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Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Alles was sonst nirgends wirklich reinpasst! Tabu sind: Politik und Religion (sofern kein Waffenbezug)
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cas81
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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von cas81 » Mi 6. Nov 2019, 12:06

Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 11:43
wir haben regeln die keiner durchsetzt, wenn es durchsetzt sind die strafen lächerlich. DAS ist das problem. da wir genau keine handhabe haben die hundebesitzer zu erziehen, beschwört man big brother.
Genau da könnte man ansetzen. Stichworte Assiköter, Anne- Marie (oder wie auch immer du die genannt hast). Als "Notlösung" irgendeinen Scheiß zu befürworten, der aller Wahrscheinlichkeit nach bereits von vornherein nichts nützt, ist doch auch kein Weg zum Ziel. Und selbst wenn, nicht jedes Ziel rechtfertigt den Weg.

Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 11:43
aber die alternative gefällt den meisten hundebesitzern auch nicht ... die denn da lautet: wenn das viech zum angriff ansetzt habe ich als potentielles opfer das recht mich mit entsprechnder gewalt zu wehren.
Interessiert nicht, ob ihnen das gegällt. Das sind elementare Rechtfertigungstatbestände. Die knüpfen übrigens vorwiegend an objektiven Kriterien an. Damals hat es der Gesetzgeber also auch geschafft.

Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 11:43
das gesetz ist ein kompromiss zwischen jenen die das vich beim ersten knurren niederstrecken würden und jenen die meinen der hund habe auch rechte.
Ein Kompromiss beinhaltet Pro und Contra für beide Beteiligten. Wo gibt das Gesetz ein Pro für Hund und Besitzer her? Nirgends.


Letztendlich sprichst du ständig davon, dass das alles Unsinn ist und das Gesetz eh nicht zielführend ist, usw. Und trotzdem befürwortest du es?! Diese "aber trotzdem!"- Argumentation entbehrt jeglicher sachlichen Grundlage. Du willst mir die Grundprinzipien von Demokratie und Rechtsstaat erklären? Dann entkräfte bitte erst mal meine Aussagen im heutigen ersten Posting. Oder anders: Weshalb ist dir Verhältnismäßigkeit und Eignung, insb. in Anbetracht zielführenderer Alternativen und Sinnlosigkeit des Ganzen, derartig egal?
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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von Nydorian » Mi 6. Nov 2019, 13:47

cas81 hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 12:06
Letztendlich sprichst du ständig davon, dass das alles Unsinn ist und das Gesetz eh nicht zielführend ist, usw. Und trotzdem befürwortest du es?!
ich befürworte es nicht weil ich es als eingriff in die freiheit empfinde.
aber ich verstehe warum menschen das wollen.
nur weil man etwas versteht bedeutet nicht dass man es befürwortet.
Ein Kompromiss beinhaltet Pro und Contra für beide Beteiligten. Wo gibt das Gesetz ein Pro für Hund und Besitzer her? Nirgends.
in der existenz des hundes.

mit dem gesetz kannst du als hundbesitzer sagen "he komm, es gibt eh regeln und ich halte mich dran. der da drüber nicht, aber ich schon"
ohne diese gesetz würde sich ein mob bilden und eines nachts von haus zu haus ziehen, irgendwas richtung:
"kein wau und keinen biss, wir haben genung vom hundeschiss!"
brüllen und alles erschlagen das grösser ist als eine katze.

im endeffekt ist es so: wenn keinem auffällt dass da ein hund ist, sagt keiner was. wenn er (negativ) auffällt, sagt wer was. hundbesitzer zeigen aber erstaunlich wenig mühe ihren hund öffentlich unauffällig zu machen weil sie ihren hund als bereicherung für die welt sehen. isser aber für viele nicht und das ist ihnen wurscht.
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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von Evilcannibal79 » Mi 6. Nov 2019, 14:29

Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 13:47
im endeffekt ist es so: wenn keinem auffällt dass da ein hund ist, sagt keiner was. wenn er (negativ) auffällt, sagt wer was. hundbesitzer zeigen aber erstaunlich wenig mühe ihren hund öffentlich unauffällig zu machen weil sie ihren hund als bereicherung für die welt sehen. isser aber für viele nicht und das ist ihnen wurscht.
Das könnte man auch 1:1 auf viele zweibeinige Zeitgenossen umsetzen.
Wenn ich jedem der mir auf den Sack geht einen Maulkorb verpassen könnte.......aber bestimmt gibts Menschen die genau diese Person
sympatisch finden.
"Ich hab hier 6 kleine Freunde, die alle schneller laufen als du ... "

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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von cas81 » Mi 6. Nov 2019, 14:50

Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 13:47
cas81 hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 12:06
Letztendlich sprichst du ständig davon, dass das alles Unsinn ist und das Gesetz eh nicht zielführend ist, usw. Und trotzdem befürwortest du es?!
ich befürworte es nicht weil ich es als eingriff in die freiheit empfinde.
aber ich verstehe warum menschen das wollen.
nur weil man etwas versteht bedeutet nicht dass man es befürwortet.
Verstehen ist subjektiv, ich verstehe es auch. Die Ursache jedoch, weshalb es überhaupt etwas zu verstehen gibt, ist bereits bedenklich: die Gefühle der Menschen, die absolut losgelöst der Fakten wie die Axt im Wald um sich schlagen und damit andere Lebenwesen gängeln. Daran gehört angesetzt und nicht an einem Kompromiss zum Schein. Das liegt so nämlich sehr nahe an Willkür und genau das ist der vormals beschriebene "Untergang".

Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 13:47
cas81 hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 12:06
Ein Kompromiss beinhaltet Pro und Contra für beide Beteiligten. Wo gibt das Gesetz ein Pro für Hund und Besitzer her? Nirgends.
in der existenz des hundes.
Na bumm. Soweit sind wir also schon. Danke, lieber Staat, dass wir das Tier nicht im schalldichten Keller einsperren müssen, wenn wir denn eh schon so frei sind, uns einfach ein Lebewesen zu unserer Belustigung anschaffen zu dürfen. Ironie off.
Nochmal: Es ist eine Verschärfung und damit eine Einschränkung. Gemäß deiner Antwort liegt der Kompromiss also darin, dass man im Namen der Sicherheit eingeschränkt wird, allerdings ohne jeglichen Sicherheitsgewinn und ohne etwas dafür zu bekommen, stattdessen darf man "etwas" behalten. Das ist KEIN Kompromiss. Nur weil ich dir nicht ein Messer in den Bauch ramme, sondern dir stattdessen einfach ordentlich ins Gesicht schlage, bin ich keinen Kompromiss eingegangen (selbst wenn es sich nicht um Delikte handeln würde!). Ich verletze = strafe dich für nichts und wieder nichts, bestenfalls für die Taten eines Anderen. Da wo du einen Kompromiss siehst, herrscht amS emotionsgetriebene Willkür und von Doppelmoral verseuchte Ideologie.

Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 13:47
ohne diese gesetz würde sich ein mob bilden und eines nachts von haus zu haus ziehen, irgendwas richtung:
"kein wau und keinen biss, wir haben genung vom hundeschiss!"
brüllen und alles erschlagen das grösser ist als eine katze.
Du meinst, die Hundevergifter und Glasstreuer werden jetzt plötzlich ganz lieb?

Ich verstehe aber Folgendes nicht (kein Angriff!):
Du sagst, dass du gegen dieses Gesetz bist, weil es sinnlos ist. Gleichzeitig aber würde der Mob die Viecher gnadenlos abschlachten, wenn dieses Gesetz nicht käme. Also ist es doch nicht sinnlos? Deine Argumentation ist nicht schlüssig. Entweder du verrennst dich, oder bringst es nicht schlüssig rüber. Vor allem verstehe ich nicht, worüber wir hier eigentlich diskutieren: Darüber, dass wir Verständnis für den "Gesetzes- Mob" haben müssen? Für realitätsferne, ideologiegetriebene, vergeltungssüchtige, regulierungswütige, unsachliche, unverhältnismäßige Gesetzgebung? Sicher nicht, soweit kommts noch. Oder was die Intention deiner Erklärungen?

