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AMP Annealing/Hülsenglühen?

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Re: AMP Annealing/Hülsenglühen?

Beitrag von Steyrer » Mi 28. Jan 2026, 19:02

Steirer hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 11:02
Steyrer hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 22:09
CCNIRVANA hat geschrieben: Fr 16. Jan 2026, 09:50 [...]
Teste die Härte von neuen Hülsen dann weißt du wo du hin möchtest. Dann teste nach dem Glühen. Zu weich.... länger glühen... zu hart.... kürzer glühen.
[...]
Lg
Chris
Verstehe ich da etwas falsch?
Durch die Umformungen hat sich das Material verfestigt, dh. ist härter geworden.
Durch "glühen" und abschrecken wird es weicher...

Also eher
"zu hart -> länger erwärmen" und
"zu weich -> kürzer erwärmen"

Wobei, welche Härte ist richtig? Wäre über Tips dankbar!
LG Steyrer

PS: Glühen unter Anführungszeichen, dazu ist die Temperatur zu niedrig, wie oberhalb angemerkt. Ist eher metaphorisch gemeint...
Guter Beweis, daß man alles auf die Spitze treiben kann👍🏻😉
IMO ist es wichtiger die Wiederladezyklen von 6-7mal auf über 20mal zu bringen und dabei einen gleichmäßigen Ausziehwiderstand der Geschosse und besseres Anliedern der Hülsen zu bekommen.
Uninteressant wäre der Ansatz über die Härte gar nicht, hätte Zugang zu einer Härtemessung.
Die notwendige Temperatur unterscheidet sich je nach Legierung, die Härte nicht.
Gut ist nicht gut genug wenn es besser geht!

Der Grund für den Post war eine Verwechslung von Chris. Umgeformtes Messing ist hart. Kürzer Glühen (weniger erwärmen) ergibt eine höhere Härte als länger Glühen (mehr erwärmen, wird weicher)....

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Re: AMP Annealing/Hülsenglühen?

Beitrag von Steirer » Do 29. Jan 2026, 23:53

Kostet zwar knapp 2K, aber das AMP Mark II mißt mittels "Opferhülse" und Software den Schmelzpunkt der Legierung einer Charge Hülsen und optimiert so das "Weichglühen".
Ist nun die Frage ob man nun mit Härtemessung der anealten Hülsen das auch so hinbekommt. :confusion-scratchheadblue:
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Re: AMP Annealing/Hülsenglühen?

Beitrag von Steyrer » Sa 31. Jan 2026, 11:21

Selbstverständlich kriegt man das über die Härte mindesten so gut hin.
Ziel ist die längere Lebensdauer, der gleichmäßige Ausziehwiderstand und die bessere Anliederung, wie du auch oben schreibst.
All diese Dinge hängen entweder direkt mit der Härte (Festigkeit) zusammen (Ausziehwiderstand und Anliederung) oder sehr gut indirekt zusammen (Lebensdauer, abnehmende Bruchdehnung bei steigender Härte).
Und es ist immer besser die Einflussgröße direkt zu messen als über die "errechnete" Schmelztemperatur auf den Härteabfall zu schließen.
Wobei wir wieder bei deiner Frage wären ob man alles auf die Spitze treiben muss?
Ja, weil man es kann, oder nein weil es auch mit der gemessenen Glühtemperatur geht? Muss man für sich selbst entscheiden. Ist gut gut genug, oder ist besser besser?

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Re: AMP Annealing/Hülsenglühen?

Beitrag von Steirer » Sa 31. Jan 2026, 13:03

Steyrer hat geschrieben: Sa 31. Jan 2026, 11:21 Wobei wir wieder bei deiner Frage wären ob man alles auf die Spitze treiben muss?
Ja, weil man es kann, oder nein weil es auch mit der gemessenen Glühtemperatur geht? Muss man für sich selbst entscheiden. Ist gut gut genug, oder ist besser besser?
Da bin absolut auf deiner Linie! Ein bisserl Perfektionismus steckt eben in allen Wiederladern und wenn du bei einem Hülsenpreis von über 4 Euronen (Lapua .338 - die "Guten") die Wiederkadezyklen auf über 20 bringst hast du zumindest dir selbst gegenüber die Bestätigung die Kosten pro Bumm für die Hülsen auf unter 25 Cent gebracht zu haben. ;)
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