Poirot hat geschrieben: Di 16. Jun 2026, 07:12
Wie der Psychologe in dem Servus Beitrag erwähnt hat, ist so ein Test nur genau wenn die Person die Wahrheit sagt.
Aber genau das wird ein Amokfutzi ja nicht machen weil er ein anderes Ziel hat.
Das mag schon sein, dass der das behauptet, ist seine Meinung. Faktum und in vielen Studien bewiesen ist, dass der MMPI-2 auch gut funktioniert wenn man nicht die Wahrheit sagt. Genau darum geht es bei solchen Testdesigns. Die Entwickler davon sind ja nicht deppert und wissen das man dabei lügt/lügen könnte. Nachdem es ein multidimensionaler Test ist, ist das nicht so einfach den erfolgreich zu manipulieren.
Einfaches Beispiel: Ich überschreite nie das Tempolimit > es gibt keine direkt richtige Antwort weil beides auf unterschiedliche Weise falsch ist. Sofern man meint einem durchschnittlichen Antwortverhalten zu folgen, kann man diese Tests zu seinen Gunsten beantworten. ABER nachweislich können viele psych. kranke das nicht weil sie viele für "normal" halten, was für den Durchschnitt abnormal ist und damit besonders hervorsticht.
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edit: KI Antwort:
Nein, den MMPI-2 durch gezieltes Lügen gut zu manipulieren ist relativ schwer.
Der Test ist genau dafür entwickelt worden, Manipulationen zu erkennen.
Der MMPI-2 enthält eine ganze Reihe spezieller Validitätsskalen, die Inkonsistenzen, Lügen oder Verfälschungen („Faking Good“ oder „Faking Bad“) aufspüren:
L-Skala (Lie): Misst den Versuch, sich übermäßig tugendhaft oder perfekt darzustellen.
K-Skala (Correction/Defensiveness): Erkennt Abwehrhaltung und das Beschönigen von Problemen (Faking Good).
F-Skala (Infrequency): Erkennt ungewöhnliche oder extrem seltene Antworten (häufig bei Faking Bad).
Weitere Skalen wie VRIN/TRIN (Inkonsistenz), S-Skala (Superlative Self-Presentation), FBS (Fake Bad Scale) und andere.
Diese Skalen sind empirisch entwickelt und sehr sensibel. Studien zeigen, dass:
Faking Good (sich besser machen als man ist) wird durch hohe L- und K-Werte oft erkannt.
Faking Bad (Symptome übertreiben) wird durch hohe F-Werte meist klar erkannt.
Selbst trainierte oder intelligente Personen haben Schwierigkeiten, ein konsistentes, unauffälliges Profil zu produzieren, ohne dass die Validitätsskalen anschlagen.
Wie gut funktioniert es trotzdem?
Bei ungeschicktem Lügen → sehr leicht zu erkennen. Die Profile sehen dann oft unrealistisch aus.
Bei sehr geschicktem Vorgehen (z. B. mit Vorwissen oder Coaching) → gelingt es manchen Personen, die Validitätsskalen nicht zu stark zu erhöhen. Allerdings bleibt das Risiko hoch, dass das Gesamtprofil trotzdem unglaubwürdig wirkt oder von erfahrenen Auswertern als manipuliert eingestuft wird.
In forensischen oder klinischen Kontexten (z. B. Gutachten) wird besonders streng auf Validität geachtet. Ein ungültiges Protokoll wird oft gar nicht interpretiert.
Fazit: Der MMPI-2 gehört zu den Tests, die am schwersten zu fälschen sind. Die Validitätsskalen machen eine erfolgreiche, unauffällige Manipulation für die meisten Menschen unwahrscheinlich.