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H&K USP 9mm: Review und Infos

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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitragvon cas81 » Sa 15. Okt 2016, 18:49

Poste hier bitte nachher den Preis. Ich tippe mal auf knapp 200 EUR...

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Re: AW: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitragvon DerDaniel » Sa 15. Okt 2016, 19:01

Es gibt offiziell auch keinen LEM Abzug, sondern irgend einen V3 (Nummer beliebig) Abzug. Es gibt auch keine offiziellen Daten welche Bauteile in welchem Abzug stecken (teilweise sind die Teile nicht mal in den Explosionszeichnungen oder Teilelisten). Zum Glück haben sich die Amis die Mühe gemacht das alles raus zu finden. Auf hkpro findet man mit bisschen suchen eigentlich alles.

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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitragvon Kaohlem » Mo 17. Okt 2016, 06:41

Versuche mir jetzt die Teile aus US mitbringen zu lassen. Bin mal gespannt...

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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitragvon cas81 » Sa 8. Apr 2017, 12:17

cas81 hat geschrieben:Kennt jemand eine bezahlbare Fabriksmuni, die sich ähnlich schiesst wie die GD 124gr +P? Bezahlbar heisst nicht mehr als 15 EUR pro 50 Schuss.

Um mir meine Frage selbst zu beantworten, bzw hilfts ja wem mit einem ähnlichen Luxusproblem:

Fiocci 123gr FMJ @ ca 1.260 fps (keine Ahnung aus welcher Lauflänge). Schiessen sich nahezu identisch mit den GD +p und kosten nicht mehr als S&B Schütte, stinken nicht und blitzen nicht.
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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitragvon cas81 » So 7. Mai 2017, 11:18

Weils mir grad durch den Disassembly- Thread einfällt, ein paar Korrekturen, bzw Ergänzungen zum Eingangspost:
cas81 hat geschrieben:LEM:
Technisch gesehen im Grunde ein DAO- Abzug...
Allerdings mit SA- typisch kurzem Reset. Die LEM- Teile an sich lassen auch nur ein Abzugsgewicht (ich glaube, ca 8 lbs) zu, aber durch Kombination unterschiedlicher LEM- und Werksteile ist es eben beeinflussbar bis runter zu den ca 4 lbs. Allerdings ist auch hier zu beachten, dass die Federn ab Werk nicht umsonst dergestalt eingebaut werden, ist also wie mit den Revolvern mit ultraleicht getunetem Abzug.

cas81 hat geschrieben:Pistolen zum Vergleich:
3x Glock 19 (Gen2, 3 und 4), 1x Glock 17, 1x Glock 34, 1x Glock 43, 1x Beretta 92FS, 2x FN Highpower, 3x 1911er (einer in 9mm), Walther PPQ 9mm, Smith & Wesson M&P, HK P30S und HK P30LS, Rex Zero 1 compact, CZ Shadow2, CZ 75B, Ruger Mark ? (.22er). Die USP schiesst sich auffällig weich, die M&P ist etwa gleichauf, eine der FN HP (mit erneuerter Rückstossfeder) liegt sogar ganz leicht vorne, die .22er naturgemäss auch. Alle anderen schiessen sich härter.

cas81 hat geschrieben:Ich habe die USP bisher mit folgenden Minitionssorten geschossen:
- Geco / S&B 115gr FMJ, 124gr FMJ, 150gr FMJ, 154gr FMJ, Hexagon 124gr JHP, Nontox 124gr FMJ
- Blazer Brass 115gr FMJ
- Magtech 115gr JHP, 124gr FMJ, 147 FMJ
- Fiocci 115gr FMJ, 123gr FMJ, 124gr FMJ, 93.6 gr EMB
- Speer Gold dot 124gr +p JHP, 147gr JHP
- Federal Guard Dog 105gr, HST 124gr JHP, 147gr JHP
- irgenwelche selbstgestopften HP und FMJ in unterschiedlichen Grain
- und wahrscheinlich hab ich noch irgendwas vergessen...


