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Waffe/ Auto beschlagnahmen...

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AUG-andy
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Re: Waffe/ Auto beschlagnahmen...

Beitrag von AUG-andy » So 19. Apr 2026, 10:55

Poirot hat geschrieben: So 19. Apr 2026, 09:43
Sehe ich auch so.
Es gibt einerseits die Raser, die durch ihr häufiges mutwilliges Verhalten andere gefährden, und Personen die einmalig einen Fehler machen (z.B. Schild übersehen).
Das Ergebnis ist bei beiden in der polizeilich gemessenen Momentaufnahme gleich.
Aber es ist Unsinn beide gleich zu bestrafen.
Nachdem die Politik aber nicht den Willen hat da was zu ändern sondern im Gegenteil ihre Null Toleranz law and order Politik konsequent weiter auszubauen, ist es sinnlos sich darüber aufzuregen.
Warum soll hier mit zweierlei Maß gemessen werden?
Kann bei einem einmaligen Vergehen nicht genauso was passieren wie bei einem potentiellen Raser? Die Verharmlosung geht mir gegen den Strich. So nach dem Motto: Einmal ist keinmal. Fehler gemacht - Konsequenzen tragen. Du kannst da keinen Unterschied in der Bestrafung machen.
Für Wiederholungstäter wäre auch eine unbedingte Haftstrafe empfehlenswert.
MfG
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twin2000
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Re: Waffe/ Auto beschlagnahmen...

Beitrag von twin2000 » So 19. Apr 2026, 13:06

AUG-andy hat geschrieben: So 19. Apr 2026, 10:55
Poirot hat geschrieben: So 19. Apr 2026, 09:43
Sehe ich auch so.
Es gibt einerseits die Raser, die durch ihr häufiges mutwilliges Verhalten andere gefährden, und Personen die einmalig einen Fehler machen (z.B. Schild übersehen).
Das Ergebnis ist bei beiden in der polizeilich gemessenen Momentaufnahme gleich.
Aber es ist Unsinn beide gleich zu bestrafen.
Nachdem die Politik aber nicht den Willen hat da was zu ändern sondern im Gegenteil ihre Null Toleranz law and order Politik konsequent weiter auszubauen, ist es sinnlos sich darüber aufzuregen.
Warum soll hier mit zweierlei Maß gemessen werden?
Kann bei einem einmaligen Vergehen nicht genauso was passieren wie bei einem potentiellen Raser? Die Verharmlosung geht mir gegen den Strich. So nach dem Motto: Einmal ist keinmal. Fehler gemacht - Konsequenzen tragen. Du kannst da keinen Unterschied in der Bestrafung machen.
Für Wiederholungstäter wäre auch eine unbedingte Haftstrafe empfehlenswert.
Weil es unverhältnismässig ist.

Überkopfanzeiger: „50kmh Achtung Ölspur“ Tempolimit auf der Autobahn.
Kommt ja vor.
Die Ölspur ist zu Ende weil das versachende Fahrzeug in einer Pannenbucht steht.
Alle beschleunigen wieder.
Der Mechanikergeselle soll mit dem Kundenauto dass er fährt ein Klopfen lokalisieren dass beim Beschleunigen auftritt.
Das tut er, bis auf die ca 130kmh erlaubter Höchstgeschwindigkeit.
Er hat sich aber verschätzt und es geht rauf bis 140kmh.
Gleichzeitig mit allen anderen beschleunigenden Fahrzeugen bemerkt er die Radarblitze ungefähr zur selben Zeit, als die Autobahnbiegung endet und man in der Entfernung den nächsten Überkopfanzeiger erkennt mit „50kmh Achtung Ölspur“.

Somit 90kmh „drüber“.

Der Mechanikergeselle baut gerade für seine hochschwangere Frau und die Kinder ein Haus. Alle haben zusammengelegt damit Grundstück und Baumaterial gekauft werden können. Er selbst hilft mit und arbeitet rund um die Uhr.

Das Kundenfahrzeug mit dem er das Tempolimit weit überschritten hat war ein fetter {hier Marke nach Wahl einsetzen}, noch fast neu.

Das Fahrzeug muss per Gesetz zugunsten des Staates verfallen (kein Ermessen) und wird versteigert.

Den Schaden von ca € 85.000,- muss der Mechaniker ersetzen, denn 90 drüber ist fraglos arbeitsrechtlich „grob fahrlässig“. Da er das Geld nicht hat wird er geklagt, und das Grundstück mit dem Rohbau wird zwangsversteigert.

Ich geb schon zu.
Bei 90kmh rüber muss man sich schon länger Szenarien überlegen, in denen es ungerecht beziehungsweise unangemessen wäre.
Das heisst aber nicht, dass es diese Szenarien in der Praxis nicht auch geben kann.

Und falls der von mir geschilderte Vorfall womöglich im Grenzbereich passiert, dann kann man noch drüber nachdenken, ob es gerecht ist, dass beim gleichen Verstoß jenseits der Grenze genau nichts passiert (denn mit den allermeisten Juristen kann man ein solches Szenario und die möglichen Konsequenzen durchbesprechen. Und kaum ein Jurist wird Freude daran haben, eine Jungfamilie in den Abgrund zu stoßen wegen eines Missverständnisses beziehungsweise einer kurzen Unachtsamkeit im Rahmen der Arbeitstätigkeit.

