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Planung 100m Schusskeller möglichst billig

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Spiky
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Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von Spiky » So 2. Aug 2020, 15:00

Nachdem ich weniger als nichts vom Bauen verstehe, mal eine Frage an die Wissenden:
Wie würdet ihr einen unterirdischen 100m Schusskanal möglichst billig planen?

Meine Überlegung:
1. Der Kugelfang in einem Brunnenschacht mit 250 cm Durchmesser und 2 m Tiefe
2. Die 100m dorthin in 50cm Betonrohre leicht ansteigend zum Kugelfang
3. Eine Fertigteilgarage quer vor die Röhre legen (damit bleibt Platz für einen ev. 12,5m FW-Stand).
4. Alles in Plastik einpacken und zuschütten
5. Treppe runter zur Garage und das war's (oder auch nicht...).

Durch das Erdreich oben drauf, sollte es zu keiner Lärmbelästigung kommen,
anderenfalls kann man bei der Schachtentlüftung noch einen Schalldämmer darüber stülpen.

Durch die Kaminwirkung sollte kein Ventilator benötigt werden.

Ich gehe mal davon aus, dass Betonfertigteile günstiger sind als das vor Ort betonieren

Was meint ihr dazu?
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bandit31
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Re: Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von bandit31 » So 2. Aug 2020, 15:21

Beim SJV Kuenringer in Etlas haben sie den 100m Stand so ähnlich gebaut. Vielleicht kann Dir der User cowroper näheres dazu sagen.
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Re: Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von Sauer202 » So 2. Aug 2020, 15:54

Wird mit so dünnen Rohren nicht funktionieren. Wir nutzten bis letztes Jahr ein altes Druckrohr für ein kleinkraftwerk/Sägemühle. Da war der Durchmesser 120cm, auf 200m schon zu starke Verwirbelungen am Rand.

Mußte dann zurückgebaut werden.

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Re: Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von Fruh_Lee » So 2. Aug 2020, 17:14

50cm wird vermutlich zu klein sein, da du eine zuganlage auch benötigen wirst? Wir haben 100er und da muss regelmäßig wer rein zum reparieren :roll:
Bedenke auch dass bei so einem kleinen Rohr die Richtung 100% passen muss und auch nichts nachsitzen darf...

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Re: Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von Bernd2 » So 2. Aug 2020, 17:49

Ich würde Wellblechrohre verwenden. Die gibt es in den verschiedensten Durchmessern und kosten garantiert weniger als den ganzen Kanal zu betonieren. Nimm einen Durchmesser der zu Wartungszwecken auch begehbar ist. https://www.wellstahl.at/produkte/wellstahlsysteme/
Das Ganze mit Erde zuschütten und gut ist es. Als Schützenstand würde ich einen Bürocontainer verwenden.
Zuletzt geändert von Bernd2 am So 2. Aug 2020, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von Spiky » So 2. Aug 2020, 17:50

Sauer202 hat geschrieben:
So 2. Aug 2020, 15:54
Wird mit so dünnen Rohren nicht funktionieren. Wir nutzten bis letztes Jahr ein altes Druckrohr für ein kleinkraftwerk/Sägemühle. Da war der Durchmesser 120cm, auf 200m schon zu starke Verwirbelungen am Rand.
Welchen Durchmesser würdest Du für 100m empfehlen?

Fruh_Lee hat geschrieben:
So 2. Aug 2020, 17:14
50cm wird vermutlich zu klein sein, da du eine zuganlage auch benötigen wirst? Wir haben 100er und da muss regelmäßig wer rein zum reparieren :roll:
Bedenke auch dass bei so einem kleinen Rohr die Richtung 100% passen muss und auch nichts nachsitzen darf...
Geplant ist ohne Zuganlage, deshalb der Brunnenschacht zum Spiegeltausch
Wenn's beim 16km langen St. Gotthard Tunnel 5cm Abweichung gehabt haben, sollten doch die 100m kein Problem sein... ;)
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Re: Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von sauersigi » So 2. Aug 2020, 17:50

Ich hab ähnliches für Faustfeuer mal durchkalkuliert. 30lfm Rohr, (Wiener Kanalei), ohne Ausstattung wie Lüftung, Licht, etc, nur rein Materialkosten 30K....unrentabel...

