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Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Was ist erlaubt, was ist verboten und wie kommt man eigentlich zu einer WBK?
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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von Plinker » Fr 10. Apr 2026, 13:31

Meine bescheidene Meinung zum Thema.

Psychiater, Psychologen haben wenig Freude mit dieser Regelung. Die Politik schiebt damit jede Verantwortung von sich auf den medizinischen Sektor ab.

Die Tatsache daß Jagdkartenbesitzer keinen psychologischen Test machen müssen zeigt wie korrupt und wirkungslos das System ist.

Und Mal blöd gefragt.Wenn ein 18 jähriger Bursche freiwillig und auf eigene Kosten einen solchen Psychotest macht und durchfällt, ist er dann automatisch vom Wehrdienst befreit?

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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von titan » Fr 10. Apr 2026, 13:48

Haha gute Fragel! 🤣 Einmal Krankschreibung auf Psychotest bitte..

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Vadar
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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von Vadar » Fr 10. Apr 2026, 14:01

Oder muss ein 18 jähriger einen Psychotest machen wenn er kurz davor seine Stellung hatte wo er psychologisch überprüft wurde? ;)
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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von HS911 » Sa 11. Apr 2026, 09:36

Der Anteil der Menschen, die mit legalen Schusswaffen Morde begehen, ist relativ gering: je nach Gruppe liegt das zwischen 0.003% (PolizistInnen) und 0.0008% (JägerInnen).

Welche Schlüsse kann man jetzt daraus ableiten:
1) Auch bei sehr detaillierter psychologischer Überprüfung, kann nicht zu 100% ausgeschlossen werden, dass jemand zum Mörder wird.

2) Bei diesen kleinen Fallzahlen gibt es keine harte Korrelation zwischen Detailgrad & Sensitivität der Überprüfung (Polizisten werden genauer überprüft, Jäger defakto gar nicht, trotzdem werden Polizisten ca. 4x häufiger zu Mördern mit Legalwaffen).

3) Vermutlich gibt es deutlich effizientere Möglichkeiten um Gewalt zu verhindern, als die Mikrooptimierung der psychologischen Überprüfungen, die ohnehin nur mehr beta-Fehler im ppm-Bereich haben.


Leider ist die genaue Auseinandersetzung mit dem Thema halt kompliziert & mühsam. Damit werden die simplistischen Forderungen nach Verboten (& die damit einhergehenden falschen Versprechen von mehr Sicherheit) nie verschwinden.
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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von Poirot » Sa 11. Apr 2026, 14:26

HS911 hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 09:36
Leider ist die genaue Auseinandersetzung mit dem Thema halt kompliziert & mühsam.
Eigentlich ist sie ganz einfach.
Fehldiagnosen können nicht zuverlässig widerlegt werden. Fazit: die Diagnose ist wertlos und damit auch rechtlich höchst zweifelhaft.

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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von Plinker » Sa 11. Apr 2026, 16:17

Poirot hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 14:26
HS911 hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 09:36
Leider ist die genaue Auseinandersetzung mit dem Thema halt kompliziert & mühsam.
Eigentlich ist sie ganz einfach.
Fehldiagnosen können nicht zuverlässig widerlegt werden. Fazit: die Diagnose ist wertlos und damit auch rechtlich höchst zweifelhaft.
Das Fazit sollte eigentlich sein das auch geistig normale Menschen zu Verbrechen bis hin zu Mord fähig sind und eine psychologische Beurteilung keine Garantie darstellt Morde zu verhindern.

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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von moretti » Sa 11. Apr 2026, 21:32

Plinker hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 16:17
Poirot hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 14:26
HS911 hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 09:36
Leider ist die genaue Auseinandersetzung mit dem Thema halt kompliziert & mühsam.
Eigentlich ist sie ganz einfach.
Fehldiagnosen können nicht zuverlässig widerlegt werden. Fazit: die Diagnose ist wertlos und damit auch rechtlich höchst zweifelhaft.
Das Fazit sollte eigentlich sein das auch geistig normale Menschen zu Verbrechen bis hin zu Mord fähig sind und eine psychologische Beurteilung keine Garantie darstellt Morde zu verhindern.
Dem Widerspreche ich. "geistig normale Menschen " begehen keinen Mord!
Extremsituationen̈ können sowas auslösen. Tötest du mit Vorsatz mein Kinde, töte ich dich auf die qualvollste Weise, die du dir wahrscheinlich nicht annähernd vorstellen kannst. ABER dann bin ich nicht mehr normal im Kopf. Dann ist mir mein Leben, das Leben anderer, sogar die Menschheit scheiß egal.
Ohne diesen einen trigger, könnte mich aber nichts dazu bringen, ein Menschenleben auszulöschen.
Mit freundlichen Grüßen,
Andreas

