Unterstützt den Betrieb des Forums durch Eure Mitgliedschaft im PDSV - PULVERDAMPF Schützenverein! Infos: viewtopic.php?f=53&t=43971

Sig P210 worauf achten

Rund um den Schiesssport: Technik, Erfahrungen, Tipps und Tricks
Antworten
Benutzeravatar
MarkM
.50 BMG
.50 BMG
Beiträge: 616
Registriert: Di 27. Sep 2016, 07:40
Wohnort: Niederösterreich/Wien

Sig P210 worauf achten

Beitrag von MarkM » Sa 29. Feb 2020, 12:35

Ich suche was präzises in 5-6 Zoll und da ist auch die P210 immer wieder mit dabei. Jetzt gibt es die aus der guten alten Fertigung, die Originale aus der Schweiz usw. die einen beißen gerne und eine neue braucht man gar nicht vergleichen. So viel zum Halbwissen nach einigen Stunden Internet stöbern.

Was ist da wirklich gut und wo bewegt man sich preislich? Wenn ich sie für Ordonanz Bewerbe einsetzen möchte, muss man angeblich auf die Visierung achten.

Wie sieht es mit Ersatzteilen aus?
Kimber Eclipse Target II California .45 WS.22lr
Rex Alpha, Glock 17 plus 9mm
Browning Buckmark Stainless UDX .22lr
Colt Combat Commander 9mm
627 Competition pro 38/357

Benutzeravatar
AUG-andy
.50 BMG
.50 BMG
Beiträge: 1592
Registriert: Sa 9. Dez 2017, 13:13
Wohnort: Wien/NÖ

Re: Sig P210 worauf achten

Beitrag von AUG-andy » Sa 29. Feb 2020, 13:01

MarkM hat geschrieben:
Sa 29. Feb 2020, 12:35
Ich suche was präzises in 5-6 Zoll und da ist auch die P210 immer wieder mit dabei. Jetzt gibt es die aus der guten alten Fertigung, die Originale aus der Schweiz usw. die einen beißen gerne und eine neue braucht man gar nicht vergleichen.

Was ist da wirklich gut und wo bewegt man sich preislich? Wenn ich sie für Ordonanz Bewerbe einsetzen möchte, muss man angeblich auf die Visierung achten.

Wie sieht es mit Ersatzteilen aus?
Ich kann nur von der neuen Sig Sauer 210 Legend berichten, allerdings mit verstellbarer Visierung. Habe noch nie eine so exzellent verarbeitete Pistole besessen wie diese 210er . Optik , Haptik , Oberflächenbeschaffenheit , spielfreier Sitz Verschluss/Griffstück. Über den Abzug gibt's bei der Sig auch nichts zu bemängeln.
Bricht glasklar nach kurzem Vorweg . Einzige Wermutstropfen ist halt der Preis.
Wenn ich sie nicht so günstig angeboten bekommen hätte wäre es was anderes geworden. Inklusive der verstellbaren Visierung deutlich unter 2000€ fast ungeschossen erstanden. Und da bin ich sehr pingelig was den Zustand angeht bei gebrauchten Waffen.

Bild
MfG
0.22LR , 223Rem , 308Win , 9mm Para , 38/357 , 44Mag , 45ACP

Online
Alaskan454
.50 BMG
.50 BMG
Beiträge: 2467
Registriert: Mi 13. Feb 2019, 11:57

Re: Sig P210 worauf achten

Beitrag von Alaskan454 » Sa 29. Feb 2020, 13:11

MarkM hat geschrieben:
Sa 29. Feb 2020, 12:35
Ich suche was präzises in 5-6 Zoll und da ist auch die P210 immer wieder mit dabei.

Was ist da wirklich gut und wo bewegt man sich preislich? Wenn ich sie für Ordonanz Bewerbe einsetzen möchte, muss man angeblich auf die Visierung achten.
Das die Sig Sauer P210 Target & Supertarget sowie die Legend von vornherein ausscheiden für Ordonnanzbewerbe da sie nie irgendwo eingeführt wurden muss dir halt klar sein.

Das mit der Visierung kommt halt auf die Ausschreibung an. Die Deutschen zb haben 2 Disziplinen mit fester und verstellbarer Visierung.

