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Jagd mit Vorderladerwaffen.

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sandman
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Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon sandman » Di 4. Dez 2012, 08:35

>Michael< hat geschrieben:Offensichtlich keine Ahnung der Leistung und Funktion von Vorderladern aber gleich als untauglich abstempel. Derartige Ingoranz und Faktenresistenz bin ich eigentlich nur von fanatischen Jagd und Waffengegner gewohnt...
Sammle mal Fakten über Vorderladerwaffen und dann überdenke dein Kommentar.

Übrigens, in Amerika gibts eine eigene Saison für primitiven Waffen, also VL, Bogen & Armbrust. Aber die tausenden Jäger die das professionell betreiben sind wohl auch alle Angehörige der Spassfraktion und nur die elitäre Jägerschaft in Ö weiss was gut ist.


Das Argument kann man aber auch problemlos an Dich zurückreichen, da Du ja selber kein Jäger bist und auch mit der Jagd nichts zu tun hast.

Gerade das amerikanische Jagdsystem ist ein Paradebeispiel für ein schlecht funktionierendes, das nur aufrecht erhalten werden kann, weil die Flächen dort einfach riesig sind. Auf Zentraleuropa umgelegt hätten wir damit bald eine Wilddichte wie anno 1860, nämlich ein Verschwinden beinahe allen jagdbaren Wildes. Und es ist nun mal so, dass moderne Waffen effektiver sind, als primitive und in Ö hat man sich eben dazu entschieden (auf Seiten des Gesetzgebers), dass primitive Waffen eben für die Jagd nicht ausreichen.

Da kann man zwar gegen vermeintlich elitäre Jäger und andere Feindbilder hetzen, aber es ändert nichts an der Tatsache, das dies eine gesetzliche Bestimmung ist und keine Verordnung der Landesjagdverbände.

Grüße

Sandman
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Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon BigBen » Di 4. Dez 2012, 12:18

Ein Fakt ist, dass du mit einem Vorderlader falls nötig keinen schnellen zweiten, erlösenden Schuss abgeben kannst. Nicht umsonst lernt man im Jagdkurs nach der Schussabgabe sofortiges Repetieren und Beobachtung der Beute mit geladener Waffe durch das ZF.
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Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon kemira » Di 4. Dez 2012, 12:29

BigBen hat geschrieben:Ein Fakt ist, dass du mit einem Vorderlader falls nötig keinen schnellen zweiten, erlösenden Schuss abgeben kannst. Nicht umsonst lernt man im Jagdkurs nach der Schussabgabe sofortiges Repetieren und Beobachtung der Beute mit geladener Waffe durch das ZF.

Das ist kein Fakt. Es gibt auch 2schüssige Vorderladerdoppelbüchsen.

Erst ab dem schnellen dritten Schuß wirds dann kitzlig.
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Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon BigBen » Di 4. Dez 2012, 14:44

Die amerikanischen Jagdvorderlader die ich gesehen habe waren alles Einzellader und ich denk das stellt die Mehrheit der Vorderladerjagdbüchsen dar. Ansonsten hast du natürlich recht, es gibt theoretisch auch Vorderladerdoppelbüchsen und irgendwo vermutlich sogar Drillinge ;-)
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Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon Varminter » Di 4. Dez 2012, 14:55

BigBen hat geschrieben:Die amerikanischen Jagdvorderlader die ich gesehen habe waren alles Einzellader und ich denk das stellt die Mehrheit der Vorderladerjagdbüchsen dar. Ansonsten hast du natürlich recht, es gibt theoretisch auch Vorderladerdoppelbüchsen und irgendwo vermutlich sogar Drillinge ;-)



Die Amis haben einen Vorteil:

es wird nur eine extrem kurze Zeit gejagt, auch nur am Tag und daher ist das Wild zum Aufgang der Vorderladersaison noch sehr vertraut.

Die Fluchtdistanzen sind also gering, man kommt mit dem Vorderlader besser ran als bei uns.

Der zweite Schuss ist auch nit soo das Problem, gute Vorderladerschützen haben die Ladetechnik raus und sind verdammt schnell beim Nachladen.

