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AUGs für jeden Streifenwagen

Neuigkeiten aus der Welt der Lang-, Kurz- und Blankwaffen
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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von Revierler » Di 25. Sep 2018, 13:09

Weil die 9mm ein massiver Batzen ist, der im Gegensatz zur .223 (längliches Geschoß, heckschwer) nicht die Tendenz hat sich aufzustellen und zu zerbrechen.
Wer seine Waffen zu Pflugscharen schmiedet, der wird für jene pflügen, die das nicht getan haben.

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DerDaniel
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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von DerDaniel » Di 25. Sep 2018, 18:32

Revierler hat geschrieben:Weil die 9mm ein massiver Batzen ist, der im Gegensatz zur .223 (längliches Geschoß, heckschwer) nicht die Tendenz hat sich aufzustellen und zu zerbrechen.

Was die .223 leider auch nicht so zuverlässig tut wie gerne behauptet. Nicht ohne Grund versuchen die Amis gerade durch die Hintertür HP Geschosse bei ihrem Militär einzuführen.
Das ist die selbe Diskussion wie die 9mm vs. .40 vs. .45 und man landet am Ende bei einer Erkenntiss: Mit dem richtigen Geschoss verhalten sie sich alle ungefähr gleich.

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Maddin
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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von Maddin » Di 25. Sep 2018, 19:57

jagawirth hat geschrieben:
Jsmith hat geschrieben:hier ein Aritikel von Andreas Tögel zu diesem Thema http://www.ortneronline.at/kriegswaffen ... -verloren/

Er sagt aber nicht dazu, dass die Streifenwagen ja schon bisher mit 5,56er AUGs ausgestatten waren. Oder waren die nur HA? :think:


Natürlich waren das keine HA... Ich finde das ist reines Geschwätz. Das Wort Kriegswaffe ist hier wieder total irreführend. Es ist ein Sturmgewehr und für eine vielzahl von Einsätzen geschaffen. Oder sind die Pistolen des Bundesheeres auch Kriegswaffen und die der Polizei nicht ?

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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von Revierler » Di 25. Sep 2018, 20:04

Natürlich ist das jetzt weder sachlich noch argumentativ sauber, was er schreibt. Nicht falsch verstehen, ich mag ihn als Autor sehr und lese viele seiner Publikationen. Geht es um die Polizei, so fällt aber die Beißhemmung. Vom Büttel bis zum Folterknecht ist der Polizist fast alles, nur kein Mensch.
Ich darf hiezu nur ein Zitat von Prinz Eugen aufbieten:"Sie schreien nach uns um Hilfe, wenn ihnen das Wasser in das Maul rinnt, und wünschen uns vom Hals, kaum als einen Augenblick dasselbige verschwunden."

Die Polizei mit Flinten ausrüsten zu wollen in einer Zeit, wo jede zweitklassige Bande, die auch nur ein wenig auf sich hält bereits AK-Derivate zur Unterstreichung ihrer Ansinnen vorrätig hält, ist ein Anachronismus.

Dass schon fast jede amerikanische Pimperl-Polizei-Truppe AR15-Typen in die Standardbewaffnung übernommen hat ist offensichtlich an ihm vorbeigegangen. Und Revolver verwenden nur mehr Wildwestromantiker oder halsstarrige früher war alles besser Redneck-Sheriffs in der Polizeiszene.
Zudem: Das AUG zwingt nicht zur Vollautomatik. Es ist nur eine Option. Im Gegensatz zum AR, AK etc. kann man auch im Vollautomodus Einzelfeuer abgeben, solange der Intervallabzug nicht vollständig durchgezogen wird.

Dennoch mag ich seine Buchrezensionen, Meinungen und auch seine Einstellung zum Finanzwesen. In dem Punkt, wo man von der Polizei aber erwartet, potenziellen massiven Bedrohungen mit Selbstverständlichkeit entgegenzutreten, ihr aber andererseits hiezu die adäquaten Mittel nicht geben will, verlassen wir gemeinsamen Boden.
Denn die ersten vor Ort sind immer die örtlichen Streifenpolizisten, niemals die Sondereinheiten. Nun gut, sollen die Wahnsinnigen halt wüten, die Sondereinheit kommt in 90 Minuten. Wir wollen sie mit den ausgegebenen Flinten derweil nicht stören. Zumal ja auch Menschenmengen erwähnt wurden. Mit Flintenlaufgeschoßen oder Buckshot auf weitere Distanzen in Menschenmengen zu schießen kommt mir auch gewissermaßen riskant vor. ;)



@ Der Daniel:
Ist klar, da die Geschwindigkeit eine Rolle spielt, welche aus kurzen Lâufen nicht gegeben ist bzw. nicht auf weite Distanzen. Die Polizei hat aber keine solchen Schussdistanzen und das AUG auch einen relativ langen Lauf.
Ist das Geschoß nicht schnell genug zerbricht es nicht, sondern bleibt weitgehend intakt und gibt daher die Energie nicht ab.