Ein Link zur Dienstpistolenliste des deutschen Verbands.

https://www.google.com/url?sa=t&source= ... -jvwvUe5pB


Was du dir aber ansehen könntest ist die USP Expert zb.
5 Zoll kostet einen 1000er weniger und ist als Ordonnanzpistole eingeführt worden und wenn es unbedingt 6 Zoll sein sollen gibt es ein Elite WS auch dazu das absolut toll funktioniert.

Optisch kann sie mit der Sig nicht mithalten und ist eine Polymerwaffe.
aber Preis/Leistung ist schwer zu toppen siehe folgenden Link zur USP Elite zb.
https://www.all4shooters.com/de/shootin ... tole-test/

Lg
Rugerianer und stolz darauf

lüftl
.308 Win
.308 Win
Beiträge: 312
Registriert: So 1. Jan 2012, 16:48
Wohnort: München

Re: Sig P210 worauf achten

Beitrag von lüftl » Sa 29. Feb 2020, 14:51

Bei der originalen 210 kannst Du gegen das Hahnbeissen schon was tun. Entweder den Hahn leicht kürzen oder, wenn die Disziplin das zulässt einen Beavertail anschrauben oder ankleben. Anschrauben geht bei der Sportversion, -5 oder -6 mit verschraubtem Schlösschen oder man klebt halt bei den Versionen wo das Schlösschen nicht verschraubt ist.
Außerdem schabt die Schlagfederstange hinten im Rahmen. Daran kann man aber sehr gut erkennen, ob die Waffe viel geschossen worden ist. Schau mal bei Harald Berty auf der Internetseite nach, da ist sehr vieles gut erklärt. Meine läuft wie ein Uhrwerk und treffen tut sie auch. Die Sicherung bei den Original SIG schabt am Rahmen und hinterlässt einen unübersehbaren Kratzer. Der gehört aber irgendwie dazu.
Über die SIG Sauer Legends etc. kann ich nicht viel sagen. Ich kenne ein paar Schützen die sie haben und recht zufrieden sind. Die 210 liegt einem oder nicht. Die Original Griffe aus der Schweiz sind zum Schiessen nicht das gelbe vom Ei. Da ist Nill um Welten besser. Schau dass du sie schiessen kannst und entscheide dann. Ich hab meine über dreissig Jahre und finde sie perfekt. Aber wie gesagt, wer keine hat, oder wem sie nicht liegt, sagt gerne mal was anderes.

Edit: Satz zugefügt
Pfiat Eich God

Da Lüftl

____________________________________________________________________________________________
Kuscheln und Kuschen is net des selbe!

Benutzeravatar
stahldurst
.357 Magnum
.357 Magnum
Beiträge: 149
Registriert: Do 5. Apr 2018, 18:45
Wohnort: 87XX

Re: Sig P210 worauf achten

Beitrag von stahldurst » Sa 29. Feb 2020, 18:45

Hallo!
Da die Ordonnanzbewerbe in Ö recht spärlich sind, stellt sich die Frage ob Du darauf wirklich
das Hauptaugenmerk legen solltest.
Wenn ja, dann musst Du sie sowieso original lassen.
Wenn nein, dann gibt es die Option ein Dobler Visier zu verbauen.
Ich bin mit dem Originalvisier nicht gut zurechtgekommen, was aber auch daran gelegen sein dürfte,
dass mir zu Beginn meiner "GK-Karriere" einfach noch die Praxis gefehlt hat.
Wie schon erwähnt, den Hammerbiss kann man durch Einkürzen des Hahnsporns beseitigen.
Beim Schloss sollte man darauf achten, dass keine "Experten" herumgepfuscht haben.
Der Hammer bewegt sich ja, wenn man den Vorzugweg überwindet nach hinten.
Wenn man bis zum Druckpunkt geht und den Abzug wieder löst, soll sich auch der Hammer wieder
zurückbewegen. Bleibt er hängen, hat wahrscheinlich jemand rumgemurkst. Darauf achten!
Ersatzteile bekommt man, aber eines sollte Dir bewusst sein:
Billig ist für die SIG nichts.
Ich habe hier 8 Magazine und 2 Schlösser die zusammen schon den Wert einer neuen Gebrauchspistole bei weitem übersteigen.
Eins muss man auch erwähnen:
Obwohl ich richtig SIG verseucht bin und von der Qualität der original SIG Fertigung absolut überzeugt bin,
es bleibt immer noch eine "Dienstpistole" und ist mit einer modernen Sportpistole nicht zu vergleichen.
Trotz der hohen Eigenpräzision, dessen muss man sich bewusst sein.
Verkaufen würde ich meine SIG nie mehr.
BG
Hans
Bild