Das Problem ist in aller Regel der Besitzer mitsamt seinem Umfeld. Daran trauen sie sich aber nicht konsequent anzusetzen, das erfordert zudem wesentlich mehr als bloß ein Verbot in ein Gesetz zu gießen. Also machen sie einfach irgendwas. Pure Anlassgesetzgebung und zwar so schlecht, dass es nicht einmal unter Symptombekämpfung fällt. Ist aber Usus geworden: Waffenverbotszone und Magbeschränkung um nur zwei Beispiele zu nennen. Dafür muss man kein Verständnis aufbringen.

Btw, zum Badeteich: Ich fühle mich genötigt von rotzbeschmierten Kinderhänden in den Öffis, die unkontrolliert alles angrabschen. Das sind regelrechte Seuchenschleudern. Aus gesundheitlichen Gründen fordere ich, dass die Gschroppen erstens Latexhandschuhe tragen und eine OP- Maske sowieso! Dass die Mutter ebenfalls niest und rotzt und ebenfalls die Haltegriffe verseucht, ist mir dabei egal. Deren Kind ist für mich auch nur irgendein Kind. Die kindlich verbreitete Erkältung tötet sicherlich den ein oder anderen 80- jährigen COPD´ler! Nochmal: Ironie off. Aber in einer Welt, in der der Manspread zum Thema wird, braucht man sich über nichts mehr wundern. Zeit für ein Verbotsgesetz, das muss man schon verstehen! Und ein letztes mal: Ironie off.
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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von Nydorian » Mi 6. Nov 2019, 15:36

cas81 hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 14:50
Vor allem verstehe ich nicht, worüber wir hier eigentlich diskutieren
über eine verfahrene situation.

der kernpunkt ist dass von hunden eine gefahr ausgeht. wie gross die ist ist unerheblich. sie ist im öffentlichen bereiche aber grösser als von papagein, hamstern und katzen kombiniert.

dazu kommt das hundehauferl.
unterschätz das nicht.
viele der aggressionen gegen hundbesitzer kommen daher. wenn mir jemand auf mein grundstück(!) vor die tür des autos(!) kacken lässt obwohl das feld 200 meter weiter wäre dann weckt das ablehnung die sich dan in einem "ha! rechts gschiachts eana!" manifestiert.

gleichzeitig sehen sie sich (und den hund) als opfer, ständig müsse die 'gesellschaft' mehr mitgefühl aufbringen ... jada jada jada.

nun leben wir in einer gesellschaft die sich entschieden hat dass wir unsere probleme eben an den staat deligieren. ich halte das für nicht gut, das ist aber die realität.
weil die mehrheit das so will.
is eben so.

wenn also ein hund mich in begleitung meines kindes versucht anzugreifen, darf ich ihn nicht erschiessen. vor 150 jahren hat man genau das gemacht. siehe dazu zb den "Velo-dog" revolver der genau dafür da war.
was ich jetzt aber genau machen darf ist unklar. muss ich mich beissen lassen? muss ich mein kind beissen lassen? mit was darf ich mich verteidigen? was wenn der besitzer mich angreift? erschiessen darf ich den hund jedenfalls nicht und mein taschenmesser reicht für einen roti eben auch net.

muss ich also zusehen wie der hund mein kind tötet?

eine gasse weiter lebt eine familie, er hat die hunde perfekt unter kontrolle, bei ihr gehen die auf einen geduckt zu zweit von der seite auf einen zu. sorry ... das ist nicht "spielen". die wollen jagen. aber wenn ich dann einen schritt auf das viech zumache, worauf sie ablassen, flippt sie aus. uuuur super situation.

in aller klarheit: ich mag hunde an und für sich (bin damit aufgewachsen und irgendwann kommt evtl wieder einer ins haus) aber wenn ich mit dem rad fahre und auf dem feld wildert munter ein hund hasen, beigt zu mir ab und rennt auf mich zu, der besitzer ist 1km weit weg und wenn ich dann zu ihm fahre und frag ob ihm klar ist dass der hund grad wildert und es kommt "na der will nur spielen, der dawischt eh fast nie einen" zurück kommt ... ich mein ... was soll man da noch sagen?

es ist eben nicht so dass menschen nur leute kennen die wem kennen dem was passiert ist. ich alleine hab so viele geschichten mit hunden erlebt dass ich für mich zum schluss gekommen bin dass die meisten menschen nicht tauglich für einen hund sind. ergo sollten die keinen hund haben.