Ich habe keine Ahnung, wieviele Schuss ich bisher durch habe, dürften irgendwas zwischen 6.000 und 8.000 sein. EDIT: per April 2018 irgendwas zwischen 9.000 und 11.000... oder so. Bisher kein einziges Teil getauscht (ausser Visierung), schiesst sich genau wie am ersten Tag, keine Indizien für ein Schwächeln der Waffe in irgendeiner Hinsicht, keine Störung, nicht mal unter Limp Wristing oder provokant langsamen Schliessen des Verschlusses.

cas81 hat geschrieben:...Wermutstropfen... Magazine: Sehen aus und fühlen sich an wie billige Plastikteile, kosten mindestens das doppelte wie Glockmagazine...
Die billigen Plastikteile zeigen mittlerweile die ersten Abschürfungen der Plastiklippe, allerdings kommt da etwas ganz dezent zum Vorschein: Metall. Also muss ich mein Geschimpfe zurücknehmen, ausserdem habe ich mit der Mag- Rotation schnell wieder aufgehört und nutze seither wieder nur zwei, maximal drei Magazine. Heisst also, auch nach etwa 3.000 Schuss pro Mag ist alles noch in Ordnung, das Laden gestaltet sich aber freilich leichter als zu Beginn. EDIT: per April 2018 ca. 4.500 Schuss pro Magazin. Weiterhin kein Schwächeln in Sicht.

cas81 hat geschrieben:Oft bemängelt wird die hohe Laufachse und die USP als Schaukelpferd dargestellt.
Hierzu noch eine Ergänzung:
Die USP ist eben für Handschuhe konzipiert worden. Eine niedrigere Laufachse, wie sie bespw bei Glock oft gelobt wird, ist genau hierfür weniger geeignet, wenn doch der Verschluss bereits ohne Handschuhe schon fast die Hand küsst. Der grosse Backstrap um einzig das zu vermeiden ist eine Krückenlösung. Heisst also, bei der USP hat das einen Sinn, genau wie der riesige Trigger Guard. Macht aber nichts, denn die Waffe springt direkt in ihre Ausgangslage zurück, wenn man es unterlässt, gegen den Rückstoss und Hochschlag anzukämpfen. Wer glaubt ein Schaukelpferd zu schiessen, kann sie einfach nur nicht schiessen. Jedenfalls schlägt sie vorne etwas höher aus, dafür bleibt aber das Hinterteil inkl Kimme ruhiger (die schwere Federführungsstange sitzt ganz knapp oberhalb der Schusshand) und das Korn kann einfach wieder in Nullposition zurückhüpfen. Ich glaub aber nicht, dass jemand ausser Chuck Norris schneller schiessen kann, als dass sie sich wieder in Ausgangsposition befindet, da nimmt jede kleine Zuckung der Hand mehr Einfluss auf die Trefferlage. Die hohe Laufachse ist für eine Gebrauchspistole eher ein esoterisches Problem.

Mit meiner Anpassung des Streamlight hab ich dem Rahmen übrigens keinen Gefallen getan. Die linke Schiene am Licht ist länger als die Rail der Waffe. Bedeutet also, dass ich eine kleine Kerbe am vorderen Ende der Rail geschaffen habe (etwa 1mm lang, fällt kaum auf), als ich das Licht mit anscheinend zu viel Gewalt drangeschraubt habe. Halten tuts aber einwandfrei und man sieht es nur, wenn das Licht unten ist und man genau hinschaut. Trotzdem dachte ich, dass das Polymer eine Spur härter sei.
Zuletzt geändert von cas81 am Mi 25. Apr 2018, 09:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitragvon cas81 » Do 8. Jun 2017, 11:04

Soda, endlich mal ein Richtwert, was (m)ein 4,25" Polygonlauf so zusätzlich an Geschwindigkeit herausholen kann. Da hat mir ein ganz netter Forumskollege doch glatt spontan seinen Chrono aufgebaut und ich hab Zehnerstrings durchgejagt. Die gemittelten Werte aus den endlosen Weiten des www mit 4,01" Polygonlauf mehrerer Glock 19 (zumindest das, was ich so finden konnte, waren aber einige) stelle ich meinen gegenüber. Extreme habe ich ignoriert, sowohl meine, als auch die im www.

Federal HST 147gr:
G19: 994 fps
USP: 1.010 fps
(L 991; H 1.036; beide wurden von je einem weiteren Schuss in der Grössenordnung begleitet)

Speer Gold Dot 124gr +p:
G19: 1.191 fps
USP: 1.233 fps
(L 1.215; H 1.258; beide waren Ausreisser)

Fiocci 123gr FMJ RN:
USP: 1.129 fps
(keine Vergleichswerte. Nur 6 Schuss konnte der Chrono messen. Fühlen sich am Schuss aber wie die o.g. Gold Dots an)

Die Mittelwerte stellten abseits der Ausreisser auch tatsächlich die Grössenordnung dar, in der sich all die anderen gemessenen Schüsse bewegten. Kommastellen wurden abgerundet. Jedenfalls nice to know, was der etwas längere Lauf (der angeblich nur geringsten Toleranzen unterliegen soll, was denn sonst) in der Praxis tatsächlich bringt. Um den kalten Lauf vom warmen Lauf abzugrenzen, hab ich die ersten Schuss abwechselnd abgegeben, danach zwischen den Sorten kurze Pausen eingelegt. Aber "kalt" ist relativ, ist ja nicht Winter.

