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Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

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nitro
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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von nitro » Do 22. Jan 2026, 14:42

Und die Männer dann zu den Kasettl-weibern. :dance:

Master-chief1000
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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von Master-chief1000 » Do 22. Jan 2026, 15:18

Ich hoffe sehr es findet sich eine Frau die klagt. Scheint juristisch ziemlich vielversprechend.

mikonis
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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von mikonis » Do 22. Jan 2026, 16:01

Laubmasta_reloaded hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 09:57
mikonis hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 19:33 https://tirol.orf.at/stories/3338621/

Die Tiroler Schützen haben wiedermal gezeigt, dass Frauen nicht alles können; zum Beispiel ein Gewehr halten; oder es richtig bedienen; oder sich in einen militärischen Verband einfüge. Schließlich haben sie das nie gelernt. Vermutlich werden sie das auch nie. So wie sie ja auch nie die Sängerknaben ergänzen werden. Oder nie in einer Blaskapelle ein Instrument bedienen können. Oder nie bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig sein können. Oder nie bei den Symphonikern auftreten werden.

Zeitgemäß ist das nicht.
Wieder ein Fall von First World Problems.

Ist ja nicht lebenswichtig dort dabei zu sein, sondern reines Freizeitvergnügen.

Wenn die dort keine Frauen dabei haben wollen, ja dann ist es halt so und Vereine sollte es auch in Zukunft frei stehen, dies entscheiden zu dürfen.

Dafür müssen die Frauen im Kriegsfall auch nicht an die Front, zum sterben sind ja bekanntlich die Männer da.
Du hast recht, Freizeitverhalten ist ein "First World Problem". Nicht jedoch Traditionen. Ich darf ein paar recht krasse Dinge aufzählen, um meine Sicht der Dinge besser zu erläutern.

Ehrenmorde und Femizide haben Tradition (Türkei, Österreich);
Kinderarbeit hat Tradition (Pakistan ca. 3% der Bevölkerung, Österreich bis in die 50er-Jahre des vorigen Jahrhunderts);
Die Zustimmung des Ehemannes für die Annahme einer Arbeit durch die Ehefrau hat Tradition (Afghanistan, Österreich bis 1975);
Die Straffreiheit der Vergewaltigung in der Ehe hat Tradition (Syrien, Österreich bis 1989);
usw.

(Hmmm. So betrachte, vertreten hier manche Foristi eine streng konservative, den östlichen Kulturen eigentlich recht ähnliches Gesellschaftsbild. Woher dann das dauernde Meckern über unsere Neubürger? Egal.)

Wir wollen als modernes, aufgeklärtes Land schon eine gewisse Weiterentwicklung und da gehören Frauenrechte dazu. Die obigen "Traditionen" wurden bei uns erst vor 1 oder 2 Generationen gändert und haben unser Land in allem weitergebracht. Ein Beharren auf einer strikten Trennung Mann/Frau ist einfach nicht mehr zeitgemäß, da es uns unglaublich weit zurückwirft. Wenn sich Tiroler Schützen heute gegen eine Gleichstellung Mann/Frau stellen, bedeutet das nicht nur ein Beharren auf veralteten, idealisierten Werten, sondern ist in meinen Augen ein Rückschritt für Tirol und die tiroler Gesellschaft. Jeder Fortschritt wird ignoriert (siehe obiges posting). Es lohnt sich dann auch nicht, in eine solche Gesellschaft zu investieren.

Was man sagen könnte wäre, es handelt sich bei den Tiroler Schützen nicht um Traditionen (wie oft jährlich machen sie echte militärische Übungen und da zählt Uniform putzen nicht dazu) sondern um Brauchtum (die bessere Form) oder eher um Folklore (wenn die überwiegende Mehrheit der Zuseher Touristen sind, geht es wohl nur mehr ums Geschäft). Dann dürfen Tiroler Schützen allerdings alles sein, auch alpines Disneyland.
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Evilcannibal79
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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von Evilcannibal79 » Do 22. Jan 2026, 16:50

Du verlgeichst jetzt aber nicht die Traditionsschützen mit den Werten von islamistischen Regimen?
Na bravo,..... des is ja ned amoi Äpfe mit Birna vergleichen....
Und wenn du von einem Traditionsverein auf die komplette Bevölkerung schliesst, na habedieehre.

