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Hat jemand Ideen zu den Problemen mit meiner Troy PAR .223?

Verfasst: Di 21. Apr 2026, 15:12
von Hirschfänger
Habe mir vor einigen Jahren von "Privat" eine Troy PAR im Kaliber .223 gekauft.

Für diejenigen, die die Waffe nicht kennen, es handelt sich dabei um eine Vorderschaftrepetierbüchse der Kategorie C im AR15-Stil. Troy ist in den USA auch einer der führenden Hersteller von AR15 und sehr beliebt.

Beim ersten Probeschießen am Schießstand machte die Waffe damals viel Spaß. Da dort aber nur getestet und viel zwischendurch geredet wurde, verging viel Zeit zwischen den einzelnen Schüssen, so dass das nachfolgende Problem nicht sofort auffiel: Bei schnelleren Schussfolgen kam es später immer häufiger zu Problemen beim Auswurf der Hülsen nach dem Schuss. Die Hülsen wurden – ich vermute durch Materialerhitzung – regelrecht im Lager "festgebacken" und ließen sich nur sehr schwer extrahieren.

Außerdem wiesen die Hülsen (223 REM BTHP von Hornady) deutliche Längsrillen auf, was auf eine ordentliche Materialausdehnung durch den Druck hinweist.

Online wurde mir gesagt, dass die Troy anscheinend nicht alle Munitionstypen gleich gut verträgt, darum testete ich verschiedene Munitionstypen von unterschiedlichen Herstellern, aber die Auswurfprobleme wurden eher schlimmer als besser.

1 Jahr später erfuhr ich dann, dass Troy anscheinend Probleme mit dieser ersten Charge an PARs zugegeben hat und dass sie international neue Verschlussblöcke aus Stahl statt Aluminum ausgegeben haben, die angeblich Probleme mit der Waffe lösen sollten.

Also wendete ich mich an Austrian Arms, die diese Waffe in Österreich importieren und diese schickten mir dankenswerterweise kostenlos einen solchen neuen Verschlussblock aus Stahl zu, der den bisherigen Aluminum-Verschlussblock ersetzt.

Als ein Hobby-Waffenbastler mit mir diese Modifikation mit mir vorgenommen hat, brach uns leider der Schrauben im Getriebe ab, so dass der neue Verschlussblock nun nicht mehr aus der Waffe entfernt werden kann, außer indem man den Schrauben ausbohrt, was ich bisher vermeiden wollte.

Bei meinem letzten Besuch am Schießstand nun aber das Ernüchternde: Während es früher vor allem bei schnelleren Schussfolgen zu einem Klemmen der Hülsen kam, aber längst nicht jedes mal, sitzt nun jede einzelne Hülse nach dem Schuss so fest im Lager, dass man sie nur noch aus der Waffe bekommt, indem man den Schaft gegen eine harte Unterlage donnert während man den Pumpmechanismus betätigt.

Ein weiterer Experte, den wir zu der Sache befragt haben, meinte gar, dass von all den Vorderschaftrepetierern nur die Remington 7615 Police zuverlässig funktioniert... wobei ich da auch einen Bekannten kenne, der mit dieser Waffe nur Probleme hatte.

Die Sache frustiert mich nach Jahren nun mittlerweile doch sehr und ich hätte gute Lust, die Troy einfach bei der Behörde oder dem nächsten Händler abzugeben, auch wenn ich dadurch fast 1.500 Euro in den Wind schieße.

Oder fällt euch noch ein Lösungsansatz ein?

Re: Hat jemand Ideen zu den Problemen mit meiner Troy PAR .223?

Verfasst: Di 21. Apr 2026, 15:22
von twin2000
Die Probleme mit den TROY Modellen sind eigentlich bekannt.
Es sind im wesentlichen Konstruktionsfehler.
Lösung zur Behebung des Problems kenne ich keine.

Re: Hat jemand Ideen zu den Problemen mit meiner Troy PAR .223?

Verfasst: Di 21. Apr 2026, 15:26
von titan
Also, bevor du die Büchse abgibst, verkaufs zum halben Preis als defekt. Irgendwer wird sich schon damit befassen können.

Re: Hat jemand Ideen zu den Problemen mit meiner Troy PAR .223?

Verfasst: Di 21. Apr 2026, 19:57
von FdH22
Hirschfänger hat geschrieben: Di 21. Apr 2026, 15:12
Als ein Hobby-Waffenbastler mit mir diese Modifikation mit mir vorgenommen hat, brach uns leider der Schrauben im Getriebe ab, so dass der neue Verschlussblock nun nicht mehr aus der Waffe entfernt werden kann, außer indem man den Schrauben ausbohrt, was ich bisher vermeiden wollte.
Auch wenn dir meine Worte nicht gefallen:
1. Hobby-Waffenbastler verschlimmern jedes Problem.
2. "brach uns leider der Schrauben" bestätigt Pkt. 1
3. Um das Ausbohren wirst nicht herumkommen. Sollte aber eine Person vom Fach sein (siehe Pkt.1) ;)

Re: Hat jemand Ideen zu den Problemen mit meiner Troy PAR .223?

