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Nachtsichtgeräte

Neuigkeiten zum Thema Waffenzubehör
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Expat
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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von Expat » So 3. Jun 2012, 22:57

Danke für die Info, sehr interessant wie die handelsüblichen Geräte arbeiten!
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kuni
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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von kuni » So 3. Jun 2012, 23:12

Servus,

anbei meine Erfahrung mit WBKs

Ich habe über unsere Feuerwehr Zugang zu einer Wärmebildkamera Dräger UCF 3200 mit Thermal scan Funktion. Damit kann man eine Wiese innerhalb kürzester Zeit absuchen. Wenn es sehr kalt ist (unter 10°) reicht z.b. von einem erhöhten Punkt aus ein Schwenk über die Wiese und man findet jeden Hasen, jedes Rehkitz. Dank Thermal Scan kann man einfach alles ab z.b. 15° Signalgelb einfärben lassen und der Hintergrund wird nur in s/w angezeigt.

Der größte Nachteil ist, dass man beim Kauf entscheiden muss, will man sehr viel Sehfeld oder eher weiter sehen. Da WBKs nicht durch Glas "sehen" können, funktionieren keine Vorschaltoptiken etc. Sogennante 2fach Range Extender kosten viel Geld (ca. 1000€) und gibt es nur für einige Geräte. Es funktioniert auch WBK mit einem Rotpunkt Gerät nicht (da ja der Rotpunkt nicht warm ist, und man nicht durch das Glas sieht).

Das von mir getestete Dräger Gerät ist eher für kurze Entfernungen ausgelegt (normalerweise 5-10m) und hat dadurch ein sehr weites Sehfeld. Dafür ist ein Reh auf 100m aber auch nur mehr ein kleine Pixelbrei. Man erkennt eigentlich nur mehr "da ist was".

Da die Kameras eine Auflösung von 0,1° haben sieht man sogar die Fluchstrecke eines geschossenen Reh durch das hohe Gras - aber auch da gilt: Je Kühler desto besser. Wenn es so wie heute Abend um 21Uhr noch 26°C hat geht das leider nicht. (nur mehr in der Früh schiesen :mrgreen: ).

LG
Andreas

gewo
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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von gewo » So 3. Jun 2012, 23:17

kuni hat geschrieben:...Wenn es so wie heute Abend um 21Uhr noch 26°C hat geht das leider nicht....


hallo

trifft auf das FLIR das ich hier habe nicht zu
alle geschilderten infos stammen von heute abend
das klappte einwandfrei

und das mit der temperatur kommt schon so hin ...
es war ziemlich warm...
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kuni
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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von kuni » So 3. Jun 2012, 23:58

gewo hat geschrieben:
kuni hat geschrieben:...Wenn es so wie heute Abend um 21Uhr noch 26°C hat geht das leider nicht....


hallo

trifft auf das FLIR das ich hier habe nicht zu
alle geschilderten infos stammen von heute abend
das klappte einwandfrei

und das mit der temperatur kommt schon so hin ...
es war ziemlich warm...


Also das Gerät geht schon perfekt - unabhängig von der Temperatur. Nur die Fluchtstrecke in der Wiese konnten wir nicht finden, ich habe es auf die hohe Umgebungstemperatur geschoben. Reh ist nach dem Schuss 20m abgesprungen, man sah nur den Anschuss (Lungenteile - sah man aus 20m Entfernung perfekt) und dann das Reh. Vor einigen Tagen in der Früh (da hatte es eben unter 10°) sah man schön den Weg vom Anschuss bis zum Bock.

Es wäre man ein Vergleich von dem Flir Scout und dem Dräger Gerät interresant - wir reden dich von 2500€ zu 15000€ bei identer Auflüsung (320x240pixel, 0,1° Thermoauflösung). Es ist mir schon klar dass das Dräger Gerät für andere Temperaturen ausgelegt ist (und ein sehr sehr robustes Gehäuse hat) - aber rein vom Sensor her sollten die Geräte das Gleiche leisten können.

