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Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von Roliboli » Do 26. Mär 2020, 08:19

doc steel hat geschrieben:
Do 26. Mär 2020, 07:41
Spiky hat geschrieben:
Mi 25. Mär 2020, 23:21

... somit stellt sich dann für mich die nächste Frage:
Nachdem der einzige (?) Nachteil der Balkenwaage die Ablesbarkeit sein dürfte,
wo liegt jetzt genau der Vorteil der elektrischen Waage?

in der schnelleren anzeige
kommt auf die Einstellungen der Waage an. Wenn sie zu schnell einen konstanten Wert anzeigt ist etwas faul. (Laborwaagen)

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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von doc steel » Do 26. Mär 2020, 08:24

so schnell auch wieder nicht aber im vergleich zur balkenwaage, wo man das einpendeln abwarten muss ist eigentlich jede korrekt eingestellte analyse- u. laborwaage.
lg,
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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von Roliboli » Do 26. Mär 2020, 08:31

doc steel hat geschrieben:
Do 26. Mär 2020, 08:24
so schnell auch wieder nicht aber im vergleich zur balkenwaage, wo man das einpendeln abwarten muss ist eigentlich jede korrekt eingestellte analyse- u. laborwaage.
und stimmt schon wir reden hier ja von hohen mg Mengen da geht's leichter :D. Das vergesse ich leicht. Ich bin da ja eher kleinere Mengen gewohnt. Dafür 6 Nachkommastellen bei mg. (Für den Preis der Waage kann man sehr, sehr viel Munition kaufen). Der große Vorteil von einer Balkenwaage sehe ich eher in der Robustheit und das sie pflegeleichter und weniger zu warten ist.

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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von doc steel » Do 26. Mär 2020, 08:52

Ich hab mit Balkenwaage begonnen...seinerzeit, wies so Stromwaagen no ned geben hat und dann wie die leistbar wurden bin ich bald darauf aufgesprungen.
Kern & Sohn kannte ich von früher her und wusste daher um deren Qualität.
Gottseidank hat mich das zuerst noch preislich abgeschreckt, daher durfte ich die Erfahrung mit Chinascheissdreck,
der stellenweise auch über €200 kostete machen.
Darum und deswegen und überhaupt und wegn den Ganzen hoid gibts für mi nur Kern & Sohn,
.....weil Mettler und Sartorius, die beiden einzigen fähigen Mitbewerber haben ein Modell wie ich es derzeit verwende allerdings nicht im Programm.
lg,
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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von Roliboli » Do 26. Mär 2020, 09:05

doc steel hat geschrieben:
Do 26. Mär 2020, 08:52
Ich hab mit Balkenwaage begonnen...seinerzeit, wies so Stromwaagen no ned geben hat und dann wie die leistbar wurden bin ich bald darauf aufgesprungen.
Kern & Sohn kannte ich von früher her und wusste daher um deren Qualität.
Gottseidank hat mich das zuerst noch preislich abgeschreckt, daher durfte ich die Erfahrung mit Chinascheissdreck,
der stellenweise auch über €200 kostete machen.
Darum und deswegen und überhaupt und wegn den Ganzen hoid gibts für mi nur Kern & Sohn,
.....weil Mettler und Sartorius, die beiden einzigen fähigen Mitbewerber haben ein Modell wie ich es derzeit verwende allerdings nicht im Programm.
Welche verwendest da? Wegen des Preises, oder weil die halt nur mg anzeigen und keine grain? Gibt ja schon einige die robust sind und auf mg genau.

Ich habe eine ausgemusterte Mettler im Keller die ist da auch nicht geeignet, da zu genau.
In der Arbeit hab ich:
https://www.mt.com/de/de/home/products/ ... -and-specs
aber gut da reden wir nicht über den Preis....