Da die Amis auch nit so viel auf Hochsitzen hocken wie wir, ist´s wohl oft eine schnelle Entscheidung gefragt:

nachrennen, Messer raus und abfangen oder schnell nachladen und mit geladener Bixn für Fangschuss nach.

Bud Spencer

Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon Bud Spencer » Di 4. Dez 2012, 17:19

Ich kann Vorderladerwaffen und Pfeilen für den Jagdeinsatz überhaupt nichts abgewinnen.
Als Jäger ist es mein Zeil das Wild so schnell und schmerzlos wie möglich zu erlegen. Klar kann man das auch mit diesen Waffen, aber das Restrisiko ist um einiges größer als bei Repetierer und Fabriksmunition. Es geht bei der Jagd auch um das Tier und nicht darum, wie viel Spaß es macht ala Robin Hood oder Davy Crockett Tiere abzuknallen des reinen Vergnügens halber. :roll: Offensichtlich haben diese Waffen im Jagdgebrauch keine Vorteile, sondern NUR Nachteile!

Und jetzt mischen sich Leute ein die nicht mal eine JK haben. :think: Naja :roll:

Meine Meinung: Zum Glück für Jäger und Wild ist diese Art des jagens in Ö verboten!

Anm: Ich bin kein konservativer Loden-Jaga mit Ferlacher ;)
Ok... manchmal schon mit Ferlacher :lol:

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Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon Barry08 » Di 4. Dez 2012, 18:55

@Bud Spencer
Du bist Jäger, darum siehst du es ähnlich wie ich.
Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen.

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Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon Lueger » Di 4. Dez 2012, 19:26

Bud Spencer hast völlig recht.
Aber dann wird man die Saujagd mit Flintenlaufgeschoßen erst recht bald verbieten.

Denn eine gezogene Vorderlader Doppelbüchse 58/58 ist einer glatten Hinterlader Doppelflinte 12/12 haushoch überlegen.
Mit der ersten kann man Sauen bis 120 m sicher treffen, aber mit der zweiten nur knapp 50 m.

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Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon 444Marlin » Di 4. Dez 2012, 19:50

Bud Spencer hat geschrieben:Ich kann Vorderladerwaffen und Pfeilen für den Jagdeinsatz überhaupt nichts abgewinnen.
Als Jäger ist es mein Zeil das Wild so schnell und schmerzlos wie möglich zu erlegen. Klar kann man das auch mit diesen Waffen, aber das Restrisiko ist um einiges größer als bei Repetierer und Fabriksmunition. Es geht bei der Jagd auch um das Tier und nicht darum, wie viel Spaß es macht ala Robin Hood oder Davy Crockett Tiere abzuknallen des reinen Vergnügens halber. :roll: Offensichtlich haben diese Waffen im Jagdgebrauch keine Vorteile, sondern NUR Nachteile!

Und jetzt mischen sich Leute ein die nicht mal eine JK haben. :think: Naja :roll:

Meine Meinung: Zum Glück für Jäger und Wild ist diese Art des jagens in Ö verboten!

Anm: Ich bin kein konservativer Loden-Jaga mit Ferlacher ;)
Ok... manchmal schon mit Ferlacher :lol:


ich habs in dem thread zwar schon mal geschrieben, aber dann halt nochmal.

zumindest in der steiermark ist die jagd mit dem vorderlader NICHT verboten.

habs sogar von der landesregierung schriftlich dass das erlaubt ist.

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Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon Lueger » Di 4. Dez 2012, 20:04

Na eben - und wir haben noch nie einen negativen Bericht darüber in der Zeitung gelesen.
Scheint zu funktionieren.

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Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon Barry08 » Di 4. Dez 2012, 20:12

Lueger hat geschrieben:Bud Spencer hast völlig recht.
Aber dann wird man die Saujagd mit Flintenlaufgeschoßen erst recht bald verbieten.

Denn eine gezogene Vorderlader Doppelbüchse 58/58 ist einer glatten Hinterlader Doppelflinte 12/12 haushoch überlegen.
Mit der ersten kann man Sauen bis 120 m sicher treffen, aber mit der zweiten nur knapp 50 m.