LG
Andreas

Am besten gefallen mir aber die Spuren vom Hund am Asphalt :mrgreen:

gewo
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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von gewo » Mo 4. Jun 2012, 09:33

kuni hat geschrieben:Es wäre man ein Vergleich von dem Flir Scout und dem Dräger Gerät interresant - wir reden dich von 2500€ zu 15000€ bei identer Auflüsung (320x240pixel, 0,1° Thermoauflösung). Es ist mir schon klar dass das Dräger Gerät für andere Temperaturen ausgelegt ist (und ein sehr sehr robustes Gehäuse hat) - aber rein vom Sensor her sollten die Geräte das Gleiche leisten können.

Am besten gefallen mir aber die Spuren vom Hund am Asphalt :mrgreen:


hallo

an sich kein problem
so ein test laesst sich schon arrangieren
bist du aus dem bereich wien?

hundespuren waren bei uns mangels hunden ned sichtbar
aber auf 10m konnte man die liegeplaetze der enten sehen die eben grad aufgestanden waren

aufgrund der hohen temperatur war es halt manchmal schwierig die richtige justierung zu finden.

wenn man mit der empfindlichkeit ganz raufgegangen war halt recht viel farbig markiert, auch jene bereiche der wiese die noch eine oder zwei stunden vorher in der prallen sonne gelegen hatten. dort wo schatten war wurde keine temperaturdifferenz angezeigt. schwierigkeiten machten in der hoechsten einstellungsstufe vor allem auch die wurzeln der baeume wenn sie zum teil an der grasnarbe entlang verliefen, denn die wurden immer deutlich angezeigt ...
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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von MikeD » Mo 4. Jun 2012, 14:42

Meiner Meinung nach haben Wärmebildkameras und Nachtsichtgerät unterschiedliche Einsatzzwecke, die WBK dient zum Aufspüren, das NSG (Restlichtverstärker) zum Ansprechen bzw. zur Beobachtung.
Das von kuni angesprochene Dräger-Gerät wurde eben für die Feuerwehr entwickelt um Personen (in verqualmter Umgebung) und Glutnester aufzuspüren, daher ist es natürlich für eher kurze Distanzen ausgelegt.

Interessant wäre eine Kombination aus WBK und NSG, die gibt´s momentan aber wohl nur für den militärischen Bereich :(
Also muss man sich derzeit noch mit zwei Geräten herumschlagen, wobei die Scout mit <400g gegenüber dem Dräger mit 1,3kg schon einmal nicht schlecht ist.

Der erste Test des PS32 bei gewo hat mir schon sehr gut gefallen, der erste Verein bestätigt den Eindruck jetzt natürlich. Bin schon gespannt auf weitere Praxistests und einen Vergleich mit anderen Geräten. Überlege schon die ganze Zeit, wo man so etwas gut testen könnte. Vielleicht eine Nachtführung im Schönbrunner Zoo (da hätten wir auch den Vergleich mit Swarovski NSG´s) ?

kuni
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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von kuni » Mo 4. Jun 2012, 16:58

gewo hat geschrieben:hallo

an sich kein problem
so ein test laesst sich schon arrangieren
bist du aus dem bereich wien?

hundespuren waren bei uns mangels hunden ned sichtbar
aber auf 10m konnte man die liegeplaetze der enten sehen die eben grad aufgestanden waren

aufgrund der hohen temperatur war es halt manchmal schwierig die richtige justierung zu finden.

wenn man mit der empfindlichkeit ganz raufgegangen war halt recht viel farbig markiert, auch jene bereiche der wiese die noch eine oder zwei stunden vorher in der prallen sonne gelegen hatten. dort wo schatten war wurde keine temperaturdifferenz angezeigt. schwierigkeiten machten in der hoechsten einstellungsstufe vor allem auch die wurzeln der baeume wenn sie zum teil an der grasnarbe entlang verliefen, denn die wurden immer deutlich angezeigt ...


Bin aus der Steiermark, nach Wien fahren wäre kein Problem. Wobei die Feuerwehr sicher keine Freude hat, wenn ich das Gerät mit nach Wien nehme.

Bist du manchmal in der Steiermark (nähe Graz, direkt an der A2)??

