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Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Von Waffenpflege bis hin zu Pimp my gun!
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>Michael<
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Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon >Michael< » Do 12. Jul 2018, 20:22

Sehr informatives Video wie man Ordonnanzwaffen die man gerade erworben hat auf Sicherheit und Funktion prüft:

(Nur Verschlussabstand prüfen fehlt)

Quemadmodum gladius neminem occidit: occidentis telum est. - Seneca

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Re: Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon The_Governor » Do 12. Jul 2018, 20:34

Leider nur Enfield, aber das meiste dürfte wohl übertragbar sein.

Ich checke bei meinen regelmäßig die Verschlusswarzen und so gut es geht die Hülse mit einem hellen Licht auf Risse oder Verformungen/Druckstellen. Außerdem schieße ich nur mit Waffen, bei denen zumindest der Verschluss nummerngleich ist.

K98 und Nagant habe ich nicht die geringsten Bedenken, da diese eine 3. Verschlusswarze haben bzw. der Kammerstängel selbst als solche dient. Schwedenmauser schieße nur mit neuer Fabriksmunition.
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Re: Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon >Michael< » Do 12. Jul 2018, 20:42

The_Governor hat geschrieben:Schwedenmauser schieße nur mit neuer Fabriksmunition.


Und mit einer richtig guten Brille! Ich hatte mal einen Schwedenmauser, die Kombination einer vollkalibrierten Hülse, einem schweren 140er Geschoss, langsamen Pulver (S070) und meiner damals noch geringen Wiederlade-Erfahrung hat mir eine ordentliche Gasdusche verpasst. :o
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Re: Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon The_Governor » Do 12. Jul 2018, 21:02

>Michael< hat geschrieben:
The_Governor hat geschrieben:Schwedenmauser schieße nur mit neuer Fabriksmunition.


Und mit einer richtig guten Brille! Ich hatte mal einen Schwedenmauser, die Kombination einer vollkalibrierten Hülse, einem schweren 140er Geschoss, langsamen Pulver (S070) und meiner damals noch geringen Wiederlade-Erfahrung hat mir eine ordentliche Gasdusche verpasst. :o


Ich habe keine Ahnung von Wiederladen, aber die Geschichten die ich kenne, waren teilweise auf schnelles Pulver zurückzuführen. Solange nur Gas kommt geht es noch, wenn dir der Verschluss entgegenfliegt, wird auch eine gute Brille nicht mehr reichen. Beim K98 so gut wie ausgeschlossen.
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Re: Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon tiberius » Fr 13. Jul 2018, 13:38

Howdy,

wissts, eh, das Ding anschaun könnts so lang ihr wollts, einen
Haarriss z.b. im Gewindebereich des Laufes zum System hin
oder ähnliches wirst sensorisch ohne teure, technische Hilfsmittel nicht
feststellen können. Wenns das Ding beim ersten Schuss zerreisst... hast ihn übersehen.
Sich auf Nummerngleichheit oder Youtubevideos zu verlassen, wenn man
Sprengstoff ein paar cm vom eigenen Gesicht entfernt kontrolliert zur Explosion bringt UND
Zweifel ob der Betriebssicherheit des Donnerstocks hat......ist mindestens mutig.

Da gibts in Ferlach und Wien zwei sogenannte Beschussämter, die für den geringen Obolus von
ca. 30,- Euronen einen -Hand drauf- tod- und narrensicheren, sogenannten Beschusstestest durchführen,
Versand hin- und retour kostet nochmals ca. 25,- je nachdem wie lang die Büx´ist.

Macht doch mehr Sinn wenn man Zweifel hat, obwohl das Video partiell nicht schlecht zur Inspektion
vor dem Kauf ist.

Und vor allem, denkts an Leute wie mich, die jeden Fahrlässigen,
der ohne Beschuss und/oder mit selbstgeladener Munition seine Büchse am Nachbarstand sprengt,
zwingen, die gesprengten Reste seiner Büx´zu essen, weil er fast ein paar Halbweisen/Versehrte produziert hat.

