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Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

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greenhorny
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Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von greenhorny » Mi 3. Jun 2026, 17:13

Hallo zusammen

Ich weiss, ich weiss; das Thema Laufreinigung wurde schon zig- bis hundertfach behandelt. Ich erlaube mir an dieser Stelle trotzdem zusammen zu fassen, wie ich es handhabe und wäre um Eure Meinung diesbezüglich froh:

KK-Sportpistolen und -Gewehre
Bei Verwendung von Bleiprojektilen:
Nach jedem Schiessen den Lauf mit einem getränkten Pad durchziehen und 15 Minuten einwirken lassen. Als Mittel verwende ich "Ballistol Bore Tech Rimfire Blend". Dann den Lauf mit einer Nylon-Bürste durchstossen (mehrere Male???). Und anschliessend ziehe ich mehrere (trockene und saubere) Pads durch, bis keine Spuren mehr an den Pads sichtbar sind und der Lauf absolut trocken ist.
Fragen:
Ist es wirklich sinnvoll bzw. notwendig, dies nach jedem Schiessen zu machen? Vielleicht aber schon, da es sich bei meiner Methode ja um eine "sanfte" handelt (im Gegensatz zu Bronzebürsten). Und:
Findet Ihr das erwähnte Mittel (Bore Tech RF Blend) geeignet?
Und: passt die erwähnte Methode für Match-Pistolen und -Revolver genauso, wie für Gewehre?

Erwähnte KK-Sportgewehre mit Verwendung von Kupfer-Projektilen (wie z.B. Supersonic High-Velocity Patronen):
Da habe ich mich selbst noch nicht wirklich entschieden, heisst bin ich immer noch ziemlich unsicher.
Fragen:
Bei Kupfer macht es vielleicht Sinn, den Lauf auf jeden Fall nach jedem Schiessen zu reinigen. Und:
Soll ich es "nur" wie oben beschrieben machen (keine Kupferbürste verwenden), aber als Mittel "Ballistol Robla Solo Mil" verwenden? Oder:
Soll ich dann doch eine Kupferbürste verwenden?

Grosskaliber-Pistolen und -Revolver (7.65, 9mm, .38 Sp., 45ACP und 45LC)
Nach jedem Schiessen mit Stahl oder Kupfer (7.65):
Mit Kupferbürste und "Robla Solo Mil". Ansonsten wie oben beschrieben. Ich denke bzw. bin mir ziemlich sicher, dass das so richtig ist. Aber:
Was ist, wenn ich mit einem oder mehreren von meinen Revolvern Munition mit Blei (Voll-Blei oder Teilmantel) verwende? Bitte keine Diskussion betreffend, "keine Bleigeschosse in Gross-Kaliber-Revolver verwenden". Meine Resultate sind am besten mit eben gerade gewissen Blei-Patronen.
Frage:
Kann ich dann bei Bleiprojektilen vorgehen, wie bei den KK-Geräten (keine Kupferbürste), oder soll ich trotzdem Kupferbürsten verwenden, weil die GK-Kaliber stärker sind? Und Mittel:
Ebenfalls Bore Tech RF Blend (weil Blei), oder Robla Solo Mil"

Gruss
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Re: Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von Buntspecht » Mi 3. Jun 2026, 17:26

Kleinkalibergewehr reinigt man erst wirklich gründlich wenn die Gruppe größer wird.
Das ist unterschiedlich, aber es können schon einige hundert bis tausend Schuss sein.
Jedes reinigen verursacht eine Trefferbildverlagerung aufgrund der Reinigung. Dann musst du wieder ein paar Schuss machen um die alte Gruppe wieder zu erlangen. Egal ob Blei oder Verkupfert. Die Kupferschicht ist hauchdünn, und nur galvanisch aufgetragen.