(Die HST sind die "neuen" HST, also die, welche zu Gunsten der Penetration und zu Lasten der Expansion geringfügig kürzere Sollbruchstellen am Mantel aufweisen. Die Berichte mit der G19 und den HST im www basieren grossteils auf den alten HST. Die "Mangelware" von Buffman betrifft die neuen, sollte wer den Test kennen. Luckygunner hat dem Bild nach zu urteilen die alten HST in standard pressurere, die neuen in +p. Gold Dots sind eh nicht ver(schlimm)bessert worden, AFAIK. Ich habe die getesteten HST und GD je drei unterschiedlichen Packerl entnommen, ob die Lots gleich sind, weiss ich nicht. Die Fiocci stammen aus zwei unterschiedlichen Packerl)
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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitragvon cas81 » Di 26. Jun 2018, 10:33

Was ist denn das eigentlich für ein beschissenes Review, wenn nicht mal das Innenleben gezeigt wird?! Das hole ich hiermit nach und die Waffe hat nun irgendwas um die 10.000 oder 12.000 Schuss ...oder so... durch.

Ich habe die Waffe relativ trocken gewischt, damit das Finish nicht geschönt wird, so wie auf dem Bild sieht es nun auch tatsächlich aus. Hält sich verdammt gut, wie ich finde. Jene Spuren, die man jetzt sieht, haben sich allerdings sehr schnell gebildet. Seither bleiben sie nahezu unverändert.

Bild

=======================================================================

Die Chronoreadings haben sich auch vermehrt und mittlerweile glaube ich der angepriesenen Qualität des Polygonlaufs. Meiner mag anscheinend besonders gerne 147gr- Geschosse. Diesmaliger Chrono war ein Lab Radar und die Werte wurden mithilfe selbstgeladener Munition des Besitzers verifiziert (HST 147, Gold Dot 124 +p und Fiocci 123 sind die alten Werte, die habe ich nicht nochmal gemessen), diesmal 5er- strings.

Federal HST 124gr: 1.162 fps
Federal HST 147gr: 1.010 fps
Speer Gold Dot 124gr +p: 1.233 fps
Speer Gold Dot 147gr: 1015 fps
Fiocci EMB 93,6gr: 1.289 fps
Fiocci 123gr FMJ RN: 1.129 fps
Magtech 124gr FMJ RN: 1.122 fps
Magtech 147gr FMJ FN: 1.048 fps (nein, ich habe mich nicht verschrieben, spürt man auch)
Geco Hexagon 124gr: 1.057 fps (auch hier habe ich mich nicht verschrieben, spürt man auch)

=======================================================================

Bei meinem Versuch die Waffe endlich mal zum Klemmen zu bringen, habe ich sogar schon 124gr @ 900 fps damit verschossen. Ich bin sicher, meine USP hat sich kurz gewundert und gerfagt, ob sich so Schluckauf anfühlt, aber sie hat sich zumindest nichts anmerken lassen. Also auch dieser Versuch scheiterte kläglich. Als nächstes probiere ich mal .380 ACP, schau mal mal, wie ihr das taugt. Ich traue ihr mittlerweile zu, dass sie mir auch dabei zeigt, was sie nicht alles lediglich ein müdes Lächeln kostet.

Alle Teile sind sind seit Auslieferung der Waffe unverändert, lediglich die Visierung wurde getauscht. Das Ding läuft und läuft und läuft... Auch wenn mal nur mit zwei Fingern gehalten und geschossen, der Verschluss langsam nach vorne gelassen wird, wirklich egal was ich mache, das Ding funktioniert bisher 100% störungsfrei.

Auch die Magazine funktionieren tadellos, das Gros der abgegebenen Schüsse erfolgte durch 2 Magazine, die nutze ich heute genauso wie vor drei Jahren.

