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Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Rund um den Schiesssport: Technik, Erfahrungen, Tipps und Tricks
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MarkM
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Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von MarkM » Di 4. Jun 2019, 12:57

Wer hat oder hatte genannte 1911 und kann was dazu sagen? Ich war heute unterwegs, um einige 1911 zu befummeln und bekam eine gebrauchte Springfield in die Hand und habe sie auch Probe geschossen. Mit den ersten 5 Schuss habe ich eine enge Schussgruppe von 42mm produziert im 7er links unten. Gut hat ja ein Verstellvisier...jedoch ohne Verstellung immer weiter in die Mitte gewandert. 50 Schuss waren dann doch 94mm SK auf 15 Meter. Das ist doppelt so viel wie mit meiner G17.

Wie kann die Trefferlage so wandern?

Zerlegen wollte er sie nicht, da bereits jemand, vermutlich der Vorbesitzer, den besagten Idiot scratch gemacht hatte. Kommissionsware...wie besichtigt und geschossen...optisch top...bis auf den Kratzer...der Preis mehr als heiß, Erst recht, weil ich mit 2.000 gerechnet habe.

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Re: Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von Balistix » Di 4. Jun 2019, 13:11

Welches Modell ist es denn? Die stinknormale "milspec"? Da sollte sich der Preis deutlich im dreistelligen Bereich bewegen.

Ich hab selbst eine Springfield in 45 (allerdings das Modell Trophy Match), da konnte ich keine Trefferpunktverlagerung ausmachen. Der Streukreis/die Ausreißer liegen an mir.

Hast du das Spiel zwischen Lauf/Bushing/Verschluss geprüft?
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Re: Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von MarkM » Di 4. Jun 2019, 13:26

Am Verschluss steht nur 1911A1.
Wie man das überprüft war mir nicht mehr geläufig...werde hierfür noch einmal Google bemühen. Ich bin eigentlich davon ausgegangen eine neue zu kaufen. Mit 590,00 wäre sie ein Schnäpchen...man bekommt aber meist wofür man bezahlt.
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Re: Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von Balistix » Di 4. Jun 2019, 13:34

MarkM hat geschrieben:
Di 4. Jun 2019, 13:26
Am Verschluss steht nur 1911A1.
Wie man das überprüft war mir nicht mehr geläufig...werde hierfür noch einmal Google bemühen. Ich bin eigentlich davon ausgegangen eine neue zu kaufen. Mit 590,00 wäre sie ein Schnäpchen...man bekommt aber meist wofür man bezahlt.
OK, das wird die normale Version sein. Hammer mit Sporn, einseitige Sicherung?

590 wäre vmtl grad okay. Skeptisch stimmt mich die Beschreibung des Schussverhaltens.
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Re: Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von MarkM » Di 4. Jun 2019, 14:11

Ja einseitige Sicherung...die ersten 5 waren eine schöne Gruppe. Nicht in der 10, aber schön zusammen für die ersten Gehversuche mit der Waffe.

Stutzig machte mich dann, dass die Treffer ohne Verstellen Richtung 10 wanderten. Ab der 8. Serie waren Innenzehner dabei.
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Re: Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von Incite » Di 4. Jun 2019, 14:26

MarkM hat geschrieben:
Di 4. Jun 2019, 12:57
Wer hat oder hatte genannte 1911 und kann was dazu sagen? Ich war heute unterwegs, um einige 1911 zu befummeln und bekam eine gebrauchte Springfield in die Hand und habe sie auch Probe geschossen. Mit den ersten 5 Schuss habe ich eine enge Schussgruppe von 42mm produziert im 7er links unten. Gut hat ja ein Verstellvisier...jedoch ohne Verstellung immer weiter in die Mitte gewandert. 50 Schuss waren dann doch 94mm SK auf 15 Meter. Das ist doppelt so viel wie mit meiner G17.

Wie kann die Trefferlage so wandern?

Zerlegen wollte er sie nicht, da bereits jemand, vermutlich der Vorbesitzer, den besagten Idiot scratch gemacht hatte. Kommissionsware...wie besichtigt und geschossen...optisch top...bis auf den Kratzer...der Preis mehr als heiß, Erst recht, weil ich mit 2.000 gerechnet habe.

Oder doch lieber eine Neue?
Wenn ich eine Waffe in die Hand nehme dann sind zu Beginn meistens die Schussgruppen schlechter und werden mit der Zeit (wohl ein Gewöhnungseffekt) besser.

Ich bin schon mal mit nem 1911 auf die Schnauze gefallen wo ich unterm Strich drauf gezahlt habe. geblieben ist der 1911 vom Peters Stahl. Aus heutiger Sicht wäre ich besser gefahren wenn ich gleich auf den Rat von 2 Büchsenmachern gehört hätte: "Kaufens Ihna a Les Baer".