da wir aber, wie besprochen, dem bürger eben nicht mehr gestatten einen unkontrollierten hund zu neutralisieren kommt eben der ruf nach "recht und ordnung" ... nicht weil das irgendwer wirklich gut findet sondern weil ein entmachteter bürger eben gar nix andres mehr tun kann.

die frage ist was du wählen würdest: nichthundebesitzer die unkontrollierte hunde wegballern oder eine beisskorbpflicht an die sich eh keiner hält?
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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von cas81 » Mi 6. Nov 2019, 15:55

Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 15:36
cas81 hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 14:50
Vor allem verstehe ich nicht, worüber wir hier eigentlich diskutieren
der kernpunkt ist dass von hunden eine gefahr ausgeht. wie gross die ist ist unerheblich.
Eben nicht. Verhältnismäßigkeit!

Zum Rest deines Postings folgende Anmerkungen:

1. Grds Zustimmung
2. Wegballern oder nicht richtet sich nach Rechtfertigungsgründen, die sich abermals an der Verhältnismäßigkeit aufhängen. Detto zustechen, von der Klippe schubsen, etc. Das größere und davon unabhängige Problem wird sein, ob du die Waffe rechtmäßig geführt hast.
3. An all dem, was du da beschreibst, ändert das Gesetz nichts. All das, wäre jetzt schon verhindert, resp verhinderbar und wenn im Ausnahmefall nicht, dann greift die Haftung.
Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 15:36
da wir aber, wie besprochen, dem bürger eben nicht mehr gestatten einen unkontrollierten hund zu neutralisieren kommt eben der ruf nach "recht und ordnung" ... nicht weil das irgendwer wirklich gut findet sondern weil ein entmachteter bürger eben gar nix andres mehr tun kann.
Wer ruft denn danach? Konkret nach diesem Gesetz? Wo denn? Ein paar Radikale und die Eltern von Opfern, sowie paar, die sich mit ihnen solidarisieren? Ob das die Allgemeinheit ist, wage ich zu bezweifeln. Du weißt das aber auch nicht, stellst es aber als Faktum hin.
Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 15:36
die frage ist was du wählen würdest: nichthundebesitzer die unkontrollierte hunde wegballern oder eine beisskorbpflicht an die sich eh keiner hält?
Weder noch, siehe bereits mehrmals zuvor erklärt.
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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von bino71 » Mi 6. Nov 2019, 16:31

Ich finds irgendwie witzig.
Ihr diskutiert 7 Seiten um etwas, was umgesetzt wird, ob Einspruch (nur durch Landesbürger) oder nicht, ob es Euch gefällt oder nicht.
Selbst bei Volksabstimmung, was ja das Ziel ist, wird da nichts rauskommen.

Ich verschenk a 100er 9x19mm Packung, falls das Gesetz nicht umgesetzt wird an den Ersten der sich DANN per PN meldet.

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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von Musashi » Mi 6. Nov 2019, 16:43

Infos u.a. zum neuen WaffG http://waffg.info" onclick="window.open(this.href);return false;

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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von Hasenfuss » Mi 6. Nov 2019, 17:21

Musashi hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 16:43
neue petition

https://www.openpetition.eu/at/petition ... 24-10-2019
Unterschrieben und auf FB geteilt.
Wenn sie ein Bild von der Zukunft haben wollen, so stellen sie sich einen Stiefel vor, der auf ein Gesicht tritt. Unaufhörlich.

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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von Yukon » Mi 6. Nov 2019, 19:41

Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 08:59
Yukon hat geschrieben:
Di 5. Nov 2019, 20:35
Und ein Staat, der nur "ab und an" seine Regeln durchsetzt, ist akut von seiner Auflösung bedroht, da ihm die Staatsgewalt abhanden kommt.
wer löst ihn denn auf? ich sehe nix in der richtung ... eher das gegenteil.
Er löst sich selbst auf. Ein Staat besteht aus Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt. Fehlt im eine dieser drei Eigenschaften ist er kein Staat mehr.
Es hat ja schon vor 4 Jahren nicht geklappt, dass die Republik das Fremdenpolizeigesetz durchsetzt, insofern hast du recht, dass konsequenterweise auch nicht zu erwarten wäre, dass das Land das derzeitige Hundehaltegesetz durchsetzt.
Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 08:59
Yukon hat geschrieben:
Di 5. Nov 2019, 20:35
Was sie tun sollen? Siehe oben, die bestehenden Regelungen durchsetzen.
wenn du als bürger gesetze durchsetzt begehst ein verbrechen ;) meine frage ist "was kann der bürger tun?"

