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Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
Forumsregeln
Jeder User in diesem Unterforum ist verpflichtet, seine waffenrechtlich relevanten Aussagen nach bestem Wissen und Gewissen zu tätigen und diese soweit möglich sorgfältig mit entsprechender Judikatur, Paragrafen und/oder sonstigen brauchbaren Quellen zu untermauern. Dieses Unterforum gibt ausschließlich Rechtsmeinungen einzelner User wieder. Daher wird von Seiten des Forums keine Haftung für getätigte Aussagen übernommen. Es besteht keine Gewähr auf die Richtigkeit der veröffentlichten Aussagen. Dieses Unterforum kann eine persönliche Beratung durch Rechtsexperten niemals ersetzen. Aus den wiedergegebenen Rechtsmeinungen erwachsen Dritten weder Rechte noch Pflichten.
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Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
Nachdem in den letzten Wochen viele Gerüchte zur Neuausrichtung des "Psychotest" durch die Branche gezogen sind liegen nun auch fundierte Fachmeinungen von Experten zu den diversen Möglichkeiten vor und es gibt erste Publikationen durch klinische Psychologen.
Eine aktuelle Publikation welche mir vorliegt ist auch deshalb interessant weil sie einige recht interessante Zahlen und Thesen enthält.
Zitiert wird zu Beginn aus einer Expertise aus 2022:
Anhand der deskriptiv- und inferenzstatistischen Analyse von 100 waffenpsychologischen Gutachten wird demonstriert, dass die direkte Einflussnahme der 1. Waffengesetz-Durchführungsverordnung (1. WaffV) in die Auswahlmöglichkeiten der anzuwendenden klinisch-psychologischen Testverfahren bei der Begutachtung der Stufe 1 in Österreich systematische Fehler schafft. Zudem bringt sie Begutachtende in einen Konflikt mit anderen beruflichen Regulativen, die bei der Ausübung der klinisch-psychologischen Tätigkeit qualitative Standards definieren und eine Tätigkeit gemäß ,State of the Art' fordern.
Quelle: Kampusch, Systemfehler in der waffenpsychologischen Begutachtung der Phase 1 durch die 1. Waffengesetz-Durchführungsverordnung, SV 2022, S 207;
Und weiter (Teilzitat):
Durch die 1. WaffV entstehen eine Reihe von diagnostischen und testtheoretischen Problemen, die im extremen Widerspruch zu einer State-of-The-Art-Diagnostik stehen. Durch die fehlende Definition des Terminus „Verlässlichkeit" und der Limitierung der Testverfahren bei gleichzeitiger vorgegebenen Clusterung zu möglichen Testbatterien ergeben sich absurde Kombinationen ohne Aussage oder einander diametral widersprechende Konstrukte von Verlässlichkeit.
Quelle: Giacomuzzi/M. Ertl, Psychologie in Österreich 2024, 336 ff.
Auf gut deutsch:
Wenn der Gesetzgeber hätte wissen wollen ob der bisherige "Psychotest" überhaupt valide Ergebnisse bringen kann dann hätte er nur mal die klinischen Psychologen selber fragen müssen, da hätte man nicht auf Graz warten müssen ...
Die Publikation beschäftigt sich zu meiner Überraschung aber auch mit den Basisraten.
Es werden die Anzahl der Waffenbesitzer (oder -Träger) mit der Anzahl der verübten Morde verglichen und es ergibt sich dabei folgendes Bild:
Bei der Polizei (32.000 Personen) werden zirka 0,003 %,
beim Militär (14.000 Personen) zirka 0,006 %,
bei den Jägern (132.000 Personen) zirka 0,0008 % und
bei Waffenbesitzkartenhaltern (220.000Personen) zirka 0,0009 %
der jeweiligen Population zu Mördern mit ihren legalen Waffen.
Gerade jene Personengruppe welche von allen am wenigsten in Erscheinung tritt ist die Einzige, welche in Zukunft mit einem neuen umfassenden Test reglementiert werden soll.