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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von doc steel » Do 26. Mär 2020, 09:13

Kern PCB 250-2
Kann Grain auch, das ist mir das wichtigste überhaupt neben der Genauigkeit
Der vorteil von kern ist halt, dass sie sich auch auf den Bereich außerhalb der Labortechnik gelegt haben.
Somit hast bezahlbare Produkte für z.B. den Ausbildungs - u. Privatanwender-bereich auch.
lg,
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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von leopold8202 » Do 26. Mär 2020, 12:20

Ich denke es kommt immer darauf an zu welchen Zweck ich die wiedergeladenen Patronen einsetze . Wenn ich, so wie ich, Patronen für den jagdlichen Gebrauch herstelle, dann ist es vollkommen unerheblich ob hier +/- 0,05 grain mehr oder weniger in der Hülse sind, es wird die Treffpunktlage auf die jadliche Distanz nicht verändern. Wichtiger erscheint mir aber die Hülsen richtig vorzubereiten, diese abzuwiegen und auszulitern, Hülsen genau abzulängen, Hülsenhälse auf gleiche Wandstärke abzudrehen, Zündlöcher auf gleiches Maß aufzureiben, innenliegende Grate zu entfernen und nach Gleichmässigkeit zu sortieren, weiters denke ich auch dass es wichtig ist die Geschosse auszuwiegen und zu sortieren. Für Match Muniton auf weite Distanzen, kann ich dies nicht beurteilen, ich denke aber dass die herrschenden Witterungseinflüsse wie Wind, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit sowie die Meereshöhe, entscheidender sind als ein paar hundertstel grain mehr oder weniger, wobei vermutlich die grösste Fehlerquelle beim Schützen zu suchen sein wird.

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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von Spiky » Do 26. Mär 2020, 12:44

leopold8202 hat geschrieben:
Do 26. Mär 2020, 12:20
Ich denke es kommt immer darauf an zu welchen Zweck ich die wiedergeladenen Patronen einsetze . Wenn ich, so wie ich, Patronen für den jagdlichen Gebrauch herstelle, dann ist es vollkommen unerheblich ob hier +/- 0,05 grain mehr oder weniger in der Hülse sind, es wird die Treffpunktlage auf die jadliche Distanz nicht verändern. Wichtiger erscheint mir aber die Hülsen richtig vorzubereiten, diese abzuwiegen und auszulitern, Hülsen genau abzulängen, Hülsenhälse auf gleiche Wandstärke abzudrehen, Zündlöcher auf gleiches Maß aufzureiben, innenliegende Grate zu entfernen und nach Gleichmässigkeit zu sortieren, weiters denke ich auch dass es wichtig ist die Geschosse auszuwiegen und zu sortieren. Für Match Muniton auf weite Distanzen, kann ich dies nicht beurteilen, ich denke aber dass die herrschenden Witterungseinflüsse wie Wind, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit sowie die Meereshöhe, entscheidender sind als ein paar hundertstel grain mehr oder weniger, wobei vermutlich die grösste Fehlerquelle beim Schützen zu suchen sein wird.
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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von LTE » Do 26. Mär 2020, 16:04

Roliboli hat geschrieben:
Do 26. Mär 2020, 07:34
LTE hat geschrieben:
Mi 25. Mär 2020, 21:46
Wiegen ist das eine, genau Trickeln das andere. Wenn du in einem Rutsch 500 Stück .308 Matchmuni machst, ist eine Sartorius und ein Autotrickler plötzlich eine sehr gute Anschaffung, wenn ich genüsslich 10-20 Patronen machen will, ist es Geldverschwendung.

Es kommt eben immer auf die Anwendung drauf an. Wass allerdings stimmt, Laborwaagen wollen Laborbedinungen, bei meiner merkst du den sich ändernden Luftdruck, stehn tut des Werkl auf einem Seperaten Tisch mit einer Terassen Stein/Betonplatte drauf um erschütterungen zu vermeiden. Das auch die Temperatur möglichs konstant sein sollte, ist sowieso klar.

All diese dinge und noch einiges mehr, brauchst bei einer Balkenwaage nicht!
Darum haben Laborwagen eine Glaseinhausung sonst ist es eine "Grobwaage" :D
Ich glaub du hast dich verlesen, ich rede nicht von Luftzug, sondern von Luftdruck! Ich rede hier auch nicht von 2 Nachkommastellen in Grain sondern von 3, sprich eine Labor Analysewaage. Da merkst du wunderbar wenn sich der Luftdruck ändert ;)

Zum Thema Schnelligkeit, what you pay is what you get, das eine 2-300€ Kern nicht mit einer Kern oder Sartorius im 4-Stelligen Bereich vergleichbar ist, sollte klar sein. Aber, je teurer, schneller und genauer das Spielzeug ist, um so mehr Zuwendung benötigt es in form von Umweltbedingungen.

