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H&K USP 9mm: Review und Infos

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Naglfar
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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von Naglfar » So 27. Jan 2019, 19:34

Hmmm, das mit Verschluss schließen durch deftiges Mag einschieben, bzw. den liebevollen Schlag auf den Boden danach hatte ich in letzter Zeit auch mehrmals.
Wo könnte das deiner Meinung nach seinen Ursprung haben?

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cas81
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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von cas81 » So 27. Jan 2019, 19:48

Das Polymer verbiegt sich durch den kräftigen Impuls. Bei der USP anscheinend weniger als bei anderen (bei P30, Glocks, M&P, etc hab ichs jedesmal "geschafft" ), aber ab einer gewissen Krafteinwirkung trotzdem. Wahrscheinlich ist das eine alte / andere Polymermischung bei der USP, keine Ahnung. Ob es da auch relevante Ermüdungserscheinungen gibt, weiß ich nicht, aber die Federn dürften da ggf auch ein Wörtchen mitzureden haben; je schwächer die Verschlussfeder, desto geringer der Druck auf den Fanghebel.
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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von Naglfar » So 27. Jan 2019, 19:54

OK, danke, ich denke, das war ein wichtiger Hinweis. Den Mag Slap praktiziere ich seit Jahren, nicht brutal, allerdings im Zuge der psk nach Verschluss schließen.
Jetzt hatte sich mehrmals der offene Verschluss bereits beim Einsetzen des Magazins selbstständig geschlossen.
Somit tippe ich dann auf die Verschlussfeder, ist ja auch die erste und scheint dann wohl langsam nachzulassen.
Ich werde die Mal tauschen, berichte dann, ob's besser wird.
Zuletzt geändert von Naglfar am So 27. Jan 2019, 20:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von DerDaniel » So 27. Jan 2019, 20:03

Naglfar hat geschrieben:
So 27. Jan 2019, 19:34
Wo könnte das deiner Meinung nach seinen Ursprung haben?
Trägheit.
Nimm eine Pistole (entlade sie :shock: ), arretiere den Verschluss hinten und gib ihr einen Handkantenschlag auf den Beaver Tail -> jede Pistole mit normalem Verschlussfang wird zugehen.
Mechanik dahinter: Der Verschluss bleibt stehen, weil er gleitend gelagert ist, während sich das Griffstück nach vorne bewegt. Daraufhin kann die Verschlussfangfeder den Verschlussfang aus der Rastnase im Schlitten ziehen und der Verschluss kann durch die Schließfeder nach vorne gedrückt werden.
Da Magazine schräg nach vorne eingeführt werden, ist hier wesentlich mehr Kraft erforderlich, da die meiste Kraft in die y-Komponente geht, während nur sehr wenig in die x-Komponente geht, aber mit genug Gewalt ist eben auch die x-Komponente groß genug.

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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von cas81 » So 27. Jan 2019, 20:18

Gerade probiert. Schräg von unten aufs Beavertail, also zwischen Griff und Beavertail in die Mulde und das mit einiger Kraft. Stimmt, knallt nach vorne. Direkt von unten mit dem Magazin inkl Dummies aber keine Chance. Verschlussfeder spielt da sicher mit, es hat nur mit der alten funktioniert und das erst kürzlich nach 1X- tausend Schuß.
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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von Naglfar » So 27. Jan 2019, 20:31

Sehr verständlich erklärt, danke dir.
In meinem Fall passiert das ja beim nachladen mit offenem Verschluss.
Altes mag raus, neues rein -ups, Verschluss schon zu.
Die von dir beschriebene Mechanik kann da der Auslöser sein, nur hat Madame das eben nicht immer gemacht, sondern eben erst seit kurzem.
Da sich meine Abläufe und auch der dabei eingesetzte Kraftaufwand nicht geändert haben, (und meine Dienstwaffen das auch nicht tun) scheint noch ein anderer Faktor eine Rolle zu spielen.
Aufgrund des Alters könnte eine schwächere Verschlussfeder mit jetzt weniger Druck auf den Verschlussfang ja der Auslöser sein, richtig?