Bei 90kmh drüber bin ich grundsätzlich der Meinung, dass eine Maßnahmen wie Verfall und Versteigerung akzeptabel sind.
Was mich stört, ist das nicht nur die Bewertung der Schuldhöhe nicht gesetzlich Teil der Entscheidung sein muss, sondern dass man im Gegenteil jedes Ermessen zum Beispiel wegen keiner oder geringer Schuld per Gesetz ausgeschlossen hat.
Zuletzt geändert von twin2000 am So 19. Apr 2026, 13:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Waffe/ Auto beschlagnahmen...

Beitrag von FdH22 » So 19. Apr 2026, 13:11

AUG-andy hat geschrieben: So 19. Apr 2026, 10:55
Warum soll hier mit zweierlei Maß gemessen werden?
Kann bei einem einmaligen Vergehen nicht genauso was passieren wie bei einem potentiellen Raser? Die Verharmlosung geht mir gegen den Strich. So nach dem Motto: Einmal ist keinmal. Fehler gemacht - Konsequenzen tragen. Du kannst da keinen Unterschied in der Bestrafung machen.
Für Wiederholungstäter wäre auch eine unbedingte Haftstrafe empfehlenswert.
Für zweierlei Maß gibt es Gründe.

Einer davon (nur als Beispiel angeführt) sind junge, dunkelhaarige bärtige Männer, welche in meiner Tiefgarage mit´n aufgemotzten Bayrischen mit ´nen 50er durchblasen.
Im Unterschied zum österreichischen Pensionisten der mit´n bequemen SUV mal ´ne Geschwindigkeitsbegrenzung übersieht.

So schaut´s aus in der Realität ;)

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Re: Waffe / Auto beschlagnahmen...

Beitrag von HS911 » So 19. Apr 2026, 14:09

AUG-andy hat geschrieben: So 19. Apr 2026, 09:09 deinen Zeilen lese ich heraus, dass du selbst schon ein Opfer einer (hirnlosen) Raserei geworden bist. Ansonsten kann ich mir nicht erklären warum man nach einer Rechtfertigung für sein Fehlverhalten sucht. Erziehung kann nur durch drakonische Strafen erfolgen. Das muss weh tun, im Börsel und gleichzeitigen Entzug des Kfz.
Und wieder liegst Du falsch.

Wieso schreibst Du überhaupt hier, wenn nur Dummheiten und Blödsinn dabei rauskommen? Reines Trolling?
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Re: Waffe / Auto beschlagnahmen...

Beitrag von AUG-andy » So 19. Apr 2026, 16:52

HS911 hat geschrieben: So 19. Apr 2026, 14:09
AUG-andy hat geschrieben: So 19. Apr 2026, 09:09 deinen Zeilen lese ich heraus, dass du selbst schon ein Opfer einer (hirnlosen) Raserei geworden bist. Ansonsten kann ich mir nicht erklären warum man nach einer Rechtfertigung für sein Fehlverhalten sucht. Erziehung kann nur durch drakonische Strafen erfolgen. Das muss weh tun, im Börsel und gleichzeitigen Entzug des Kfz.
Und wieder liegst Du falsch.

Wieso schreibst Du überhaupt hier, wenn nur Dummheiten und Blödsinn dabei rauskommen? Reines Trolling?
Anscheinend wollt ihr alle einen Freibrief für ein einmaliges Fehlverhalten.
Ja klar, einmal ist keinmal. Der arme Mechaniker, mir kommen gleich die Tränen.
Die Strafen im Straßenverkehr sind eher zu gering als zu streng.
Hängen doch Menschenleben (auch von einem einmaligen Fehlverhalten) davon ab.
Die meisten Führerscheinbesitzer begrüßen diese Maßnahmen.
Nur potentielle Kandidaten regen sich darüber aus. :lol:
Habe fertig, wie ein italienischer Startrainer zu sagen pflegte. :whistle:
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Re: Waffe / Auto beschlagnahmen...

Beitrag von Poirot » So 19. Apr 2026, 22:50

Wenn man eine strenge law and order Agenda fährt sollte die konzequent sein.
Kann ja nicht sein das man wegen einem einmaligen Fehler im Straßenverkehr ohne Opfer drakonische Strafen und Jobverlust in Kauf nimmt während Gewaltäter die anderen Menschen wirklich ein AuaAua oder finanziellen Schaden zufügen lächerlich geringe Strafen ausfangen und bis dahin auf freien Fuß angezeigt werden.

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Re: Waffe / Auto beschlagnahmen...

Beitrag von FdH22 » Mo 20. Apr 2026, 00:48

AUG-andy hat geschrieben: So 19. Apr 2026, 16:52
Die meisten Führerscheinbesitzer begrüßen diese Maßnahmen.
Die "meisten" entspringen deiner Vermutung od deinem Wunschdenken.
Im weiteren "habe auch fertig" 8-)

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