Alternativ würde ich auch mal nach Wien fahren um mir das Gerät anzuschauen. Ich werde mal einige Fotos vom Display von "meinem" Gerät machen - leider haben wir den "Fotogriff" nicht dazu

Lg
Andreas

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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von gewo » Mo 4. Jun 2012, 17:33

kuni hat geschrieben:Bin aus der Steiermark, nach Wien fahren wäre kein Problem. Wobei die Feuerwehr sicher keine Freude hat, wenn ich das Gerät mit nach Wien nehme.
Bist du manchmal in der Steiermark (nähe Graz, direkt an der A2)??
Alternativ würde ich auch mal nach Wien fahren um mir das Gerät anzuschauen. Ich werde mal einige Fotos vom Display von "meinem" Gerät machen - leider haben wir den "Fotogriff" nicht dazu
Lg
Andreas


hallo

naja, ich wuerde sagen dann machen wir doch einen kompromiss und suchen wir uns ein platzerl irgendwo bei wr neustadt an der A2 oder so

ich geb zu, ist ned die "mitte", aber stadtkilometer zaehlen doppelt und du bist von graz vermutlich schneller in wr. neustadt als ich aus döbling ...
;-)

waere sicher interessant das mal "live" zu testen
in ca 2 wochen sosllte neumond seion, richtig ..?
;-)
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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von MikeD » Sa 16. Jun 2012, 17:26

hallo gewo,

gibt´s schon Vergleichstests mit den Wärmebildkameras bzw. einen Termin für einen Testevent ?

lg

M.B.
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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von M.B. » So 17. Jun 2012, 08:38

Hallo Forum
Muß hier mal ein Wort für die WBK schreiben. konnte letzte tage eine Flir Recon M24 in 640x480 HD (daten vom sensor!!) testen. das gerät war der hammer. ein bild wie ein schwarz weiß film. größe und gewicht entsprechend den kleinsten nachtsichtgeräten. 2x und 4 x digitalzoom der wirklich noch brauchbar war. wird in den usa für unter 8000 dolar angeboten. wenn die entwicklung so weitergeht bin ich gespannt wo man in 2-3 jahren ist!

allerdings biette das NSG einfach ein realistischeres bild.

falls noch wer ein wirklich gutes PVS14 mit F9815 röhre sucht hab ich noch eines abzugeben. das ist von der aufhellung besser wie mein omni 6 autogated mit litton röhre.alternativ geb ich auch gerne eines mit autogated röhre ab.
mfg m.b.

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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von kuni » So 17. Jun 2012, 20:24

Hallo miked,

gibst noch nicht, da ich derzeit auf Urlaub bin und gerade einen sehr interresanten Bock anschaue - ohne FLIR, nur durch ein Sarovski STM 25-50 (bzw Kahles CSX 3-13x56, aber das ist nocht net sicher)

lg

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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von kuni » Mi 11. Jul 2012, 21:46

Test FLIR SCOUT PS32

Ich hatte für einige Tage die Möglichkeit das FLIR SCOUT PS32 Wärmebildgerät (WBG) zu testen.

Kurzbeschreibung:
• 320x240 Pixel Bildsensor
• Einfache Bedienung über 4 große Gummitasten (sind leicht beleuchtet)
• 2fach Digitalzoom
• Display mit Dioptrienverstellung (Helligkeit einstellbar)
• 6 Programme
• Interner Akku mit langer Laufzeit (ca. 5-7h, Laden über USB)
• Videoausgang (über optionalen Adapter)
Weitere Infos gibt’s hier: http://www.flir.com/cs/emea/de/view/?id=50440

