit großer und günstiger Auswahl.

Ich selber führe am Häufigsten die 7x64, einfach nur weil mir die Waffe liegt. Ich hatte auch schon das Vergnügen mit einer Sauer S202 in .270 Win zu werken. Eine wirklich gute Waffe und es gab keinen Grund zur Klage. der einzige Punkt, der mich ein wenig nachdenklich macht ist, dass Geschoßgewichte über 10g schon eher selten sind bei der .270er, aber auf manchen Jagden gefordert werden.

Und Nein, die .270er ist nicht das amerikanische Pendant zur 7x64, die Geschoße sind im Schnitt um ca 1g leichter!

Grüße

Sandman
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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon Stefan » Mo 3. Jan 2011, 08:53

und die patrone im schnitt um fast 15% schwächer geladen ;-)

wenn dir deine howa zu unpräzise ist, um damit schüsse auf 200m vertreten zu können, dann verkaufe das teil doch und kaufe dir ein gutes jagdliches universalgewehr, dass präzise ist und mit wechseloptik für die drückjagd optimiert ist. unterm strich ist man so zufriedener.

mfg stefan

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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon Sirmarduk » Mo 3. Jan 2011, 09:18

Wiking-76 hat geschrieben:
Interessant wär, was unter 100m aus dem Reh wird... ein Puzzle?

MfG,

Nein Puzzle wirst du keines haben. Aber ich würde mit größeren Hämatomen rechnen.
Schau mal da: http://lutz-moeller-jagd.de/7,62-mm/300 ... m#Bockkitz

Wenn du das Reh voll weich schiesst könnte es passieren, dass es aufplatzt.
Waidmannsheil

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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon Wiking-76 » Mo 3. Jan 2011, 13:35

Nachdem meine umfangreichen Munitionstests aus der .308er noch nicht ganz abgeschlossen sind weiss ich nicht, welche Distanzen ich der Bixn ohne weiteres zutrauen darf, aber verkaufen? Nee... :mrgreen:
Abgesehen davon, dass ich wohl kaum mehr als EUR 500,- für das Teil erwarten darf, hat sie schliesslich ja auch emotionalen Wert.

Wie gesagt, Wechseloptik fällt aus.

@Sandman:
Welche Jagden wären das, wo das Projektil über 10g haben muss? Sau? Rotwild?

MfG,
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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon sandman » Mo 3. Jan 2011, 14:00

Generell: Rotwild in Ungarn
Und es steht jedem Jagdleiter das Recht zu zu sagen: "Bei mir derfst nur mit XXX jagern!"

Selber erlebt habe ich das auch schon, dass ich in einem Revier war, wo der Jagdleiter gemeint hat: "Kein Kaliber unter 7x57 und kein Geschoß unter 10g"

Auch wenn das vielleicht nicht notwendig sein sollte, so muss man sich doch an die Regeln halten.

Grüße

Sandman
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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon Sauer202 » So 15. Apr 2018, 20:05

Ob jetzt 270Win oder 308 ist egal. Der 270 Win schadet ein etwas länderer Lauf nicht, bei der 308 reicht auch schon ein kurzer Lauf mit 60cm aus. Die 270Win schieße ich schon ewig und mit der richtigen Waffe ist der Rückstoß harmlos. Viele Waffen haben nur deshalb so einen starken Rückstpß weil der Lauf zu kurz ist und es der Waffe an Gewicht fehlt. Dann noch eine Waffe mit Lochschaft oder Ähnliches und die Waffe wird unangenehm zu schießen.

Ich finde die 7x64 ist von den Mittelkalibern was nettes, denn man kann diese sehr unterschiedlich laden.

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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon Lindenwirt » So 15. Apr 2018, 21:51

Spinnt mein Tapatalk oder schreibt da wer an einem 7 Jahre alten Thread weiter?
Falls dem so ist, gratuliere zum Totengräberpreis 2018. [emoji28]


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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon turrikan » Mo 16. Apr 2018, 22:05

https://youtu.be/PvJ9L9gmJSs

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Zuletzt geändert von turrikan am Di 17. Apr 2018, 05:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: .270 Win vs. .308 - sinnvolles Kaliber?

Beitragvon DerDaniel » Mo 16. Apr 2018, 23:38

Nur weil jemand den Thread aus der Versenkung geholt hat, muss man ihn jetzt aber nicht zusammen @turrikan


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