Benutzeravatar
MarkM
.50 BMG
.50 BMG
Beiträge: 616
Registriert: Di 27. Sep 2016, 07:40
Wohnort: Niederösterreich/Wien

Re: Sig P210 worauf achten

Beitrag von MarkM » So 1. Mär 2020, 10:20

Da hast du vermutlich recht...vielleicht ist eine moderne 6 Zoll Pistole klüger
Kimber Eclipse Target II California .45 WS.22lr
Rex Alpha, Glock 17 plus 9mm
Browning Buckmark Stainless UDX .22lr
Colt Combat Commander 9mm
627 Competition pro 38/357

Benutzeravatar
Herakles
.223 Rem
.223 Rem
Beiträge: 268
Registriert: Di 6. Jan 2015, 10:02
Wohnort: Innsbruck

Re: Sig P210 worauf achten

Beitrag von Herakles » So 1. Mär 2020, 14:52

Ich würde eine alte bekannte und gesetzte jeder neuen vorziehen.
Obrigkeitsgläubigkeit und vorauseilender Gehorsam gefährden die Freiheit aller.
Stoppt die EU bevor es zu spät ist. Freie Waffen für freie Bürger.
Ich fürchte ich mich mehr vor den EU-Politikern und ihren Schergen als vor Terroristen.

lüftl
.308 Win
.308 Win
Beiträge: 312
Registriert: So 1. Jan 2012, 16:48
Wohnort: München

Re: Sig P210 worauf achten

Beitrag von lüftl » So 1. Mär 2020, 16:17

Hallo MarkM,
bevor Du eine Entscheidung triffst, schiess einfach mal mit einer. Ich weiß ja nicht, wo Du da in Deiner Nähe Gelegenheit hättest, aber es wäre wirklich schade, wenn Du dir eine der meiner Meinung nach Besten (Dienst-) Pistolen wegen dem Internet entgehen lassen würdest, ohne Dir eine eigene Meinung zu bilden zu können.
Ich hab in dem ganzen Thread nicht wirklich gelesen, dass man sie Dir ausreden wollte. Natürlich ist ein "Oldtimer" ein bisschen aufwendiger, was eventuelle Ersatzteile angeht. Aber schön langsam werden Teile, die es schon länger nicht mehr gab, wieder nachgefertigt. Die Magazine sind neuerdings als Nachbau unter 50,-- Euro zu bekommen. Ich hab meine jetzt über 30 Jahre und noch nie was gebraucht.
Ich kenne auch niemanden, der wirklich viele Teile benötigt hätte, wenn nicht vorher ziemlich dran rumgebastelt worden wäre, speziell am Abzug.
Außerdem sollte man wie bei jeder älteren Waffe lieber nicht die stärksten Ladungen verschiessen. Das führt bei jeder Waffe zu Verschleiss.
Bei mir im Verein ist jemand, der nach eigenen Angaben über 100000 Schuss durch hat, ohne Reparaturen oder Sperenzchen. Ist für so ein altes Schätzchen sicher nicht schlecht.
Meine hat nicht mehr als 45000 durch und absolut keine Probleme. Das einzige was in Eigenregie geändert wurde war ein Nill Griff, ein Beavertail angeschraubt, (ist eine 210-6), eine Berty Impulsfedernstange, die Gleitmutter für die Abzugsfeder und ein Dobler Visier, weil ich Sie ohne verstellbare Visierung geordert hatte. Das originale verstellbare Visier war mir irgendwie zu filigran.

Jetzt fühlt sie sich an wie eine reinrassige Sportpistole und alles kann ohne Probleme rückgängig gemacht werden. Aber das muss alles nicht sein, ist so auch eine tolle Waffe.

Nix gegen die USP, ist sicherlich eine gute bis hervorragende DP, aber ist irgendwie............ Also wenigstens mir geben die ganzen Polymerwaffen wenig. Die letzte HK, die ich gut finde war die P7. Aber ist nur meine Meinung und da steh ich dazu!
Pfiat Eich God

Da Lüftl

____________________________________________________________________________________________
Kuscheln und Kuschen is net des selbe!