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Re: Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von WolfgangR » Mi 3. Jun 2026, 18:27

Auch wenn ich vielleicht gleich beschimpft werde :D mache ich es so, Ballistol oder ähnliches rein, 3 x die Bore Snake durchgezogen und gut ist es.. das mache ich bei all meinen Kanonen von Pistole, Shotgun, AR, UHR etc...
Als Beispiel, wenn ich heute auf der Range war und ich weiß ich gehe Samstag nochmal dann mache ich es gar nicht - sondern erst am Sonntag gemütlich bei einem Bier ;)
Bis jetzt schießt noch alles wie es soll :at2:
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Re: Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von Buntspecht » Mi 3. Jun 2026, 18:49

WolfgangR hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 18:27 Auch wenn ich vielleicht gleich beschimpft werde :D mache ich es so, Ballistol oder ähnliches rein, 3 x die Bore Snake durchgezogen und gut ist es.. das mache ich bei all meinen Kanonen von Pistole, Shotgun, AR, UHR etc...
Als Beispiel, wenn ich heute auf der Range war und ich weiß ich gehe Samstag nochmal dann mache ich es gar nicht - sondern erst am Sonntag gemütlich bei einem Bier ;)
Bis jetzt schießt noch alles wie es soll :at2:
Mag für Zentralfeuerzündung perfekt sein, aber bitte nicht bei KK Matchbüchsen.
Du putzt dir sonst die Präzision aus dem Lauf. :doh:
Zuletzt geändert von Buntspecht am Mi 3. Jun 2026, 18:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von moretti » Mi 3. Jun 2026, 18:59

WolfgangR hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 18:27 Auch wenn ich vielleicht gleich beschimpft werde :D mache ich es so, Ballistol oder ähnliches rein, 3 x die Bore Snake durchgezogen und gut ist es.. das mache ich bei all meinen Kanonen von Pistole, Shotgun, AR, UHR etc...
Als Beispiel, wenn ich heute auf der Range war und ich weiß ich gehe Samstag nochmal dann mache ich es gar nicht - sondern erst am Sonntag gemütlich bei einem Bier ;)
Bis jetzt schießt noch alles wie es soll :at2:
Bore snake benutze ich nur, wenn ich keine Lust habe die Waffe am selben Tag zu reinigen, oder wenn ich sie 2 Tage später wieder schießen werde ich weiß der Lauf muss nicht porenrief rein sein, soll er auch gar nicht, weil keine meiner Waffen Monate rum liegt. Aber reinige mal einen Pistolenlauf "ordentlich" mit bore snake und danach nochmal mit Laufreiniger, Bronzebürste und Filz. Dann siehst du, was die bore snake nicht erwischt
Mit freundlichen Grüßen,
Andreas

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Re: Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von greenhorny » Sa 6. Jun 2026, 11:26

Buntspecht hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:26 Kleinkalibergewehr reinigt man erst wirklich gründlich wenn die Gruppe größer wird.
Das ist unterschiedlich, aber es können schon einige hundert bis tausend Schuss sein.
Jedes reinigen verursacht eine Trefferbildverlagerung aufgrund der Reinigung. Dann musst du wieder ein paar Schuss machen um die alte Gruppe wieder zu erlangen. Egal ob Blei oder Verkupfert. Die Kupferschicht ist hauchdünn, und nur galvanisch aufgetragen.
Das ist eine Antwort auf meine Frage: "Wie oft". Danke.
Aber wie hältst Du es mit der Art und Weise? Heisst; wenn Du den Lauf reinigst (z.B. nach 500 oder 1'000 Schuss), benutzt Du dann Kupferbürsten oder eben "nur" ein gutes Mittel, dass Du dann einwirken lässt, um es anschliessend "nur" mit Patches oder Filzen auszuwischen?
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Re: Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von Buntspecht » Sa 6. Jun 2026, 12:23

