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Glock Verschluss fräsen

Von Waffenpflege bis hin zu Pimp my gun!
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sig226
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Glock Verschluss fräsen

Beitrag von sig226 » Mo 11. Jan 2021, 21:57

Servus,

hat zufälligerweise jemand Erfahrungen mit dem Fräsen von Glock Verschlüssen?
Ich möchte an einer Gen3 ein Noblex Mini Rotpunktvisier an dem Verschluss einpassen.
Was mich besonders interessiert ist wie hart die Glock Beschichtung ist und ob ein Hartmetall-Fräser nötig ist.

Nach meinem Kenntnisstand handelt es sich bei der Härtung um eine Randbeschichtung, bedeutet der Kern ist weich und somit sollte das Gewindeschneiden für die Aufnahme ohne besondere Schwierigkeiten machbar sein.
Sehe ich das so richtig oder bin ich auf dem Holzweg?

Würde mich über einige Erfahrungswerte freuen:-))

yoda
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Re: Glock Verschluss fräsen

Beitrag von yoda » Mo 11. Jan 2021, 22:12

sig226 hat geschrieben:
Mo 11. Jan 2021, 21:57
Servus,

hat zufälligerweise jemand Erfahrungen mit dem Fräsen von Glock Verschlüssen?
Ich möchte an einer Gen3 ein Noblex Mini Rotpunktvisier an dem Verschluss einpassen.
Was mich besonders interessiert ist wie hart die Glock Beschichtung ist und ob ein Hartmetall-Fräser nötig ist.

Nach meinem Kenntnisstand handelt es sich bei der Härtung um eine Randbeschichtung, bedeutet der Kern ist weich und somit sollte das Gewindeschneiden für die Aufnahme ohne besondere Schwierigkeiten machbar sein.
Sehe ich das so richtig oder bin ich auf dem Holzweg?

Würde mich über einige Erfahrungswerte freuen:-))
Außen hast du so um die 60 HRC herum, ist aber eine dünne Schicht, lässt sich mit VHM problemlos fräsen. Gewinde geschnitten hab ich noch nicht, aber wenn ich außen messe ergibt die Rockwell Messung 45 HRC, also Gewinde schneiden geht mit guten Gewindebohrern wie Titex grün 100%. Billige Gewindebohrer kannst bei der Härte vergessen, das ist fast aussichtslos...

https://www.hoffmann-group.com/DE/de/ho ... N/p/132741
Zuletzt geändert von yoda am Mo 11. Jan 2021, 22:18, insgesamt 1-mal geändert.

sig226
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Re: Glock Verschluss fräsen

Beitrag von sig226 » Mo 11. Jan 2021, 22:16

Das ging mega schnell, vielen Dank für dein Feedback:-))

yoda
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Re: Glock Verschluss fräsen

Beitrag von yoda » Mo 11. Jan 2021, 22:21

sig226 hat geschrieben:
Mo 11. Jan 2021, 22:16
Das ging mega schnell, vielen Dank für dein Feedback:-))
Gerne, hab dir noch einen Link hingeschrieben, der geht bis 1400 N/mm2 mit dem gehts sicher. Unten siehst du beim Hoffmann immer die N/mm², die Werkzeuge können immer etwas mehr aber irgendwo ist dann halt Schluss.

Mit den 1400 N/mm² VHM Fräsern hab ich 1800 N/mm² auch schon gefräst, VHM ist aber superhart, die Gewindebohrer sind alle HSS, da ist wahrscheinlich schon früher Schluss, ich weiß aber nicht genau wo wirklich das Limit ist.

sig226
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Re: Glock Verschluss fräsen

Beitrag von sig226 » Mo 11. Jan 2021, 22:35

Beim Gewindeschneiden muss man halt etwas vorsichtig rein schneiden, viel schmieren und lieber einmal mehr raus fahren als abbrechen:-) Gehe aber auch auf Nummer sicher und kaufe mir neue für diesen Auftrag.