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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von zeroflow » Di 25. Sep 2018, 20:52

Revierler hat geschrieben:Denn die ersten vor Ort sind immer die örtlichen Streifenpolizisten, niemals die Sondereinheiten. Nun gut, sollen die Wahnsinnigen halt wüten, die Sondereinheit kommt in 90 Minuten. Wir wollen sie mit den ausgegebenen Flinten derweil nicht stören. Zumal ja auch Menschenmengen erwähnt wurden.


Mein Verständnis dazu ist: Die Bedrohnungslage hat sich verändert. Während früher (70er und 80er, z.B Entführung des Flugzeugs Landshut) die Terroristen Geiseln wollten damit verhandelt werden kann sind vorbei.
Inzwischen gilt es nurmehr in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Tote zu produzieren.

Da ist dann eben nichts mehr mit "die ersteintreffene Einheit sperrt ab und die Spezialisten übernehmen später. Die erste Einheit braucht in dem Fall die Ausrüstung um die Tat so schnell als möglich zu beenden. Und das ist in dem Fall (was Waffen angeht) definitiv ein Sturmgewehr. Über die Details kann man nun wieder diskutieren (Kaliber, Lauflänge, Munition, Ausstattung, ...) aber die generelle Richtung bleibt.

Aber, bitte korrigiert mich wenn ich damit falsch liege.

Besonders toll finde ich aber den Teil des Artikels in dem angedeutet wird, dass der einzige Zweck der AUGs sei, mit Vollautomatik in einer Menschenmenge rumzuballern während der bemitleidenswerte Terrorist einfach nur da steht...

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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von DerDaniel » Di 25. Sep 2018, 20:58

EDIT: Kleine Auskotzerei gelöscht und etwas Sachlicher...

@Revierler: Du, mir brauchst du das nicht zu erzählen, ich kenn den ganzen Spaß zu genüge.
Fakt ist, dass nur .223 HP bzw. Fragmentierungs-Geschosse weniger Penetration als KW haben. Das ist aber ein leicht unfaires Rennen, denn wenn man KW Muni mit ähnlich dünnen Mänteln ausstatten würde, wäre es wieder auf gleichem Niveau.
In Summe ist die .223 bei gleichen Geschossarten gefährlicher was Penetration und Hinterlandgefährdung angeht. Ist auch alles kein Problem m.M.n., nur sollte man nicht irgend welche Märchen von der sanften .223 auftischen um den gemeinen Michel zu beruhigen. Einfach sagen was Sache ist und zugeben, dass die Pol etwas gesteigerte Angriffs- und Abwehrkraft braucht um im modernen Räuber und Gendarm Spielchen noch mithalten zu können.

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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von Revierler » Di 25. Sep 2018, 21:23

,Es liegt mir fern, dich zu belehren, ich habe das nur aus Gründen der Nachvollziehbarkeit dazu geschrieben.
Man sollte halt auch keine Wunderwuzzi-Kurzwaffenmunitionsmärchen auftischen.
Ich denke, dass jedem, der so ein Unglücksrabe ist, dass er einem mit einer AK oÄ. bewaffneten Wahnsinnigen entgegentreten muss, mit einer .223 um ein Hemd wärmer ist als wenn er einen beliebigen Kurzwaffenkarabiner dabei hat. Ob man das jetzt als Spielchen sieht oder nicht ist Geschmackssache.

Für Räuber und Gendarm würde ja die Flinte tatsächlich reichen.

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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von DerDaniel » Di 25. Sep 2018, 21:50

Revierler hat geschrieben:Man sollte halt auch keine Wunderwuzzi-Kurzwaffenmunitionsmärchen auftischen.
Da hast du vollkommen Recht, das ist genauso falsch wie die Verharmlosung der .223.

Revierler hat geschrieben:Ob man das jetzt als Spielchen sieht oder nicht ist Geschmackssache.
Das "Räuber und Gendarm Spielchen" war als Analogie zur Darstellung der .223 gedacht.

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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von Revierler » Di 25. Sep 2018, 22:07

Naja, wenn man bedenkt, dass die 223 in diesem Thread auch schon fast als Sternenzerstörer dargestellt wurde... Geht durch Hausmauern wie durch Butter...
Die 9mm hingegen wird fast als harmlos dargestellt. Ist sie aber nicht.

man kann davon ausgehen, dass bei
Wer seine Waffen zu Pflugscharen schmiedet, der wird für jene pflügen, die das nicht getan haben.

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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von eXistenZ » Di 25. Sep 2018, 22:19

DerDaniel hat geschrieben:Fakt ist, dass nur .223 HP bzw. Fragmentierungs-Geschosse weniger Penetration als KW haben. Das ist aber ein leicht unfaires Rennen, denn wenn man KW Muni mit ähnlich dünnen Mänteln ausstatten würde, wäre es wieder auf gleichem Niveau.
In Summe ist die .223 bei gleichen Geschossarten gefährlicher was Penetration und Hinterlandgefährdung angeht. Ist auch alles kein Problem m.M.n., nur sollte man nicht irgend welche Märchen von der sanften .223 auftischen um den gemeinen Michel zu beruhigen. Einfach sagen was Sache ist und zugeben, dass die Pol etwas gesteigerte Angriffs- und Abwehrkraft braucht um im modernen Räuber und Gendarm Spielchen noch mithalten zu können.