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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von Naglfar » So 27. Jan 2019, 20:32

Na dann vermute ich, der Lump ist die Feder.
Dank euch beiden!

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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von Trijikon » Mo 28. Jan 2019, 05:51

Also meine USP 9mm macht das seit jeher und ich liebe es! (ich knalle das Magazin allerdings auch ziemlich heftig rein)
Schneller wieder schussbereit sein geht ja gar nicht. Ein Sicherheitsrisiko sehe ich überhaupt keines da die Waffe dabei ohnedies Richtung Ziel zeigt.

LG Wolfgang
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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von cas81 » Mo 28. Jan 2019, 06:13

Vielleicht solltet ihr eure Productioncodes, grobe Schusszahl und Erwerb neu bzw gebraucht nennen, irgendwann in den späten 90ern gab's ja ein kleines Update bezüglich Kleinteile (wobei das hierbei sicher irrelevant ist) und man könnte ggf auf Langzeiterscheinung schließen. Weil wenn "seit jeher" 1995 ist, dann ist das etwas anderes, als wenn die Waffe gebraucht zehn Jahre später gekauft wurde.

Meine ist BB. Erstbesitzer. Pi mal Daumen 13T Schuss.
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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von Trijikon » Mo 28. Jan 2019, 08:03

KF (1995) (Familienerstbesitz) ca ungefähr grob geschätzt 30k also absolut neuwertig.
Einziger Eingriff:
Montage eines Docter IIPlus für meine gealterten Augen.
Ansonsten alles wie vor 24 Jahren allerdings gut gepflegt.

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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von Naglfar » Mo 28. Jan 2019, 10:16

Dito KF, 1995.
Erstbesitz, keine wesentlichen Teile mit Ausnahme eines Wechsellaufs von IGB erneuert / ausgetauscht.
Ca. 15k runter.

Das mit dem Auto-Release stört mich prinzipiell ja nicht, stimmt schon, schneller geht's echt nicht.
Nur ist es blöd wenn es die eine Waffe nicht zuverlässig immer so macht und eine andere (bei mir G19) überhaupt nicht.
Da wirft man mal schnell die antrainierten Automatismen durcheinander.
Da will ich lieber weiterhin den Verschlussfang betätigen müssen, wie bei allen Pistolen, bevor ich im Fall der Fälle blöd kucke und Sekunden verliere.

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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von aBUGSworstnightmare1 » Mi 6. Feb 2019, 15:16

Hi,
bin durch Zufall auf dieses Review gestoßen. Respekt, gut gemacht!

Die Frage die sich mir nun jedoch stellt: hat auch einer von euch den 6 Zoll Lauf einer USP Match?
Meine USP is BJ 94, als die Match auf den Markt kam habe ich den Prügel zu H&K gesendet und einen 6 Zoll Lauf einpassen lassen. Somit habe ich jetzt einen nummerngleichen Wechsellauf. Durch beide sind (grob geschätzt) je 10k Schuss durch.
Die USP funktioniert zwar tadellos, zeigt aber nun doch das erste Spiel.

Mich würden eure Empfehlungen bezüglich Geschossgewicht in Kombination mit dem 6 Zoll interessieren.

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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von cas81 » Mi 6. Feb 2019, 15:55

Keine Ahnung von sowas, sorry. Wenn da etwas nach 10.000 Schuss wackelt, stimmt da aber etwas nicht. Sollte nicht sein. Damit ich dich richtig verstehe: Du hast einen originalen HK- Lauf, nämlich den von der Elite, den HK selbst herstellt und einbaut, und nicht irgendein Fremdherstellerteil zu denen gesendet?