Ich hab das in Grafenstein einmal mitbekommen wie so ein Trottel gmeint hat mit einer abgebrochenen
Ladung dem Laufflimmern entgegenzuwirken, und dann der Verschluss vom langen Schweden oben in der Holzvertäfelung vom
Stand gesteckt ist... rundherum alle Stände besetzt. Windelweich dreschen hättens den sollen.

mfg tiberius
Bild

suche:
G96/11
Mauser 1895 bzw. 1893 Kavalleriekarabiner für Spanien

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Re: Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon The_Governor » Fr 13. Jul 2018, 13:59

tiberius hat geschrieben:Howdy,
Ich hab das in Grafenstein einmal mitbekommen wie so ein Trottel gmeint hat mit einer abgebrochenen
Ladung dem Laufflimmern entgegenzuwirken, und dann der Verschluss vom langen Schweden oben in der Holzvertäfelung vom
Stand gesteckt ist... rundherum alle Stände besetzt. Windelweich dreschen hättens den sollen.

mfg tiberius


Das dürfte eine der Geschichten sein, die ich gehört habe. :lol:

Ich bin jedenfalls vorsichtig, wenn ich einen Schwedenmauser am Nachbarstand sehe, geschossen von einem 90-Jährigen mit dem Rückstoß eines Kleinkalibergewehrs. Was passiert bei abgebrochenen Ladungen in der Kammer? Die Explosionsenergie müsste ja insgesamt geringer sein. Ich kann mir vorstellen, dass es kurzzeitige Druckspitzen gibt, die bei gleichmäßigem Abbrand einer normalen Ladung nicht entstehen.

Beschuss ich auch keine 100% Garantie. Was, wenn schon ein Haarriss vorhanden ist, dieser den Beschuss und noch 200 weitere Schuss übersteht? Neben der Sichtkontrolle sollte einen auch ein schwergängiger Verschluss skeptisch stimmen. Falls das Material nicht durchgehärtet ist, sollten sich die Verschlusswarzen zuerst verformen, bevor sie brechen.
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Re: Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon woolf » Fr 13. Jul 2018, 15:07

The_Governor hat geschrieben:Solange nur Gas kommt geht es noch, [...]

Ich hatte einmal bei einem 98er das Problem, dass die Hülsen (aufgrund zu geringer Setztiefe und ev. taten die ZH auch was zur Sache) nicht gut geliedert haben und dementsprechend etwas Gas nach hinten durchgekommen ist. Das war schon recht unangenehm in den Augen. Jetzt war das aber ein 98er, der die Gase doch halbwegs gut ableitet, ich hatte eine Schießbrille auf und es war eigentlich nur sehr wenig Gas.
Einen Hülsenriss oder ZH-Durchbläser bei einem Gewehr das Gase weniger gut ableitet und das dann auch noch ohne Augenschutz möchte ich nicht erleben. Ich kann mir gut vorstellen, dass es da zu (schweren?) Augenverletzungen kommen kann.



The_Governor hat geschrieben:Was passiert bei abgebrochenen Ladungen in der Kammer? Die Explosionsenergie müsste ja insgesamt geringer sein. Ich kann mir vorstellen, dass es kurzzeitige Druckspitzen gibt, die bei gleichmäßigem Abbrand einer normalen Ladung nicht entstehen.

Wenn alles richtig ist, sollte die Druckspitze kürzer sein, in der Höhe den zul. Maximaldruck aber trotzdem nicht überschreiten.
Ich weiß nicht so recht, was ich von oft genannten sonderbaren Phänomenen, die bei reduzierten Ladungen angeblich auftreten können, halten soll - die klingen allesamt etwas unlogisch, aber möglich ist natürlich alles.

Auf jeden Fall potentiell gefährlich sind folgende 3 Punkte:

1) Bei normalen Ladungen geht i.d.R die Hülsen bei einer Doppelladung ganz deutlich über, bei zB N110 nicht.

2) Wenn sich mit der Pulvermenge vertut hat das bei schnellen Pulvern gleich viel mehr Auswirkung. Wenn man die Einstellung des Pulverfüllers verwechselt, zB mit der Einstellung für N160 dann das N110 verlädt hat das viel gravierendere Auswirkungen als wenn man die Einstellungen für N160 und N150 verwechselt.

3) Wer seine Ladungen nicht vom BA messen lässt, weiß ja gar nichts über den genauen Druck bescheid. Gut möglich, dass der jahrelang eine Ladung mit +30% geschossen hat, da darf man sich dann auch nicht wundern, wenn der Verschluss irgendwann aufgibt.

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Re: Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon The_Governor » Fr 13. Jul 2018, 15:09

Danke für die Info. Gibt es Berichte von solchen Vorfällen mit Fabriksmunition?
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Re: Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon >Michael< » Fr 13. Jul 2018, 15:19

The_Governor hat geschrieben:
>Michael< hat geschrieben:
The_Governor hat geschrieben:Schwedenmauser schieße nur mit neuer Fabriksmunition.


Und mit einer richtig guten Brille! Ich hatte mal einen Schwedenmauser, die Kombination einer vollkalibrierten Hülse, einem schweren 140er Geschoss, langsamen Pulver (S070) und meiner damals noch geringen Wiederlade-Erfahrung hat mir eine ordentliche Gasdusche verpasst. :o


Ich habe keine Ahnung von Wiederladen, aber die Geschichten die ich kenne, waren teilweise auf schnelles Pulver zurückzuführen. Solange nur Gas kommt geht es noch, wenn dir der Verschluss entgegenfliegt, wird auch eine gute Brille nicht mehr reichen. Beim K98 so gut wie ausgeschlossen.