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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von Poirot » Sa 11. Apr 2026, 22:25

moretti hat geschrieben: Sa 11. Apr 2026, 21:32
Dem Widerspreche ich. "geistig normale Menschen " begehen keinen Mord!
Ich glaube nicht das jeder Mörder gleich ein Geisteskranker ist.
Die häufigsten Motive sind Eifersucht, Habgier, Rache oder um andere Straftaten zu verdecken. Dafür muss man nicht geistskrank sein. Und beim überschreiten der Grenze spielt auch der Grad der Zivilisierung und der Wohlstand eine Rolle. Man denke nur an Ruanda. Knapp 1 Mio Tote in kurzer Zeit. Unwahrscheinlich das alle Täter geisteskrank waren.

Was man bei uns im zivilisierten Europa auch noch bedenken muss: es wird eine geringe Mordrate und hohe Aufklärungsquote vorgegaukelt. Die Realität sieht nämlich anders aus:

https://www.kriminalpolizei.de/ausgaben ... deckt.html

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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von Joewood » Mo 13. Apr 2026, 11:07

Poirot hat geschrieben: Fr 10. Apr 2026, 12:32
Joewood hat geschrieben: Fr 10. Apr 2026, 09:56 Der Unterschied ist vielleicht der: das Ergebnis der Untersuchung bringt dir keinen Nachteil im Leben, sondern verweigert dir bzw. verzögert einen potentiellen Vorteil. Daher ist das IMHO etwas weniger kritisch zu sehen.
Weil wennst lang genug suchst, findest IMMER irgendeinen Mediziner, der dir eine dir genehme Diagnose stellt. Und das soll halt vermieden werden. Tatsächlich kann ich das nachvollziehen, wenngleich ich den Psychotest grundsätzlich hinterfrage...
Keinen Nachteil im Leben ?
Wenn alles vernetzt ist stellt sich die Frage ob eine Person mit negativen Psychotest z.B. noch ein Flugzeug fliegen oder den Schulbus lenken darf.
Noch haben wir die ärztliche Schweigepflicht. Die Öffnung zwischen Stellungskommission und Psychotest war zwar nortwendig (befürworte ich tatsächlich) aber mehr ist nicht vernetzt. Klar, NOCH nicht aber aktuell nicht.
In beiden Fällen geht es aber halt um Waffen und den sorgsamen Umgang damit.
Ein Schulbus oder ein Flugzeug ist keine Waffe (auch wenn man es so nutzen kann).
Und dass sich der co-Pilot selber umgebracht hat... da war die Fluglinie grenzdebil; wenn er ihnen schon selbst geschrieben hat, dass es ihm dreckig geht...

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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von DOUBLEACTION » Mo 13. Apr 2026, 12:25

Joewood hat geschrieben: Mo 13. Apr 2026, 11:07
Poirot hat geschrieben: Fr 10. Apr 2026, 12:32
Joewood hat geschrieben: Fr 10. Apr 2026, 09:56 Der Unterschied ist vielleicht der: das Ergebnis der Untersuchung bringt dir keinen Nachteil im Leben, sondern verweigert dir bzw. verzögert einen potentiellen Vorteil. Daher ist das IMHO etwas weniger kritisch zu sehen.
Weil wennst lang genug suchst, findest IMMER irgendeinen Mediziner, der dir eine dir genehme Diagnose stellt. Und das soll halt vermieden werden. Tatsächlich kann ich das nachvollziehen, wenngleich ich den Psychotest grundsätzlich hinterfrage...
Keinen Nachteil im Leben ?
Wenn alles vernetzt ist stellt sich die Frage ob eine Person mit negativen Psychotest z.B. noch ein Flugzeug fliegen oder den Schulbus lenken darf.
Noch haben wir die ärztliche Schweigepflicht. Die Öffnung zwischen Stellungskommission und Psychotest war zwar nortwendig (befürworte ich tatsächlich) aber mehr ist nicht vernetzt. Klar, NOCH nicht aber aktuell nicht.
Ja, die übermittlung der Stellungstest Ergebnisse an die Waffenbehörden hätten nie durch Darabos eingestellt werden dürfen.
Dann hätten wir vermutlich auch Graz nicht gehabt.

Aber "..mehr ist nicht vernetzt ..." entspricht nicht dem was ich von Waffenbehörden gehört habe.
Es entspricht auch nicht dem was ich von abgelehnten Waffenbesitzkarten Antragstellern gehört habe.