Jeder Lauf hat eine eigene Lieblingsspeise, mein normaler Stummellauf mit 4,25" liebt jedenfalls 147gr, freut sich aber grundsätzlich über alles von 154gr bis runter zu 93gr. Zu 6" kann ich leider gar nichts sagen. Aber da du sowas hast solltest eigentlich DU etwas darüber berichten können, oder?! :mrgreen:
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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von aBUGSworstnightmare1 » Mi 6. Feb 2019, 18:43

Damit wir uns nicht falsch verstehen: das 'Spiel' von dem ich rede wird halt mit steigender Schussbelastung spürbarer. Nimm mal deine USP und 'wackel' hinten am Schlitten (links-rechts Bewegung). Du wirst sicherlich feststellen dass der nicht mehr so fest sitzt wie am Anfang. Zumal du auch schreibst dass die Stahleinlagen im Griffstück langsam sichtbar werden (ist bei mir übrigens auch so).
Aber, da die USP eh keine Matchpistole ist muss man da durch.

Meine USP hat ihr Leben ganz normal begonnen. Ziemlich schnell war klar dass eine Mikrometervisierung drauf und der Abzug getuned werden muss (merke: damals gab es keinen Matchabzug).
Der 6 Zoll Lauf wurde bei H&K speziell für meine Waffe angefertigt, beschossen und nummerngleich gestempelt. Ist also so als ob der schon immer drin gewesen wäre. Die Elite Variante gab es damals auch höchstens in der Phantasie der H&K Ingenieure.

H&K hat mir also aus meiner normalen USP nachträglich eine USP Match gebaut (https://www.heckler-koch.com/no_cache/d ... oad%5D=575).

Also aktuell schiesse ich 124grs Munition (Geco), werde aber beim nächsten Munitionskauf auch einige Schachteln 150grs Subsonic von S&B sowie 154grs Geco mitnehmen.
Generell werde ich wohl auf 124grs Geco Hexagon umsteigen falls mich die schwereren Geschosse doch nicht begeistern.

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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitrag von cas81 » Do 7. Feb 2019, 00:01

Da wackelt nichts bei meiner, keine merkbare Veränderung seit dem Kauf. Vielleicht aber fällt es mir auch bloß nicht auf. Die USP Expert und Elite sind eigentlich schon Matchpistolen. Aber klar, die Basis ist eine Servicewaffe, die Passungen sind nicht so eng wie bei einer matchgrade 1911 u. dgl. Zum Glück, sonst hätte sie ja Zickenpotential.

Die Rails wurden ganz schnell sichtbar, denn die sind ja nur ganz dünn mit Polymer überzogen, natürlich wetzt sich das ab und darunter ist der blanke Stahl. Auch seit tausenden Schuss unverändert.

Dass HK extra einen Lauf auf Kundenwunsch anfertigt, wusste ich nicht. Interessant, coole Sache.

Meine mag am liebsten die höhermassigen Geschosse. Gerade die 154gr Geco schießen sich butterweich und äußerst präzise. Am "rundesten" aber, wenn auch nicht am angenehmsten, läuft sie meiner Meinung nach mit starken Ladungen. Am präzisesten ist sie mit HST 147gr... und die sind rar und teuer. Seufz. Magtech 124gr sind auch ganz gut. Die Softieladungen S&B und Geco 115gr und 124gr hingegen sind nicht wirklich der Bringer. Also entweder etwas mit Dampf dahinter oder ganz zahm (154gr, s. o.). Mittelweg wird zwar von ihr akzeptiert, aber große Freude scheint es ihr nicht zu machen. Oder mir nicht? Who cares, wir sind ein Team.

Möchtest du ein Bild von deiner Custom- Match einstellen? Wäre schön, wenn meine USP etwas Gesellschaft bekäme, gerade von der Croft- Gun.

Ich werde jedenfalls wieder die alte Recoilspring einbauen. Es interessiert mich, wann ich mal einen Verschleiß spüren kann, denn bis auf das Vorpreschen des Verschlusses beim äußerst gewaltsamen Einführen des Magazins tut sich diesbezüglich noch gar nichts merkbar. Schau ma mal, wie sich die Dame während der nächsten 1X.000 Schuss so anstellt.
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