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Schießen ohne Beschuss

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titan
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Re: Schießen ohne Beschuss

Beitrag von titan » Di 25. Aug 2026, 21:41

Wie ich schon zwischen den Zeilen angemerkt habe, forderst du Sinnloses und meinst dabei, es wär klug. Die ganze Idee ist nicht einmal ansatzweise mit Schusswaffen vergleichbar und defacto nicht durchführbar, außer mit einem monsterbürokratischen Aufwand, Zwang und Kontrolle und der Nutzen nicht vorhanden. Ich sag dazu auch nichts mehr, weil das im Grunde zu blöd ist. Träum weiter! :lol:

Poirot
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Re: Schießen ohne Beschuss

Beitrag von Poirot » Mi 26. Aug 2026, 00:12

titan hat geschrieben: Di 25. Aug 2026, 21:41 Wie ich schon zwischen den Zeilen angemerkt habe, forderst du Sinnloses und meinst dabei, es wär klug.
Sinnlos ist die Beschusspflicht nach anbringen eines Laufgewindes.
Da Schalldämpfer platzen und nicht die Gewinde ;)

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Joewood
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Re: Schießen ohne Beschuss

Beitrag von Joewood » Do 27. Aug 2026, 09:50

Promo hat geschrieben: Di 25. Aug 2026, 17:00 Immerhin, wenn die Waffe original nie ein Gewinde hatte, aber eines aufweist, trotzdem aber nur ein Beschusszeichen vorhanden ist, dann wird man davon ausgehen müssen, dass sie nach dem Gewindeschneiden eben nicht mehr beim Beschussamt war.
Stimmt auch nicht ganz. Kann ja sein, dass ich mir eine neue Waffe aus dem Ausland bestelle, wo der Beschuss noch nicht drauf ist. Dann sag ich dem Händler/Büma "Ahja, machen's mir bitte vor der Übergabe an mich noch ein Gewinde rein". Dann wird der das Gewinde aller Voraussicht nach VOR dem Erstbeschuss reinschneiden und dann erst zum Beschussamt geben. Voilà, hast eine Waffe mit nicht-nativem Gewinde und nur EINEM Beschussamtszeichen. Und nein, soweit ist das Szenario nicht hergeholt, weil mich der Seidler vor Jahren von sich aus gefragt hat, ob ich in irgendein Waffenteil (aka Wechselsystem) gleich ein Gewinde rein haben wolle oder nicht, weil es dann insgesamt billiger ist, wenn alles in einem Aufwaschen geht...

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Promo
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Re: Schießen ohne Beschuss

Beitrag von Promo » Do 27. Aug 2026, 10:56

Poirot hat geschrieben: Di 25. Aug 2026, 18:14 Wenn es ein Gerichtsverfahren gibt dann aber wegen einem geplatzten Dämpfer, nicht wegen einem Gewinde.
Und Dämpfer fallen noch immer nicht unter die Beschusspflicht. :headslap:
https://www.topagrar.com/jagd-und-wald/ ... 71085.html
Wie willst du denn Dämpfer genormt testen? Wer gibt für einen .30er Schalldämpfer das Kaliber vor, nimmst du .300 BLK Subsonic, oder ein .30-378 Weatherby? Welche Lauflänge schreibst du vor, weil die ja auch den Druck auf den SD maßgeblich beeinflusst? Und wo fängt ein SD an, für den du etwas vorschreibst, und wo hört eine Mündungsbremse oder ein Mündungsfeuerdämpfer auf, für den nichts vorgeschrieben ist? Wie voll oder dreckig darf der SD dafür sein? Welche Putzintervalle lege ich fest, oder muss er dauerhaft ohne Reinigung verwendbar sein?
Aus meiner Sicht einfach nicht administrierbar. Du kannst natürlich wenn es ein Produktionsfehler ist nach Produkthaftung dich an den Hersteller wenden.
Die meisten SD Fehler die ich in AT gesehen habe waren schlecht geschnittene Gewinde (meist an den Waffen, hin und wieder auch im SD), oder vom Jäger nicht fest angezogene Schalldämpfer, die dann locker saßen. Zerplatzt sind übrigens selten welche, meist nur vorne aufgefaltet.
Joewood hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 09:50
Promo hat geschrieben: Di 25. Aug 2026, 17:00 Immerhin, wenn die Waffe original nie ein Gewinde hatte, aber eines aufweist, trotzdem aber nur ein Beschusszeichen vorhanden ist, dann wird man davon ausgehen müssen, dass sie nach dem Gewindeschneiden eben nicht mehr beim Beschussamt war.
Stimmt auch nicht ganz. Kann ja sein, dass ich mir eine neue Waffe aus dem Ausland bestelle, wo der Beschuss noch nicht drauf ist. Dann sag ich dem Händler/Büma "Ahja, machen's mir bitte vor der Übergabe an mich noch ein Gewinde rein". Dann wird der das Gewinde aller Voraussicht nach VOR dem Erstbeschuss reinschneiden und dann erst zum Beschussamt geben. Voilà, hast eine Waffe mit nicht-nativem Gewinde und nur EINEM Beschussamtszeichen. Und nein, soweit ist das Szenario nicht hergeholt, weil mich der Seidler vor Jahren von sich aus gefragt hat, ob ich in irgendein Waffenteil (aka Wechselsystem) gleich ein Gewinde rein haben wolle oder nicht, weil es dann insgesamt billiger ist, wenn alles in einem Aufwaschen geht...
Deshalb hatte ich von "[..] wird man davon ausgehen müssen" geschrieben. Nicht bei jeder Waffe lässt sich feststellen, wie sie produziert wurde bzw. hätte produziert werden sollen.
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Re: Schießen ohne Beschuss