Und egal wo, womit und mit welchem Aufwand du das bauen möchtest. So in der Einfachvariante gibt es keine Gemeinde als Baubehörde die dieses Bauwerk genehmigen wird. Und als Schwarzbau reicht ein Anruf eines besorgten Bürgers und du baust alles zurück, mit allen Konsequenzen und Kosten...
Als Schiesstandprojekt mit allen Genehmigungen reicht ein normaler Lottosieg auch nicht aus.
Btw. in der Stmk. wäre ein Projekt zu übernehmen, mit 15 Mio bist dabei....
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Re: Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von Spiky » So 2. Aug 2020, 18:04

Bernd2 hat geschrieben:
So 2. Aug 2020, 17:49
Ich würde Wellblechrohre verwenden. Die gibt es in den verschiedensten Durchmessern und kosten garantiert weniger als den ganzen Kanal zu betonieren. Nimm einen Durchmesser der zu Wartungszwecken auch begehbar ist. https://www.wellstahl.at/produkte/wellstahlsysteme/
Das Ganze mit Erde zuschütten und gut ist es. Als Schützenstand würde ich einen Bürocontainer verwenden.
Gute Idee, werd' ich mal durchkalkulieren - danke

sauersigi hat geschrieben:
So 2. Aug 2020, 17:50
Und egal wo, womit und mit welchem Aufwand du das bauen möchtest. So in der Einfachvariante gibt es keine Gemeinde als Baubehörde die dieses Bauwerk genehmigen wird.
Eines nach dem anderen.
Zuerst schau ich mir mal die Kosten an...
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Re: Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von sauersigi » So 2. Aug 2020, 18:14

Spiky hat geschrieben:
So 2. Aug 2020, 18:04
Bernd2 hat geschrieben:
So 2. Aug 2020, 17:49
Ich würde Wellblechrohre verwenden. Die gibt es in den verschiedensten Durchmessern und kosten garantiert weniger als den ganzen Kanal zu betonieren. Nimm einen Durchmesser der zu Wartungszwecken auch begehbar ist. https://www.wellstahl.at/produkte/wellstahlsysteme/
Das Ganze mit Erde zuschütten und gut ist es. Als Schützenstand würde ich einen Bürocontainer verwenden.
Gute Idee, werd' ich mal durchkalkulieren - danke

sauersigi hat geschrieben:
So 2. Aug 2020, 17:50
Und egal wo, womit und mit welchem Aufwand du das bauen möchtest. So in der Einfachvariante gibt es keine Gemeinde als Baubehörde die dieses Bauwerk genehmigen wird.
Eines nach dem anderen.
Zuerst schau ich mir mal die Kosten an...
Ich wills dir nicht ausreden, jeder Schiesstand mehr ist hilfreich.
Versuche Don Papa zu erreichen, er gibt dir Kontakte zu brauchbaren Sachverständigen. Mit denen kannst du dein Vorhaben vorab ohne Kosten beplaudern und danach entscheiden ob eine Kalkulation überhaupt Sinn macht.
Weil ohne Genehmigung des Schiesstandes bist, egal was du machst und nur ein einziger Euro den Besitzer wechselt im Gewerbe, bzw. als Verein auch im Vereinsgesetz dem Veranstaltungsgesetz etc....unterwegs. Glaub mir, das willst dir antun....
Ich habe meinen kleinen Schiesskeller, den ich nur für mich alleine nutzen kann. Kein Verein, keine Veranstaltungen, keine Einnahmen, nur Geld und Zeit versenkt....
Sinnvoll ist was anderes....
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Re: Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von Spiky » So 2. Aug 2020, 18:23

sauersigi hat geschrieben:
So 2. Aug 2020, 18:14
Weil ohne Genehmigung des Schiesstandes bist, egal was du machst und nur ein einziger Euro den Besitzer wechselt im Gewerbe, bzw. als Verein auch im Vereinsgesetz dem Veranstaltungsgesetz etc....unterwegs. Glaub mir, das willst dir antun....
Danke für Deine Einwände, aber an eine gewerbliche Nutzung ist nicht gedacht ... gewerblich ist es nicht finanzierbar
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Re: Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von sauersigi » So 2. Aug 2020, 18:31