greenhorny hat geschrieben: Sa 6. Jun 2026, 11:26
Buntspecht hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:26 Kleinkalibergewehr reinigt man erst wirklich gründlich wenn die Gruppe größer wird.
Das ist unterschiedlich, aber es können schon einige hundert bis tausend Schuss sein.
Jedes reinigen verursacht eine Trefferbildverlagerung aufgrund der Reinigung. Dann musst du wieder ein paar Schuss machen um die alte Gruppe wieder zu erlangen. Egal ob Blei oder Verkupfert. Die Kupferschicht ist hauchdünn, und nur galvanisch aufgetragen.
Das ist eine Antwort auf meine Frage: "Wie oft". Danke.
Aber wie hältst Du es mit der Art und Weise? Heisst; wenn Du den Lauf reinigst (z.B. nach 500 oder 1'000 Schuss), benutzt Du dann Kupferbürsten oder eben "nur" ein gutes Mittel, dass Du dann einwirken lässt, um es anschliessend "nur" mit Patches oder Filzen auszuwischen?
Sobald die Gruppen deutlich größer werden ist eine Generslreinigung angesagt. Mit allem Drum und Dran. Kupferbürste, Reiniger u.s.w.. Danach musste du wieder einige Schuß machen um den Ölfilm raus zu schießen. Wenn die Gruppen wieder passen dann maximal einen trockenen Filz durchziehen. Ja nicht den minimalen Bleiabrieb rausputzen. Sonst kannst du jedesmal ein paar Schuß opfern um die Präzision wieder zu erlangen.

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Re: Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von greenhorny » Sa 6. Jun 2026, 13:44

[/quote]
Sobald die Gruppen deutlich größer werden ist eine Generslreinigung angesagt. Mit allem Drum und Dran. Kupferbürste, Reiniger u.s.w.. Danach musste du wieder einige Schuß machen um den Ölfilm raus zu schießen. Wenn die Gruppen wieder passen dann maximal einen trockenen Filz durchziehen. Ja nicht den minimalen Bleiabrieb rausputzen. Sonst kannst du jedesmal ein paar Schuß opfern um die Präzision wieder zu erlangen.
[/quote]

Hilfreich, Danke!

Das erstere, von dem, was Du sagst, würde dann genau dem entsprechen, was mein BüMa sagt: Schiessen, schiessen, schiessen, bis die Präzision nicht mehr stimmt (bzw. eben die Gruppen grösser werden) und dann reinigen (mit Kupferbürste).

Dann schreibst Du:
Wenn die Gruppen / die Präzision wieder stimmt MAXIMAL einen trockenen Filz durchziehen. Kann ja auch bedeuten, gar nichts machen (also nicht einmal mit einem trockenen Filz durchziehen), bis eben die Gruppen wieder grösser werden.

Allerdings:
ein Schützenkollege (der gut schiesst und es auch mit der Pflege sehr ernst nimmt) sagt, dass er eben keine Kupferbürste für die regelmässige Pflege / Reinigung benutzt, aber den Lauf nach JEDEM Schiessen mit einem Filz mit WD40 (da bin ich jedoch skeptisch, obwohl ja bei vielen WD40 als DAS Non+Ultra gilt) durchzieht und dann Filze durchzieht, bis auf den Filzen nichts mehr zurückbleibt. Das könnte ja dann aber eben bedeuten, dass der "minimale Bleiabrieb" weggeputzt wird. Könnte man nun aber statt WD40 oder andere Mittel, Bore Tech C4 Carbon verwenden, welches ja vor allem die Pulverrückstände, aber nicht Blei löst?
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Re: Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von Buntspecht » Sa 6. Jun 2026, 15:47

Der trockene Filz ist nur für den Kopf.
Normalerweise brauchst du gar nichts machen wenn dur regelmäßig schießt damit.
Handhabe ich seit Jahren bei meinem Feinwerkbau so. Nach einer gründlichen Reinigung kann es 50 Schuß und mehr sein bis die Gruppen wieder passen. Da das Reinigen eine Religion ist, hält es jeder Schütze anders. Du kannst es ja ausprobieren was dir am meisten zusagt. Probieren geht über Studieren. ;)

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Re: Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von greenhorny » Sa 6. Jun 2026, 18:30

Dank und Gruss
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Re: Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von Spitfire » So 7. Jun 2026, 11:13

Gerade bei kk, einfach die Pulverreste entfernen (patch mit wd40, bis du happy bist mit dem Ergebnis).

