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Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Was ist erlaubt, was ist verboten und wie kommt man eigentlich zu einer WBK?
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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von Poirot » Di 16. Jun 2026, 07:12

Grimar hat geschrieben: Mo 15. Jun 2026, 19:40 Derartige Tests haben eine gute Trefferquote bei massiven psych. Erkrankungen und sind ziemlich Wiederholgenau. Warum sollte man darauf verzichten?
Wie der Psychologe in dem Servus Beitrag erwähnt hat, ist so ein Test nur genau wenn die Person die Wahrheit sagt.
Aber genau das wird ein Amokfutzi ja nicht machen weil er ein anderes Ziel hat.
Erst mit allen Daten um die Person herum (Stellungskommission, Gesundheitsdaten, Schule, soziale Auffälligkeiten usw) hätte er eine vermutlich sogar sehr gute Chance Gefährder erfolgreich frühzeitig zu entdecken. Aber eigentlich braucht es dafür keinen Psychologen. Wenn jemand wie der Amoktäter von Graz so auffällig ist und Psychodrogen schluckt, hätte das auch die Polizei entdecken können und bereits präventiv ein Waffenverbot aussprechen können. Dem steht aber der Datenschutz im Weg und das Problem kann man nicht beseitigen wodurch es unmöglich gemacht wird Gefährder aufzuspüren um Taten präventiv zu verhindern.
Ein präventives Waffenverbot wäre übrigens auch noch keine Garantie das so eine Person keine Amoktat begeht schließlich gibt es viele andere Tatwaffen die nicht durch das Waffengesetz reguliert werden. Beispielsweise Autos. Siehe Amokfahrt von Graz 2015 mit 3 Toten, 36 Verletzten und Suizid des Täters 2023 in seiner Zelle.

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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von Steppenwolf » Di 16. Jun 2026, 08:48

naja abgekürtzt - die Behörde glaubt nicht an die Treffsicherheit. Ist meine einzige Erklärung denn wieso sollte man was ändern/ verschärfen wenn das andere doch so eine hohe Treffsicherheit hat/ hatte? :think:
Das Original kann sich Fehler erlauben, die Kopie muss perfekt sein

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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von raptor » Di 16. Jun 2026, 08:55

Ich glaube, man kann an dieser Stelle das Fazit ziehen, dass die Situation mit der Waffengesetzverschärfung 1996 verschlimmbessert wurde. Die bis dahin geltende Anfrage bei der wohnortzuständigen Polizei ist wesentlich treffsicherer als das Psychologengutachten. Der Autoattentäter von 2015 hat ein Jahr davor den Waffenpsychotest gleich 2x geschafft. Der Schusswaffenattentäter vom letzten Jahr hat ihn geschafft und der aktuelle Frauenmörder auch. Zumindest bei den ersten beide hätte eine hohe Chance bestanden, dass die Polizei den Antrag nicht gutheißt, beide waren ja so weit sich das aus den Medienberichten schließen lässt anscheinen amtsbekannt.

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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von Poirot » Di 16. Jun 2026, 09:12

raptor hat geschrieben: Di 16. Jun 2026, 08:55 Ich glaube, man kann an dieser Stelle das Fazit ziehen, dass die Situation mit der Waffengesetzverschärfung 1996 verschlimmbessert wurde. Die bis dahin geltende Anfrage bei der wohnortzuständigen Polizei ist wesentlich treffsicherer als das Psychologengutachten. Der Autoattentäter von 2015 hat ein Jahr davor den Waffenpsychotest gleich 2x geschafft. Der Schusswaffenattentäter vom letzten Jahr hat ihn geschafft und der aktuelle Frauenmörder auch. Zumindest bei den ersten beide hätte eine hohe Chance bestanden, dass die Polizei den Antrag nicht gutheißt, beide waren ja so weit sich das aus den Medienberichten schließen lässt anscheinen amtsbekannt.
Über den letzten Fall, den Leherer, ist noch zu wenig bekannt.
Würde mich nicht wundern wenn der plötzlich auch in psychologischer Behandlung war und mit Psychodrogen vollgestopft war.
Ein fehlerhaftes System das wegen Datenschutz nicht geändert werden kann und das man versucht mit wirkungslosen Psychotests zu maskieren. :headslap:

Seit 2015 wird das Problem diskutiert aber die Politik schafft keine Lösung.
https://www.doccheck.com/de/detail/arti ... m-sinkflug

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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von titan » Di 16. Jun 2026, 09:35

Der Typ war mit einiger Wahrscheinlichkeit ein gekränkter Narzist.

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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von Gadai » Di 16. Jun 2026, 10:28

Wenn die "Psychotests" dank der (nicht unserer) Regierung in kurzer Zeit ausgereift genug sind, wird es überhaupt keine Taten mehr mit Legalwaffen von herkömmlichen WBK Inhabern geben. ;)

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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von XToni » Di 16. Jun 2026, 16:34

Zum Psychotest vielleicht noch einen Test mit einem erstklassigen Polygraphen durchführen, um diverse Märchenerzähler, die dem Psychologen Blödsinn auftischen, aufzudecken.
Der Durchschlupf von psychisch auffälligen Personen könnte dadurch möglicherweise vermindert werden.