Der erste Ansitz am Abend war ernüchternd. Das Problem: um 22 Uhr hatte es noch 26° Celsius. Da das Gerät nur Temperaturunterschiede anzeigt, war es sehr schwer etwas zu erkennen.
Der Ansitz am Morgen brachte schon deutlichere Ergebnisse. Um 3Uhr war es noch stockdunkel, aber man sah sehr deutlich alles was sich auf der Wiese bewegte. Bäume und Sträucher zeichneten sich deutlich von der Wiese ab. Rehe konnte man ab ca. 250m deutlich erkennen. Hasen ab ca. 150m. Das Beste ist: ein kurzer Schwenk über die Wiese und man sieht sofort alles was kreucht und fleucht – ohne mühsames suchen. Als es langsam dämmerte versuchte ich das im WBG gesehen Reh mit dem Fernglas (Vortex Razor HD 10x42) anzusprechen. Obwohl ich genau wusste wo es stand, war es mir unmöglich das Reh auszumachen. Erst als es sich bewegte konnte ich im Zielfernrohr (Kahles CBX 3-12x56) die Konturen ausmachen. Mit dem Spektiv (Swarovski STM 25-50x80) konnte ich es dann als Schmalreh ansprechen.

Der nächste Ansitz war in der Nacht auf den Fuchs. In 4 Stunden sah ich mehrere Katzen, einige Hasen, 2 Marder, leider keinen Fuchs. Hier ist das Gerät einfach perfekt. Kurzer Schwenk und alles im Umkreis mit Körpertemperatur sieht man sofort. Wenn man weiß wo sich z.b. die Katze befindet, war es dank des perfekten Mondes kein Problem sieh auch in das Zielfernrohr zu bringen. Wichtig: Helligkeit vom WBG runter drehen.

Ein Ansitz auf Sauen löste dann wahre Begeisterungsstürme aus. Ansitz an einer Kirrung. Ausgestattet mit dem WBG und einer Sauer 303 (9,3x62) mit einem Nachtsichzielfernrohr zeigte die perfekte Wirkung der Kombination von WBG und Nachtsichtgerät. Ein Schwenk mit dem WBG und man sieht sofort wo was steht. Dann mit dem Nachtsichtgerät angesprochen und erlegt. Ansprechen ist mit dem WBG nicht möglich. Dazu reicht die Auflösung nicht aus. Mit dem Nachtsichtgerät ist das Ansprechen zwar deutlich einfacher, jedoch ist es häufig sehr schwer Wildschweine auszumachen, da sie sich nicht sehr gut vom Hintergrund abzeichnen. Wenn man jedoch weiß wo sie sich befinden ist es kein Problem. Auch ist das verfolgen von beschossenen Wild mit dem WBG deutlich einfacher. Da man das Wild deutlich früher erkennt hat man mehr Zeit sich vorzubereiten.

Schade ist, dass das FLIR SCOUT PS32 keine Möglichkeit hat, Fotos abzuspeichern. Das Können nur die größeren Geräte der TS Pro Serie. Der USB Anschluss dient nur zum Laden des Gerätes. Den Videoausgang konnte ich mangels Adapters nicht testen. Auch die Möglichkeit einer optischen Vergrößerung gibt es nur bei den größeren Geräten. Wenn das Geld reichen sollte: TS32R Pro

Von der Auflösung her sollte man auf jeden Fall das PS32 nehmen. Die Auflösung des PS24 ist deutlich geringer (240x180 Punkte) und es FEHLT das 2fach Zoom.

Die Bedienung ist sehr einfach, die Tasten einfach zu erreichen. Das Gerät hat nur 6 Programme, welche alle automatisch arbeiten. Die Programme sind:
* White hot: Je wärmer, desto heller die Abbildung
* Black Hot: Je wärmer, desto dunkler die Abbildung
* Instant Allert 1-4: Sind im Prinzip „White Hot“, wo sehr große Wärmekontraste rot markiert werden. Dadurch sieht man noch schneller Warme „Punkte“.

Dass das Gerät nur 9Hz hat stört für diese Anwendung überhaupt nicht. Nur bei sehr schnellen Schwenks sieht man das Ruckeln (oder Wenn ein Hase über die Wiese hoppelt – sieht dann aus wie Youtube bei einer langsamen Internet Verbindung).

Leider arbeiten alle Programme im Automatikmodus, d.h. der verwendete Temperaturbereich wird vom Gerät automatisch eingestellt. Das ist meistens sehr praktisch, in einigen „schwierigen“ Situationen aber störend. WOBEI für 99% der Anwendungen ist die Automatik Funktion die beste Erfindung die es gibt.