Setz dich mal mit der Tradition der Schützen auseinander bevor du so einen Mist absonderst.
Es muss nicht alles Zwangsmodernisiert werden nur um jedem zu gefallen.

Wenn sie nicht wollen dann soll das so sein.
Sollen halt die Damen denen es ned passt eine weibliche Schützenkompanie gründen, wo is des Problem?
"Ich hab hier 6 kleine Freunde, die alle schneller laufen als du ... "

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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von trenck » Do 22. Jan 2026, 17:05

mikonis hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 16:01 Wir wollen als modernes, aufgeklärtes Land schon eine gewisse Weiterentwicklung und da gehören Frauenrechte dazu.
Die Frauenrechte sind in Österreich zu 100% umgesetzt. Was Du übersiehst: das Recht auf Gleichberechtigung existiert gegenüber dem Staat und gegenüber staatlichen Institutionen sowie in relevanten Bereichen für die Existenzsicherung (Arbeitsrecht, Mietrecht, etc.), aber halt nicht im Freizeitbereich. Sonst dürfte es auch z.B. auch keine Fitness- oder Wellness-Center nur für Frauen geben. Oder ist das dann auch ein "Beharren auf einer strikten Trennung Mann/Frau, das uns unglaublich weit zurückwirft"? Auch Frauen wollen Bereiche, in denen sie unter sich sind, wie eben auch Männer. Von einer strikten Trennung im Alltag kann in unserer Kultur sowieso keine Rede sein, war es auch nicht in den 1950ern. Im Gegensatz zu den Gesellschaften mit der besonders friedlichen Religion.

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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von SectionThree » Do 22. Jan 2026, 18:29

Master-chief1000 hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 15:18 Ich hoffe sehr es findet sich eine Frau die klagt. Scheint juristisch ziemlich vielversprechend.
Ach? Nach welcher Bestimmung dürfen sich Verein ihre Mitglieder nicht mehr selbst aussuchen? Müssen die Burschenschaften dann Frauen aufnehmen? Oder die Goldhauben-Vereine Männer? Fragen über Fragen.
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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von Gadai » Do 22. Jan 2026, 19:07

Master-chief1000 hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 15:18 Ich hoffe sehr es findet sich eine Frau die klagt. Scheint juristisch ziemlich vielversprechend.
..Und wenn sie die Klage gewinnt wird sie freundlich aufgenommen ;)
Der Verein bekommt eine Strafe aufgebrummt und schließt. Die Emanze jubelt.
Alles sehr zufriedenstellende Versionen.

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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von FdH22 » Do 22. Jan 2026, 19:26

Evilcannibal79 hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 16:50 Du verlgeichst jetzt aber nicht die Traditionsschützen mit den Werten von islamistischen Regimen?
Na bravo,..... des is ja ned amoi Äpfe mit Birna vergleichen....
Und wenn du von einem Traditionsverein auf die komplette Bevölkerung schliesst, na habedieehre.

Setz dich mal mit der Tradition der Schützen auseinander bevor du so einen Mist absonderst.
Es muss nicht alles Zwangsmodernisiert werden nur um jedem zu gefallen.

Wenn sie nicht wollen dann soll das so sein.
Sollen halt die Damen denen es ned passt eine weibliche Schützenkompanie gründen, wo is des Problem?
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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von Master-chief1000 » Do 22. Jan 2026, 19:56

SectionThree hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 18:29
Master-chief1000 hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 15:18 Ich hoffe sehr es findet sich eine Frau die klagt. Scheint juristisch ziemlich vielversprechend.
Ach? Nach welcher Bestimmung dürfen sich Verein ihre Mitglieder nicht mehr selbst aussuchen? Müssen die Burschenschaften dann Frauen aufnehmen? Oder die Goldhauben-Vereine Männer? Fragen über Fragen.
Der Europarechtsexperte des Standard ist da zumindest anderer Meinung.

