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Radom Nagant M44 Trefferlage

Vom Vorderlader bis zum Cowboy Action Shooting - Hauptsache es kracht und raucht!
The_Governor
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Radom Nagant M44 Trefferlage

Beitragvon The_Governor » So 17. Jun 2018, 16:02

Hallo zusammen,

ich habe einen Radom Nagant in hervorragendem, neuwertigem Zustand von 1952. Als ich ihn endlich mal auf 100m testen konnte, fiel mir auf, dass die Treffer ca. 10-15 cm zu weit links waren. Der Streukreis ist überraschend gut, von einzelnen Ausreißern abgesehen. Mit eingeklappten Bajonett lagen sie sehr viel weiter links, aber das sollte passen, da sie ja mit ausgeklapptem Bajonett eingeschossen werden.

Das Korn ist allerdings markiert und mit Körnern gesichert. Wenn ich durch den Lauf auf ein Objekt in der Ferne gucke, passt der Haltepunkt so gut man es erkennen kann perfekt zusammen. Kann es sein, dass die moderne Munition einen Unterschied macht? Kann ich das Korn einfach mit einem Kornschieber verschieben, obwohl mit Körnern gesichert?
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stefan82
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Re: Radom Nagant M44 Trefferlage

Beitragvon stefan82 » So 17. Jun 2018, 19:06

Zuerst würd ich schauen ob die beiden Schrauben im System festgezogen sind, und ob sich der Schaft eventuell leicht verzogen hat.
Ist das Korn selbst(also der Stift) gerade?

Du kannst auch mal andere Munition probieren oder jemand anderen damit schießen lassen.

The_Governor
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Re: Radom Nagant M44 Trefferlage

Beitragvon The_Governor » Mo 18. Jun 2018, 17:40

stefan82 hat geschrieben:Zuerst würd ich schauen ob die beiden Schrauben im System festgezogen sind, und ob sich der Schaft eventuell leicht verzogen hat.
Ist das Korn selbst(also der Stift) gerade?

Du kannst auch mal andere Munition probieren oder jemand anderen damit schießen lassen.


Die Systemschrauben sind mit Drehmoment angezogen. Mündung und Lauf sehen aus wie neu. Ich werde eine andere Munition probieren, da ich es nicht geschafft habe, das Korn zu verschieben. Die haben es gut gemeint mit den Körner-Punkten. Es sind gleich zwei und die scheinen absolut fest zu sein.
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Re: Radom Nagant M44 Trefferlage

Beitragvon The_Governor » Di 26. Jun 2018, 18:40

Mir ist interessanerweise ein Radom-Nagant im Kaliber 7,62x53R untergekommen. Wurde extra in die Systemhülse gestempelt. Wie kann das sein, ich dachte das sei nur ein finnisches Kaliber? Kann ich daraus auch problemlos 7,62x54R verschießen?
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titan
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Re: Radom Nagant M44 Trefferlage

Beitragvon titan » Sa 30. Jun 2018, 19:20

Würde ich nicht machen, es sei denn du bist Wiederlader und verlädst Geschosse in entsprechendem Durchmesser.
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the_law
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Re: Radom Nagant M44 Trefferlage

Beitragvon the_law » So 1. Jul 2018, 16:52

wenn`s ein CIP konformer beschuss ist wurde der nagant ziemlich sicher im kaliber 7,62x54R beschossen, die 7,62x53R ist eher bei älteren finnischen oder pre wk1 russen waffen zu finden und auch diese wurden zumeist mit 7,62x54R zivil beschossen.

wirklich sicherheit würde ein vorstellung beim nächsten beschussamt bringen, aber vermutlich werden die da auch nur den verschlussabstand mit einer go/nogo lehre prüfen den ein gültiger beschuss ist ja schon vorhanden.

und ich trau mich wetten das der radom nagant keinen laufdurchmesser von .307 wie mancher finne hat, eher was in richtung .310-312, somit wäre eine verwendung handelsüblicher fabriksmunition problemlos.


was die trefferlage angeht, da wäre mein verdacht was in richtung verzogener vorderschaft-laufbett, eventuell auch verhärtetes arsenalfett.
wenn die treffer mit dem ausgeklappten bajo noch weiter seitlich liegen würde ich meinen das die systemschrauben korrekt angezogen sind, ansonsten gingen die treffer eher nach oben oder unten.

die verschlusswarzen selber sind ja in ordnung und liegen beide plan auf?

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Re: Radom Nagant M44 Trefferlage

Beitragvon The_Governor » So 1. Jul 2018, 21:09

the_law hat geschrieben:wenn`s ein CIP konformer beschuss ist wurde der nagant ziemlich sicher im kaliber 7,62x54R beschossen, die 7,62x53R ist eher bei älteren finnischen oder pre wk1 russen waffen zu finden und auch diese wurden zumeist mit 7,62x54R zivil beschossen.

wirklich sicherheit würde ein vorstellung beim nächsten beschussamt bringen, aber vermutlich werden die da auch nur den verschlussabstand mit einer go/nogo lehre prüfen den ein gültiger beschuss ist ja schon vorhanden.

und ich trau mich wetten das der radom nagant keinen laufdurchmesser von .307 wie mancher finne hat, eher was in richtung .310-312, somit wäre eine verwendung handelsüblicher fabriksmunition problemlos.


was die trefferlage angeht, da wäre mein verdacht was in richtung verzogener vorderschaft-laufbett, eventuell auch verhärtetes arsenalfett.
wenn die treffer mit dem ausgeklappten bajo noch weiter seitlich liegen würde ich meinen das die systemschrauben korrekt angezogen sind, ansonsten gingen die treffer eher nach oben oder unten.

die verschlusswarzen selber sind ja in ordnung und liegen beide plan auf?


Wie in einem anderen Thread bereits geschrieben, konnte ich mit einem Messschieber die Zug- und Felddurchmesser messen. Das ging erstaunlich gut und ergab bei beiden Naganten minimal mehr als 7,9mm. Somit genau das Maß der 54R. Anscheinend sind ein paar mit 53R gestempelte Radom-Naganten in Umlauf. Es würde aber absolut keinen Sinn machen, wenn Polen als Warschauer-Pakt-Staat das Finnenkaliber verschießen würde.

Die Züge waren außerdem ungewöhnlich rau, während die Felder spiegelblank waren. Zu meinem großen Erstaunen sind nach ca. 20 Schuss jetzt auch die Züge absolut blank. Waren vermutlich raue Stellen in der Chrombeschichtung und kein Lochfraß wie zuerst vermutet.
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