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Adler Horst - Die Ecke für Desert Eagle - Fans

Alles für den Sammler - alte, ausgefallene und exotische Schiesseisen
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Mountain Man
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Re: Adler Horst - Die Ecke für Desert Eagle - Fans

Beitrag von Mountain Man » Sa 21. Nov 2020, 13:12

Fivegunner hat geschrieben:
Sa 21. Nov 2020, 12:42
Also die buntgehärtete würde ich jetzt nicht als BlingBling bezeichnen, über die zwei anderen schweigt des Sängers Hüflichkeit.

Die Wildey ist eine der wenigen Waffen die bei mir nie den Refelex "Haben wollen" hervorrufte.
Stimme voll und ganz zu - ich merke nur an mir, ich bin im vorigen jahrhundert geprägt worden .... vieles, heute modernes und sicher auch praktisches / verbessertes, trifft so überhaupt nicht meinen Geschmack (wie zum beispiel der wahn mit den Rails) ...

und weil es zum thema passt - eine klassische Mk VII in .44 Magnum mit Reservemagazin:

https://auctions.springer-vienna.com/de ... rentpos=36
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Re: Adler Horst - Die Ecke für Desert Eagle - Fans

Beitrag von Mountain Man » Mo 23. Nov 2020, 12:13

Jam – O – Matic

Liest man im Internet zum Thema Desert Eagle nach, dauert es garantiert nicht lange und man stolpert über den Begriff Jam-O-Matic. Pistolen die bei einer Magazinfüllung mindestens ein- zweimal nicht richtig funktionieren.
Reflexartig taucht dabei der Begriff des „limp - wristing“ auf und wird gebetsmühlenartig für alle Fehlfunktionen verwendet. Limp-wristing beschreibt das abmildern des Rückstoßes einer Feuerwaffe in dem man die Waffe mit Hilfe *schlaffer Handgelenke* nach hinten und oben rollen lässt und damit den Verschluss soweit abbremst, daß Zuführungs-störungen auftreten. Übrigens kann dieser Effekt auch bei selbstladenden Langwaffen auftreten, wenn der Schaft nicht fest in die Schulter gezogen wird.
Alles was gebetsmühlenartig wiederholt wird, birgt den Fehler in sich, falsch angewendet zu werden. Ein falsches Halten der Waffe, wie z.B. eine zu hohe Laufachse über der Daumenwurzel führt ebenso zu Hemmungen. Man kann also mit „limp - wristing“ nicht alle Fehlfunktionen den Schützen erklären.

Bild
3 Griff-fehler bei einem Schützen? Dafür muss man schon US Maj. General sein:

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Maj. Gen. Darrell K. Williams während eines Qualifikations-schießen

In meinem persönlichen Ranking für auftretende Fehlfunktionen bei der Desert Eagle führt eindeutig das Thema:
1.) Magazine.
Nachdem die Desert Eagle nur mit einem Magazin ausgeliefert wird, und original Magazine bei den einschlägigen online Händlern um wohlfeile 70,- € ohne Versand angeboten werden, ist die Versuchung groß, günstige Magazine von Fremdanbietern zu kaufen. Die ProMag Magazine z.B. die ich hatte, funktionierten in meinen Waffen gar nicht. Durch den engen Sitz im Magazinschacht kam es regelmäßig zu Zuführungs störungen.
Magazine sollen frei aus dem Schacht fallen. Leichtes wackeln im Schacht braucht es auch. Bei Füllen und Entleeren des Magazines mit der Hand müssen die Patronen ohne Hängenbleiben an den Magazinlippen entlang gleiten können. Der Kraftaufwand für die Magazinfeder darf, ein der Waffe entsprechendes, normales Maß nicht überschreiten. Ich hatte ein original Magazin mit einem Grat unter der Lippe, der dazu führte daß der Verschluß soweit gebremst wurde daß die Waffe nicht mehr verriegelte.

Bild
Ich reinige meine Magazine einmal im Jahr mit komplett auseinandernehmen – nach dem Schießen (Post-shooting Routine) wische ich die Magazinlippen sauber und überprüfe (wegen meiner Erfahrungen) auf Grate und Beschädigungen.

2.) Verschmutzung
Als Gasdrucklader verschmutz die Desert Eagle an anderen Stellen als andere Faustfeuerwaffen. Als besonders Heikel hat sich dabei der Bereich des Kolbens und dessen Zylinder unter der Mündung erwiesen. Heiße Gase kühlen dort sehr schnell ab und hinterlassen ihre Spuren im Zylinder, am Kolben, sowie an den Metallflächen rundum. Lassen sich der Kolben und die Metallflächen noch relativ leicht reinigen, schaut es bei dem Verbindungsstück der beiden Schließfedern schon etwas anders aus und das reinigen des Zylinders geht ohne dem 5in1 Werkzeug der Desert Eagle gar nicht.

Bild
Das geriffelte Ende des Schlüssels passt genau in den Zylinder und dient dem Entfernen von hartnäckigen Verschmutzungen

Die Barrel-extension und der Verschlußkopf mit Ausstoßer und Auszieher sollten auch im Zuge der Post-shooting Routine gereinigt werden. Die üblichen Stellen einer Pistole erwähne ich hier nicht extra.


Natürlich können Federn erlahmen und ein Teil manchmal brechen – auf regelmäßiger Basis und sich wiederholend passiert das bei der Desert Eagle jedoch nicht.
Und einmal ehrlich – wer gibt schon gerne zu etwas nicht zu können / beherrschen, gerade bei so einer Promi-Waffe wie die Desert Eagle…. da spricht man dann schon lieber über eine Jam-O-Matic
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