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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von titan » Di 16. Jun 2026, 16:38

Genau! Und zum Anschluss noch ein Studium der Psychologie plus Impfpass plus Gutachtenzum Browserverlauf.

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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von Grimar » Di 16. Jun 2026, 17:21

Poirot hat geschrieben: Di 16. Jun 2026, 07:12 Wie der Psychologe in dem Servus Beitrag erwähnt hat, ist so ein Test nur genau wenn die Person die Wahrheit sagt.
Aber genau das wird ein Amokfutzi ja nicht machen weil er ein anderes Ziel hat.
Das mag schon sein, dass der das behauptet, ist seine Meinung. Faktum und in vielen Studien bewiesen ist, dass der MMPI-2 auch gut funktioniert wenn man nicht die Wahrheit sagt. Genau darum geht es bei solchen Testdesigns. Die Entwickler davon sind ja nicht deppert und wissen das man dabei lügt/lügen könnte. Nachdem es ein multidimensionaler Test ist, ist das nicht so einfach den erfolgreich zu manipulieren.

Einfaches Beispiel: Ich überschreite nie das Tempolimit > es gibt keine direkt richtige Antwort weil beides auf unterschiedliche Weise falsch ist. Sofern man meint einem durchschnittlichen Antwortverhalten zu folgen, kann man diese Tests zu seinen Gunsten beantworten. ABER nachweislich können viele psych. kranke das nicht weil sie viele für "normal" halten, was für den Durchschnitt abnormal ist und damit besonders hervorsticht.

----
edit: KI Antwort:

Nein, den MMPI-2 durch gezieltes Lügen gut zu manipulieren ist relativ schwer. Der Test ist genau dafür entwickelt worden, Manipulationen zu erkennen.

Der MMPI-2 enthält eine ganze Reihe spezieller Validitätsskalen, die Inkonsistenzen, Lügen oder Verfälschungen („Faking Good“ oder „Faking Bad“) aufspüren:

L-Skala (Lie): Misst den Versuch, sich übermäßig tugendhaft oder perfekt darzustellen.
K-Skala (Correction/Defensiveness): Erkennt Abwehrhaltung und das Beschönigen von Problemen (Faking Good).
F-Skala (Infrequency): Erkennt ungewöhnliche oder extrem seltene Antworten (häufig bei Faking Bad).
Weitere Skalen wie VRIN/TRIN (Inkonsistenz), S-Skala (Superlative Self-Presentation), FBS (Fake Bad Scale) und andere.

Diese Skalen sind empirisch entwickelt und sehr sensibel. Studien zeigen, dass:

Faking Good (sich besser machen als man ist) wird durch hohe L- und K-Werte oft erkannt.
Faking Bad (Symptome übertreiben) wird durch hohe F-Werte meist klar erkannt.
Selbst trainierte oder intelligente Personen haben Schwierigkeiten, ein konsistentes, unauffälliges Profil zu produzieren, ohne dass die Validitätsskalen anschlagen.

Wie gut funktioniert es trotzdem?

Bei ungeschicktem Lügen → sehr leicht zu erkennen. Die Profile sehen dann oft unrealistisch aus.
Bei sehr geschicktem Vorgehen (z. B. mit Vorwissen oder Coaching) → gelingt es manchen Personen, die Validitätsskalen nicht zu stark zu erhöhen. Allerdings bleibt das Risiko hoch, dass das Gesamtprofil trotzdem unglaubwürdig wirkt oder von erfahrenen Auswertern als manipuliert eingestuft wird.
In forensischen oder klinischen Kontexten (z. B. Gutachten) wird besonders streng auf Validität geachtet. Ein ungültiges Protokoll wird oft gar nicht interpretiert.

Fazit: Der MMPI-2 gehört zu den Tests, die am schwersten zu fälschen sind. Die Validitätsskalen machen eine erfolgreiche, unauffällige Manipulation für die meisten Menschen unwahrscheinlich.

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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von Poirot » Di 16. Jun 2026, 18:41

Grimar hat geschrieben: Di 16. Jun 2026, 17:21
Fazit: Der MMPI-2 gehört zu den Tests, die am schwersten zu fälschen sind. Die Validitätsskalen machen eine erfolgreiche, unauffällige Manipulation für die meisten Menschen unwahrscheinlich.
Such mal im Netz nach falsch positiv / negativ Ergebnissen. Die scheint es nämlich zu geben weshalb das Gespräch mit dem Psychologen diese Fehlinterpretationen wieder ausbügeln soll.
Stutzig macht mich auch die Tatsache, dass jeder anders sein darf (und soll) aber Legalwaffenbesitzer will man in ein sehr enges psychologisches Profil quetschen das kaum Abweichungen erlaubt. :headslap:

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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von raptor » Di 16. Jun 2026, 19:11

XToni hat geschrieben: Di 16. Jun 2026, 16:34 Zum Psychotest vielleicht noch einen Test mit einem erstklassigen Polygraphen durchführen, um diverse Märchenerzähler, die dem Psychologen Blödsinn auftischen, aufzudecken.
Der Durchschlupf von psychisch auffälligen Personen könnte dadurch möglicherweise vermindert werden.
Dir ist eh klar, dass das eine Verhörtaktik ist und nicht eine wissenschaftliche Messung von irgendwas?