Verfasst: Mi 22. Apr 2026, 07:19
von titan
klingt für mich nach einem lösbaren Problem, wenn man minimale Maschinen zur Verfügung hat. eine Drehbank mit 4 Backenfutter sollte schon reichen.

Wo bist du denn beheimatet?

Re: Hat jemand Ideen zu den Problemen mit meiner Troy PAR .223?

Verfasst: Mi 22. Apr 2026, 10:10
von Lexman1
Wo soll ich da anfangen, außer - WILLKOMMEN in meiner Welt. Been there - done that ;)

Ich hab mir damals in voller Euphorie eine der ersten PARs in good old Austria gegönnt und hatte dann die selben Probleme wie du. Ich hab auch den Verschlussblock von Alu auf Metall gewechselt und auch den alten Handguard auf die Gen 2 gewechselt da der Gen 1 Handguard angeblich auch Probleme bereitete. Brachte alles nix. Diese Probleme hatte auch ein Freund bei seiner- Also nichts außergewöhnliches!

Long Story short - ich hatte sie 2x beim Uitz zum Lagerausreiben/ erweitern dort, da mir 2x die Hülsen so dermaßen im Lauf feststecken, dass ich sie ohne mittlere Gewalt nichtmehr rausbrachte. Beim 3 mal war ohne roher Gewalt nichts mehr zu machen. Deshalb bin ich mit der feststeckenden leeren Hülse im Lauf zum Uitz (hatte sie von dort) und knallte sie voller Wut im Bauch hin und wollte mein Geld zurück, da ich sie in den knapp 2 Jahren nicht einmal ordentlich verwenden konnte.

Es folgten viele Geschichten, dass sie diese Probleme nicht kennen und auch noch nie davon gehört haben und dass es ein spezielles Problem sein muss... ich ließ mich aber nicht abbringen und wollte mein Geld zurück oder eine komplett andere Waffe. Daraufhin wurde der letzte Rettungsversuch gestartet. Da Uitz selbst rieb nochmals das Lager aus und testete 30 Schuss in schneller Folge. Sollte sie dann wieder hängen bleiben, so bekäme ich einen Bullbarell Matchlauf von ihm eingebaut.

So habe ich nun eine PAR mit entsprechendem Matchlauf OHNE geflutetes Lager. Dieses geflutete Lager ist das Grundübel, nichts anderes! Die Amis haben auch einfach den Lauf gewechselt und das Teil läuft wie ein Duracellhäschen.

Meine PAR funktioniert nun besser als erwartet und stanzt auf 100m Loch an Loch, doch leider komme ich dank Kids und im Moment fehlender Möglichkeiten kaum dazu sie auszuführen. Also wurde sie zur Safequeen - oder landet mal am Markt als einzig funktionierende Match PAR :lol: ich kann nun x Mags in schneller Folge verschießen, ohne auch nur irgendwelche Probleme oder Klemmer.

Also ärgere dich nicht lange mit unnützen Versuchen und tausche den Lauf - dann läuft das Teil ohne Probleme!!

Re: Hat jemand Ideen zu den Problemen mit meiner Troy PAR .223?

Verfasst: Mi 22. Apr 2026, 10:39
von rhodium
Spannend das alles zu lesen. Was muss man für so einen Laufwechsel rechnen?

Problem ist halt, dass dieser Waffentyp durch die neue Kategorie C WBK Thematik deutlich an Attraktivität verloren hat. Jetzt spielt bloß noch die Altersgrenze eine relevante Rolle.

Re: Hat jemand Ideen zu den Problemen mit meiner Troy PAR .223?

Verfasst: Mi 22. Apr 2026, 13:01
von Lexman1
Der Vorteil daran ist nachwievor, dass du eine Kat C in M4 Optik hast, sowie mit welcher du eine ähnliche Schussfolge wie bei einem HA schaffen kannst (sofern alles läuft und ein wenig Übung dabei ist), sofern dies wichtig ist. Die Anzahl von M4 Kat C ist halt sehr überschaubar.

Re: Hat jemand Ideen zu den Problemen mit meiner Troy PAR .223?

Verfasst: Mi 22. Apr 2026, 13:45
von RedRider1982
rhodium hat geschrieben: Mi 22. Apr 2026, 10:39 Problem ist halt, dass dieser Waffentyp durch die neue Kategorie C WBK Thematik deutlich an Attraktivität verloren hat. Jetzt spielt bloß noch die Altersgrenze eine relevante Rolle.
Naja, viele Leute (inkl. meiner Wenigkeit) haben so schon mit den zu wenig "B" Plätzen zu kämpfen.
Da wäre so ein halber Halbautomat schon nett ^^