In Giacomuzzi/M. Ertl, Psychologie in Österreich 2024, 336 ff findet man die sinngemässe Ausage:
"Ohne eine Korrektur der bereits geschilderten fachlichen Fehlannahmen läuft jedoch jegliche Verschärfung der
Verlässlichkeitsüberprüfung Gefahr, diese bis dato praktizierte unwissenschaftliche und veraltete Vorgehensweise
zu prolongieren. „Eine Verschärfung der Verlässlichkeitsüberprüfung mit den zurzeit geltenden Untersuchungsrichtlinien und generellem UnVerständnis der Materie durch die Entscheidungsträger läuft Gefahr, wiederum Fehler in der Vorgehensweise für Jahrzehnte hinweg fortzusetzen, ohne dass vorher schon existierende fachliche Fehlannahmen korrigiert worden wären."
Insoweit ist die Expertenmeinung über die bisherigen "Psychotests" ja eindeutig.
Interessant ist was nun daraus aber als Konsequenz abgeleitet wird.
Da alle Arten von klinischen Persönlichkeitsuntersuchungen vom Probanden mehr oder weniger manipulierbar sind scheint es nun offenbar in Richtung Leistungstests in Kombination mit Persönlichkeitstests zu gehen.
Bei den Leistungstest scheint die These dahinter, dass jemand der sehr intelligent ist, jemand der eine gute Auffassungsgabe hat und ein guter strategischer Denker ist bzw jemand der gut und schnell gelesenes (!) verstehen kann, auch ein sicherer Waffenbesitzer ist. In wie weit hier kognitive Einschränkungen im Alter berücksichtigt werden sollen scheint unklar.
Die Persönlichkeitstest sollen - wenn auch unvermeidlich manipulierbar - ergänzend die jeweilige Risikobereitschaft, die Einstellung zum Alkoholkonsum, Empathie und Einfühlungsvermögen in andere Personen und andere Persönlichkeitsmerkmale bewertbar machen.
Der neuen Test würden nach den Annahmen in dieser Fachpublikation rund 90 Minuten dauern.
Die Kosten für den neuen "Psychotest" werden - das wurde bereits bekannt gegeben - im Vergleich zum bisherigen "alten" Test deutlich steigen.
Ob er das Wert sein wird ist fraglich, vor allem wenn der Schlusssatz der unabhängigen Experten, die mutmasslich schon ungefähre Kenntnis davon haben was im Q2/2026 wirklich als neuer Test eingesetzt werden wird, lautet:
"Die vorgeschlagene klinisch-psychologische Testbatterie kann keine Prognose für ein spezifisches Verhalten treffen. Die Fragestellung des gegenwärtigen WaffG, ob die untersuchte Person „voraussichtlich sachgemäß mit Waffen umgehen wird" (§ 8 Abs 1 bis 3 WaffG), ist nicht - und war nie - mit klinisch-psychologischen Verfahren zu beantworten.
Wenn man sich die somit gewaltig steigenden Kosten für den Erwerb einer Waffenbesitzkarten ansieht, welche den Schusswaffenbesitz zu einem Privileg der vermögenden, meist älteren Personen in einer gehobenen Einkommensschichte machen werden, und die kognitiven Leistungstests damit kombiniert welche mutmasslich die ältere Personenschichte diskriminieren wird, dann ist leicht erkennbar dass die Schnittmenge wohl nicht gegen Null gehen wird, aber nur mehr ein Bruchteil der bisher am Schiesssport interressierten sich in Zukunft (und wegen des angehobenen Mindestalters erst vier Jahre später als bisher) zum Erwerb einer WBK wird durchringen können.
Eine aktuelle Publikation welche mir vorliegt ist auch deshalb interessant weil sie einige recht interessante Zahlen und Thesen enthält.
Zitiert wird zu Beginn aus einer Expertise aus 2022:
Anhand der deskriptiv- und inferenzstatistischen Analyse von 100 waffenpsychologischen Gutachten wird demonstriert, dass die direkte Einflussnahme der 1. Waffengesetz-Durchführungsverordnung (1. WaffV) in die Auswahlmöglichkeiten der anzuwendenden klinisch-psychologischen Testverfahren bei der Begutachtung der Stufe 1 in Österreich systematische Fehler schafft. Zudem bringt sie Begutachtende in einen Konflikt mit anderen beruflichen Regulativen, die bei der Ausübung der klinisch-psychologischen Tätigkeit qualitative Standards definieren und eine Tätigkeit gemäß ,State of the Art' fordern.
