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Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Von Waffenpflege bis hin zu Pimp my gun!
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Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon powertube » Mo 12. Feb 2018, 21:00

Guten Abend zusammen,

wenn alles gut läuft, bekomme ich diese Woche meinen ersten Revolver, einen Colt Trooper Bj. 67 mit 6" Lauf.
Um das alte (aber sehr gut erhaltene) Schätzchen entsprechend zu schonen, werde ich wohl vorrangig 38 spec LRN damit verschießen.
Ich habe nun mehrmals gelesen, dass man gerade bei der Verwendung von Bleigeschossen die Pflege nicht zu kurz kommen lassen sollte.

Die Frage ist nun, was genau soll ich verwenden? Ich habe bei Brownells den Lewis Lead Remover gefunden. Taugt das was?
Dazu dann noch Reinigungsbürsten für den Lauf und die Trommelkammern? Aus welchem Material sollten die Bürsten sein? Stahl, Bronze oder ganz was anderes?

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Re: Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon McMonkey » Mo 12. Feb 2018, 21:20

Wenn du kein Wiederlader bist, dann lass die Bleigeschosse. Sollte die Kaufmunition nicht zu deinem Laufdiameter passen, dann gibt es Bleiablagerungen, die unangenehm (beim Revolver) zu entfernen sind. Nimm die Mantelgeschosse z.b. von S&B, da brauchst du auch kein Bronzebürsterl für den Lauf. Ein Patch von vorne oder VFG Filze von hinten reichen. Das Bürsterl nimmst nur noch für die Trommel. Stahlbürsterl ist ganz "pöse"! Als Reinigungsöl, kann ich dir das im Link empfehlen. Eine bessere Reinungswirkung hatte ich in 30Jahren nicht.

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Re: Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon gunlove » Mo 12. Feb 2018, 21:24

McMonkey hat geschrieben:Wenn du kein Wiederlader bist, dann lass die Bleigeschosse. Sollte die Kaufmunition nicht zu deinem Laufdiameter passen, dann gibt es Bleiablagerungen, die unangenehm (beim Revolver) zu entfernen sind. Nimm die Mantelgeschosse z.b. von S&B, da brauchst du auch kein Bronzebürsterl für den Lauf. Ein Patch von vorne oder VFG Filze von hinten reichen. Das Bürsterl nimmst nur noch für die Trommel. Stahlbürsterl ist ganz "pöse"! Als Reinigungsöl, kann ich dir das im Link empfehlen. Eine bessere Reinungswirkung hatte ich in 30Jahren nicht.

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Re: Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon helmsp » Di 13. Feb 2018, 09:52

McMonkey hat es auf dem Punkt gebracht, am besten die günstigsten FMJ (Vollmantel) schiessen, dann reicht es auch, wenn du die Waffe alle heilige Zeiten mal putzt.
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Re: Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon powertube » Di 13. Feb 2018, 20:39

Danke euch, ich bin davon ausgegangen, dass Bleigeschosse besonders "laufschonend" sind.
Der selbstgemachte Reiniger sieht interessant aus, werde ich bei Gelegenheit mal anmischen.

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Re: Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon panhandle » Mi 14. Feb 2018, 02:22

powertube hat geschrieben:Danke euch, ich bin davon ausgegangen, dass Bleigeschosse besonders "laufschonend" sind.
Der selbstgemachte Reiniger sieht interessant aus, werde ich bei Gelegenheit mal anmischen.


servus...

jetzt soll aber nicht der eindruck entstehen das dir a bleiwimmerl den lauf kaputt macht..... nur eben die reinigung gestaltet sich ein wenig "intensiver" so du wirklich viel davon verschießt.

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Re: Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon Elsa » Mi 14. Feb 2018, 07:05

Hallo
Ein bisschen Blei im Lauf schadet nicht.
Im Gegenteil, wenn ich alle heiligen Zeiten mal das Blei aus dem Lauf entferne weil ich die Züge fast nicht mehr sehe streut mein 629er die nächsten 2 Schachteln mehr als mit dem Bleiablagerungen (allerdings verschließe ich nur Bleimumpels, zwischendurch Mantelgeschoße sind nicht ratsam) .
Danach ist wieder alles gut.
Ist nur so ne Beobachtung von mir, kann bei anderen auch anders sein.
So long
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Re: Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon McMonkey » Mi 14. Feb 2018, 07:49

Elsa hat geschrieben:...Ein bisschen Blei im Lauf schadet nicht.
Im Gegenteil, wenn ich alle heiligen Zeiten mal das Blei aus dem Lauf entferne weil ich die Züge fast nicht mehr sehe streut mein 629er die nächsten 2 Schachteln mehr als mit dem Bleiablagerungen
Klar schadet das Blei/Abrieb dem Lauf nicht. Die Problematik bei einem "Bleilauf" ist, er braucht eine Anfangsphase um Präzise zu treffen. Dann hat er mit einer Schusszahl X seinen "Höhenflug" um später wieder die Streukreise aufzumachen. Hat man nun nicht das zum Lauf passende Geschoss und ist der Lauf eher von der "rauen Sorte", wird das nicht besser. Hinzu kommt noch der Faktor Geschoßlegierung, passendes Geschoßfett! und die altbekannten Faktoren ... Ladung usw.