da der staat dem bürger verbeitet was zu tun kannst nur den staat bitten was zu tun. pervers, i know. eventuell ist ja das das problem?
Diese "Bitte" kann nicht darin bestehen, dass ein bisher mangelhaft vollzogenes Gesetz verschärft wird, diese "Bitte" sollte eigentlich eine Aufforderung sein, dass für einen korrekten Vollzug gesorgt wird. Denn wenn ein bisher mangelhaft vollzogenes Gesetz verschärft wird, und das verschärfte Gesetz ebenso mangelhaft vollzogen wird, wurde mit der Verschärfung genau was erreicht?
Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 08:59
Yukon hat geschrieben:
Di 5. Nov 2019, 20:35
Wie genau kommst du zu der Behauptung, dass Hunde eine Gefahrenquelle sind? Malteser, Chihuahua und Corgi sind eine Gefahrenquelle?
schön das du fragst. genau das ist mein kernpunkt; manche hunde sind von haus aus ungefährlich. da gibts genau gar keinen handlungsbedarf. ich sehe die verantwortung beim besitzer: jeder besitzer muss dafür sorgen dass von seinem spezifischen hund keine gefahr ausgeht. wie er das macht ist mir persönlich wurscht. das resultat ist relevant. versagt er (hund mit entsprechendem potential setzt zum angriff auch nur an!) muss das konsequenzen haben.
Und genau diese Umstände sind im bereits heute gültigen Hundehaltegesetz geregelt.
Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 08:59
Yukon hat geschrieben:
Di 5. Nov 2019, 20:35
Wenn du mit deiner These, dass der Umstand eine Mehrheit zu sein ausreichend ist, um auch ohne jeglicher Begründung einer Minderheit zu sagen, wo es in Zukunft lang geht, recht hättest, dann frage ich mich, warum nicht schon längst die Mehrheit derer, die weniger als €150.000 jährlich verdienen nicht die komplette Lohn-/Einkommenssteuerlast jener Minderheit umhängen, die mehr als €150.000 jährlich verdienen. Warat ja eh total einfach....

weil menschen gegen ihre interessen arbeiten wenn man ihnen sagt dass ihre interesse die interessen der andren sind und die interessen der andren ihre.
btw: 20% der österreicher zahlen den rest. nur so als knackige info zu 'ungerechtigkeit'

Ich hab keine Ahnung was du damit sagen willst, aber das ist auch nicht so wichtig.
Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 08:59
Yukon hat geschrieben:
Di 5. Nov 2019, 20:35
Dass diese Begründung hanebüchen ist und maximal einem Volksschulkind imponiert (ohne damit Volksschulkinder beleidigen zu wollen), ist ein anderes Paar Schuhe. Aber der Versuch der Begründung zur Änderung des NÖ Hundehaltegesetzes hat nicht einmal Kinderniveau.
ich sehe den unterschied nicht.

die frage ob eine begründung "ausreicht" ist stets subjektiv, oder?
Um eine Begründung bewerten zu können, müsste sie auch als Bewertung erkennbar sein. In diesem Fall handelt es sich aber mehr um Heißluft-Geschwätz, bei dem weder Behauptung, Zusammenhang und Lösung erkennbar und nachprüfbar wären.
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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von Yukon » Mi 6. Nov 2019, 20:21

Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 15:36
cas81 hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 14:50
Vor allem verstehe ich nicht, worüber wir hier eigentlich diskutieren
über eine verfahrene situation.