Abgefragt werden jedenfalls auch alle stationären Krankenhaus Aufenthalte in der Vergangenheit (in den Fällen die ich kenne ca 5-7 Jahre zurück), alle Medikationen und auch die gestellten Diagnosen. Schon jetzt, vor Phase 2.
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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von GoodReason » Mo 13. Apr 2026, 16:01

DOUBLEACTION hat geschrieben: Mo 13. Apr 2026, 12:25
Joewood hat geschrieben: Mo 13. Apr 2026, 11:07
Poirot hat geschrieben: Fr 10. Apr 2026, 12:32
Joewood hat geschrieben: Fr 10. Apr 2026, 09:56 Der Unterschied ist vielleicht der: das Ergebnis der Untersuchung bringt dir keinen Nachteil im Leben, sondern verweigert dir bzw. verzögert einen potentiellen Vorteil. Daher ist das IMHO etwas weniger kritisch zu sehen.
Weil wennst lang genug suchst, findest IMMER irgendeinen Mediziner, der dir eine dir genehme Diagnose stellt. Und das soll halt vermieden werden. Tatsächlich kann ich das nachvollziehen, wenngleich ich den Psychotest grundsätzlich hinterfrage...
Keinen Nachteil im Leben ?
Wenn alles vernetzt ist stellt sich die Frage ob eine Person mit negativen Psychotest z.B. noch ein Flugzeug fliegen oder den Schulbus lenken darf.
Noch haben wir die ärztliche Schweigepflicht. Die Öffnung zwischen Stellungskommission und Psychotest war zwar nortwendig (befürworte ich tatsächlich) aber mehr ist nicht vernetzt. Klar, NOCH nicht aber aktuell nicht.
Ja, die übermittlung der Stellungstest Ergebnisse an die Waffenbehörden hätten nie durch Darabos eingestellt werden dürfen.
Dann hätten wir vermutlich auch Graz nicht gehabt.

Aber "..mehr ist nicht vernetzt ..." entspricht nicht dem was ich von Waffenbehörden gehört habe.
Es entspricht auch nicht dem was ich von abgelehnten Waffenbesitzkarten Antragstellern gehört habe.

Abgefragt werden jedenfalls auch alle stationären Krankenhaus Aufenthalte in der Vergangenheit (in den Fällen die ich kenne ca 5-7 Jahre zurück), alle Medikationen und auch die gestellten Diagnosen. Schon jetzt, vor Phase 2.
Für mich ist diese Vorgehensweise eigentlich unglaublich und kann, meiner Meinung nach, nicht rechtlich gedeckt sein. Eigentlich wird dieser Umstand nach hinten losgehen. Jeder Waffenbesitzer mit psychischen Problemen, wird sich aus Angst vor dem Verlust der WBK nicht mehr zum Arzt trauen. Ob das so gewollt ist?

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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von Vadar » Mo 13. Apr 2026, 16:45

Wahrscheinlich wird in die ELGA und die Leistungsinformation(LIVE) sofern Ögk angeschaut. Bei anderen Krankenkassen weiß ich nicht wie es ausschaut
Aus der ELGA kann man austreten womit die Daten auch nicht mehr aufrufbar sind. Die LIVE wird zumindest für 7 oder 8 Jahre gespeichert. (Kann jeder mit der ID Austria anschauen)
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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von Poirot » Mo 13. Apr 2026, 18:48

GoodReason hat geschrieben: Mo 13. Apr 2026, 16:01 Jeder Waffenbesitzer mit psychischen Problemen, wird sich aus Angst vor dem Verlust der WBK nicht mehr zum Arzt trauen. Ob das so gewollt ist?
Ja klar ist das so gewollt. Schikane der Anti Waffen Lobby.
Und die Waffenlobby ist selbst Schuld das die sowas nicht mit gleicher Münze heimzahlt.

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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von GoodReason » Mo 13. Apr 2026, 18:56

Poirot hat geschrieben: Mo 13. Apr 2026, 18:48
Ja klar ist das so gewollt. Schikane der Anti Waffen Lobby.
Und die Waffenlobby ist selbst Schuld das die sowas nicht mit gleicher Münze heimzahlt.
Ich glaub eher, das ist einfach Dummheit. Das die Psychologen hier mitmachen wundert mich.

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Re: Folgen für Psycho Community nach Amok von Graz

Beitrag von Poirot » Mo 13. Apr 2026, 19:11

GoodReason hat geschrieben: Mo 13. Apr 2026, 18:56 Das die Psychologen hier mitmachen wundert mich.
2x teurer Psychotest. Wäre ich Psychologe würde ich da auch mitmachen.
Wäre ich Arzt hätte ich auch auf Teufel komm raus geimpft.
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