An meinen 1911ern hat der Büma folgendes getestet:

hat das Bushing vorne Spiel.

mit dem Daumen auf das Patronenlager vom Lauf drücken. Da darf kein Spiel sein.

dann noch das Spiel kontrollieren von Griffstück zu Schlitten in die gegenteilige Richtung bewegen und staunen.

ist das Korn und die Kimme fest?

lg und viel Erfolg ;)
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Re: Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von Stefan endl » Di 4. Jun 2019, 22:42

Schönen guten abend ich habe eine vom Büchsenmacher überarbeitete s&w 1911er E-serie 45.acp sehr wenig geschossen traumhafter Abzug starres visier kein Kratzer und würde mich eventuell davon trennen ca 200 Schuss geco hab ich auch noch wenn du interesse hast PM mich

Mfg stefan

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Re: Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von MarkM » Mi 5. Jun 2019, 08:48

[/quote]

An meinen 1911ern hat der Büma folgendes getestet:

hat das Bushing vorne Spiel.

mit dem Daumen auf das Patronenlager vom Lauf drücken. Da darf kein Spiel sein.

dann noch das Spiel kontrollieren von Griffstück zu Schlitten in die gegenteilige Richtung bewegen und staunen.

ist das Korn und die Kimme fest?
[/quote]


Im verriegelten Zustand durch den Auswurf im Schlitten auf das Patronenlager drücken?

Wie darf ich gegenteilig verstehen? Den Verschluss vor, in Schussrichtung drücken?
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Re: Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von Incite » Mi 5. Jun 2019, 09:18

MarkM hat geschrieben:
Mi 5. Jun 2019, 08:48
An meinen 1911ern hat der Büma folgendes getestet:

hat das Bushing vorne Spiel.

mit dem Daumen auf das Patronenlager vom Lauf drücken. Da darf kein Spiel sein.

dann noch das Spiel kontrollieren von Griffstück zu Schlitten in die gegenteilige Richtung bewegen und staunen.

ist das Korn und die Kimme fest?
[/quote]


Im verriegelten Zustand durch den Auswurf im Schlitten auf das Patronenlager drücken?

Wie darf ich gegenteilig verstehen? Den Verschluss vor, in Schussrichtung drücken?
[/quote]

nicht so geil:

https://www.youtube.com/watch?v=RxD-3vdd7uw

zum 2:

Nein, quer zur Schussrichtung. Bei meinem Peters Stahl oder einer Bärli die ich mal am Stand befingern durfte war da so gut wie 0 Spiel. Da merkt man dann erst was man für einen Krapfen daheim hat wenn man dann eine der besseren 1911 in der Hand hat.

lg
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Re: Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von panhandle » Mi 5. Jun 2019, 11:11

Hmmmm, ....dieses Video zeigt aber eigentlich "nur" den beginn des Entriegelungsvorgang's.....Lauf wird nach HINTEN gedrückt (der Verschluss läuft da natürlich mit) und folgt damit naturgemäß wie vorgesehen seiner Entriegelungskurve (wie vom Kettenglied vorbestimmt).
Eine rein Vertikale Bewegung des Laufes - wie es bei einem ausgelutschten Kettenglied zb. der Fall wäre - ist hier aber ned sichtbar...zumindest für mich.
Was bei einem solchen Test vielleicht noch "ratsam" wäre...... die Verschlussfeder zuvor entnehmen, (den Verschlusssfanghebel aber wieder einsetzen) weil das nimmt zusätzliche (Ver)Spannung aus dem System...das wiederum als "Spielfrei" interpretiert werden könnte.

g
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Die Wahrheit gebraucht nicht immer schöne Worte, aber schöne Worte entsprechen auch nicht immer der Wahrheit.

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Re: Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von Scolt1911 » Mi 5. Jun 2019, 11:50

MarkM hat geschrieben:
Di 4. Jun 2019, 14:11
Ja einseitige Sicherung...die ersten 5 waren eine schöne Gruppe. Nicht in der 10, aber schön zusammen für die ersten Gehversuche mit der Waffe.

Stutzig machte mich dann, dass die Treffer ohne Verstellen Richtung 10 wanderten. Ab der 8. Serie waren Innenzehner dabei.

"Vereinzelte" Treffer in die 10 sagen nicht viel aus. Die Gruppen, die du
permanent damit schiessen kannst, sind entscheidend, "egal" wo sie
landen. Fuer die "Verlagerung" der Schussgruppe(n) , an die Stelle, wo
du sie haben willst, ist die -fuer dich passende- Visiereinstellung da.

Wenn du sonst eine komplett andere Pistole schiesst, hast du sie z.B.:
......anfangs falsch gegriffen....weil der Griff bzw. Griffruecken (Mainspring housing),
--dir-- nicht passt (welcher ist montiert, rund oder gerade ?),
..... der Abzug ist zu kurz oder zu lang fuer deinen Finger ist,
..... Griff(schalen) zu dick, zu schlank, zu glatt......etc....