Quelle: Kampusch, Systemfehler in der waffenpsychologischen Begutachtung der Phase 1 durch die 1. Waffengesetz-Durchführungsverordnung, SV 2022, S 207;
Und weiter (Teilzitat):
Durch die 1. WaffV entstehen eine Reihe von diagnostischen und testtheoretischen Problemen, die im extremen Widerspruch zu einer State-of-The-Art-Diagnostik stehen. Durch die fehlende Definition des Terminus „Verlässlichkeit" und der Limitierung der Testverfahren bei gleichzeitiger vorgegebenen Clusterung zu möglichen Testbatterien ergeben sich absurde Kombinationen ohne Aussage oder einander diametral widersprechende Konstrukte von Verlässlichkeit.
Quelle: Giacomuzzi/M. Ertl, Psychologie in Österreich 2024, 336 ff.
Auf gut deutsch:
Wenn der Gesetzgeber hätte wissen wollen ob der bisherige "Psychotest" überhaupt valide Ergebnisse bringen kann dann hätte er nur mal die klinischen Psychologen selber fragen müssen, da hätte man nicht auf Graz warten müssen ...
Die Publikation beschäftigt sich zu meiner Überraschung aber auch mit den Basisraten.
Es werden die Anzahl der Waffenbesitzer (oder -Träger) mit der Anzahl der verübten Morde verglichen und es ergibt sich dabei folgendes Bild:
Bei der Polizei (32.000 Personen) werden zirka 0,003 %,
beim Militär (14.000 Personen) zirka 0,006 %,
bei den Jägern (132.000 Personen) zirka 0,0008 % und
bei Waffenbesitzkartenhaltern (220.000Personen) zirka 0,0009 %
der jeweiligen Population zu Mördern mit ihren legalen Waffen.
Gerade jene Personengruppe welche von allen am wenigsten in Erscheinung tritt ist die Einzige, welche in Zukunft mit einem neuen umfassenden Test reglementiert werden soll.
In Giacomuzzi/M. Ertl, Psychologie in Österreich 2024, 336 ff findet man die sinngemässe Ausage:
"Ohne eine Korrektur der bereits geschilderten fachlichen Fehlannahmen läuft jedoch jegliche Verschärfung der
Verlässlichkeitsüberprüfung Gefahr, diese bis dato praktizierte unwissenschaftliche und veraltete Vorgehensweise
zu prolongieren. „Eine Verschärfung der Verlässlichkeitsüberprüfung mit den zurzeit geltenden Untersuchungsrichtlinien und generellem UnVerständnis der Materie durch die Entscheidungsträger läuft Gefahr, wiederum Fehler in der Vorgehensweise für Jahrzehnte hinweg fortzusetzen, ohne dass vorher schon existierende fachliche Fehlannahmen korrigiert worden wären."
Insoweit ist die Expertenmeinung über die bisherigen "Psychotests" ja eindeutig.
Interessant ist was nun daraus aber als Konsequenz abgeleitet wird.
Da alle Arten von klinischen Persönlichkeitsuntersuchungen vom Probanden mehr oder weniger manipulierbar sind scheint es nun offenbar in Richtung Leistungstests in Kombination mit Persönlichkeitstests zu gehen.
Bei den Leistungstest scheint die These dahinter, dass jemand der sehr intelligent ist, jemand der eine gute Auffassungsgabe hat und ein guter strategischer Denker ist bzw jemand der gut und schnell gelesenes (!) verstehen kann, auch ein sicherer Waffenbesitzer ist. In wie weit hier kognitive Einschränkungen im Alter berücksichtigt werden sollen scheint unklar.
Die Persönlichkeitstest sollen - wenn auch unvermeidlich manipulierbar - ergänzend die jeweilige Risikobereitschaft, die Einstellung zum Alkoholkonsum, Empathie und Einfühlungsvermögen in andere Personen und andere Persönlichkeitsmerkmale bewertbar machen.
Der neuen Test würden nach den Annahmen in dieser Fachpublikation rund 90 Minuten dauern.
Die Kosten für den neuen "Psychotest" werden - das wurde bereits bekannt gegeben - im Vergleich zum bisherigen "alten" Test deutlich steigen.
Ob er das Wert sein wird ist fraglich, vor allem wenn der Schlusssatz der unabhängigen Experten, die mutmasslich schon ungefähre Kenntnis davon haben was im Q2/2026 wirklich als neuer Test eingesetzt werden wird, lautet:
"Die vorgeschlagene klinisch-psychologische Testbatterie kann keine Prognose für ein spezifisches Verhalten treffen. Die Fragestellung des gegenwärtigen WaffG, ob die untersuchte Person „voraussichtlich sachgemäß mit Waffen umgehen wird" (§ 8 Abs 1 bis 3 WaffG), ist nicht - und war nie - mit klinisch-psychologischen Verfahren zu beantworten.