Nein das war die Kombination eines langsamen Pulvers, einer moderaten Ladung, vollkalibrierten Hülsen, eines weiten Lagers und eines schweren Geschosses mit einer geringer Setztiefe. Was passiert ist dass diese Kombination zu einem sehr geringen Anfangsdrucks geführt hat, die Hülse hat nicht angeliedert, das schwere Geschoss hat das Gas rückwärts Richtung Schützen umgelenkt bis sich Druck aufgebaut hat. Hab dadurch ein Teil des Pulvers als Gasdusche abbekommen. Nicht dramatisch, hätte auch ohne Brille kaum Schäden verursacht aber doch sehr unangenehm so eine Pulverwolke in die Fresse geblasen zu bekommen. :(

Bisschen schnelleres Pulver, halskalibierte Hülsen, Geschoss etwas tiefer gesetzt und das Problem kam nicht wieder.
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Re: Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon woolf » Fr 13. Jul 2018, 15:38

The_Governor hat geschrieben:Danke für die Info. Gibt es Berichte von solchen Vorfällen mit Fabriksmunition?

Mir ist nichts bekannt, aber ich hab auch nie in diese Richtung recherchiert.


>Michael< hat geschrieben:Nein das war die Kombination eines langsamen Pulvers, einer moderaten Ladung, vollkalibrierten Hülsen, eines weiten Lagers und eines schweren Geschosses mit einer geringer Setztiefe. Was passiert ist dass diese Kombination zu einem sehr geringen Anfangsdrucks geführt hat, die Hülse hat nicht angeliedert, das schwere Geschoss hat das Gas rückwärts Richtung Schützen umgelenkt bis sich Druck aufgebaut hat. Hab dadurch ein Teil des Pulvers als Gasdusche abbekommen. Nicht dramatisch, hätte auch ohne Brille kaum Schäden verursacht aber doch sehr unangenehm so eine Pulverwolke in die Fresse geblasen zu bekommen. :(

Bisschen schnelleres Pulver, halskalibierte Hülsen, Geschoss etwas tiefer gesetzt und das Problem kam nicht wieder.

Bei mir wars mit 1mm mehr Setztiefe oder Wechsel auf Federal ZH erledigt.
Was man bei der Wahl der Gesamtlänge halt nicht vergessen darf: nicht die Setztiefe, sondern die Führungssetztiefe ist wichtig und bei BT-Geschossen trägt das gesamte Boat-Tail ja nichts dazu bei.

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Re: Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon >Michael< » Fr 13. Jul 2018, 20:37

The_Governor hat geschrieben:Ich bin jedenfalls vorsichtig, wenn ich einen Schwedenmauser am Nachbarstand sehe, geschossen von einem 90-Jährigen mit dem Rückstoß eines Kleinkalibergewehrs. Was passiert bei abgebrochenen Ladungen in der Kammer? Die Explosionsenergie müsste ja insgesamt geringer sein. Ich kann mir vorstellen, dass es kurzzeitige Druckspitzen gibt, die bei gleichmäßigem Abbrand einer normalen Ladung nicht entstehen.


Ich hab gehört dass wenn zuwenig Pulver in der Hülse ist es am an der Wand der Hülse liegt, der Zünder zündet und Drückt das Geschoss ein paar CM in den Lauf, das Pulver zündet dann zeitverzögert da es so ungünstig liegt und knallt dann gegen das im Lauf steckende Geschoss und BUMM! Genauso wie als wenn man beim Vorderlader das Geschoss nicht auf das Pulver drückt und dann schiesst. Nur bei Nitro bekommst ganz andere Drücke zusammen, und selbst beim milden Schwarzpulver kannst da eine ordentliche Detonation zusammenbringen.
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Re: Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon karl255 » Sa 14. Jul 2018, 08:59

... wurde doch eh alles schon so oft hier diskutiert
suchts mal SEE
dann findets das hier

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Re: Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon Salem » Sa 14. Jul 2018, 09:11

Abgebrochene Ladungen und reduzierte Ladungen sind nicht das Selbe. Während bei abgebrochenen Ladungen der Patrone quasi ein Teil des Originalpulvers entzogen und fallweise durch einen Füller wie Watte ersetzt wird, wird bei reduzierten Ladungen ein schnelles Pulver, wie N110, verwendet - mit entsprechend wenig Füllgewicht und niedriger Ladedichte.