Egal ob blein oder verkupfert. V0, Gasdruck, alles derart gering bei .22, dass das Projektil selbst den lauf nicht verschmiert.

Kein weiterer putzbedarf, habe bei mehreren tausend schuss noch nicht erlebt, dass die gruppen größer werden.

Selbes gilt für Kurzwaffenkaliber.

Wd40 durch den Lauf, Schmauch entfernen, Ölfilm als Schutz gegen Rost drin lassen.

Sollten jemals deine Gruppen merklich größer werden, kannst du gründlicher reinigen (mit chemischen reinigern)
Stay safe!

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Re: Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von greenhorny » So 7. Jun 2026, 16:45

.. kleine Korrektur; wenn ich jeweils von Kupfer-Bürsten (natürlich Blödsinn) geschrieben habe, meinte ich BRONZE
Sorry
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Re: Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von greenhorny » So 7. Jun 2026, 16:49

Buntspecht hat geschrieben: Mi 3. Jun 2026, 17:26 Die Kupferschicht ist hauchdünn, und nur galvanisch aufgetragen.
Ist das nur bei RF / KK so, oder auch bei Grosskaliber (eben 7.65)?
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Re: Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von greenhorny » So 7. Jun 2026, 16:54

Spitfire hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 11:13 Gerade bei kk, einfach die Pulverreste entfernen (patch mit wd40, bis du happy bist mit dem Ergebnis).
Oder Bore Tech C4 (Carbon)????
Ist ja ein Mittel gegen Pulverreste
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Re: Laufreinigung – wie bei welchen Geräten und welcher Munition?

Beitrag von Trugor » So 7. Jun 2026, 19:25

Reinigung ist wirklich Religion - ich machs gerne, aber nicht all zu oft; will heißen:

Ich gehe generell bei allen Waffen, egal ob Büchse, Flinte, Pistole, egal welches Kaliber noch am Stand mit der Boresnake durch

Wann?
KK-Pistole bzwj -büchse (Ruger Mk4, Anschütz, Henry UHR) --> bei Verschlechterung des Schussbildes wird gereinigt
GK-Pistole (Glock) --> 1-2x im Jahr, also alle 1.000 - 2.000 Schuss
GK-Pistole (1911er) --> reinige ich nach jedem Standbesuch; wird selten geschossen
HA (AR15) --> analog Glock; 1-2x im Jahr, also alle 1.000 - 2.000 Schuss
HA (MP5) --> reinige ich nach jedem Standbesuch; wird selten geschossen
Jagdbüchse --> bei Verschlechterung des Schussbildes wird gereinigt; aber sachte
Vorkriegler (Nagant) --> reinige ich nach jedem Standbesuch; wird selten geschossen
Flinte --> was ist Reinigung?

Wie?
Wenn es keine Komplettreinigung ist, gehe ich zuhause zusätzlich zur Boresnake noch meist mit einem Patch bzw Filz durch (trocken, sowie CLP) und wische überall einmal drüber. Die Boresnake und die Filze benötigen original 5 Minuten. Das geht flott.

Womit?
- Filze mit Kupfer / nackte Filze / Patches
- Boresnake
- Putzstock / Seil
- Interflon Degreaser
- Brunox als CLP (auch zur "Katzenwäsche"; für alle Waffen)
- Borefoam für AR15
- Shooters Choice Laufreiniger für die Jagdbüchse
- Diverse Bürsten

Das wär so mein Vorgehen. Ich zelebriere es jetzt nicht religiös, aber wie gesagt: ich machs ganz gern (nebenbei Podcast etc).

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