Wenn man sich die somit gewaltig steigenden Kosten für den Erwerb einer Waffenbesitzkarten ansieht, welche den Schusswaffenbesitz zu einem Privileg der vermögenden, meist älteren Personen in einer gehobenen Einkommensschichte machen werden, und die kognitiven Leistungstests damit kombiniert welche mutmasslich die ältere Personenschichte diskriminieren wird, dann ist leicht erkennbar dass die Schnittmenge wohl nicht gegen Null gehen wird, aber nur mehr ein Bruchteil der bisher am Schiesssport interressierten sich in Zukunft (und wegen des angehobenen Mindestalters erst vier Jahre später als bisher) zum Erwerb einer WBK wird durchringen können.
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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
Das ist doch der Sinn dahinter die Anzahl der Waffenbesitzer auszudünnen.twin2000 hat geschrieben: Mo 12. Jan 2026, 20:51 Wenn man sich die somit gewaltig steigenden Kosten für den Erwerb einer Waffenbesitzkarten ansieht, welche den Schusswaffenbesitz zu einem Privileg der vermögenden, meist älteren Personen in einer gehobenen Einkommensschichte machen werden, und die kognitiven Leistungstests damit kombiniert welche mutmasslich die ältere Personenschichte diskriminieren wird, dann ist leicht erkennbar dass die Schnittmenge wohl nicht gegen Null gehen wird, aber nur mehr ein Bruchteil der bisher am Schiesssport interressierten sich in Zukunft (und wegen des angehobenen Mindestalters erst vier Jahre später als bisher) zum Erwerb einer WBK wird durchringen können.
Keine oder sehr wenige neue WBK Besitzer, die Alten sterben langsam weg.
Ich traue mich zu wetten, dass in 10 Jahren die Anzahl der WBKs ein Drittel geringer sein wird als heute. Brauche nur die Personen in meinem Umfeld ansehen, die Meisten sind deutlich über 50 Jahre. Ein Teil hat bereits alles verkauft, oder denkt darüber nach.
MfG
0.22LR , 223Rem , 308Win , 9mm Para , 38/357 , 44Mag , 45ACP , 12/76
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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
Gibt es diese Publikation irgendwo öffentlich zugänglich (zum Beispiel über Pubmed)?
Der Persönlichkeitstest klingt ein bisschen nach einer normalen psychologischen Anamnese, was auch deutlich mehr Sinn ergibt. Sowas wie Empathie quantitativ durch einen Test bewerten zu wollen, ist meiner Meinung nach Blödsinn.
Das war bzw. ist beim Medizin-Aufnahmetest schon ein Witz. Gerade das Erkennen von Emotionen ist ein reines Glücksspiel.
Der Persönlichkeitstest klingt ein bisschen nach einer normalen psychologischen Anamnese, was auch deutlich mehr Sinn ergibt. Sowas wie Empathie quantitativ durch einen Test bewerten zu wollen, ist meiner Meinung nach Blödsinn.
Das war bzw. ist beim Medizin-Aufnahmetest schon ein Witz. Gerade das Erkennen von Emotionen ist ein reines Glücksspiel.
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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
des is ja mal a Hammer:
"Die vorgeschlagene klinisch-psychologische Testbatterie kann keine Prognose für ein spezifisches Verhalten treffen. Die Fragestellung des gegenwärtigen WaffG, ob die untersuchte Person „voraussichtlich sachgemäß mit Waffen umgehen wird" (§ 8 Abs 1 bis 3 WaffG), ist nicht - und war nie - mit klinisch-psychologischen Verfahren zu beantworten.
"Die vorgeschlagene klinisch-psychologische Testbatterie kann keine Prognose für ein spezifisches Verhalten treffen. Die Fragestellung des gegenwärtigen WaffG, ob die untersuchte Person „voraussichtlich sachgemäß mit Waffen umgehen wird" (§ 8 Abs 1 bis 3 WaffG), ist nicht - und war nie - mit klinisch-psychologischen Verfahren zu beantworten.
suche günstige KK .22lr Repetierer... Westösterreich (SBG, angrenzendes OÖ und Tirol)
Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
Ist kein Hammer und allen bekannt. Deshalb gibt es auch in anderen Ländern keinen Psychotest.combatmiles hat geschrieben: Mo 12. Jan 2026, 21:45 des is ja mal a Hammer:
"Die vorgeschlagene klinisch-psychologische Testbatterie kann keine Prognose für ein spezifisches Verhalten treffen. Die Fragestellung des gegenwärtigen WaffG, ob die untersuchte Person „voraussichtlich sachgemäß mit Waffen umgehen wird" (§ 8 Abs 1 bis 3 WaffG), ist nicht - und war nie - mit klinisch-psychologischen Verfahren zu beantworten.