=======================================================================

An diesem Punkt kann man also schon von Langzeiterfahrung sprechen, ich habe alle erdenklichen Munitionstypen und -formen durch, alles von ganz schwach bis ganz stark, schlampig und hochkonzentriert geschossen, langsam und schnell, schmutzig und sauber, heiss und kalt. Ausser, dass sie immer tadellos funktioniert, fällt mir nur noch Folgendes ein:

1) Wenn man mal 100+ Schuss schnell durchlässt, dann wird das Ding heiss. Richtig heiss. Und zwar genau da, wo ich meinen linken Daumen beim Thumbs- Forward- Grip anglege, nämlich am vorderen Ende des Verschussfanghebels. Ich habe mehrfach Blasen davongetragen. Ich weiss aber nicht, ob es (nur) an der Hitze lag, oder (auch) an der Reibung des kleinen Knubbels des Hebels.

2) Die Grifftextur ist so aggressiv, dass bei o.g. schnellen Serien die Schusshand schon mal dezent wundgescheuert wird.

3) Die USP liebt hart geladene Munition. Magtech 124gr sind amS die Untergrenze, damit lässt sich bereits eine gute Balance aus Kontrolle und Schussfolge erzielen. Alles darunter ist mMn "lahm", die USP torkelt dann wie eine betrunkene russische Gewichtheberin herum, die man mit dem Finger angestupst hat. Mit härterer Munition gibts ein kurzes ausschlagen und schon schaut sie wieder nach vorne. Das ist äusserst subjektiv, dessen bin ich mir bewusst. Aber so schauts halt zumindest bei mir aus.

4) Der Hülsenauswurf ist recht aggressiv. Schwächere Patronen wie S&B etc fliegen eh verhältnismäßig gemächlich seitlich weg. Aber die anderen o.g. Kandidaten werden zT regelrecht wegkatapultiert, beide Gold Dot, HST 147gr und auch die Magtech 147gr fliegen grob geschätzt 4 Meter bevor sie auf dem Boden aufschlagen. Das ist zwar an sich eine gute Sache, aber wenn das Standabteil seitlich begrenzt ist, dann pfefferts schon manchmal eine Hülse so gegen die Wand, dass man sie nachher gegen den Kopf oder schlimmstenfalls seitlich in den Kragen bekommt. Und wenn keine Trennwand da wäre, dann hätte der Nachbar wohl keine Freude. Die Hülsen fliegen auch nicht wirklich in hohem Bogen weg, sondern relativ flach, für den gelegentlichen Hülsenheadbutt reichts aber gerade noch. Keine Ahnung ob das nur bei meiner Waffe so ist, aber sowas habe ich sonst noch nicht in diesem Ausmaß gesehen.

5) Ich habe vor etwa 9 Monaten(!) Ersatzteile bestellt (rein vorsorglich) und bisher ist noch nichts da. Die Versorgung damit ist also unter aller Kanone und die Preise HK- typisch ein Schlag ins Gesicht. Glücklicherweise schwächelt die USP an keiner Stelle und schiesst wie am ersten Tag, man braucht solche Teile also idR sowieso nicht. Trotzdem, man sollte sich bewusst machen, dass die Teile teuer und teilweise mühsam zu beschaffen sind, sollte irgendwann mal nach einer massiven Schussbelastung eine Feder o.ä. schwächeln.

6) Die USP ist sicher keine Sportpistole, auch keine auf die Bedürfnisse der Polizei abgestimmte Waffe, sondern ein richtiges Warhorse. Sie sieht so aus, wie sie ist, die vielen Reviews im Netz lügen bezüglich dieser Waffe nicht. Die Waffe ist 100% verlässlich und 100% robust. Ich geb sie nie wieder her.
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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitragvon Naglfar » Di 26. Jun 2018, 13:16

Ich besitze meine USP 9mm seit 1995, war meine erste Kurzwaffe.
Als das Teil neu raus kam und sich bei der Bundeswehr der Wechsel von P1 auf P8 (in der ursprünglichen Variante baugleich mit der USP, nur die Funktion des Sicherungshebels unlogischerweise anders rum) ankündigte, hab ich zugeschlagen.
Jetzt nutze ich die USP immer noch, habe auf halbem Weg den HK Magazintrichter angebaut, um die größeren Expert-Magazine flott zu wechseln und mittlerweile den Lauf durch und ersetzt.
Ansonsten hat sie keinerlei Macken, erster Auszieher und Schlagbolzen verrichten weiter klaglos den Dienst.

