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JW 105 .223 Verschluss geht schwer auf

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Re: JW 105 .223 Verschluss geht schwer auf

Beitragvon tiberius » Mi 11. Jan 2017, 13:38

Hi,

das mit den leicht konvex/konkaven Hülsen hat sich erledigt, Hülsen meiner anderen Büchsen haben das auch.
Man sieht ein minimales Eiern des Hüsenbodens (im mm Bruchteilbereich) wenn man die Hülse langsam über eine Glasplatte rollen läst,
aber wie gesagt haben das auch die 8,57er und 308er Hülsen mit denen ichs probiert hab,
und die dazugehörigen Büchsen haben keine derartigen Probleme.

Ich dachte zunächst die Hülsen sind Banane weil das Patronenlager krumm ist, aber das scheint die normale Dehnung zu sein.
Daran dürfte es nicht scheitern.

Wie gesagt, L3 und neue Patrone reinrepetieren muss ich noch probieren.

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Re: JW 105 .223 Verschluss geht schwer auf

Beitragvon tiberius » Mi 11. Jan 2017, 20:24

Hi,

war grad am Stand, mit frischen, nicht abgeschossenen Patronen lässt sichs
fast so leicht rein & raus repetieren wie mit leerer Kammer.
Mit abgeschossenen Hülsen musst richtig anreissen dass der Kammerstängel hoch geht.

L3= S&B: 44,67mm - 44,72mm ; RUAG: 44,55mm - 44,63mm
Gemessen wurden jeweils 3 Hülsen, allerdings varrierts a bissi (so ca. 0,03mm -0,07mm) je nachdem wie mans in die Schiebelehre hält.

Das Schussbild war wie sonst auch gut, mit einem 4x Glasl auf 100 m mit S&B Schütte so +/-5 cm.

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Re: JW 105 .223 Verschluss geht schwer auf

Beitragvon yoda » Mi 11. Jan 2017, 20:52

tiberius hat geschrieben:Hi,

war grad am Stand, mit frischen, nicht abgeschossenen Patronen lässt sichs
fast so leicht rein & raus repetieren wie mit leerer Kammer.
Mit abgeschossenen Hülsen musst richtig anreissen dass der Kammerstängel hoch geht.

L3= S&B: 44,67mm - 44,72mm ; RUAG: 44,55mm - 44,63mm
Gemessen wurden jeweils 3 Hülsen, allerdings varrierts a bissi (so ca. 0,03mm -0,07mm) je nachdem wie mans in die Schiebelehre hält.

Das Schussbild war wie sonst auch gut, mit einem 4x Glasl auf 100 m mit S&B Schütte so +/-5 cm.

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Dann wird die Oberfläche vom Patronenlager kacke sein, da werden ein paar Riefen drin sein weil der chinesische Drehmeissel stumpf war, beim Schuss drückt sich die Hülse dann in die Riefen und das ganze Teil klemmt. Putz mal das Patronenlager und vergleiche die Oberfläche des Lagers mit der eines Glock Lagers oder eines K98k Lagers, bei einer R94 sieht man auch mit freiem Auge warum die Hülsen im Lager klemmen. Am Besten feines Schleifpapier oder Scotch Brite Schleifvlies nehmen und dann händisch mit einer dünnen Stange in die Längsrichtung schleifen/polieren bis alles halbwegs glatt ist, dann klemmt da sehr wahrscheinlich nichts mehr.

Von elektrischen Werkzeugen würde ich die Finger lassen, Dremel mit Schleifstiften etc., da nimmst du zu viel Material weg und machst alles nur schlimmer bzw. kannst den Lauf damit zerstören, wenn ein Lager zu groß ist können sogar die Hülsen reissen, was ziemlich gefährlich ist. Abgesehen davon kannst du mit den Elektrowerkzeugen nicht in Längsrichtung schleifen/polieren, bringt also nicht wirklich viel.

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Re: JW 105 .223 Verschluss geht schwer auf

Beitragvon tiberius » Mi 11. Jan 2017, 22:01

Hi,

ok, thx für die Info.

800er Schleifpapier ist fein genug?

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Re: JW 105 .223 Verschluss geht schwer auf

Beitragvon yoda » Mi 11. Jan 2017, 22:50

tiberius hat geschrieben:Hi,

ok, thx für die Info.

800er Schleifpapier ist fein genug?

mfg tiberius
800 ist schon sehr fein, ich kenne jetzt das Lager nicht, wenn die Riefen schön zu sehen sind würde ich aber mit 400er anfangen, und dann immer feiner werden bis zu einer 800er oder 1000er Körnung, das ist dann schon eine extrem feine Oberfläche.

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Re: JW 105 .223 Verschluss geht schwer auf

Beitragvon tiberius » Mi 11. Jan 2017, 23:31

Hi,

man siehts mit freiem Auge, ich werd morgen versuchen ein Foto zu machen.