Wie im KFZ Bereich (z.B. bei einer Trunkenheitsfahrt) wird ein Psychologe erst angedacht wenn ein handfester Verdacht gegen einer Person besteht - um diesen zu bestätigen oder zu entkräften. Dort nennt sich das Verkehrspsychologische Untersuchung.
Gegen die Politik ist man als Bürger aber machtlos. Auch wenn uns immer irgendwas von Ethik, Willkürverbot, Menschenrechte, Diskrimierungsverboten usw erzählt wird.
https://www.rechteasy.at/wiki/willkuer/
Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
Der Psychotest wurde ja eigentlich in Zusammenhang mit der Abschaffung der Psychopathenkartei eingeführt, quasie als Beweislastumkehr.
Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
Wann wurde die abgeschafft ? Ich finde dazu nichts im Netz. Auch nicht zu ihrer Existenz.titan hat geschrieben: Mo 12. Jan 2026, 23:40 Der Psychotest wurde ja eigentlich in Zusammenhang mit der Abschaffung der Psychopathenkartei eingeführt, quasie als Beweislastumkehr.
Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
Poirot hat geschrieben: Mo 12. Jan 2026, 23:55Wann wurde die abgeschafft ? Ich finde dazu nichts im Netz. Auch nicht zu ihrer Existenz.titan hat geschrieben: Mo 12. Jan 2026, 23:40 Der Psychotest wurde ja eigentlich in Zusammenhang mit der Abschaffung der Psychopathenkartei eingeführt, quasie als Beweislastumkehr.
Fakt ist die Worte von @titan sind richtig
Das war- sofern mich meine Erinnerung nicht täuscht- vor 1996.
Ev. eine Novellierung zuvor? Könnte so um 1990-1992 gewesen sein.
Vielleicht finde ich mal Zeit meine alten Unterlagen zu durchsuchen.
Vorausgesetzt es wird nicht wieder Seniorenbashing betrieben
Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
Vielen Dank aber spar dir die Lebenszeit - wenn das so lange her ist findet man im Internet nichts dazu womit sich meine Frage schon erledigt hat.FdH22 hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 00:48 Fakt ist die Worte von @titan sind richtig
Das war- sofern mich meine Erinnerung nicht täuscht- vor 1996.
Ev. eine Novellierung zuvor? Könnte so um 1990-1992 gewesen sein.
Vielleicht finde ich mal Zeit meine alten Unterlagen zu durchsuchen.
Vorausgesetzt es wird nicht wieder Seniorenbashing betrieben![]()
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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
Du wist im Internet dazu auch nichts finden, ausgenommen in digitalisierten Medienarchiven, sondern eher in den privaten Archiven der alten Interessens/vertretung/vertreter und deren Publikationen.
Soweit ich mich erinnere, wurde der Test im Zusammenhang mit dem EU Beitritt und dem WaffG 1996 eingeführt, wo auch auf gewisse EU Forderungen eingegangen wurde: Verlässlichkeit, Kategorieanpassungen, Meldung, usw.
Soweit ich mich erinnere, wurde der Test im Zusammenhang mit dem EU Beitritt und dem WaffG 1996 eingeführt, wo auch auf gewisse EU Forderungen eingegangen wurde: Verlässlichkeit, Kategorieanpassungen, Meldung, usw.
Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
M.W. wurde der Psychotest im Zuge der Antiwaffen-Hysterie im Jahr 1998 eingeführt. Die Regierung bildete damals eine Koalition aus SPÖ (Kanzler Viktor Klima) und ÖVP (Vizekanzler Wolfgang Schüssel). Klima wollte das Waffenrecht massiv verschärfen, Schüssel hat sich (wohl v.a. aus Angst vor der Haider-FPÖ) quergelegt. Somit hat Klima seinen Innenminister Schlögel angewiesen, die legalen Waffenbesitzer zumindestens so weit wie möglich zu sekkieren, mit Maßnahmen, die keine Gesetzesänderungen benötigen. Das war der Beginn von Psychotest und Verwahrungskontrolle, beides hat mit der vorher stattgefundenen Waffengesetzänderung 1996 nix zu tun.titan hat geschrieben: Mo 12. Jan 2026, 23:40 Der Psychotest wurde ja eigentlich in Zusammenhang mit der Abschaffung der Psychopathenkartei eingeführt, quasie als Beweislastumkehr.
Soweit ich mich erinnere, wurde die Geisteskranken-Kartei schon einige Zeit vorher abgeschafft. Auch das hat mit dem Psychotest nix zu tun.
trenck
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Mr. Danger
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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
Die GES (Geisteskranken-Kartei) wurde von der Polizei geführt und es wurden alle Leute die (auch zu unrecht) in die Psychiatrie eingeliefert wurden dort vermerkt. Es war auch fast unmöglich den Eintrag löschen zu lassen. Also auch nicht das Gelbe vom Ei.
Ich denke die Psychologen in Österreich haben besseres zu tun als rechtstreue Bürger (nicht aufgefallen wegen Suchtgiftdelikten, Alkohol, vorangegangene Verurteilungen, ...) mit Tests mit minimalem Wert zu belästigen.
Ich denke die Psychologen in Österreich haben besseres zu tun als rechtstreue Bürger (nicht aufgefallen wegen Suchtgiftdelikten, Alkohol, vorangegangene Verurteilungen, ...) mit Tests mit minimalem Wert zu belästigen.
Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
Die müssen aber auch eine statistische Durchfallquote einhalten um nicht unglaubwürdig zu sein = Fehldiagnosen.Mr. Danger hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 10:31 Ich denke die Psychologen in Österreich haben besseres zu tun als rechtstreue Bürger (nicht aufgefallen wegen Suchtgiftdelikten, Alkohol, vorangegangene Verurteilungen, ...) mit Tests mit minimalem Wert zu belästigen.
Staatlich angeordnete quoten wird man wohl nicht so leicht erfahren.
Und aktuell werden die Psychodocs zweimal so genau hinschauen um im Zweifel lieber negativ entscheiden als später in der Schusslinie zu stehen.
Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
Das war die sogenannte "Depperldatei".Mr. Danger hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 10:31 Die GES (Geisteskranken-Kartei) wurde von der Polizei geführt und es wurden alle Leute die (auch zu unrecht) in die Psychiatrie eingeliefert wurden dort vermerkt. Es war auch fast unmöglich den Eintrag löschen zu lassen. Also auch nicht das Gelbe vom Ei.
Es war bis zum Schluss ned klar wer da was eintragen darf und wer was loeschen kann.
Hat gereicht wennst a gscheite Psychose hingelegt hast und warst schon drauf.
Mit Folgen bei einem Antrag auf Waffenbesitzkarte.
Hat so wer denn nicht bekommen und musstest an Haufen Tests machen und zum Amtsarzt vorher.
Grundsätzlich kein schlechtes System gewesen.
Zu mindest besser als die Psychotest heute.
Wer weiss besser wer an Klopfer hat als die regionalen Polizeibeamten vor Ort ?
-
Mr. Danger
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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen
@Poirot, ich denke Du hast meine Aussage nicht verstanden.
Meiner Meinung nach hätte die die österreichische Gesellschaft (also wir alle) viel mehr davon wenn die Psychologen, die jetzt rechtstreue Bürger testen müssen, ihren Zeit für psychologische Betreuung in anderen Bereichen (Schule, Personen mit Burnout, ...) einsetzten würden.
Streicht das Psychologische Gutachten für Personen die einen WP / WBK beantragen (und den es "für Alle" nur in AT gibt) und setzt die psychologischen Ressourcen sinnvoll ein.
Meiner Meinung nach hätte die die österreichische Gesellschaft (also wir alle) viel mehr davon wenn die Psychologen, die jetzt rechtstreue Bürger testen müssen, ihren Zeit für psychologische Betreuung in anderen Bereichen (Schule, Personen mit Burnout, ...) einsetzten würden.
Streicht das Psychologische Gutachten für Personen die einen WP / WBK beantragen (und den es "für Alle" nur in AT gibt) und setzt die psychologischen Ressourcen sinnvoll ein.