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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von raptor » Di 16. Jun 2026, 19:13

Grimar hat geschrieben: Di 16. Jun 2026, 17:21
Poirot hat geschrieben: Di 16. Jun 2026, 07:12 Wie der Psychologe in dem Servus Beitrag erwähnt hat, ist so ein Test nur genau wenn die Person die Wahrheit sagt.
Aber genau das wird ein Amokfutzi ja nicht machen weil er ein anderes Ziel hat.
Das mag schon sein, dass der das behauptet, ist seine Meinung. Faktum und in vielen Studien bewiesen ist, dass der MMPI-2 auch gut funktioniert wenn man nicht die Wahrheit sagt. Genau darum geht es bei solchen Testdesigns. Die Entwickler davon sind ja nicht deppert und wissen das man dabei lügt/lügen könnte. Nachdem es ein multidimensionaler Test ist, ist das nicht so einfach den erfolgreich zu manipulieren.

Einfaches Beispiel: Ich überschreite nie das Tempolimit > es gibt keine direkt richtige Antwort weil beides auf unterschiedliche Weise falsch ist. Sofern man meint einem durchschnittlichen Antwortverhalten zu folgen, kann man diese Tests zu seinen Gunsten beantworten. ABER nachweislich können viele psych. kranke das nicht weil sie viele für "normal" halten, was für den Durchschnitt abnormal ist und damit besonders hervorsticht.

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Nein, den MMPI-2 durch gezieltes Lügen gut zu manipulieren ist relativ schwer. Der Test ist genau dafür entwickelt worden, Manipulationen zu erkennen.

Der MMPI-2 enthält eine ganze Reihe spezieller Validitätsskalen, die Inkonsistenzen, Lügen oder Verfälschungen („Faking Good“ oder „Faking Bad“) aufspüren:

L-Skala (Lie): Misst den Versuch, sich übermäßig tugendhaft oder perfekt darzustellen.
K-Skala (Correction/Defensiveness): Erkennt Abwehrhaltung und das Beschönigen von Problemen (Faking Good).
F-Skala (Infrequency): Erkennt ungewöhnliche oder extrem seltene Antworten (häufig bei Faking Bad).
Weitere Skalen wie VRIN/TRIN (Inkonsistenz), S-Skala (Superlative Self-Presentation), FBS (Fake Bad Scale) und andere.

Diese Skalen sind empirisch entwickelt und sehr sensibel. Studien zeigen, dass:

Faking Good (sich besser machen als man ist) wird durch hohe L- und K-Werte oft erkannt.
Faking Bad (Symptome übertreiben) wird durch hohe F-Werte meist klar erkannt.
Selbst trainierte oder intelligente Personen haben Schwierigkeiten, ein konsistentes, unauffälliges Profil zu produzieren, ohne dass die Validitätsskalen anschlagen.

Wie gut funktioniert es trotzdem?

Bei ungeschicktem Lügen → sehr leicht zu erkennen. Die Profile sehen dann oft unrealistisch aus.
Bei sehr geschicktem Vorgehen (z. B. mit Vorwissen oder Coaching) → gelingt es manchen Personen, die Validitätsskalen nicht zu stark zu erhöhen. Allerdings bleibt das Risiko hoch, dass das Gesamtprofil trotzdem unglaubwürdig wirkt oder von erfahrenen Auswertern als manipuliert eingestuft wird.
In forensischen oder klinischen Kontexten (z. B. Gutachten) wird besonders streng auf Validität geachtet. Ein ungültiges Protokoll wird oft gar nicht interpretiert.

Fazit: Der MMPI-2 gehört zu den Tests, die am schwersten zu fälschen sind. Die Validitätsskalen machen eine erfolgreiche, unauffällige Manipulation für die meisten Menschen unwahrscheinlich.
LOL, Du weißt eh, dass gerade der MMPI bei den Fachleuten schwerstens umstritten ist, oder?

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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von moretti » Di 16. Jun 2026, 19:25

Grimar hat geschrieben:
Einfaches Beispiel: Ich überschreite nie das Tempolimit > es gibt keine direkt richtige Antwort
Dann soll der Prüfer mir die Person zeigen, die es schaft, statt erlaubten 50km/h nicht mal 51km/h fährt. Oder wenn ich keinen Führerschein habe, werde ich auch nie die Geschwindigkeit überschritten. Also ist die Frage recht einfach zu beantworten.
Mit freundlichen Grüßen,
Andreas

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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von raptor » Di 16. Jun 2026, 19:30

BTW, die Polizeigewerkschaft hat verhindert, dass Polizisten den MMPI machen müssen. Lt. deren Meinung diskriminierend.

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Re: Neuer "Psychotest" ab 2026, erste Mutmassungen und Publikationen

Beitrag von titan » Di 16. Jun 2026, 20:11

Das könnte man als normaler WBK Beantrager auch so sehen und klagen. Jäger müssen nämlich gar nichts.

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