Benutzeravatar
stahldurst
.357 Magnum
.357 Magnum
Beiträge: 149
Registriert: Do 5. Apr 2018, 18:45
Wohnort: 87XX

Re: Sig P210 worauf achten

Beitrag von stahldurst » So 1. Mär 2020, 17:22

Servus Lüfti!
Wenn Du dir meinen Beitrag durchgelesen hättest, würdest Du in mir einen der stärksten
Fürsprecher für SIG erkennen.
Hast Du schon mal ein Promag Magazin getestet bzw. in der Hand gehabt?
Sich eine SIG zu kaufen und dann bei den Mag's sparen...
BG
Hans

lüftl
.308 Win
.308 Win
Beiträge: 312
Registriert: So 1. Jan 2012, 16:48
Wohnort: München

Re: Sig P210 worauf achten

Beitrag von lüftl » So 1. Mär 2020, 18:02

Hallo Stahldurst,
hab schon erkannt, worauf Du hinauswolltest, war sicher nicht gegen Dich oder sonst jemanden. Speziell wenn er für die 210 spricht! :-) Über die Qualität der Nachbaumagazine hab ich auch nix gesagt! Warum muss man denn im Moment für ein Original SIG Magazin fast 150,-- Euro hinlegen? Von den Preisen für die .22 Magazine gar nicht zu reden.
Ich wollte nur darauf hinaus, dass immer mehr Teile nachgefertigt werden, schön langsam. Und dass bei Nachfertigungen nicht immer gleich alles beste Qualität ist, ist ja hinreichend bekannt. Aber wenn einer mal anfängt, kommen über kurz oder lang sicher noch andere dazu. Und die könnten ja mal was anständiges bauen, oder?

Ich hab auch nichts gegen die Kameraden, die sich die Billigmagazine kaufen, weil im Moment die Originalmagazine kaum aufzutreiben sind. Die würden den Preis wahrscheinlich gerne zahlen, wenn sie im Moment ein Originalmagazin bekommen würden.

Ich hab mir aber erzählen lassen, dass man die Magazine der .P38/P1 relativ einfach so abändern kann, dass sie passen sollen. Hab es aber nicht ausprobiert, weil ich genug originale hab.
Pfiat Eich God

Da Lüftl

____________________________________________________________________________________________
Kuscheln und Kuschen is net des selbe!

Online
Alaskan454
.50 BMG
.50 BMG
Beiträge: 2467
Registriert: Mi 13. Feb 2019, 11:57

Re: Sig P210 worauf achten

Beitrag von Alaskan454 » So 1. Mär 2020, 18:09

lüftl hat geschrieben:
So 1. Mär 2020, 16:17

Nix gegen die USP, ist sicherlich eine gute bis hervorragende DP, aber ist irgendwie............ Also wenigstens mir geben die ganzen Polymerwaffen wenig.
Ja mir ging's nur darum eine nicht "so kostenintensive" Alternative aufzuzeigen die neu auch zu bekommen wäre (Stichwort Gewährleistung). Ich bin da ganz ehrlich ich hätte selbst gerne eine Sig P210 nur ist es mir das Geld nicht wert.

Lg
Rugerianer und stolz darauf

Benutzeravatar
stahldurst
.357 Magnum
.357 Magnum
Beiträge: 149
Registriert: Do 5. Apr 2018, 18:45
Wohnort: 87XX

Re: Sig P210 worauf achten

Beitrag von stahldurst » Mo 2. Mär 2020, 16:41

Hallo in die Runde!
@Lüfti: Passt, so kann ich das akzeptieren :obscene-drinkingcheers:
Ich tu' mir immer schwer jemanden etwas anderes als eine SIG zu empfehlen.
Zu den Magazinen: Bei eG** kann man ab und zu mal welche um einen guten Preis ersteigern.
Das mit den P38 Mag's habe ich auch schon gehört, aber mit 8 SIG Magazinen habe ich mal für 10 Leben genug.

Eigentlich hatte ich auch nie vor so viel für eine "gebrauchte" auszugeben. Ich wollte mir damals eine
schöne gebrauchstaugliche Armbanduhr kaufen. Hab ich aber schon, deshalb ist es dann doch eine Dk SIG geworden.
Damals kannte ich noch nicht so viele GK-Pistolen und mir fehlte einfach der Vergleich zu anderen Herstellern.
Mittlerweile, nachdem viele Pistolen unterschiedlichster Hersteller durch meine Hände gewandert sind, ist
es immer wieder ein Genuss und eine Freude die SIG in die Hand zu nehmen und zu schießen.
BG
Hans

Antworten