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Kaliber für Gesellschaftsjagd
Verfasst: So 7. Jun 2026, 17:13
von Trugor
Ein wunderbares Thema, dass keine Diskussion offen lässt
Ich habe als Jungjäger eine Bergara Sierra Extreme in 308 mit Schalldämpfer.
Ich möchte mir zusätzlich noch einen Stutzen zulegen - mit Hinblick auf Gesellschaftsjagden (Zielgruppe, sehr böse gesagt: die Lodenfraktion (habe ich mittlerweile selbst)). Hier gibt es ja oft die Diskussion militärische Kaliber ja/nein.
Hätte an einen alten Steyr / Mannlicher in 243 oder 270 gedacht gehabt. Die ganzen alten Kaliber a la 7x57, 8x57 würden ja als militärisch gelten - finde die aber spannend. Ich suche auch ein Kaliber, das nicht Unsummen kostet und ggf mit Schüttmuni versorgt werden kann.
Was ist denn eure Erfahrung dazu?
Re: Kaliber für Gesellschaftsjagd
Verfasst: So 7. Jun 2026, 19:14
von mikonis
Trugor hat geschrieben: So 7. Jun 2026, 17:13
… Gesellschaftsjagden ……. Hier gibt es ja oft die Diskussion militärische Kaliber ja/nein.
Darüber habe ich noch nie etwas gehört. Kannst du das näher erläutern, eventuell die Standpunkte darstellen?
Danke
Re: Kaliber für Gesellschaftsjagd
Verfasst: So 7. Jun 2026, 19:58
von Trugor
Das ist vielleicht schlecht formuliert gewesen. Ich kenns von „Bekannten“ aus der Steiermark. Da gibts die Altvorderen, die zB keine 308 mögen, da es ein militärisches Kaliber ist. Wie es bei 8x57 weiß ich nicht, müsst aber detto sein

Re: Kaliber für Gesellschaftsjagd
Verfasst: Mo 8. Jun 2026, 11:31
von punk-of-vk
Ach Blödsinn.... Lass dir hier nichts einreden.
Mit deiner bestehenden Bergara bist du bestens ausgerüstet. Für eine Riegeljagd im Jahr braucht man keinen Stutzen. Wobei ein Stutzen eigentlich für die Gebirgsjagd gemacht wurde.
Die Altvorderen mögen ja auch keine Signalkleidung, die aber heutzutage schon standard bei solchen Jagden ist

Re: Kaliber für Gesellschaftsjagd
Verfasst: Mo 8. Jun 2026, 18:19
von Trugor
Der Stutzen ists auch nur für mich, weil ich ihn optisch sehr ansprechend finde
Dachte schon, dass Kunststoffschaft für einige noch „böse böse“ ist. Wobei ich ihn bei der Büchse (im Vergleich zur Flinte) einfach sehr praktisch finde. Nix aufpassen, abwischen, gut ist.
Re: Kaliber für Gesellschaftsjagd
Verfasst: Di 9. Jun 2026, 08:51
von Coolhand1980
Vielleicht ein absurder Gedanke,
aber denk drüber nach, was du jagen willst, nicht mit wem.
Danach würde ich das Kaliber wählen.
Re: Kaliber für Gesellschaftsjagd
Verfasst: Do 11. Jun 2026, 22:25
von Trugor
Ja; das ist so eine Frage. Die Eierlegendewollmilchsau gibts bekanntlich nicht.
Dachte eben 243 für Rehwild, ggf Überläufer. Die 270 könnt whs alles, aber teuer und selten im Stutzen. 7x57 und 8x57 kannst entsprechend auch auf alles nutzen und gäbe es auch „günstig“ und als Stutzen.
Wenn das „militärische Kaliber“ eigentlich eh wurscht ist, dann tendiere ich fast zu 7x57 oder 8x57…
Re: Kaliber für Gesellschaftsjagd
Verfasst: Do 11. Jun 2026, 23:13
von mikonis
Die sehr schnellen Kaliber .243 und .270 sind mE gut für die Jagd auf größere Distanz. Bei uns wäre das wohl mit der Gebirgsjagd vergleichbar. .243 für Rehwild und vielleicht Raubwild, wobei bei schnellen und leichten Projektilen sich manchmal das Problem von starker Hämatombildung (extremes Unterbluten der Decke) ergibt. Guckstduguggl. .270 kenne ich nicht. Würde ich auf alles mittlere und große Schalenwild in größerer Entfernung einsetzen.
Bei Gesellschaftsjagden - Schwarzwild, manchmal Rehwild und Rotwild - wirst du manchmal gefragt, womit du denn kommen wirst. Unter 7mm (7x64) bist du da nicht willkommen. Manchmal steht das auch so in der Einladung. Solltest du mit „Rehkaliber“ ein starkes Stück SW anflecken, wirst du wenig Beifall finden. Das kann daran liegen, dass bei schlecht sitzenden Schüssen und sehr kleinen Kalibern manchmal wenig bis gar kein Schweiß zu finden ist, also die Nachsuche mühsam ist. Deshalb sind bei Gesellschaftsjagden 7,62mm und 9,3mm die häufigst gesehenen Projektildurchmesser.
Zu „militärischen Kalibern“ bei der Jagd habe ich keinerlei Wissen. Nachdem alles was weidgerecht tötet bevorzugt werden soll, solltest du vielleicht den Umgang mit Personen, die unsinnige Vorurteile vor Fakten stellen, meiden. Außer es ist Familie, dann kannst du ja fragen, was das soll.
Re: Kaliber für Gesellschaftsjagd
Verfasst: Mo 15. Jun 2026, 08:39
von turrikan
+1 für die 9.3x62
Ich bin auf vielen Jagden, primär in der Steiermark und das Thema militärisches Kaliber als Ausschlusskriterium hab ich noch nie gehört.
Zu ner (Gesellschafts)jagd gehört ein Hut (keine Baseballcap), wenns die Hardcorefraktion ist dann gerne auch ne Lodenhose oder Lederhose. Ob du Plastik oder Holz hast juckt auch die wenigsten unter 70.
Wer sauber schießt wird in der Regel im Folgejahr wieder eingeladen. Egal ob Plastikschaft oder Holzschaft.
Re: Kaliber für Gesellschaftsjagd
Verfasst: Mo 15. Jun 2026, 09:02
von Poirot
turrikan hat geschrieben: Mo 15. Jun 2026, 08:39
+1 für die 9.3x62
Da hat man Reserven um auch bei schlechteren Schüssen lange Nachsuchen zu vermeiden.