ich habe hier jetzt schon einiges mitgelesen und wundere mich ehrlich gesagt, dass es dazu offenbar noch keine Informationen bzw. keine koordinierte Initiative oder Sammelklage seitens IWÖ, Verein o. Ä. Verbänden gibt – zumindest habe ich dazu bisher nichts gefunden.
Wenn jemand beispielsweise nach 2018 begonnen hat, Ordonnanzwaffen zu sammeln und 100 Stück besitzt, die nicht nummerngleich (Lauf, System, Verschluss andere Nummer) sind, so muss doch der Sammler, angenommenen bei 25 € Meldekosten pro Waffe / Meldung, schnell 2.500 € blechen...
Und wie in den meisten Fällen, sollte hier keine Seriennummer auf gewissen Teilen oben sein, kommen wir sogar auf 50-65€ pro Teil fürs nachlasern - was wiederum ein enormer Wertverlust wäre.
Oder Irre ich mich hier?
Ähnlich sehe ich das bei neueren Waffen, beispielsweise AR-15-Systemen. Wenn eine Waffe nicht entsprechend gekennzeichnet ist, soll am Ende der Besitzer dafür aufkommen und sich um die Nachbesserung kümmern, obwohl die Kennzeichnung eigentlich bereits bei der Herstellung bzw. beim Inverkehrbringen korrekt hätte erfolgen müssen.
Generell finde ich die Regelung in ihrer derzeitigen Auslegung viel zu unklar. Niemand , mitunter Behörden, weiß genau, was jetzt tatsächlich Sache ist. Dass daraus für gesetzestreue Waffenbesitzer unter Umständen erhebliche Kosten und zusätzlicher Aufwand entstehen, finde ich schlichtweg eine Frechheit.
Von einem Polizeikollegen habe ich gehört, dass es angeblich ein neues Schreiben dazu geben soll, worauf bei Verwahrungskontrollen künftig zu achten ist. Sobald ich dazu gesicherte Informationen habe, lasse ich es euch natürlich wissen. Jedoch sind die Behörden hierzu gerade sehr angespannt und scheu.
Zu meiner Situation: Ich werde am Wochenende meine 30 Waffen gründlichst kontrollieren und sie gegebenenfalls beim Händler nachtragen oder gar nachlasern lassen.