der kernpunkt ist dass von hunden eine gefahr ausgeht. wie gross die ist ist unerheblich. sie ist im öffentlichen bereiche aber grösser als von papagein, hamstern und katzen kombiniert.
Bei Papageien kann ich nicht mitreden, bei Katzen ebensowenig, aber ich wage zu bezweifeln, dass Hamster ungefährlich sind. Schon einmal von einem gebissen worden? Übertragen Feldhamster irgendwelche Krankheiten/Parasiten? Ich weiss es nicht, weisst du es?
Solltest du es nicht wissen, dann ist deine Behauptung, dass Papageien, Hamster und Katzen miteinander ungefährlich sind, nicht mehr als eine Meinung, aber kein Fakt.
Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 15:36
dazu kommt das hundehauferl.
unterschätz das nicht.
viele der aggressionen gegen hundbesitzer kommen daher. wenn mir jemand auf mein grundstück(!) vor die tür des autos(!) kacken lässt obwohl das feld 200 meter weiter wäre dann weckt das ablehnung die sich dan in einem "ha! rechts gschiachts eana!" manifestiert.
Ich weiß, Hundehauferl bedeuten Tod und Pestilenz, wogegen Katzenhauferl das pure Glück und ein langes Leben bedeuten.
Aber abgesehen davon, wo der Hundehalter die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners zu beseitigen hat, ist bereits heute klar geregelt, aber offenbar mangelt es hier wiederum an der Kontrolle durch die Gemeinden.
Und wenn ein Hund auf dein Grundstück "kackt", ist eventuell die Einfriedung nicht in Ordnung.
Wenn dein Grundstück ein nicht eingefriedetes Areal ist und außerhalb eines Siedlungsgebiets liegt, dann hast du das "Kacken" auf deinem Grund heute und auch in Zukunft zu akzeptieren.
Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 15:36
gleichzeitig sehen sie sich (und den hund) als opfer, ständig müsse die 'gesellschaft' mehr mitgefühl aufbringen ... jada jada jada.

nun leben wir in einer gesellschaft die sich entschieden hat dass wir unsere probleme eben an den staat deligieren. ich halte das für nicht gut, das ist aber die realität.
weil die mehrheit das so will.
is eben so.
Stimmt, die Problemlösung wird an den Staat delegiert, der aber nicht löst, sondern in seiner allgemeinen Ahnungs- und Ratlosigkeit verschlimmert.
Und dieses Auslagern an den Staat passiert nicht, weil die Mehrheit das so will, sondern weil ein mittlerweile beachtlicher Teil der Gesellschaft mental zu herausgefordert ist, um eine Lösung herbeizuführen, Nanny-Staat mit Vollkaskoschutz halt...
Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 15:36
wenn also ein hund mich in begleitung meines kindes versucht anzugreifen, darf ich ihn nicht erschiessen. vor 150 jahren hat man genau das gemacht. siehe dazu zb den "Velo-dog" revolver der genau dafür da war.
was ich jetzt aber genau machen darf ist unklar. muss ich mich beissen lassen? muss ich mein kind beissen lassen? mit was darf ich mich verteidigen? was wenn der besitzer mich angreift? erschiessen darf ich den hund jedenfalls nicht und mein taschenmesser reicht für einen roti eben auch net.

muss ich also zusehen wie der hund mein kind tötet?

eine gasse weiter lebt eine familie, er hat die hunde perfekt unter kontrolle, bei ihr gehen die auf einen geduckt zu zweit von der seite auf einen zu. sorry ... das ist nicht "spielen". die wollen jagen. aber wenn ich dann einen schritt auf das viech zumache, worauf sie ablassen, flippt sie aus. uuuur super situation.

in aller klarheit: ich mag hunde an und für sich (bin damit aufgewachsen und irgendwann kommt evtl wieder einer ins haus) aber wenn ich mit dem rad fahre und auf dem feld wildert munter ein hund hasen, beigt zu mir ab und rennt auf mich zu, der besitzer ist 1km weit weg und wenn ich dann zu ihm fahre und frag ob ihm klar ist dass der hund grad wildert und es kommt "na der will nur spielen, der dawischt eh fast nie einen" zurück kommt ... ich mein ... was soll man da noch sagen?

es ist eben nicht so dass menschen nur leute kennen die wem kennen dem was passiert ist. ich alleine hab so viele geschichten mit hunden erlebt dass ich für mich zum schluss gekommen bin dass die meisten menschen nicht tauglich für einen hund sind. ergo sollten die keinen hund haben.