Bei The Box O’ Truth #12 – Insulated Walls zeigten die JHP Pistolenkaliber in 9x19, .40S&W und 45 ACP alle mehr Penetrationswirkung als M-193 5.56 FMJ
https://www.theboxotruth.com/the-box-o- ... ted-walls/
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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von Tacticoll » Di 25. Sep 2018, 22:45

Ich sehe das sich die Diskussion etwas im Kreis dreht.

Wie schon dargestellt lässt sich eine geringe Penetrationswirkung bzw. starke Fragmentationsneigung auch mit 9x19mm erreichen wenn man geeignete Geschosse einsetzt.

Es bleibt in diesem Zusammenhang aber ein Vorteil auf der Seite von 5,56x45mm: In diesem Kaliber kann man die Geschosseigenschaften starke Fragmentationsneigung (limitierte Überpenetration) mit einer hohen Durchschlagsleistung gegenüber Körperpanzerung wesentlich besser kombinieren als bei 9x19mm. Panzerbrechende 9x19mm Munition kann zwar gängige weichballistische Westen durchschlagen fragmentiert aber kaum.

Es stellt sich allerdings noch die Frage welchen Wert die Polizei überhaupt darauf legt das die Überpenetration minimiert wird und die Geschosse stark fragmentieren. Die bisherige Munitionsauswahl lässt mich daran zweifeln dass das eine allzu große Rolle spielt. Spielt das keine oder nur eine untergeordnete Rolle könnte man auch 9x19mm einsetzen und bei Bedarf Hartkernmunition.

Man kann allerdings auch umgekehrt die Frage stellen welche Vorteile 9x19mm gegenüber 5,56x45mm hat, selbst wenn die Sache mit der Überpenetration nur eine untergeordnete Rolle spielt. In Frage kommen hier (wie schon zuvor angeführt) wohl vor allem Unterschalltauglichkeit, Kosten und geringeres Mündungsfeuer als Vorteile aber ist das relevant?

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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von DerDaniel » Mi 26. Sep 2018, 00:14

@eXistenZ: Artikel noch mal genauer lesen.
Das einzige was die feststellen ist, dass nach der 2. Wand das ding so sehr schräg fliegt, dass es die nächsten Wände nicht mehr trifft.
Und in der original BOT penetriert 223 alles was sie aufgebaut haben, währendwährend KW Kaliber nach 3/4 der Strecke stecken bleibt.
Wenn du ein besseres Bild brauchst, such dir mal die FBI Tests raus, die sind wissenschaftlich aufgebaut und haben aussagekräftige Erkenntnisse.

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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von eXistenZ » Mi 26. Sep 2018, 00:31

Hast du den ganzen Artikel gelesen?
Im Artikel steht das M-193 von der dritten Wand gestoppt wurde. Mit Bild.
Die Pistolen JHP gingen alle durch alle 4 Wände.
Ich finde diesen Test besser als den Test Nr. 1 da die Wände weiter auseinander stehen und so eine Wohnsituation realistischer darstellen.
Dieser realistischere Zwischenraum scheint einen großen Unterschied zu machen.
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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von Revierler » Mi 26. Sep 2018, 07:16

Also fassen wir zusammen:
Mitte der 90er Jahre hat die Zollwache einen Haufen Sturmgewehre gekauft. Wurscht.
Die Sicherheitswache hat auch Sturmgewehre gekauft, who cares?
Durch die Zusammenlegung der Wachkörper Zollwache, Sicherheitswache und Gendarmerie im Jahr 2004 kamen die Sturmgewehre österreichweit in den Bestand der neuen Bundespolizei, es wurde damit ausgebildet und Streife gefahren. Interessiert keinen.

Achtung, Satire.
2017: Die Bundespolizei beschafft auf Grund der bereits am Ende ihrer Nutzungsdauer angekommmenen Sturmgewehre neue Waffen des gleichen Typs, diese aber sind -Überraschung!!!- nicht das veraltete Urmodell, sondern eine dem 21. Jahrhundert angepasste Variante.
Schrecken geht um. Das Leben der unbescholtenen Bürger ist in Gefahr. Täter werden, selbst wenn sie nur ein Radl Wurscht gefladert haben, in Zukunft durch gnadenloses Wallhacking beseitigt.
Die Welt steht nicht mehr lange, denn die Polizei, diese retardierenden Tschopperln, hat PLÖTZLICH Kriegswaffen, überpenetrierende Munition und kann mit der bösen Waffe gar nicht umgehen.

:at1:
Zuletzt geändert von Revierler am Mi 26. Sep 2018, 07:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: AUGs für jeden Streifenwagen

Beitrag von Lexman1 » Mi 26. Sep 2018, 07:33

Willkommen in BANANISTAN. Leider ist die Auffassung der breiten Masse tatsächlich so bescheiden.
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