"Während Saurer nach der Umfrage die Debatte gerne beendet hätte, ist rechtlich das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. "Frauen könnten sich vor Gericht auf die Gleichbehandlung berufen" und geltend machen, dass sie auch zum Schießen von Salven zugelassen werden, erklärt Europarechtsexperte Walter Obwexer. Denn: Der Grundsatz der Gleichbehandlung macht auch vor privaten Vereinen nicht Halt. Ein Saurer'sches "so sind wir halt" würde da als Argument vor Gericht wohl nicht reichen, um den Status quo beibehalten zu können."
https://www.derstandard.at/story/300000 ... nerbastion

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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von FdH22 » Do 22. Jan 2026, 20:15

Master-chief1000 hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 19:56
Der Europarechtsexperte des Standard ist da zumindest anderer Meinung.
Du hast vermutlich vergessen auf diesen Satz (aus dem o. a. Artikel) hinzuweisen.
Zitat:
"Während SPÖ, Neos und die Grünen die Entscheidung kritisierten, können ÖVP und FPÖ mit dem Votum des Vereins gut leben."

Mit einem Wort: Eine zukunftsweisende Prognose wohin Österreich steuert. :mrgreen:

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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von SectionThree » Do 22. Jan 2026, 20:17

„Der Grundsatz der Gleichberechtigung“ bindet halt nur den Staat. Und das Gleichbehandlungsgesetz wiederum gilt nur für den Bereich der Arbeitswelt bzw. den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, einschließlich Wohnraum. Vereinsmitgliedschaften zählen da sicher nicht dazu.
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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von Poirot » Do 22. Jan 2026, 20:27

SectionThree hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 20:17 Vereinsmitgliedschaften zählen da sicher nicht dazu.
Es hintert die Damen auch keiner daran einen neuen Verein zu gründen. Tiroler Schützinnen.
Wird aber nicht passieren weil es vermutlich nur wieder eine Provokation aus einem politischen Eck ist.

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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von Master-chief1000 » Do 22. Jan 2026, 20:32

SectionThree hat geschrieben: Do 22. Jan 2026, 20:17 „Der Grundsatz der Gleichberechtigung“ bindet halt nur den Staat. Und das Gleichbehandlungsgesetz wiederum gilt nur für den Bereich der Arbeitswelt bzw. den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, einschließlich Wohnraum. Vereinsmitgliedschaften zählen da sicher nicht dazu.
Ich kann dir dazu nur die Einschätzung von diesem Europarechtsexperten geben. Ich bin kein Jurist für Europarecht.

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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von Master-chief1000 » Do 22. Jan 2026, 20:33

Nachtrag hab ihn gerade gegoogelt. Er ist Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät in Innsbruck. Ich kann mir gut vorstellen das er Recht haben wird mit seiner Einschätzung.

shaper
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Re: Tiroler Schützen und ihre Einstellung zu Frauen

Beitrag von shaper » Do 22. Jan 2026, 22:08

Master-chief1000 hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 20:19 Nur 13% haben für Gleichberechtigung gestimmt.. Ich hoffe das viele von denen schnellstmöglich den Verein kontaktieren und austreten. Für mich wäre moralisch eine Mitgliedschaft in so einem Verein nicht vertretbar. Bin aber auch aus der Kirche ausgetreten.
Es wurden nur ca 300 Personen befragt, und das waren die Kompaniekommandanten der jeweiligen Schützenkompanien.
Die Schützen in Tirol haben über 13.000 Mitglieder; von einer Mitgliederwahl und einem repräsentativen Ergebnis für alle Mitglieder kann man somit nicht sprechen.

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