Der Griff ist tatsächlich etwas aggressiv texturiert, ich hatte da verschiede Dinge ausprobiert. Von Fahrradschlauch über Hogue-Überzieher und bin jetzt bei aufgeklebten Seitenpanelen gelandet. Ähnlich den Talon Grips -die ich auf G19 und AUG drauf habe und damit sehr zufrieden bin.
Kann nicht mehr sagen, wo ich die herhabe, Vorteil (für mich) ist bei denen jedoch, daß die griffige Front und Rücken frei bleiben.
Da ich meist mit Handschuhen schieße, hab ich so zus. Grip.

Mittlerweile hat noch das nachleuchtende Visier von der HK P8A1 (aktuelle Bw-Variante) seinen Platz darauf gefunden und mehr wüsste ich gar nicht, was ich daran basteln soll.

Wie das Review schon aussagt: Nicht unbedingt schön, nicht hipp und modern, dafür aber wahnsinnig robust und zuverlässig.
Aufgrund langer Finger komme ich auch ohne Probleme an den Verschlußfang, ohne umzugreifen und finde insbesondere den Magazinlösehebel perfekt gelöst - jedenfalls besser als alle Knopfvarianten (insb. der meiner G19).

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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitragvon cas81 » Di 26. Jun 2018, 14:08

Naglfar hat geschrieben:Jetzt nutze ich die USP immer noch, habe auf halbem Weg den HK Magazintrichter angebaut, um die größeren Expert-Magazine flott zu wechseln und mittlerweile den Lauf durch und ersetzt.

Danke für deinen Bericht! Könntest du bitte noch sagen, nach wie vielen Schuss circa der Lauf hinüber war und wieviele Schuss du bisher insgesamt durch hast? Federn musstest du keine ersetzen?
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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitragvon Naglfar » Di 26. Jun 2018, 14:34

Also Laufbelastung kann ich nur schätzen: Über 10k, vmtl unter 20k.
Insgesamt würde ich die Belastung bei um und bei 20k ansetzen, dabei ganz wenig selbstgeladenes, nur VM und zumeist GECO.
Dazu gesagt: Meine USP hat Zug/Feld, nicht -wie offensichtlich die Aktuellen- Polygon.
Federn (Schliess- und Schlag) musste ich erstaunlicherweise noch nicht tauschen, ebenfalls nicht den Verschlußfanghebel, der ja eigentlich bauartbedingt auch verschleißanfällig wäre.
Der Austauschlauf ist von IGB Austria, mit SD-Gewinde (wegn dem Sdeill ;-)).
Präzi hat sich wieder erholt und liegt am Schützen, nicht an der Waffe.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie dauerhaft doch die 4 winzigen Einlagen im Griffstück den Verschluß führen.
Nach so langer Nutzung scheint die USP immer noch schlackerfrei zu laufen - irgendwann müssen doch die Teilchen den Geist aufgeben...

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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitragvon cas81 » Di 26. Jun 2018, 14:48

Naglfar hat geschrieben:...irgendwann müssen doch die Teilchen den Geist aufgeben...

Ja, ich suche auch noch nach irgendeiner Schwäche abseits von Ästhetik und Bequemlichkeit. Aber darum hab ich sie schliesslich, es scheint wirklich nichts zu geben und die USP scheint neben MK23 so ziemlich das Unkaputtbarste zu sein, was die Kurzwaffenwelt bisher hervorgebracht hat.
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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitragvon cas81 » Fr 29. Jun 2018, 13:40

Weil ich grade sowieso am Hochladen war und damit es auch mal ein Bild gibt, das ihr gerecht wird: hier meine Miss Tacticool:

Bild
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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitragvon piefke » Fr 29. Jun 2018, 14:22

Bad ass Gun......;-)
Genauso wie die P22x und die Beretta 92 eine DA/SA Pistole mit Charakter genau wie die Glock 17/19 als ur vater aller Striker fired wischi waschi pistolen.

Was die aber noch vollends fehlt zur bad ass gun sind
- den Tactical Lauf mit Mündungsgewinde +
Schalldämpfervisierung der Tactical
- leicht durchsichtige H&K Magazine für die Bundeswehr P8

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Re: H&K USP 9mm: Review und Infos

Beitragvon cas81 » Fr 29. Jun 2018, 14:33

Meine Visierung ist more bad ass als diese langweiligen Hochkantdinger ;-)
Beim Rest hast recht. Aber das find ich schirch und mit dem Gewindezumpferl wär's ja keine MISS mehr.
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