Wenn die Waffe grundsaetzlich ordentlich "gruppiert", laesst sich mit kleinen
Verbesserungen immer eine bessere Praezisionsleistung herausholen.
Und zwar aus euch beiden !
Griffschalen... Tape... Checkering, Abzugssystem ueberarbeiten (entgraten,
polieren) reduzierte Mainspring, feines Hammer+Sear Set (schon etwas teuer),
Massbushing, Kettenglied, Federfuehrungsstange, (zu) viel Spiel zwischen
Verschluss/ Griffstueck beseitigen (u.U. auch nicht ganz billig).

Bei dem Preis kannst du die Ersparnis (gegenueber derselben 1911er
als neue Pistole) ins Tuning stecken. Bei derselben (als Neuwaffe)
wirst du wahrscheinlich auch nicht um einige der oben genannten
Tuning-Massnahmen herumkommen, bis ihr beide miteinander "harmoniert".

Waffenkauf ist auch Gefuehlssache. Hast du ein gutes Gefuehl ?

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Re: Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von Balistix » Mi 5. Jun 2019, 11:52

Hier kann man was lernen. Wärst du nicht so weit weg zuhause, würde ich mal mit meiner Springfield vorbeischneien zwecks gemeinsamer Begutachtung. :clap:
Leidenschaftlicher Taubenschach-Spieler und Troll-Fütterer.

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Re: Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von Steelman » Mi 5. Jun 2019, 12:30

Balistix hat geschrieben:
Mi 5. Jun 2019, 11:52
Hier kann man was lernen. Wärst du nicht so weit weg zuhause, würde ich mal mit meiner Springfield vorbeischneien zwecks gemeinsamer Begutachtung. :clap:

Ser´s Balistix,

wie du vielleicht schon an einigen meiner Beiträge bemerkt hast, bin ich so a bissl was vom Fach.
Zudem noch in Wien daham.

Also wennst willst, könn´ma uns die Sache mal angucken.
Können wir auch ggf. per PN weiter bequatschen.

Aber ich will mich nicht aufdrängen!

LG Steelman
"Ein Mensch, der innerlich nicht auf Gewalt vorbereitet ist, wird dem Gewalttäter gegenüber stets den kürzeren ziehen". (Alexander Solschennizyn: Der Archipel Gulag)

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Re: Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von Balistix » Mi 5. Jun 2019, 13:09

Steelman hat geschrieben:
Mi 5. Jun 2019, 12:30
Balistix hat geschrieben:
Mi 5. Jun 2019, 11:52
Hier kann man was lernen. Wärst du nicht so weit weg zuhause, würde ich mal mit meiner Springfield vorbeischneien zwecks gemeinsamer Begutachtung. :clap:

Ser´s Balistix,

wie du vielleicht schon an einigen meiner Beiträge bemerkt hast, bin ich so a bissl was vom Fach.
Zudem noch in Wien daham.

Also wennst willst, könn´ma uns die Sache mal angucken.
Können wir auch ggf. per PN weiter bequatschen.

Aber ich will mich nicht aufdrängen!

LG Steelman
Danke, sehr gern. Ich melde mich. Es ist immer schön, neue Bekanntschaften zu machen.
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Re: Erfahrungen Springfield 1911A1 Stainless

Beitrag von Incite » Mi 5. Jun 2019, 15:08

panhandle hat geschrieben:
Mi 5. Jun 2019, 11:11
Hmmmm, ....dieses Video zeigt aber eigentlich "nur" den beginn des Entriegelungsvorgang's.....Lauf wird nach HINTEN gedrückt (der Verschluss läuft da natürlich mit) und folgt damit naturgemäß wie vorgesehen seiner Entriegelungskurve (wie vom Kettenglied vorbestimmt).
Eine rein Vertikale Bewegung des Laufes - wie es bei einem ausgelutschten Kettenglied zb. der Fall wäre - ist hier aber ned sichtbar...zumindest für mich.
Was bei einem solchen Test vielleicht noch "ratsam" wäre...... die Verschlussfeder zuvor entnehmen, (den Verschlusssfanghebel aber wieder einsetzen) weil das nimmt zusätzliche (Ver)Spannung aus dem System...das wiederum als "Spielfrei" interpretiert werden könnte.

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Willi
Hi Willi,

Mein Peters Stahl sowie die Bärli geben da kein Zehntel nach. Mein Büma ist ein Ing. der HTL Ferlach mit mehr als 30 Berufsjahren und der hat mir das live vorgeführt.

Zu sonstigen technischen Diskussionen kann ich mangels Fachwissen nichts beitragen. Ich kann hier nur meinem Fachmann vertrauen.

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