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Testbericht zur WBP Jack Wood in 7,62x39

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Flolito
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Testbericht zur WBP Jack Wood in 7,62x39

Beitrag von Flolito » Di 17. Nov 2020, 21:13

+Testbericht zur WBP Jack Wood in 7,62x39


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+Vorwort:


Seit einem Jahr ist es nun also auch für uns Österreicher möglich eine Halbautomatische AK Variante zu besitzen…..welche nun also wählen? Russisch Bulgarisch Rumänisch Chinesisch Serbisch Polnisch usw usw. die Auswahl ist garnichtmal so klein. Welche also wählen?!




+Meine Kriterien für die potentielle AK:


-Präzision: Eine AK ist kein SSG. Wer damit nicht klar kommt wird mit dem Eisen nicht glücklich werden. Eine Präzision von unter 8cm bei 5 Schüssen auf 100m ist einzuhalten.
-Verarbeitung: Hartverchromter Lauf, geschmiedeter Trunnion, gut gemachte Härtungen-Oberflächen-Holzteile-ansprechende Haptik sind mir wichtig
-Preis: Ich brauche keine AK für 1800 Euro. Der Preis soll angemessen sein

Unterm Strich blieb nach dem Vergleich verschiedenster AK Varianten dann die WBP übrig. Die WBP bietet einen Hartverchromten Lauf der von Radom gefertigt wird, Trunnion ist geschmiedet. Die Präzision schien in diversen Reviews gut zu sein. Beim ersten Augenschein im Waffengeschäft macht die WBP optisch einen guten Eindruck . Der Preis mit unter 1000 Euro war für mich angemessen.
Kurz um – Brieftasche raus WBP Jack Wood ins Einkaufssackerl rein.



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+Über WBP Polen:


WBP- Wytwórnia Broni Jacek Popiński ist ein Unternehmen in Privatbesitz mit Sitz in Rogow Polen. WBP fertigt Waffen für den zivilen wie auch den Behörden Sektor. Die Firma beschäftigt 80 Mitarbeiter.



+Technische Daten der WBP Jack Wood:



Caliber: 7.62x39mm
Weight: 3.1 kg (unloaded)
Length: 880 mm
Barrel length: 415 mm
Action: gas operated, rotating bolt


+Originalzustand:
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+Nach 1000Schuss:


Die WBP befindet sich nun seit 6 Monaten in meinem Besitz, und ich habe in dieser Zeit knapp über 1000 Schuss damit verschossen. Die Verarbeitung ist sehr gut. Sie gehört neben der Izhmash Saiga zu den qualitativ hochwertigsten AKs am Österreichischen Markt. Die Härtungen an Schlageinheit , Verschluss usw. sind sehr gut. Ich kann bis dato nur minimale Abnutzungen und Aufstauchungen erkennen. Die Lackierung ist geht so gut. Die AK hat viele Kratzer und im Bereich vom Magazinschacht ist der Lack schon an großen Stellen abgeplatzt. Mich stört das aber nicht, weil gerade eine AK nicht wie eine Safequeen aussehen darf. Weiters habe ich bis jetzt noch keine Teile bemerkt die lose geworden sind. Technisch ist die WBP bis jetzt noch immer Taufrisch.
Die Präzision würde ich als gut bezeichnen. S&B Schütte hält 8cm Streukreis auf 100m, meine Selbstgeladene bewegt sich zwischen 5-6cm Streukreis. LAPUA S405 Geschosse funktionieren bis dato am besten für die Präzision.
Der Abzug war von der Charakteristik katastrophal. Kriechen kratzen schwergängig. Habe den Abzug aber selbst demontiert, die Kontaktflächen poliert und die Geometrie an den Klinken ein wenig verändert. Nun bricht er nach minimalem kriechen bei ca 2000g.
Die Holzteile sind erstklassig. Die WBP ist die einzige AK am Markt an der ich die Holzschäftung nicht tauschen würde. Die von Werk verbauten Teile sind gut gemacht!
Zuverlässigkeit: Bis jetzt hatte ich trotz verschiedener Magazine und bunt gemischter Munition noch nicht eine Hemmung.
Auch die Reinigung geht schnell von der Hand. Die AK ist im Handumdrehen zerlegt, und alle Teile sind so einfach ausgeführt das die Reinigung dieser ein Kinderspiel ist. Dieser Geschichte kommt auch zu gute das die Oberflächen der Teile sauber gefertigt sind, und so der Schmutz wenig Angriffsfläche hat.



+Schussleistung:

Jeweils 5 Schuss auf 100m über Kimme-Korn beides mal mit selbstgeladener Munition:
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+Dinge die ich geändert habe:


Wie bereits geschrieben habe ich den Abzug an meiner WBP überarbeitet. Das ist mmn. unumgänglich da der Originale Abzug eine Katastrophe ist. Die Kimme habe ich durch eine RPK Kimme ersetzt, einfach wegen der Seitenverstellung die die RPK Kimme bietet. Auch der Gehäusedeckel musste der versteiften Variante weichen. Das hat aber nur kosmetische Gründe.
Die Jack Wood Variante wird werksseitig mit vergrößertem Magazinhalter und Fire Selector geliefert. Ich wollte aber eine puristische AKM und habe deswegen auch diese Teile dementsprechend umgebaut.

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+Fazit:


Würde ich die WBP nochmal kaufen? Ja Ja und nochmal Ja. Ich bin mit meiner AK mehr als zufrieden. Ich war zuvor schon in Besitz einer Saiga, und würde im direkten Vergleich die WBP der Saiga vorziehen. Die WBP sieht gut aus schießt gut ist gut verarbeitet und bietet ein faires Preis-Leistungs Verhältnis.

Ich hoffe mein Review ist für den ein oder anderen Interessant, und hilft denjenigen die sich für eine AK interessieren bei der Kaufentscheidung weiter.

-Flolito

Marguns_Austria
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Re: Testbericht zur WBP Jack Wood in 7,62x39

Beitrag von Marguns_Austria » Mi 18. Nov 2020, 07:23

:clap: Super Review vielen Dank 💪🏼
Hast ein feines Gerät 🇵🇱

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mighty
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Re: Testbericht zur WBP Jack Wood in 7,62x39

Beitrag von mighty » Mi 18. Nov 2020, 12:25

Danke für den tollen Testbericht und deine Erfahrung mit der WBP.
Kam deine mit dem Handschutz?

:clap:

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Flolito
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Re: Testbericht zur WBP Jack Wood in 7,62x39

Beitrag von Flolito » Mi 18. Nov 2020, 12:41

Handschutz und Schaft sind Serie

Sgt_Alf
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Re: Testbericht zur WBP Jack Wood in 7,62x39

Beitrag von Sgt_Alf » Sa 2. Jan 2021, 17:55

Flolito, welche Bajonette passen jetzt alle darauf?
Was muss ich beim Kauf beachten?
Mfg Alf
Pew pew pew :violence-guntoting: :violence-guntoting:

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Flolito
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Re: Testbericht zur WBP Jack Wood in 7,62x39

Beitrag von Flolito » Do 7. Jan 2021, 13:24

Das Bajonett am Foto ist ein DDR Bajonett. Das passt schon mal. Ich gehe davon aus das jedes AKM Bajonet passt.

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