Ich habe das Gerät dann mit einem Feuerwehr WBG (Preisklasse knapp € 30.000 – die von mir oben genannten 15tsd sind abzüglich Förderung vom Land und Mwst.). Dieses Gerät löst mit 640x480 Pixel bei 30Hz auf. Es hat einen deutlich besseren Kontrast, man kann damit auf einer Entfernung von ca. 150m Geiß von Bock deutlich unterscheiden. Es bietet umfangreiche Einstellmöglichkeiten. Man kann den verwendeten Temperaturbereich in °C Schritten einstellen. Die Temperaturauflösung liegt bei 30 milli Kelvin bei 30° Celsius. Auch sehr schnelle Schwenks bringen das Gerät nicht zum Ruckeln. Ähnlich „Inst Allert“ kann man gewisse Temperaturen Farblich hervorheben. Bei diesem Gerät kann man die Schwellwerte aber sehr genau einstellen. Das Display zeigt nicht nur S/W und Rot sonder kann alle aus der Thermografie von Gebäuden bekannten Farben anzeigen. Neben dem Preis ist aber auch das Gewicht deutlich höher: ca. 3kg – das kommt vom sehr massigen Gehäuse. Der Akku reicht für ca. 30 Minuten. Die Bilder können über Funkt an eine externe Basis übertragen werden und werden dort auch gespeichert.

Kameras mit dieser Auflösung sind noch immer nicht im „normalen“ Handel erhältlich. Jeder Bildsensor wird auf den Kunden registriert und darf nicht so einfach weiterverkauft werden. Siehe z.b. http://derstandard.at/1314652820198/Spy-Wikileaks-US-Spionage-in-den-steirischen-Schilcherbergen - auch wenn das schon vor einigen Jahren war….

Hier noch der Verusuch ein Foto durch das WBG zu machen: Bild
Das Bild zeigt eine Geiß mit Kitz und daneben einen Feldhasen in ca. 180m Entfernung (Hase auf 160m).

Über Sinn von solchen technischen Gerät auf der Jagd möchte ich keine Wertung abgeben, das muss jeder für sich selbst entscheiden und kann sicher zu Stundenlangen Diskussionen führen. Ich finde diese Technik jedoch faszienierend

kuni
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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von kuni » Do 12. Jul 2012, 00:24

Hier noch ein Video (nicht von mir): http://www.youtube.com/watch?v=zfnJyuJOmC4
Wurde mit der TS32r Pro gemacht - die Auflösung ist aber ident

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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von MikeD » Do 12. Jul 2012, 13:09

Hallo kuni,

Super Testbericht, Danke !

Ich wollte das PS32 auch schon längere Zeit testen und dann einen Bericht posten, bin bisher aber leider nicht dazu gekommen :-(
Aber demnächst habe ich Urlaub :-)

Zur TS-Serie, denkst du dass die zusätzliche optische 2-fach Vergrösserung jagdlich etwas bringen würde ?
Ansprechen wird auch damit nicht möglich sein und die Detektierbarkeit eines Rehs auf 250m mit dem PS32 sollte wohl auch reichen.
Man brauch also in jedem Fall auch noch ein (gutes) NSG mit.

Das Abspeichern von Bilderen und Videos rechtfertigt für mich nicht mehr als 50% Aufpreis für das TS32, wie oft braucht man das schon !?
Und ausserdem kann man das auch mit dem PS24/32 mit Video-Adapter (120€) und ext. Aufnahmegerät (ab 32€).

Geräte mit höherer Auflösung und Bildfrequenz wären zwar schön, sind aber für einen Privatanwender meiner Meinung nach (noch) zu teuer.
Aber da wird sich in den nächsten Jahren sicher etwas tun...

nominus
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Re: Nachtsichtgeräte

Beitrag von nominus » Sa 14. Jul 2012, 21:35

Was mich abhält diese Geräte bei der Jagd einzusetzen? Der Preis.

Wenn mal das Preis/Leistungsverhältnis stimmt ist es eine Überlegung wert.
Rechtschreibfehler sind Ausdruck künstlerischer Freiheit und geistiges Eigentum des Urhebers.

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