Mein Autotrickler ist bei allen RS LW Pulvern auf +-2 Kernel (Pulverkörndl) genau hinzukriegen, für meine Matchmuni lasse ich allerdings nur +-0,005Grain zu. Das ist natürlich komplett übertrieben, aber das Werkzeug kanns, also warum nicht nutzen :tipphead:

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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von Spiky » Do 26. Mär 2020, 16:39

LTE hat geschrieben:
Do 26. Mär 2020, 16:04
Mein Autotrickler ist bei allen RS LW Pulvern auf +-2 Kernel (Pulverkörndl) genau hinzukriegen, für meine Matchmuni lasse ich allerdings nur +-0,005Grain zu. Das ist natürlich komplett übertrieben, aber das Werkzeug kanns, also warum nicht nutzen :tipphead:
Dir hat sicher noch niemand gesagt, dass Du ein bissl extrem bist - oder? :D
Mit Gruß aus Wien - Spiky
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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von LTE » Do 26. Mär 2020, 17:06

Spiky hat geschrieben:
Do 26. Mär 2020, 16:39
LTE hat geschrieben:
Do 26. Mär 2020, 16:04
Mein Autotrickler ist bei allen RS LW Pulvern auf +-2 Kernel (Pulverkörndl) genau hinzukriegen, für meine Matchmuni lasse ich allerdings nur +-0,005Grain zu. Das ist natürlich komplett übertrieben, aber das Werkzeug kanns, also warum nicht nutzen :tipphead:
Dir hat sicher noch niemand gesagt, dass Du ein bissl extrem bist - oder? :D
Schau, wenn a CNC aufs 0,001mm genau Arbeiten kann, dann nutzt du es auch, meine Waage kanns, der Trickler ist z.b. bei RS50 auf 45.000gr eingestellt, alles von 45,000 bis 45,010gr kommt in die Hülse. Zu 80-85% bin ich gerade 1 Körndl drunter oder 2 drüber, drüber deshalb, weil hin und wieder 2 statt einem runter fallen. Is des jetzt wirklich a Arbeit, da 1 oder 2 Körndl runterzuschubsen bzw. eines dazu zu schmeißen? wenn du des a paar mal gemacht hast, lauft des wie von selber.

Des hat weniger was mit extrem zu tun, als wie mehr mit einen Weg Konsequent zu ende gehen ;)

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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von leopold8202 » Do 26. Mär 2020, 19:03

Würde mich nur interessiern wie dieses Pulverkörnderl die Treffpunktlage, auf welche Entfernung du auch immer schiesst, beeinflusst und wieviel grösser der Streukreis durch dieses Körnderl (+/-) wird. Ich will aber sicherlich nicht deinen Perfektionismus kritisieren, es ist halt deine Philosophie und dieses aktzeptiere ich.

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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von LTE » Do 26. Mär 2020, 22:18

leopold8202 hat geschrieben:
Do 26. Mär 2020, 19:03
Würde mich nur interessiern wie dieses Pulverkörnderl die Treffpunktlage, auf welche Entfernung du auch immer schiesst, beeinflusst und wieviel grösser der Streukreis durch dieses Körnderl (+/-) wird. Ich will aber sicherlich nicht deinen Perfektionismus kritisieren, es ist halt deine Philosophie und dieses aktzeptiere ich.
Schau, dass ist genau der falsche Ansatz, egal wo übrigens. Das Österreichische „passt scho“ ist einfach nicht meines. Du hast so viele Variablen, ZH, Hülse, Pulverlos, Pulver, Geschosse usw. die ich in der Hand habe.
Arbeite ich nach dem passt scho Prinzip, gibt es größere Summenfehler als wenn ich das Maximale raushole. Das dauert dann vielleicht 20% länger, aber dafür fallen die Summenfehler kleiner aus.