Beitrag von Poirot » Do 27. Aug 2026, 11:22

Promo hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 10:56
Die meisten SD Fehler die ich in AT gesehen habe waren schlecht geschnittene Gewinde (meist an den Waffen, hin und wieder auch im SD), oder vom Jäger nicht fest angezogene Schalldämpfer, die dann locker saßen. Zerplatzt sind übrigens selten welche, meist nur vorne aufgefaltet.
Fehler, aber kein Platzen. Und ein schlecht geschnittenes Gewinde ist kein Ausschluss für einen positiv bestandenen Beschuss.
In der Jagdzeitschrift Anblick war mal ein Artikel über geplatzte Dämpfer. In dem Fall Korrosionsschäden.
Blaser hatte mal eine Rückrufaktion bei Integraldämpfern wegen Korrosion.
Was ich damit sagen möchte: die Nachbeschusspflicht für das anbringen von Mündungsgewinden ist Unfug. Man erhöht damit nicht die Sicherheit sondern nur Bürokratie und Kosten.
Bei Schalldämpfern ist es zugegebenermaßen schwieriger aber eine Art Bauartzulassung sollte man wohl hinbekommen. Schafft man ja auch in allen anderen technischen Bereichen.

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Re: Schießen ohne Beschuss

Beitrag von Promo » Do 27. Aug 2026, 11:29

Poirot hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 11:22 Was ich damit sagen möchte: die Nachbeschusspflicht für das anbringen von Mündungsgewinden ist Unfug. Man erhöht damit nicht die Sicherheit sondern nur Bürokratie und Kosten.
Das Anbringen von Gewinde ist eine Veränderung der Laufstärke. Deshalb löst es eine Neubeschusspflicht aus. Es ist bei den meisten neuen Waffen sicherlich "Unfug", aber wenn du die Veränderung der Laufwandstärke von der Neubeschussverpflichtung herausfallen lässt, dann wird ziemlich sicher früher oder später es zu Unfällen kommen, genau weil eben Menschen Unfug machen (z.B. volle Länge abdrehen weil damit ist es dann ja leichter, oder tiefe Kanellierung, dass nur noch 2mm Wandstärke an der Laufwurzel da bleiben. Und bevor ich Sonderspezialregelungen formuliere, lasse ich es so wie es ist.
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Re: Schießen ohne Beschuss

Beitrag von Poirot » Do 27. Aug 2026, 12:20

Promo hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 11:29 Das Anbringen von Gewinde ist eine Veränderung der Laufstärke. Deshalb löst es eine Neubeschusspflicht aus. Es ist bei den meisten neuen Waffen sicherlich "Unfug", aber wenn du die Veränderung der Laufwandstärke von der Neubeschussverpflichtung herausfallen lässt, dann wird ziemlich sicher früher oder später es zu Unfällen kommen, genau weil eben Menschen Unfug machen (z.B. volle Länge abdrehen weil damit ist es dann ja leichter, oder tiefe Kanellierung, dass nur noch 2mm Wandstärke an der Laufwurzel da bleiben. Und bevor ich Sonderspezialregelungen formuliere, lasse ich es so wie es ist.
Wenn man es bei den Läufen so genau nimmt, sollte man es aber auch bei den explodierenden Schalldämpfern genauer nehmen ;)
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Re: Schießen ohne Beschuss

Beitrag von Promo » Do 27. Aug 2026, 14:40

Ein Schalldämpfer ist genausowenig wie ein Mündungsfeuerdämpfer ein Lauf.
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Re: Schießen ohne Beschuss

Beitrag von titan » Do 27. Aug 2026, 18:37

Poirot hat geschrieben: Do 27. Aug 2026, 12:20 Wenn man es bei den Läufen so genau nimmt, sollte man es aber auch bei den explodierenden Schalldämpfern genauer nehmen ;)
Mal so mal so hat nichts mit Gleichheit zu tun. Das ist Willkür.
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Re: Schießen ohne Beschuss

Beitrag von Gadai » Do 27. Aug 2026, 19:58

@Poirot bringt es noch so weit, dass wir jährlich zum "Pickerl" müssen.
Wenn man Angst hat kann man ja ein Kevlar Verhüterli drüberziehen.

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Re: Schießen ohne Beschuss

Beitrag von titan » Do 27. Aug 2026, 21:11

Ich empfehle den "TÜV" für Ligyrophobie (Angst vor dem Knall, Explosionen) als Anfang.

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