Bei abgebrochenen Ladungen gibt es mehrere Theorien warum sie messbar zu extremen Gasdruckschwankungen neigen, die verbreitetste ist: Der Zündstrahl schleudert noch unverbrannte Pulverkrümel gegen den Geschoßboden und diese zerbröseln dabei, die so entstehende enorm vergrößerte Oberfläche des Pulvers bewirkt dann einen Nachbrennereffekt, etwa so wie wenn man ein Glas Spiritus auf einen bereits beheizten Griller schüttet: Nicht schön. Von Abgebrochenen Ladungen muß dringend abgeraten werden, diese Art von Bastelei kommt noch aus der Schwarzpulverära und hat heute keinerlei Berechtigung mehr.

Reduzierte Ladungen verwenden zwar auch geringe Ladedichten, allerdings mit schneller abbrennenden Pulversorten und auch fallweise mit geringeren Geschoßgewichten: Hier sind es unerkannte Doppelladungen die eine Waffensprengung verursachen. Wenn, speziell mittels Ladebrett, Patronen mit Pulver befüllt werden ist eine nachherige Sichtkontrolle, wie auch sonst, unbedingt zu empfehlen.

Nebenbei: Was die Nummerngleichheit einer Waffe über deren Betriebssicherheit auszusagen vermag erschließt sich mir nicht, der Grund warum es in Ordonnanzschützenkreisen bereits ein paar Schwedenmauser zerrissen hat - mehr als andere Fabrikate - ist einfach erklärt: Es werden eben auch unverhältnismäßig viele Schweden von den Ordonnanzschützen eingesetzt, daher sind es auch mehr Schweden die den Geist aufgeben - geschossen von Pussies die der ohnehin schwachen 6,5er Patrone durch Reduzierladungen jede Berechtigung nehmen als Ordonnanzpatrone bezeichnet werden zu können.
(Was ich persönlich von Reduzierladungen beim Ordonnanzgewehrschießen halte ist einigen Landesportleitern und ich glaube auch dem BSpL eh bekannt - und dazu stehe ich auch...)
Wer suchet, der findet - wer draufsteigt verschwindet.

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Re: Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon >Michael< » Sa 14. Jul 2018, 12:02

Salem hat geschrieben:(Was ich persönlich von Reduzierladungen beim Ordonnanzgewehrschießen halte ist einigen Landesportleitern und ich glaube auch dem BSpL eh bekannt - und dazu stehe ich auch...)

Da bin ich voll und ganz deiner Meinung, die Minimalst-Scheibenladungen mit Bleigeschossen aus Ordonnanzwaffen sind ein Graus. Auch bei militärischen Vorderladern ist es ärgerlich wenn Ladungen verwendet werden dass man die Geschosse mit freiem Auge hinbummeln sieht, ich lade immer +/- 5 grain um die Gebrauchsladung, allein schon aus Prinzip.
(Aber da wird eh auch mit den Abzugsgewichten und Visierungen geschummelt das es mich nicht mehr freut.)
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Re: Ordonnanzwaffen Sícherheits-Check

Beitragvon Salem » Sa 14. Jul 2018, 12:50

Bleigeschoße sind bei uns sinnigerweise bei Bewerben eh nicht erlaubt, also werden halt Mantelwuzel auf KK-Niveau herunterkastriert. Ich wäre für eine beschränkung der E0 auf mindestens 80 - 90 Prozent der in den Militärdatenblättern (Ordonnanz-Standardmunition, NICHT CIP!) genannten Werte. Geschoßmasse oder -Art wären dabei aber frei wählbar weil sich das dann selber reguliert: Wenn es tatsächlich wer schaffen würde einen derart energiegeladenen Bleiwuzel mehrfach ins Ziel zu setzen ohne dass der Lauf zublüht wäre das echt große Wiederladekunst und eines eigenen Preises würdig...
Was die Abzugswiderstände und Visiere angeht: Sieh mal bei der ÖM bei der Waffenkontrolle zu. Zum Speiben was die durchgehen lassen. Ein Viertel der Waffen müßte aus dem Bewerb genommen werden. Mit einer Waffe zu einem Bewerb zu erscheinen von der ich weiß dass das Visier so eigentlich nicht zugelassen ist ("Des hob i oba schon a so gekaaft!" und von deren Abzug ich nicht weiß ob er überhaupt das Abzugsgewicht hält ("Daham hots oba noch guat gholtn!") ist für mich schlicht ehrenrührig.
Deshalb ist der ganze Ordonnanzzirkus für mich eh nur mehr dschastfoafan, fürs Liegendschießen dient mir mittlerweile mein M95/30, die Gesichter bei der Wa-Kontr. sind es mir wert... :mrgreen:
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(Leitspruch der Minensucher)


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