Versuch mit einer .308 mal auf 800m wiederholbar, immer und immer wieder eine Mannscheibe in der Breite einer Männerhand zu treffen.

Das ganze dann mit 1,7m/s SD in 800m Entfernung! Make it count reload-smile

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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von leopold8202 » Fr 27. Mär 2020, 08:07

Du hast schon recht wenn du sagst arbeite recht genau, um möglichst wenige Fehlerquellen zuzulassen, aber die Anforderungen die ich aus jagdlicher Sicht an eine Patrone stelle sind eine andere als wenn ich Long Range Bewerbe schiesse. Jagdwaffen sind im allgemeinen nicht dazu ausgelegt und am Hochsitz herrschen keine Machbedingungen, weiters sind Jagdgeschosse keine Matchgeschosse, da immer der Kompromiss zwischen Flugeigenschaften und Tötlichkeitswirkung gemacht werden muss, ausserdem liegen die jagdlichen Entfernungen im Normallfall ( Weidgerechtigkeit), in unseren Breiten, zwischen 80 und 150 m, in seltenen Fällen bis 200m (ausgenommen Tiroler Bergjäger). Ferner sind die Lichtbedingungen beim jagdlichen Ansitz um vieles schlechter, zumindest bei unserer Aujagd, als unter Matchbedingungen in einem Bewerb. Mein Bestreben ist eine möglichst präziese Patrone für diese Bedingungen zu schaffen, besser und genauer als Fabrikspatronen von der Stange, obwohl mit von der Fabrik gefertigter Munition genauso auf diese Entfernungen getroffen werden kann.
Wenn du Patronen für Long Range Bewerbe herstellst, hat deine Akrebie durchaus seine Berechtigung und ich kann auch deine Genauigkeit verstehen. Bitte verstehe auch, dass ich meine Patronen für einen anderen Bereich auslege als du und trotzallem auf Präzision Wert lege die weit über die Anforderungen des jagdlichen Einsatzes hinausgehen.

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Re: Test: Balkenwaage kontra Laborwaage

Beitrag von Roliboli » Fr 27. Mär 2020, 08:26

leopold8202 hat geschrieben:
Fr 27. Mär 2020, 08:07
Du hast schon recht wenn du sagst arbeite recht genau, um möglichst wenige Fehlerquellen zuzulassen, aber die Anforderungen die ich aus jagdlicher Sicht an eine Patrone stelle sind eine andere als wenn ich Long Range Bewerbe schiesse. Jagdwaffen sind im allgemeinen nicht dazu ausgelegt und am Hochsitz herrschen keine Machbedingungen, weiters sind Jagdgeschosse keine Matchgeschosse, da immer der Kompromiss zwischen Flugeigenschaften und Tötlichkeitswirkung gemacht werden muss, ausserdem liegen die jagdlichen Entfernungen im Normallfall ( Weidgerechtigkeit), in unseren Breiten, zwischen 80 und 150 m, in seltenen Fällen bis 200m (ausgenommen Tiroler Bergjäger). Ferner sind die Lichtbedingungen beim jagdlichen Ansitz um vieles schlechter, zumindest bei unserer Aujagd, als unter Matchbedingungen in einem Bewerb. Mein Bestreben ist eine möglichst präziese Patrone für diese Bedingungen zu schaffen, besser und genauer als Fabrikspatronen von der Stange, obwohl mit von der Fabrik gefertigter Munition genauso auf diese Entfernungen getroffen werden kann.
Wenn du Patronen für Long Range Bewerbe herstellst, hat deine Akrebie durchaus seine Berechtigung und ich kann auch deine Genauigkeit verstehen. Bitte verstehe auch, dass ich meine Patronen für einen anderen Bereich auslege als du und trotzallem auf Präzision Wert lege die weit über die Anforderungen des jagdlichen Einsatzes hinausgehen.
Vollkommen richtig Aufwand/Kosten/Zweck/Anforderungsprofil müssen zusammen passen. Eine Analytik für eine Zwischenverbindung wird anders gemacht als die für eine Testverbindung oder gar für eine Verbindung für die Tox. ;)

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