Ich hatte einen Revolver der nach einer intensiven Laufreinigung 70 Schuß benötigte und dann aber für gut 150Schuss "Loch in Loch" geschossen hat. Dann war die Show wieder vorbei. Die Bleiablagerungen lassen sich nur mechanisch entfernen und das ist eben eine Sch... Arbeit. Ein anderer Revolver hatte überhaupt und wenn, kaum Ablagerungen.

Jetzt kann man aus dem Thema Bleigeschosse/Revolver ein Projekt machen. Die Frage ist, ob sich @powertube das antun will, wenn er kein Wiederlader mit entsprechender Erfahrung ist. Ein z.b. Unerfahrener/Anfänger wird den Unterschied im Trefferbild eines nicht zum Lauf passenden Geschoß, Fett usw. von einem Schützenfehler nicht unterscheiden können und hat trotzdem eventuell die Sch.. Arbeit mit der "Bleiräumung".

Projekte sind interessant und lernen macht Spaß. Allein die Ausdauer führt zum entsprechenden Erfolg. Das sehe und hoffe ich bei meinem Projekt...Blei-Geschosse gießen, Kal. 40-65win, Geschossfett herstellen, Schwarzpulverladung und entsprechende Treffer von 100-500Meter.
Was man nicht tut, geschieht auch nicht.

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Re: Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon powertube » Do 15. Feb 2018, 10:34

Danke für euer Feedback.
Weshalb ist es denn nicht ratsam, zwischen Blei und Mantelgeschossen zu wechseln?

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Re: Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon Elsa » Do 15. Feb 2018, 11:09

Hallo
Da die Bleimurmeln weicher sind passen sie sich bei einem "verbleiten" Lauf dem neuen Diameter an, dichten besser ab und es gibt kaum Gasschlupf (die Gase die aufgrund des hohen Druckes im Lauf beim Schießen am Geschoß vorbei gehen und mitverantwortlich sind für die Laufverbleiung).
Mantelgeschoße tun das nicht.
Bei leichten Ladungen gibt es Laufstecker und bei Ladungen mit richtig Schmackes kann dann schon mal das schwächste Glied der Kette nachgeben.
Ich hab schon mal gesehen wie der Lauf von nem 629er Richtung Scheibe flog.
Aber wie sagt der Wiederlader, alles kann, nichts muß
So long
Elsa

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Re: Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon Glockus » Do 15. Feb 2018, 12:52

Ist es nicht auch so, dass ein Vollmantelgeschoss das abgelagerte Blei dann mehr verdichtet und die Reinigung daher noch schwieriger wird?

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Re: Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon powertube » Do 15. Feb 2018, 20:56

Glockus hat geschrieben:Ist es nicht auch so, dass ein Vollmantelgeschoss das abgelagerte Blei dann mehr verdichtet und die Reinigung daher noch schwieriger wird?


Das klingt für mich als Laie zumindest recht logisch.

Mir gehts halt primär darum, ein paar Löcher in die Scheiben zu stanzen und dabei meine durchaus betagte Drehpistole nicht zu sehr zu beanspruchen. Ich nehme für mich mit, dass ich mich bei der Kugelwahl nicht auf Bleiprojektile festschießen muss (haha), sondern mindestens genau so gut Mantelgeschosse verwenden kann,

thnx !

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Re: Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon helmsp » Fr 16. Feb 2018, 09:24

powertube hat geschrieben:Mir gehts halt primär darum, ein paar Löcher in die Scheiben zu stanzen und dabei meine durchaus betagte Drehpistole nicht zu sehr zu beanspruchen.
Wenns ein S&W ist und du nur paar Löcher stanzen willst dann wird dein Trommler noch deine Urururururururenkel erleben. 8-)
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Re: Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon powertube » Fr 16. Feb 2018, 10:06

helmsp hat geschrieben:
powertube hat geschrieben:Mir gehts halt primär darum, ein paar Löcher in die Scheiben zu stanzen und dabei meine durchaus betagte Drehpistole nicht zu sehr zu beanspruchen.
Wenns ein S&W ist und du nur paar Löcher stanzen willst dann wird dein Trommler noch deine Urururururururenkel erleben. 8-)



Nein, es ist ein Colt Trooper von 1966. :?

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Re: Revolverpflege - Entfernung Bleirückstände

Beitragvon Hane » Fr 16. Feb 2018, 10:24

na da hast ja was ordentliches und nicht so S&W-Zeug :-)

hätte keine Angst normale .357er Ladungen zu verschießen


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