Spiky hat geschrieben:
So 2. Aug 2020, 18:23
sauersigi hat geschrieben:
So 2. Aug 2020, 18:14
Weil ohne Genehmigung des Schiesstandes bist, egal was du machst und nur ein einziger Euro den Besitzer wechselt im Gewerbe, bzw. als Verein auch im Vereinsgesetz dem Veranstaltungsgesetz etc....unterwegs. Glaub mir, das willst dir antun....
Danke für Deine Einwände, aber an eine gewerbliche Nutzung ist nicht gedacht ... gewerblich ist es nicht finanzierbar
Kein Thema, Problem sind nur die Neider. Wie gesagt, ein einziger besorgter Bürger reicht aus...
Halte dir die Daumen dass alles so klappt wie du es dir vorstellst.
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Re: Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von Spiky » So 2. Aug 2020, 18:42

sauersigi hat geschrieben:
So 2. Aug 2020, 18:31
Halte dir die Daumen dass alles so klappt wie du es dir vorstellst.
Dank Dir, stehe erst am Anfang... red' ma in ein paar Jahren weiter... :D
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Re: Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von Bernd2 » So 2. Aug 2020, 18:46

Ich hab mir so ein Projekt als gewerbliches Unternehmen auch schon einmal durchgedacht. Daher auch die Idee mit den Wellblechrohren. Allerdings habe ich bereits bei der Suche nach einen geeigneten Grundstück feststellen müssen das sowas wohl eher unter die Kategorie ˋWas währe wenn ich den Eurojackpot knacken würde ´fällt. Das Grundstück sollte in der Länge von mind. 120m keine bis kaum Hangneigung haben. Die Breite ist eher egal. Allerdings sind die meisten Grundstücke keine langen Streifen. Das heist man kauft jede menge mehr oder weniger nutzlose Quadratmeter dazu. Dann sollte die Liegenschaft vorzugsweise weit genug von bewohnten Gebiet entfernt sein oder in einem Industriegebiet liegen. Das Einzugsgebiet für potenzielle Kunden sollte auch vorhanden sein.
Um überhaupt eine Genehmigung zu bekommen muss die Lärmbelastung nahezu gegen null gehen. Daher ist das vergraben der Anlage unbedingt notwendig. Eine Lüftungsanlage, Sanitäreinrichtungen, Büro/Aufenthaltsräume usw. müssten auch her (Bürocontainer). Da ist man je nach Lage auch wenn man eng kalkuliert bald mal zwischen 700.00 und einer Mille. Dann stellt sich die Frage wieviel kann man als Standgebühr verlangen? 10€/30min in etwa. Da müsste ch noch ca 200 Jahre leben damit ich endlich was daran verdiene. Allerdings nur dann wenn nix kaputt geht und mir kein neues Gesetz in die Quere kommt.
Selbst wenn das nur ein privates Projekt ist wird der ganze Spass leider sehr teuer. Die Materialkosten und der Aufwand das Ganze genehmigt zu bekommen bleibt das selbe. Aber man darf ja noch ein bisschen träumen.

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Re: Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von Spiky » So 2. Aug 2020, 18:54

Bernd2 hat geschrieben:
So 2. Aug 2020, 18:46
Aber man darf ja noch ein bisschen träumen.
Du sagst es :dance:
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Re: Planung 100m Schusskeller möglichst billig

Beitrag von fast12 » So 2. Aug 2020, 19:09

Man muss hier aber bei nicht gewerblicher Nutzung klar unterscheiden zwischen der Baugenehmigung und der Genehmigung als Schießstand.

Natürlich darf es kein "Schwarzbau" sein, du benötigst eine Baugenehmigung. Was du für eine rein private Nutzung definitiv nicht benötigst ist eine Genehmigung als "behördlich genehmigter Schießstand".

Einfach weil jeder in seinem "Keller" privat rumballern darf so viel er will (sofern sichergestellt ist dass kein Projektil irgendwie auskommt und keine Lärmbelästigung gegeben ist).

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