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Mit einer 300WinMag treffe ich ein Schweinchen auch auf 250m und wozu man FLG verwendet, weiß jeder Jäger. Jedenfalls nicht zum 120m schiessen.
Das diskutieren nur Leute, die von der Jagd keine Ahnung haben.
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Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon BigBen » Di 4. Dez 2012, 20:21

Ein Flg ist immer nur eine notlösung, ich kenne zumindest niemanden der damit gezielt jagd....nichtmal auf drückjagden.

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Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon Lueger » Di 4. Dez 2012, 20:48

Barry - Du verdrehst mir das Wort im Mund.
Ich schrieb:
" . . . eine gezogene Vorderlader Doppelbüchse 58/58 ist einer glatten Hinterlader Doppelflinte 12/12 haushoch überlegen.
Mit der ersten kann man Sauen bis 120 m sicher treffen, aber mit der zweiten nur knapp 50 m."

Damit will ich exakt zum Ausdruck bringen, daß eine glatte Hinterlader-Doppelflinte einer gezogenen Vorderlader-Großkaliber-Doppelbüchse bei der Saukirrung unterlegen ist. Die erste trifft knapp mal bis 50 Meter, die zweite träfe bis 120 Meter - und bei der auf Saukirrungen üblichen Nahentfernungen ist das ein hochpräzises Gerät !

Ein Jagdfreund von mir war unlängst mit einer BBF auf Nachtansitz an der Kirrung. 5,6x50 R und FLG 20/76
Ich glaube, mit der gezogenen Vorderlader-Großkaliber-Doppelbüchse 58/58 (Pedersoli-Kodiak) wäre er besser bewaffnet gewesen !!
Die Hochrasanz der 5,6x50 R kommt an der Kirrung nicht zum tragen, weil man eh nicht weit schießt; dafür ist aber die Wirkung der 5,6x50 R auf Sauen nicht sehr sicher - würde ich sagen. (In Deutschland sogar verboten.)
Die Wirkung eines FLG 20/76 ist nicht gerade berühmt, von der schlechten Präzision ganz zu schweigen.
In dieser Nacht kamen keine Sauen.

Lueger

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>Michael<
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Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon >Michael< » Di 4. Dez 2012, 20:49

sandman hat geschrieben:Das Argument kann man aber auch problemlos an Dich zurückreichen, da Du ja selber kein Jäger bist und auch mit der Jagd nichts zu tun hast.


Ich bin auch kein Rennfahrer, kenne mich im Rennsport aber sehr gut aus, ebenso bin ich kein Astrophysiker kenne aber die wichtigsten Grundprinzipien.
Ich habe viel mit Jägern gesprochen und kenne welche persönlich, (Ich kenne sogar einen VL-schiessenden Jäger und einen der mit VL sehr erfolgreich gejagt hat) Jagd ist keine Raketenwissenschaft und die Physik die hinter Zielballistik steckt ist vergleichsweise einfach zu verstehen und zu testen.

Wenn man dann noch ein bisschen Logik anwendet kommt man schnell drauf das Jagd mit VL Waffen wenn mans richtig anstellt (Und dabei das Gesetz nicht bricht) kein Problem in Wirkung und Effektivität darstellt - Was auch in vielen Berichten von Leuten die das praktisch gemacht haben bestätigt wird.

Bud Spencer

Re: Jagd mit Vorderladerwaffen.

Beitragvon Bud Spencer » Di 4. Dez 2012, 21:42

Lueger hat geschrieben:Na eben - und wir haben noch nie einen negativen Bericht darüber in der Zeitung gelesen.
Scheint zu funktionieren.


Bin kein steiermärker und auch kein hellseher, aber ich trau mich sagen, dass sich die zahl derer die dort mit vl jagen, im PROMILLE-BEREICH bewegt. :whistle:

Ein beweis für ein "funktionieren" ist das nicht! Zudem es Beispiele aus anderen Ländern gibt wo es nicht ganz so toll fuxt. USA

Ich möchte es einem geübten vl-schützen gar nicht absprechen, dass er wild zur strecke bringen kann. Ich meine halt die nachteile überwiegen. Etwa pulver robleme bzw. zu langsame geschossgeschw. bzw wildbretzerstörung bzw nachladen
usw usw :whistle:
Zuletzt geändert von Bud Spencer am Di 4. Dez 2012, 21:56, insgesamt 1-mal geändert.


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