da wir aber, wie besprochen, dem bürger eben nicht mehr gestatten einen unkontrollierten hund zu neutralisieren kommt eben der ruf nach "recht und ordnung" ... nicht weil das irgendwer wirklich gut findet sondern weil ein entmachteter bürger eben gar nix andres mehr tun kann.

die frage ist was du wählen würdest: nichthundebesitzer die unkontrollierte hunde wegballern oder eine beisskorbpflicht an die sich eh keiner hält?
Eine Frage zu deinen Storys: hast du Anzeige erstattet, damit das offensichtlich rechtswidrige Verhalten beendet wird?
Falls nicht, ist eine Verschärfung vollkommen sinnbefreit.
Die gefährlichste Waffe sind die Menschen kleinen Kalibers.

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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von Steelman » Mi 6. Nov 2019, 23:42

Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 15:36

.......... dass ich für mich zum schluss gekommen bin dass die meisten menschen nicht tauglich für einen hund sind. ergo sollten die keinen hund haben.
Zustimmung!

und nicht die "blöden" Hunde, sondern deren vertrottelten Besitzer sind ein Problem (zu oft schon selbst erlebt)
Mangelnde Vorbereitung ist die Vorbereitung auf das Versagen

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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von gunlove » Do 7. Nov 2019, 00:02

Steelman hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 23:42
Nydorian hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 15:36

.......... dass ich für mich zum schluss gekommen bin dass die meisten menschen nicht tauglich für einen hund sind. ergo sollten die keinen hund haben.
Zustimmung!

und nicht die "blöden" Hunde, sondern deren vertrottelten Besitzer sind ein Problem (zu oft schon selbst erlebt)
:text-+1:
Ihr nennt mich Menschenfeind, weil ich Gesellschaft meide, Ihr irret euch, ich liebe sie.
Doch um die Menschen nicht zu hassen, muss ich den Umgang unterlassen.
(Caspar David Friedrich 1774-1840)

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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von Aardvark » Do 7. Nov 2019, 09:49

Gut, einigen wir uns, das immer die Besitzer das Problem sind. Nur wie verhindern wir jetzt, dass es die genannten vorfälle gibt?
Oder kann man da halt nix machen?
Ihr jammerts hier nur rum, aber Lösungen hab ich noch keine gelesen.
Wie schauts aus?

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Re: Protest gegen das NÖ Hundegesetz

Beitrag von Nydorian » Do 7. Nov 2019, 10:11

cas81 hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 15:55
Weder noch, siehe bereits mehrmals zuvor erklärt.
und genau das ist das problem. du willst eine lösung die für dich ideal ist und die welt soll sie akzetieren.

und sorry: politische realität ist und bleibt dass schweigen zustimmung bedeutet. die mehrheit schweigt dazu. warum?

weil es eben keine solidarität mit hundehaltern gibt ... und woran mag das wohl liegen?
Yukon hat geschrieben:
Mi 6. Nov 2019, 19:41
Er löst sich selbst auf. Ein Staat besteht aus Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt. Fehlt im eine dieser drei Eigenschaften ist er kein Staat mehr.
gut. unser staat verteidigt sein staatsgebiet nicht mehr. so what? er ist immer noch da (sagt der orf im faktencheck) und du zahlst immer noch steuern.

das ist der witz: die ganze idee dass der staat dir rechenschaft ablegen müsste ist eine wahnvorstellung.
staat ist der mit den dicksten kanonen, der der schutzgeld legal einhebt.

das ist eine grundlegende wahrheit ... deswegen ist anarchismus eben unrealistisch .. weil irgendwer hat die grössten kanonen und der wird sie nutzen um schutzgeld zu erpressen und behaupten dass er eine legitimität dazu besitzt. das kannst nicht ändern. und genau in diesem licht muss man die sache verstehen: der mit den kanonen sagt es wird so gemacht.
basta. friss oder stirb.

und der witz (nicht im ha ha sinne) ist dass der überwiegende teil der bevölkerung das gut findet.

ich für meinen teil hab das eben akzeptiert, bin zu alt für revolutionen.
“There is nothing that is going to make people hate you more, and love you more, than telling the truth.”

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