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Re: JW 105 .223 Verschluss geht schwer auf

Beitragvon yoda » Do 12. Jan 2017, 09:11

tiberius hat geschrieben:Hi,

man siehts mit freiem Auge, ich werd morgen versuchen ein Foto zu machen.

mfg tiberius
Dann ist die Ursache gefunden, passt auch zur Beschreibung. Ist bei den Billigherstellern eh normal. Bei der R94 kriegt man den Verschluss mit lackierte Stahlhülsen nach dem Schuss manchmal nur mehr mit einem Hammer auf wenn man das Lager net überarbeitet hat. Der Lack klebt noch hartnäckiger in den Riefen.

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Re: JW 105 .223 Verschluss geht schwer auf

Beitragvon tiberius » Do 12. Jan 2017, 20:31

Hi,

bin da mit dem Scotch Brite durch und siehe da: es geht schon viel leichter.
Hab das Ding bei der Gelegenheit gleich ausgeschäftet und den braunen Schmodder
vom Holzschaft runtergebeizt.
Das was die Chinesen da aufs Holz gepinselt haben sieht fast so wie die braune Tunke
auf 08/15 Naganten aus. Das helle Holz drunter ist dann überraschenderweise gar nicht mal so schlecht.
Werds mit wahrscheinlich Leinöl einlassen und helll lassen.

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Re: JW 105 .223 Verschluss geht schwer auf

Beitragvon rhodium » Do 12. Jan 2017, 22:16

Machst vom Endergebnis mal ein Foto für uns? Den Knallstock gibt es doch auch in 7.62x39, wäre doch ganz interessant als günstige Survivalbüchse.

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Re: JW 105 .223 Verschluss geht schwer auf

Beitragvon tiberius » Do 12. Jan 2017, 23:09

Hi,

yup, mach ich wenns so weit ist.

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Re: JW 105 .223 Verschluss geht schwer auf

Beitragvon Maggo » Mi 18. Jan 2017, 19:21

Das mit dem Patronenlager scheint ein gängiges Problem der JW 105 zu sein.
Man darf sich auch nicht mehr von einer so günstigen Plempe erwarten. Wenn du das nötige Equipment hast kannst da eventuell etwas selber machen,wenn nicht war das mit der Waffe ein "Griff ins Klo".
Man damaliger Büchser riet explizit von den Waffen ab und weigerte sich sogar welche für mich zu bestellen.

Hier mal ein Test mit ähnlichen Problemen:

http://www.nzha.co.nz/wp-content/upload ... Review.pdf
Wer mit Halbautomaten Schießt ist zu faul zum Repetieren! :D


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Re: JW 105 .223 Verschluss geht schwer auf

Beitragvon yoda » Do 19. Jan 2017, 09:39

Um 600 gibts ein Ruger American Rifle, wenn man sich da eine Norinco JW105 um 400-500 kauft ist das kein wirkliches Weltgeschäft, das Teil schießt mittelmäßig und ist schlecht verarbeitet. Wenn ein bissl Arbeit reinsteckt kann man aber sicher etwas Brauchbares daraus machen.

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Re: JW 105 .223 Verschluss geht schwer auf

Beitragvon tiberius » Do 19. Jan 2017, 12:31

Hi,

Die Ruger haben keine offene Visierung in dem Preissegment, auch die Savage nicht.
Das ist für mich entscheidend, ich schieß gern mal "Cabrio", Picatinny-/ Weaverbasen sind auch schon für den Preis dabei,
zusätzliche Magazine sind auch günstig.
Das man zu dem Preis aus der Schachtel keinen Enfield Schlossgang und gehonte Teile erwarten darf, sollte klar sein.

Aber: Nach der Politur rennt das Ding sehr fein, ich merk auch mit jedem Standbesuch wie das anfangs leichte Hakeln
weniger wird weil sich Kanten und Grat durch die Repetierbewegungen selber glätten und es immer leichter geht.
Die Präzision ist tadellos, mit dem Billigglas von Tasco gehen sich jetzt mit S&B Schütte 3-4 cm auf 100 m aus, ich spiel grad mit der Abzugeinstellung, wenn nur das Absehen nicht so dick wär dass es fast den ganzen Spiegel verdeckt... naja.

Als Einsteigergewehr oder Gebrauchsbüchse fürn hinten im Revierwagen kann mans empfehlen, es funktioniert aus der Schachtel auch befriedigend, nur sollte klar sein dass man selber Hand anlegen muss wenn der Verschluss a bissi feiner gehen soll. Oder einfach viel damit schießen.
Die Probleme aus dem angelsächsichen Raum sind nicht wirklich repräsentativ, da gibts teilweise nicht einmal einen amtlichen Beschuss.

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