Zu welchem Zweck hast du die Fräsungen bei dir gemacht?

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rhodium
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Re: Glock Verschluss fräsen

Beitrag von rhodium » Mo 11. Jan 2021, 23:52

Aus was für einer Legierung ist ein Pistolenschlitten? Ist das mit der Legierung des Laufs vergleichbar?

... bin absoluter Laie in diesen Dingen, aber interessieren tut's mich halt.

yoda
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Re: Glock Verschluss fräsen

Beitrag von yoda » Di 12. Jan 2021, 09:41

rhodium hat geschrieben:
Mo 11. Jan 2021, 23:52
Aus was für einer Legierung ist ein Pistolenschlitten? Ist das mit der Legierung des Laufs vergleichbar?

... bin absoluter Laie in diesen Dingen, aber interessieren tut's mich halt.
Ein Freund arbeitet dort der hat mir erzählt die haben eine ganz eigene Legierung von Böhler, aber keine Ahnung ob das der selbe Stahl ist, möglich ist es. Ich habs hier schonmal irgendwo geschrieben, im Prinzip kannst du alles aus AISI 4140 oder 4340 machen, die Stähle sind net so besonders beansprucht, die Konstruktionen die da verwendet werden gibts im Prinzip seit den 1920er Jahren. Im WK2 haben die teilweise Baustahl verwendet und dann aufgekohlt weil ihnen gegen Kriegsende ein Großteil der Legierungselemente gefehlt hat, hat auch brauchbar gehalten.
sig226 hat geschrieben:
Mo 11. Jan 2021, 22:35
Beim Gewindeschneiden muss man halt etwas vorsichtig rein schneiden, viel schmieren und lieber einmal mehr raus fahren als abbrechen:-) Gehe aber auch auf Nummer sicher und kaufe mir neue für diesen Auftrag.

Zu welchem Zweck hast du die Fräsungen bei dir gemacht?
Verschiedenste Dinge, hab schon einiges mit der Härte gefräst und gebohrt, teilweise auch härter. Bei einem Chinagewindebohrer kannst teilweise so viel schmieren wie du willst bei der Härte weils einfach nicht mehr schneidet, deswegen meine Empfehlung.

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Re: Glock Verschluss fräsen

Beitrag von BR1 » Di 12. Jan 2021, 12:57

Wie werden die bohrungen für die gewinde platziert? Bei den MOS-Glocks liegt die rechte bohrung extrem knapp zwischen schlagbolzenkanal und der bohrung für die auszieherfeder - da sieht man sogar einen durchbruch.

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Re: Glock Verschluss fräsen

Beitrag von impact » Di 12. Jan 2021, 13:50

BR1 hat geschrieben:
Di 12. Jan 2021, 12:57
Wie werden die bohrungen für die gewinde platziert? Bei den MOS-Glocks liegt die rechte bohrung extrem knapp zwischen schlagbolzenkanal und der bohrung für die auszieherfeder - da sieht man sogar einen durchbruch.
Man muss halt genau wissen wie die Kanäle/Fräsungen im inneren des Verschlusses verlaufen, und die Schnittstellengeometrie für die Optikmontage kennen. Und dann kann man sich anschauen wie gut das zusammenpasst bzw wie tief man gehen kann.
Praktisch für sowas ist natürlich ein CAD Programm.
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Re: Glock Verschluss fräsen

Beitrag von steveolino » Mi 13. Jan 2021, 18:09

Glock fräsen, geht recht easy. Habe ich sogar auf meiner DIY-Fräse gemacht. VHM und los gehts.
HSS geht sicher auch. So hart ist das Teil nicht.
Bezgl. MOS-Cut, schau mal auf GrabCAD. Sofern du mit CAD-Software nicht auf Kriegsfuß stehst, kannst ja mal das Modell runterladen (sofern es eines gibt) und schauen ob "nichts im Weg" ist.

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